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Feuilleton


19. Februar 2010, Konzerthausorchester Berlin

Rolf Riehm: Au bord d'une source für Tenorblockflöte, Orchester und CD-Zuspiel

Solist: Jeremias Schwarzer (Blockflöte)


Jeremias Schwarzer war Solist in einem Stück von Rolf Riehm, das das Konzerthausorchester Berlin unter Lothar Zagrosek am 19. Februar 2010 wiederaufführte. - Foto (C) ich_bin@wildundleise.de

Rosinenpicken (86)

"Jeremias Schwarzer gilt als einer der führenden Blockflötisten seiner Generation. Nach Studien in Frankfurt a.M. und Zürich gewann er 1992 in der Solo- und Ensemblewertung je einen ersten Preis beim Internationalen Blockflötenwettbewerb Calw (bei diesem wichtigsten Wettbewerb für Blockflöte war vorher noch nie ein erster Preis vergeben worden).
Er war u.a. Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und des DAAD sowie der Stiftung Kunst und Kultur Nordrhein- Westfalen und wurde mehrfach durch die Aufnahme in das Förderprojekt „Konzert des Deutschen Musikrates“ ausgezeichnet. 2006 wurde ihm ein Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung verliehen. Seine weltweite solistische Konzerttätigkeit führt Jeremias Schwarzer regelmäßig zu internationalen Festivals und Konzertreihen in Europa, den USA, Japan und Israel, u.a. room dance Festival Jerusalem (Israel) 2000, Frederick Loewe Theatre New York (USA) 2001, ISCM World Music Days (Schweiz) 2004, Belgrade Flute Festival 2004, ZKM Karlsruhe/Ars Nova SWR 2005, Exhibition of contemporary music Tokyo (Japan) 2006, Midway Theatre Boston (USA) 2006, Forum Neuer Musik im Deutschlandfunk (Köln) 2006, Prinzregententheater München/Bayerischer Rundfunk 2006. Zahlreiche Rundfunkaufnahmen und Koproduktionen enstanden für SFB, DeutschlandRadio, Radio Bremen, Bayerischer Rundfunk, Schweizer Radio DRS u.a. CD- Veröffentlichungen erschienen bei Moeck, Cybele und Valve Records.
Jeremias Schwarzer ist Gründer und Leiter der Ensembles Vivi Felice (für alte Musik) und ensemble avantage (für Neue Musik). Die intensive Zusammenarbeit mit zahlreichen KomponistInnen Neuer Musik (Myriam Marbe, Misato Mochizuki, Toshio Hosokawa, György Kurtág, Salvatore Sciarrino, Rolf Riehm u.a) führte zu inzwischen über 50 Uraufführungen. Unterrichtstätigkeit an der Musikhochschule Nürnberg seit 1994. Meisterkurse, Vorträge, Workshops und guest residencies u.a. an den Musikhochschulen Wien, Freiburg, Belgrad, der Harvard University, New York University, dem Mozarteum Salzburg und der Irino Foundation (Tokyo). Seit 2006 Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen."

Diesen Vita-Text haben wir von der Homepage Jeremias Schwarzer's (http://recorderprojects.de) kopiert; und zwar deshalb, weil er der Solist - und ohnehin die absolute Attraktion im Programm des Konzerthausorchesters Berlin (Dirigent: Lothar Zagrosek) am letzten Freitagabend war - es erklangen da, als bürgerlicher "Rahmen" sozusagen, die erste Sinfonie vom jungen Beethoven und die letzte Messe vom greisen Haydn; dazwischen machten wir Bekanntschaft mit dem 2007 in Stuttgart uraufgeführten Rolf Riehm-Werk: "Au bord d'une source" für Tenorblockflöte, Orchester und CD-Zuspiel.
Das ist, in der Tat, ein sehr komplex und kompliziert gedachtes Opus; und wir wollen auch jetzt nicht - um Gotteswillen nicht!! - den Kritiker als Klugscheißer markieren; denn ein Kunstwerk ist ein Kunstwerk, und so sehen (hören) wir respektvoll zu, schweigen ein kleines halbes Stündchen, auch weil wir uns überlegen wollen, welche Assoziationen uns beim oder nach dem halbstündigen Hören (Sehen) so passieren... diese hier vielleicht:
Ein warm und tief zwitscherndes Vögelchen, mehr wohl ein schon erwachsner Vogel, kommt uns - furchtbar traurig macht uns das - sehr einsam und verlassen vor. Er will und will nicht recht zu (s)einer Leichtigkeit gelangen, irgend etwas piesackt ihn, macht ihn verdrieslich, stimmt ihn schlecht und... lässt uns Hörer (Seher) an dem "depressiven" Duktus seiner selbst teilhaben; und wir sind, sofort (!), auf seiner Seite, und... wir stellen sehr betrüblich fest: Warum wird er, oder auch es (das warm und tief zwitschernde Vögelchen), von diesem kaltmaschinenartigen Orchesterapparat mit Lautsprechern und Menschenstimmen bloß so schrecklich drangsaliert? Wollen die Lautkeifernden wirklich nicht mit unserm warm und tief zwitschernden Vögelchen, also in Harmonie/Geselligkeit & guter Laune, in Verbindung treten?? Weshalb machen sie es ihm so furchtbar schwer???
Wir wissen Dieses einfach nicht - obwohl wir die Gemeinheit (jener manirierten Übermacht) natürlich fast am eignen Leibe spüren.
Jeremias Schwarzer jedenfalls IST unser warm und tief zwitscherndes Vögelchen - ja und die "andern" (Konzerthausorchester und so) spielen den goliathstarken Macker.

Schönes, schlichtes Stück.


Andre Sokolowski - red / 20. Februar 2010
ID 4562
www.andre-sokolowski.de


Konzerthausorchester Berlin (19.02.2010, Konzerthaus Berlin)
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21
Rolf Riehm: "Au bord d'une source" für Tenorblockflöte, Orchester und CD-Zuspiel
Joseph Haydn: Messe für Soli, Chor und Orchester B-Dur Hob XXII:14 ("Harmonie-Messe")
Jeremias Schwarzer Blockflöte
Sibylla Rubens Sopran
Gerhild Romberger Alt
Stephan Rügamer Tenor
Franz-Josef Selig Bass
RIAS Kammerchor
(Choreinstudierung: Eberhard Friedrich)
DIrigent: Lothar Zagrosek

Weitere Infos siehe auch: http://www.konzerthausorchester.de





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