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Kurzkritik

50 Jahre künstlerische Partnerschaft Georges Prêtre / Wiener Philharmoniker - Tourneestation: Berlin




Der Dirigent Georges Prêtre (89) reist derzeit mit den ihm schon seit 50 Jahren künstlerisch verbundnen Wiener Philharmonikern umher - Berlin war eine der Stationen; und es war bereits das fünfte Gastspiel des Orchesters exklusiv "auf Einladung der Berliner Philharmoniker". Zwischen den beiden Klangkörpern besteht seit eh und je ein freundschaftliches Auskommen; man war sich seiner Zeit sogar mal nicht zu schade, auch zusammen öffentlich zu musizieren, Simon Rattle hatte die Idee - das brachte künstlerisch zwar reinweg nichts, aber als Geste und Event taugte es allemal.

So Jubiläums-Touren (s. o.) sind ja meistens ganz und gar auf den Betreffenden (den Jubilar), von der Programmauswahl her, zugeschnitten; also - so vermuten wir - hatte sich Prêtre Beethoven (die Siebte), Strawinsky (Feuervogel-Suite), Ravel (Bolero) mit den Wiener Philharmonikern und unter seiner Stabführung gewünscht. Sehr launig, sehr beliebig:

Gleichweg zu Beginn sehen wir alle Stühle, die dann eigentlich für die Besetzung zum Strawinsky aufgestellt gewesen waren, mit den InterpretInnen (4 Frauen im Orchester; immerhin!) besetzt = Beethoven XXL? schon wieder??, fürchten wir stark eingeschüchtert; denn selbst Barenboim neigt immer wieder mal zu derart exzessiven Eskapaden, was wir aus der deutschen Hauptstadt zu Genüge kennen. Die vom hohen Jubilar beabsichtigten und von uns als abartig klassifizierten Tempischwankungen (im 4. Satz) rundeten diese XXL-Darbietung der doch überhaupt nicht "schwerlastigen" Siebten Beethovens (uraufgeführt in Wien! ganz nebenbei erwähnt) aufs Allermerkwürdigste ab. Der Klangkörper als solcher - ohne jede Frage - spielt superb; klangliches Grundempfinden: warm und rund. Man weiß nicht, wen man mehr vergöttern soll, den Streicherapparat oder die Bläser. Und solistisch wie als Gruppe sind sie sowieso dann alle unverwechselbar, kurzum: ein Fest!!

Ja, nach der Pause wendete sich dieses einmalige Gastspiel-Blatt eindeutig zum Triumph; Strawinsky und Ravel... da hielt es kaum noch wen auf seinem Sitz!

Zwei Johann-Strauß-Zugaben: Kaiserwalzer, Tritsch-Tratsch-Polka.

Jubel über Jubel.
Andre Sokolowski - 16. Januar 2013
ID 00000006482
WIENER PHILHARMONIKER (Philharmonie Berlin, 15.01.2013)
Beethoven: Sinfonie Nr. 7
Stravinsky: Feuervogel-Suite (1919)
Ravel: Boléro
Wiener Philharmoniker
Dirigent: Georges Prêtre
Auf Einladung der Berliner Philharmoniker
http://www.wienerphilharmoniker.at


Weitere Infos siehe auch: http://www.berliner-philharmoniker.de


http://www.andre-sokolowski.de



 
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