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Simon Rattle dirigierte Mahlers Siebte - danach tat er Kontrabassist Wolfgang Kohly, der an diesem Abend letztmals mit den Philharmonikern zusammen spielte, in den Ruhestand hinüberfeiern





Die Berliner Philharmoniker haben heute unter ihrem Dirigenten Simon Rattle offiziell die neue Konzertsaison 2011/12 mit Mahlers Siebter eröffnet. (Hiermit touren sie in den nächsten Tagen nach Salzburg, Luzern, Frankfurt und Köln, bevor sie - zum Musikfest Berlin - im eignen Hause wieder Fuß fassen.)

Die Veranstaltung - auch als betriebliches Vergnügen der Deutschen Bank (Hauptsponsor der Berliner Philharmoniker) beobachtbar - wurde so in den Freiverkauf gegeben; doch man musste bis zu 180 Euro hinblechen, um live dabei zu sein; womöglich hätte man sogar noch anschließend beim Umtrunk (mit und/oder ohne Essen?) im Kammermusiksaal - also für das viele Geld - sich unter diese gut gelaunten Banker mischen können... Völlig wurscht! Der Hauptsaal war gerammelt voll, die Stimmung war brillant. Und nach Verklingen des Konzerts verabschiedete Simon Rattle seinen langjährigen Solo-Kontrabassisten Wolfgang Kohly, der seit 44 Jahren im Orchester ist (und somit auch die Ära Karajan, Abbado mitgestaltete), in den verdienten Ruhestand, und es gab Blumen und Standing Ovations für ihn...

*

Mit dieser 7. Sinfonie von Gustav Mahler wird der Hörer nimmer richtig fertig. Sie ist wohl die einzige der neun bzw. zehn, die sich - salopp gesagt - "schlecht merkt"; also man kann sie nicht so ohne Weiteres nachsingen; freilich, wenn man sie dann paarmal (auf CD) gehört hat, geht das schon mitunter, aber halt nur an bestimmten Stellen und wenn man sich große Mühe dabei gibt. Und für den Laien ist und bleibt sie voller Rätsel, und man "packt" sie daher nicht. / Markant und einmalig sind beispielsweise diese beiden sog. Nachtmusiken (2. / 4. Satz), wobei die zweite Nachtmusik so auffällige Mandoline- und Gitarresoli hat; und überhaupt gefallen diese beiden Nachtmusiken, weil sie auch so überhaupt nicht düster, aber halt dann ziemlich milde temperiert und dunkelblauig sind. // Der absolute Hammer freilich ist der Schlusssatz; und gescheite Analysten meinen, in ihm eine allzu starke Überzeichnung von der Festwiese aus Wagners Meistersinger identifiziert zu haben - warum nicht? Auf alle Fälle haut uns Mahler hier in einer wohl nicht enden könnenden finalen Eruption ein potenziertes C-Dur um die Ohren, dass uns Hörern der Verstand vergehen mag und nur noch purste, blöd machende Freude übrig lässt. O, tut das Alles wahnsinnsgut!!

Und das Orchester ist in Toppform!

Ja, wir freuen uns auf GLÜCKLICHE TAGE.





Andre Sokolowski - 26. August 2011
ID 00000005350
BERLINER PHILHARMONIKER (Philharmonie, 26.08.2011)
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 7
Berliner Philharmoniker
Dirigent: Sir Simon Rattle



Siehe auch:
http://www.berliner-philharmoniker.de


http://www.andre-sokolowski.de



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