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Rezension


Zwei Familienfilme für London-Fans



Wer London mag und unbelasteten Spaß zur Weihnachtszeit haben möchte, ist zum Jahresende im Kino gut aufgehoben. Derzeit treibt der tolpatschige Bär Paddington dort sein Unwesen, den es aus dem dunkelsten Peru an die Themsestadt verschlagen hat. Auch Larry Daley, der Nachtwächter des American Museum of Natural History in New York, streift in London herum, um die Goldene Tafel von Ahkmenrah vor dem Erlöschen zu retten, in Nachts im Museum – Das Geheimnisvolle Grabmal.



* *


Paddington (deutsche Stimme: Elyas M'Barek) kann von seinen Verwandten in Peru nicht mehr versorgt werden, weil die zu alt geworden sind. Also schicken sie ihn nach London, von wo ein Forscher stammte, der auf einer Expedition ins "dunkelste Peru" die Bären einmal getroffen hatte. Er erzählte ihnen von den freundlichen Menschen in London und weckte bei den Pelztieren die Leidenschaft für Orangenmarmelade. Mit einem Schild um den Hals „Bitte kümmern Sie sich um diesen Bären. Danke!“ landet der kleine Abenteurer im Londoner Bahnhof Paddington, nach dem ihm seine neue Familie, die Browns, benennen wird.



Die Geschichte basiert auf den Büchern des englischen Schriftstellers Michael Bond, der die Reihe im Jahr 1958 begann. Er erinnerte sich an die Massenevakuierungen von Kindern, die 1940 vor den deutschen Bomben in Sicherheit gebracht und aufs Land geschickt wurden. Sie bekamen Schilder um den Hals, und viele trugen Dufflecoats, das waren warme Mäntel aus grober Wolle, mit Kapuze und Knebelverschlüssen, die auch kleine Kinder allein zumachen konnten. Das war das Letzte, was die Eltern für ihre Kinder tun konnten, bevor sie sie in eine ungewisse, aber sicherere Zukunft schicken mussten. Die Bücher erschienen etliche Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg und sind – wahrscheinlich wegen ihrer Allgemeingültigkeit - ein internationaler Erfolg. Auch Regisseur Paul King ist mit ihnen und einer Trickfilmserie im englischen Fernsehen groß geworden und hatte einen Paddington Bär in seinem Kinderzimmer.




Paddington Bär in seinem berühmten Dufflecoat © Studiocanal Filmverleih


Paddington wird von dem Ehepaar Brown (Sally Hawkins, Hugh Bonneville) und ihren Kindern aufgenommen und mischt das Familienleben gewaltig auf. Wegen der vielen Schäden, die er anrichtet, will Vater Brown ihn los werden, doch als die Tierpräparatorin Millicent (Nicole Kidman) ihn entführt und für ihr Naturkundemuseum ausstopfen will... Mehr wird nicht verraten, außer dass die Produzenten der Harry Potter-Filme dahinter stecken. Die Geschichten wurden behutsam modernisiert und sind technisch auf dem neuesten Stand, wodurch ein lebensechter Paddington entstehen konnte. Es gelang den Filmemachern, den Charme der ursprünglichen Figur beizubehalten und trotzdem einen richtig schönen Actionspaß für heutige Kids zu inszenieren.



„Irgendwann im Leben fühlt sich jeder wie ein Außenseiter“, erklärt Regisseur Paul King. „Man muss kein Flüchtling sein oder als verlorene Seele auf einem Bahnsteig sitzen, nur mit einem Schild um den Hals. Man muss keine Ozeane überquert haben wie die vielen Einwanderer, die sich den 1950er Jahren in Notting Hill niederließen, als Michael Bond die ersten Geschichten schrieb. Es reicht, wenn wir uns daran erinnern, wie wir uns am ersten Schultag fühlten oder in der ersten Nacht, die wir fernab von zu Hause verbracht haben. Dann weiß man, wie verloren sich der kleine Bär fühlen muss. Ich denke, dass ist der entscheidende Grund, warum Paddington Bär bei Generationen von Lesern so beliebt ist.“





Bewertung:    






Larry Daley, der Nachtwächter des Museum of Natural History in New York (Ben Stiller) aus Nachts im Museum ist im dritten Film zu so einer Art Zeremonienmeister für die Nachtvorstellungen avanciert. Dort erwachen nachts die Exponate zum Leben, und seitdem das öffentlich bekannt geworden ist, finden nachts immer Spektakel im Museum statt. Doch plötzlich haben die Exponate Aussetzer und die Goldene Tafel von Ahkmenrah, die für die Magie verantwortlich ist, fängt an zu zerbröseln. Aber keiner weiß, was das verursacht, nicht einmal Ahkmenrah selbst. Nach den Ausgrabungen in Ägypten wurde er von seinen Eltern getrennt, bevor sein Vater ihm das Geheimnis der Tafel anvertrauen konnte. Die Eltern sind im British Museum in London ausgestellt, und so müssen Larry, sein Sohn Nick (Skyler Gisondo) und Ahkmenrah (Rami Malek) mit der Tafel nach London reisen, um den alten Pharao zu erwecken. Doch es kommt zu zwei Überraschungen. In die Transportkiste haben sich noch andere Figuren aus Larrys Museum eingeschmuggelt. Attila der Hunne (Patrick Gallagher) ist dabei, Larrys väterlicher Freund Teddy Roosevelt (Robin Williams), der Höhlenmensch Laa (Ben Stiller) und einige andere. Dazu kommt, dass die Exponate im British Museum die nächtlichen Erweckungen nicht gewöhnt sind, und so müssen sich unsere Helden mit antiken Monstern und anderen Widrigkeiten herumschlagen. Die Truppe hält zusammen und selbst der nervige Kapuzineraffe Dexter (Crystal) beweist dieses Mal, dass er wirklich was drauf hat.



Larry (Ben Stiller) und seine bunt gewürfelte Truppe auf Streifzug durch London. Mit dabei: Teddy Roosevelt (Robin Williams) und der Ägypter Ahkmenrah (Rami Malek) | © Twentieth Century Fox


Ahkmenrahs Vater (Ben Kingsley) ist von der schrägen Mannschaft gar nicht begeistert, lässt sich dann aber doch das Geheimnis um die Tafel entlocken. Die wird ihnen aber von dem liebeskranken Lancelot, dem Ritter der Tafelrunde von König Artur (Dan Stevens) entwendet, der sich mit einem Pferd davon macht und durch das nächtliche London reitet, um seine Angebetete zu finden. Was er nicht weiß, sobald es Tag wird und er nicht zurück im Museum ist, wird er zu Staub zerfallen. Was er auch nicht weiß, wenn die Tafel nicht rechtzeitig reaktiviert wird, dann bedeutet das das Aus für alle.




Noch arbeitet er mit Larry (Ben Stiller) Hand in Hand. Dann gefährdet der liebeskranke Ritter Lancelot (Dan Stevens) die Mission | © Twentieth Century Fox


Der dritte Teil des Museumsmärchens besticht durch die Location London. Das fantastische British Museum durfte als Set genutzt werden, darunter die imposante Great Hall, der größte überdachte Raum in Europa und die Gallery of Enlightenment, die zu den ältesten Teilen des Museums zählt. Ben Stiller muss als Nachtwächter Larry nicht krampfhaft komisch sein. Dafür hat er sein steinzeitliches Alter Ego, den Höhlenmenschen Laa (Ben Stiller), der nicht nur komisch, sondern auch anrührend daher kommt. Ansonsten ist Nachts im Museum 3 eine Wundertüte an Überraschungen. Fans des jüngst verstorbenen Robin Williams können ihn hier in seiner letzten Rolle erleben, in der er sich mutig für die Rettung der Magie einsetzt, eine Magie, die er in vielen seiner Rollen selbst versprüht hat, ganz ohne Tafel von Ahkmenrah.





Bewertung:    


Helga Fitzner - 19. Dezember 2014
ID 00000008332

Weitere Infos siehe auch:


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