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Gastspiel der Tschechischen Philharmonie (Dirigent: Eliahu Inbal) in Köln

Sibelius' Violinkonzert (Solist: Nikolaj Znaider) / Mahlers Zehnte




Nikolaj Znaider, der noch nicht 40jährige dänisch-israelische Wundergeiger, der wahrscheinlich auch noch in zehn Jahren wie ein großer Junge rüberkommen wird, spielte am Anfang dieses Kölner Gastauftritts der Tschechischen Philharmonie Sibelius' Violinkonzert; und man war über alles Maß gerührt zu sehen, wie der Dirigent Eliahu Inbal (seit geraumer Zeit der neue Chef dieses sehr traditionsreichen Orchesters) den Direktkontakt zu dem Solisten herzustellen willens war... ja und so sah man ihn in väterlicher Güte sowie aufmunternder Herzlichkeit dem Znaider hin und wieder zulächeln, um nicht zu sagen "Mut machen"; wahrscheinlich liegt das so im Blute dieses gütig-warmherzigen Maestros drin - aber natürlich hatte das der Znaider letzten Endes überhaupt nicht nötig, denn er spielte seinen nicht gerade unschwierig zu nennenden Solisten-Part geradezu entwaffnend und doch wiederum bestechend gut!

Nach der Pause dann die Zehnte Mahlers. (Mahler führte seine Siebte übrigens in Prag das erste Mal auf, und nicht nur von daher existieren also schon Beziehungen zwischen den beiden: Mahler/Prag.) Das Werk blieb unvollendet, nur der erste Satz und ein paar fertig ausgeführte Takte aus dem fünften oder so lagen dann nach dem Tod von Mahler vor... Von Deryck Cooke gibt es die immer wieder gern gespielte Fassung seiner Komplettierung jener Zehnten, und obgleich sie nicht ganz unumstritten war (Leonard Bernstein lehnte diese kategorisch ab!), trat sie doch einen Siegeszug durch die Konzertsäle der Welt - zu Recht so wie ich fühle (Alles klingt doch ziemlich stark und "echt" nach Mahler) - an.

Die Tschechische Philharmonie entpuppte sich bei ihrem Gastspiel - insbesondere mit dieser Zehnten - doch sehr stark als akademisches Orchester, was nichts anders sagen will: Die Jungs und Mädels scheinen (scheinen!!) nicht so recht und krampflos aus sich rausgehen zu wollen oder können - was dem Spiel dann allerdings null Abbruch tat; und der Trompeter des Orchesters, übrigens, ist schon die allererste Sahne; habe die Trompetenparts, die diese Zehnte auch so gleißend-ätzerisch bestimmen, nie zuvor so lupenrein serviert bekommen...

Äußerst anspruchsvolles, anstrengendes Mega-Live-Konzert.

a. so. - 3. Februar 2011
ID 00000005035
TSCHECHISCHE PHILHARMONIE (Kölner Philharmonie, 30.01.2011)
Sibelius: Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47
Mahler / Cooke: Sinfonie Nr. 10 (1910), nach den Skizzen vervollständigt
Nikolaj Znaider Violine
Tschechische Philharmonie
Dirigent: Eliahu Inbal


Siehe auch:
http://www.wdk-koeln.de


http://www.andre-sokolowski.de



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