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Popdeurope 2005, Berlin 27. Juli 2005

Calexico beim Popdeurope 2005



Calexico


Am 27. Juli spielte die Band Calexico im Rahmen des Popdeurope-Festivals in der Arena-Treptow. Mit dem „sunken waltz“ eröffneten sie das Konzert und luden von vornherein dazu ein, sich den sehnsuchtsvollen Klängen hinzugeben, die durch sphärische Beleuchtung untermalt wurden. Die Gruppe präsentierte ihre ganze Bandbreite an musikalischen Fähigkeiten, riss vorwiegend mit Hits von ihrem aktuellem Album „Feast Of Wire“ die Menge mit sich, bezauberte aber auch immer wieder mit überraschenden, nicht so eingängigen Stücken die Zuhörer. Die sechsköpfige Männertruppe wurde an diesem Abend entsprechend der Ankündigung „Calexico and friends“ durch zwei Sängerinnen unterstützt. Die Französin Francoiz Breut setzte mit ihrer Stimme Akzente, die den teils melancholischen, teils schwungvollen Sound der Jungs aus Tuscon, Arizona mit einem Hauch von Chanson verfeinerten. Und auch die Energie der spanischen Sängerin Amparo Sanchez, die dem Dunstkreis von Manu Chao entstammt, unterstrich den Mix der Kulturen, aus dem sich schon der Name der Band zusammensetzt.
Der tatsächlich existierende Ort Calexico befindet sich nahe der mexikanischen Grenze in Kalifornien. Die Musiker der hiernach benannten Band beschäftigen sich in ihren Songs schon lange mit der Vermischung der verschiedenen Kulturen und den trennenden Grenzen. In den Songs kann man manchmal den Elan einer mexikanischen Dorffiesta oder die kühlende Brise einer Fahrt über den staubigen kalifornischen Highway spüren.
Während die beiden Bandgründer Joey Burns und John Convertino diesmal ihren Hauptinstrumenten (Gitarre/Gesang und Drums) treu blieben, wurden die Stücke durch Instrumente wie u.a. Pedal Steel Gitarre, zwei Trompeten, Bass und Violine hervorragend ergänzt. Neben den Gastsängerinnen fügte sich die Stimme von Joey Burns in ihrer eher schlichten, unprätentiösen Art entspannt in die Stücke ein. Das Hauptset gipfelte in dem Song „crystal frontier“, der seit Jahren den Höhepunkt der Live-Auftritte von Calexico darstellt. Die erste Zugabe wurde mit zwei Songs gesanglich von Amparo Sanchez dominiert, die es verstand, das Publikum mitzureißen und zum Tanzen zu bringen. Auf den begeisterten Applaus folgte eine zweite Zugabe, in der zu Beginn ebenfalls Amparo Sanchez nur in Begleitung von Joey Burns mit seiner Gitarre die Bühne betrat und in einer akustischen Version den „Redemption Song" präsentierte, was in seiner Form einem politischen Aufruf nahe kam.
Calexico entließ mit dem Ende des Konzerts ein begeistertes Publikum, wenn auch in einem solch großen Rahmen durch den Verlust von Intimität ein Stück vom Zauber der Band verloren geht, den vermutlich auch die Musiker in solchen Momenten vermissen.


Johanna Eschweiler, 27. Juli 2005
ID 1989

Weitere Infos siehe auch: http://www.casadecalexico.com/






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