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Kurzkritik


Amerikanischer Abend



Das ist James Conlon - Foto (C) Robert Millard



Aus uns völlig unerklärlichen Gründen waren wir schon seit geraumer Zeit nicht mehr in einem DSO-Konzert - das muss sich dringend wieder ändern, denn: Wir wurden gestern Abend Ohrenzeuge, wie das Deutsche Symphonie-Orchester momentan in seinem Künstlerischen als wie Musiziererischen aufgestellt ist - nämlich absolut in Topform! Klingt, um es salopp zu sagen, derzeit wie 'ne Eins...

Es holte sich den 1950 in New York geborenen James Conlon (seines Zeichens u. a. Musikdirektor der Los Angeles Opera), dass er es "amerikanisch" dirigierte; und so standen dann zwei transatlantisch-kräftigende Abendfüller zur Debatte: Bernsteins 2. Sinfonie und Conlons Schostakowitsch-Suite aus dessen weltberühmter Mörderinnenoper Lady Macbeth von Mzensk.

Leonard Bernstein titelte sein (rein vom Dramaturgischen her) Gustav-Mahler-Werken ziemlich "nachempfund'nes" Opus mit The Age of Anxiety [Das Zeitalter der Angst]; er hatte es auf ein Gedicht von W. H. Auden komponiert - es hat zwei Teile, jeder Teil besteht aus je drei Sätzen, und es gibt einen durchweg mitlaufenden als wie solistisch anspruchsvollen und fantastisch anzuhörenden Klavierpart da (Solistin war die Koreanerin Joyce Yang!) - , und Lenny ließ es, wie schon angedeutet, ganz und gar dann "mahlerisch", nämlich so wie in Mahlers Dritter, unendlicher Weise ausklingen... / Nichts desto Trotz haben wir nunmehr Blut geleckt und wollen in der nächsten Zeit gefälligst ALLE Bernstein-Sinfonien nach und nach dann kennenlernen; macht mal! Ja, ihr könnt das!!

Dirigent James Conlon hatte, als er Schostakowitschs Lady einst in Köln (wo er mal 13 Jahre lang der GMD und Gürzenich-Kappellmeister gewesen war) aufführte, die Idee zu seiner Suite: "Sie wurde aus den fünf bestehenden Zwischenspielen erweitert und enthält sowohl brillante als auch expressive Passagen, die gleichzeitig die Fülle der Orchestrierung zur Entfaltung bringen [...] Es wurden keine Überleitungen oder zusätzliche Musik komponiert, nur bestimmte Vokallinien wurden in das Orchester eingezogen. Ich habe versucht, durch die chronologische Anordnung der Auszüge zumindest einen Teil der bedrückenden dramatischen Kraft dieses Stückes einzufangen, welches mit Sicherheit eines der herausragenden Werke des zwanzigsten Jahrhunderts darstellt." (Quelle: DSO-Programmheft) / The Best Of in 45 Minuten.

Mit diesem grandiosen Programm gastiert das DSO unter Conlon in den nächsten Tagen in vier spanischen Städten.


Andre Sokolowski - 5. Februar 2013
ID 6533
DEUTSCHES SYMPHONIE-ORCHESTER (Philharmonie Berlin, 04.02.2013)
Bernstein: Symphonie Nr. 2 The Age of Anxiety für Klavier und Orchester Schostakowitsch: Suite aus Lady Macbeth von Mzensk, zusammengestellt von James Conlon
Joyce Yang, Klavier
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Dirigent: James Conlon


Weitere Infos siehe auch: http://www.dso-berlin.de


http://www.andre-sokolowski.de



 

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