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Besprechung


1. Januar 2008, Neujahrskonzert des RIAS Kammerchor

ELIAS von Felix Mendelssohn-Bartholdy



Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847)

Hass auf Wagner


Nein, man fasst es nicht: Der größte deutsche Dichterkomponist verstieg sich in der Tat zu solcher geistigen wie menschlichen Entgleisung:

"Er hat uns gezeigt, daß ein Jude von reichster spezifischer Talentfülle sein kann, daß er die feinste und mannigfachste Bildung, das gesteigertste, zartempfindende Ehrgefühl besitzen kann, ohne es je zu ermöglichen, auch nur ein einziges Mal die tiefe, Herz und Seele ergreifende Wirkung auf uns hervorzubringen, die wir zahllos oft empfunden haben, sobald ein Heros unserer Kunst nur den Mund auftat." (Das Judentum in der Musik)

"Er" ist Felix Mendelssohn-Barholdy, jüdischer Komponist deutscher Abstammung (oder auch umgekehrt) - der Schreiber der Tirade ist Richard Wagner.

Für diese antisemitische (auch geistig dünnschissige) Sauerei müsste man Wagner bis in alle Ewigkeiten hassen; sie war nicht zuletzt - das hätte Wagner freilich nie geahnt oder beabsichtigt gehabt - den Nazis wohl gewollter Anlass, sich im "Säuberischen" marzialisch auszutoben; alles Sein & Schein um's Festspielhaus in Bayreuth, zwischen 1933 und 1945, hatte hiermit (Judentum in der Musik) sein antihumanistisches Gepräge.

Richard Wagner: Luntenleger und charakterliche Drecksau.

Auch: Im ersten Satz der sog. Reformationssinfonie von Mendelssohn leuchtet das Gralsmotiv vom PARSIFAL herauf; es stammt freilich von Mendelssohn (?), doch Wagner hatte es fürs Bühnenweihfestspiel benutzt; wollte er so - am Ende seines Lebens - wieder gut machen, oder wie hängt das Alles so zusammen... Welcher Spezialist oder Experte klärt mich auf? ich bitte drum! (Wollte hier wirklich keinen Scheiß behaupten, der nicht stimmt.)

Zwei Riesenoratorien gibt's von Mendelssohn, das erste über PAULUS und das zweite über den ELIAS.

Mit ELIAS gab der RIAS Kammerchor sein 2008er Neujahrskonzert:

Und es war fulminant!!!

Mit steifen Brustwarzen war ich geneigt, bis an die Rückenlehne regelrecht geschleudert und gepresst, diese Musik vom Anfang bis zum Ende zu durchleben, Schauerwellen noch und noch!

ELIAS ist wie eine Oper, übervoll an Handlung und Aktion.

Die Akademie für Alte Musik (auf historischen Instrumenten) übernahm den üppigen Orchesterpart. Und ihr geradliniger, schnörkelloser Klang erzeugte eine eigentümlich schrill und beißend zupackende Härte. Besser ließ sich das Geschehen - dieses Sammelsurium an Begebenheiten um den Heilsbringer Elias, der den zu der (Handlungs-)Zeit herrschenden Baals- und Götzenglauben ablöst, ja verteufelt - nicht korrespondieren.

Eine zwiespältige, keine gutgläubige "Heilsgeschichte" also, denn: Ein Volk will glauben, beten, hoffen... und es wählt sich halt denjenigen, der es am besten (von sich) überzeugt; so wie im wahren Leben - meint der Atheist.

Frenetische Begeisterung.


Fulminantes Neujahrskonzert 2008 mit dem RIAS Kammerchor:
"ELIAS" von Mendelssohn-Bartholdy


Marlis Petersen, Sopran
Gerhild Romberger, Alt
Steve Davislim, Tenor
Yorck Felix Speer, Bass
Inés Villanueva, Sopran
RIAS Kammerchor
Alademie für Alte Musik Berlin
Dirigent:
Hans-Christoph Rademann

Aufführung am 1. Januar 2008 in der Philharmonie Berlin


Andre Sokolowski - red. / 3. Januar 2008 http://www.andre-sokolowski.de
ID 00000003635

Weitere Infos siehe auch: http://www.rias-kammerchor.de





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