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Rezension

Übersinnliche Superhelden + Zeitreisen = X-Men: Zukunft ist Vergangenheit




Weltenretter unter sich (I)

2023: Die Erde ist ein schrecklicher Ort geworden. Die Mutanten und die vielen Menschen, die ihnen halfen, wurden fast alle getötet. Die Sentinels, Roboter, die alle Fähigkeiten der Mutanten haben, sind einfach zu stark. Nur einige wenige X-Men haben noch überlebt: Magneto (Ian McKellen), Professor Charles Xavier (Patrick Stewart), Wolverine (Hugh Jackman), Storm (Halle Berry), Wartath (Booboo Stewart), Iceman (Shawn Ashmore), Colossus (Daniel Cudmore), Bishop (Omar Sy), Blink (Fan Bingbing), Sunspot (Adan Canto) und Shadowcat (Ellen Page) verbünden sich in einem letzten Versuch, sich selbst zu retten und die Geschichte umzukehren.

Shadowcat versetzt Wolverine in die Vergangenheit, in das Jahr 1973. Dort tötete Mystique (Jennifer Lawrence) den Erfinder der Sentinel-Technologie, Bolivar Trask (Peter Dinklage), was dessen Erfindung zum Durchbruch verhalf, da Colonel Willam Stryker (Josh Helman) Mystique gefangen nahm und an ihr experimentierte. Gelingt es Wolverine, den im Jahre 73 noch jungen Xavier (James McAvoy) und Magneto (Michael Fassbender) zusammenzuführen und die X-Men zu retten?




Einer von Vielen (Hugh Jackman) in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit - Foto © 20th Century Fox



Nachdem immer mehr Informationen vom Film und vor allem dem Cast bekanntgegeben wurden, konnte man sich als Freund der X-Men-Reihe nur freuen. Die alte Trilogie und die neuen Filme in einem großen Film vereint! Doch kann das funktionieren, nachdem der dritte Teil eigentlich der Abschluss war? Es funktioniert! Sehr überzeugend ist schon die Landschaftsauswahl: Die düstere Zukunftswelt und 1973 wurden von den Ausstattern gut voneinander unterscheidbar gestaltet. Die Locations sind in ihrem Abwechslungsreichtum ein Augenschmaus. Die Musikuntermalung mit ihrer Liebe zum Detail kann sich hören lassen. Kenner der Serie werden natürlich die Titelmelodie der alten Trilogie wiedererkennen. Aber auch davon abgesehen kann der Score überzeugen, ist atmosphärisch, spannungsgeladen und stimmig (Musik: John Ottman) – ebenso wie die herausragende Leistung des Kameramannes Newton Thomas Sigel.

Dass X-Men: Zukunft ist Vergangenheit kein großer Schauspielfilm ist, dürfte klar sein. Doch die Besetzung ist überragend. Jeder Einzelne hat schon (mehrfach) bewiesen, dass er einen Film ganz alleine tragen kann, sodass die Aufgaben in diesem Teil gut aufgesplittet werden mussten. Alle haben demnach nur eine begrenzte Spielzeit, in der sie überzeugen können, aber naturgemäß keine überragenden (schauspielerischen) Glanzpunkte setzen können. Dafür kauft man jedem einzelnen seine Rolle zu hundert Prozent ab und freut sich auch oftmals über das Wiedersehen mit den alten Recken. Erwähnenswert auch der Schnitt, wie sich besonders am Ende zeigt, was hier aber nicht verraten werden soll. Von Beginn an fesselt der Film, lässt einen 134 Minuten gebannt und gespannt mitfiebern. Es gibt viele intelligente Szenen und Kniffe, also genau das, was man in vielen Blockbustern nicht zu sehen bekommt. Kleinere Logikfehler stören minimal.




Evan Jonigkeit in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit - Foto © 20th Century Fox



Die Spezialeffekte sind Weltklasse: Der beeindruckende Start in die Zukunftswelt und die starken, harten Superheldenkämpfe überzeugen optisch; dazu die bemerkenswerten Kostüme und das Make-up – hier passt alles zusammen. Das 250-Millionen-Dollar-Budget sieht man zu jeder Zeit – und zwar im positiven Sinne. Die Dialoge sind gelungen, es gibt viele witzige Szenen, die Balance stimmt. Die Spannung spitzt sich immer mehr zu. Großartig ist, dass hier wieder viel Wert auf die Geschichte und die Entwicklung der Charaktere gelegt wird und die Kämpfe genau den richtigen Rahmen einnehmen. Es ist bewegend, diesen überragenden Cast vereint zu sehen. Die parallel verlaufenden Handlungsstränge entwickeln dank des Schnitts eine ungeheure Dynamik. Nicht zuletzt überzeugt auch die deutsche Synchronisation. Alle Originalsprecher sind mit dabei und vertonen ihre Schauspieler kernig, professionell und ausdrucksstark.

Die 3D-Effekte sind dagegen etwas zurückhaltend, eher mit Bedacht eingesetzt. Ein Hinweis sei gestattet: Bitte bleibt bis ganz zum Schluss sitzen und macht nicht den Fehler wie viele andere Zuschauer. Denn wie bei jedem X-Men-Film kommt nach dem kompletten Abspann noch eine Szene, die einen Hinweis auf den nächsten Film bereithält. Dank dieses genialen Endes sind die Weichen für die Zukunft gestellt -- Zeitreisen mal anders.




Jennifer Lawrence in X-Men: Zukunft ist Vergangenheit - Foto © 20th Century Fox



Bewertung:    



Stefan Bröhl - 29. Mai 2014
ID 7865
Weitere Infos siehe auch: http://www.xmen-zukunftistvergangenheit.de


Post an Stefan Bröhl



 

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