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Konzertbericht

Von Mozart bis Abba

Jubiläumskonzert zum 50-jährigen Bestehen des Genezareth-Chors aus Unterschleißheim

Bewertung:    



Ein großes Vorhaben: Die Aufführung von Mozarts Krönungsmesse mit dem Genezareth-Chor der Evangelischen Kirche von Unterschleißheim bei München. Klugerweise hat sich Dirigent und Chorleiter Florian Bille Unterstützung von Musikern der Münchner Symphoniker und des Orchesters des Staatstheaters am Gärtnerplatz geholt. Dazu hochrangige Solisten, die die Aufführung so besonders machten.

Im Kyrie-Teil eröffnet die Messe mit feierlicher Musik, Solostimmen und Chor werden in der Messe deutlich voneinander getrennt, was eine dialogische Wirkung erzeugt. Während die vorherigen Sätze Gloria, Credo, Sanctus und Benedictus eine zeremoniell-feierliche Seite zeigen, wird das abschließende Agnus Dei als großes Crescendo gestaltet. Hier spricht ein Individuum von seinen innersten Gefühlen.

Geschrieben hat die Krönungsmesse Mozart nicht für eine Krönung, sondern für den Ostergottesdienst 1779 im Salzburger Dom. In diese Stadt an der Salzach war Mozart nur widerwillig zurückgekehrt, nachdem seine Reise nach Paris und Mannheim keine Erfolge brachte. Der Erzbischof beschäftigte ihn gnädigerweise als Hoforganist und obwohl Mozart weder mit dem Auftraggeber noch mit seinem Posten glücklich war, schuf er in Salzburg eines der hervorragendsten Werke der Kirchenmusik. Den Titel „Krönungsmesse“ erhielt die Messe erst durch ihre Aufführungen bei kaiserlichen Krönungszeremonien in Wien in den Jahren 1790 und 1791.

Riesenapplaus und große Freude und Erleichterung beim Genezareth-Chor, dieses wunderbare Kirchenwerk so erfolgreich gestaltet zu haben. Zu was ein Laienchor fähig ist, zeigte Pianist und Chor-Leiter Florian Bille schon seit einigen Jahren. Dies dürfte wieder ein Höhepunkt in der Kirchenchronik sein, was auch den stimmlich überzeugenden Solisten zu verdanken war: Karolina Plicková, Louise Lotte Edler, Joao Terleira und Niklas Mallmann.

Im zweiten Teil zeigten Chor und Orchester noch einmal, was sie draufhaben, mit einem Potpourri aus Kirchenliedern und Popsongs.

Sehr hübsch auch „Gabriellas Song“, von Edler in schwedischer Sprache gesungen. Und zum Schluss entließen Chor, Solisten und Orchester eine gut gestimmte Zuhörerschaft mit Abbas „Thank you for the Music“ in die Nacht.



Der Genezareth-Chor der Evangelischen Kirchengemeinde Unterschleißheim-Haimhausen
Bildquelle: unterschleissheim-evangelisch.de
Isabella Schmid - 25. Oktober 2026
ID 16112
https://www.unterschleissheim-evangelisch.de/angebote/genezareth-chor


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