Filme, Kino & TV
Kunst, Fotografie & Neue Medien
Literatur
Musik
Theater
 
Redaktion, Impressum, Kontakt
Spenden, Spendenaufruf
Mediadaten, Werbung
 
Kulturtermine
 

Bitte spenden Sie!

KULTURA-EXTRA durchsuchen...



TATORT

Tatort im Ersten, 4. Mai 2014, 20:15

Am Ende des Flurs © BR 2014

Buch: Catharina Schuchmann und Max Färberböck / Regie: Max Färberböck


Ein vertrackter Fall, der das Vertrauen zwischen Leitmayr und Batic tief erschüttert. | Foto (C) BR/Denise Vernillo

"Bei jedem Menschen gibt es einen Punkt, an dem er einsam ist. Lisa Brenner kannte ihn. Als man an einem grauen Morgen ihre Leiche vor einem Hochhaus findet, heruntergestürzt aus dem 12. Stock, hinterlässt sie eine Reihe von Männern, die sie verehrt und geliebt haben. Lisa war ihnen allen so nah und zugetan, dass am Ende keiner wusste, ob wirklich er gemeint war.

Die Zahl der Verdächtigen wächst schlagartig. Offenbar war Lisa beim Champagnertrinken auf ihrem Balkon nicht allein. Trotzdem hat die Nachbarschaft keinen Schrei gehört. Die Polizei findet große Bareinzahlungen auf Lisa Brenners Konto, aber keinen Arbeitgeber. Die ersten Spuren führen zu Harry Riedeck, einem älteren Mann mit Helfersyndrom, der sich mit Lisas Versicherungen auskannte und regelmäßig für sie eingekauft hat..."



(Vollständiger Filmplot auf http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/tatort-muenchen-am-ende-des-flurs-100.html)



Als man an einem grauen Morgen Lisa Brenners Leiche vor einem Hochhaus findet, heruntergestürzt aus dem 12. Stock, hinterlässt sie eine Reihe von Männern, die sie verehrt und geliebt haben. | Foto (C) BR/Denise Vernillo

Eine Spur führt auch zu Harry Riedeck, einem älteren Mann mit Helfersyndrom, der sich mit Lisas Versicherungen auskannte und regelmäßig für sie eingekauft hat. Kalli Hammermann folgt Geräuschen in Riedecks Haus und entdeckt etwas. | Foto (C) BR/Denise Vernillo

Wo liegt die Verbindung der beiden Opfer für den Täter, wenn es derselbe war, rätselt die Fallanalytikerin Christine Lerch. Und was könnte es sein, das jemand mit einer so entfesselten Gewalt aus der Welt schaffen musste? | Foto (C) BR/Denise Vernillo


Barbara de Koy also (die Apothekerin) war schuld am Tod von Fanny Risberg (Lisa Brenner). Sie war einseitig in die von Männern Tag und Nacht umschwärmte Edelprostituierte verliebt; und weil sie ihre Liebe, die sie ihr in einer Anwandlung hilfloser Emotion gestand und - wild und irr an ihrem eigentlich geahnten Fortgestoßensein durch den geliebten Schatz geworden - "einforderte", nicht erwidert kriegte, kam es letztlich zum Balkonsturz aus dem 12. Stock...

Auch Udo Wachtweitl (unser beliebter Münchner TATORT-Kommissar) hatte vor noch nicht allzu langer Zeit ein etwas längeres Verhältnis zur allseits Begehrten; mehr noch - wegen ihr wollte er seinen Job fast an den Nagel hängen. Dieses wusste, bis es unvermeidlich-plötzlich und im Zuge der Ermittlungen herausgekommen war, sein langjähriger Freund sowie Berufskollege Miroslav Nemec (als Ivo Batic) nicht/noch nicht; ja und ab da stand ihre langjährige Freundschaft ernsthaft auf der Probe...

Die zwei DrehbuchschreiberInnen Catharina Schuchmann und Max Färberböck, der auch Regie führte, hatten uns heute Abend eine durchweg gut gemachte Story, die an gottlob böllerloser Spannung - bis zum Abspann - halten sollte, angeboten. Allererste Sahne!

Ständig wurden wir, absichtlich oder "aus Versehen", auf die falsche Fährte gelenkt. Keiner hätte natürlich irgendwie erahnen können, dass die Apothekerin sogar das horrorhafte Blutbad an Wolfgang Czeczor (dem Mann mit dem Helfersyndrom) verübte - eine gänzlich planlose Entgleisung im Affekt.

Franz Xaver Kroetz - den wir schon lange nicht mehr schauspielern sah'n - fuhr mit seinem Porsche und über 200 Sachen in den sichern Tod; auch er (als bayerischer Großkapitalist und Mann mit bayerischem Einfluss) stand am Anfang, wie noch andere mit ihm, sehr dringend unter Mordverdacht. Aus Angst vor der Hyäne Presse, die das Alles hätte ausgeschlachtet haben können, traf er seinen Tschüssikowski-Endentschluss.

Ein toller, sehenswerter Krimi.


Bewertung:    



Bobby King - 4. Mai 2014
ID 7799
TATORT | Am Ende des Flurs (ARD, 04.05.2014)
Regie: Max Färberböck
Buch: Catharina Schuchmann und Max Färberböck
Kamera: Michael Wiesweg
Musik: Verena Marisa Schmidt
Besetzung:
Franz Leitmayr ... Udo Wachtveitl
Ivo Batic ... Miroslav Nemec
Kalli Hammermann ... Ferdinand Hofer
Christine Lerch ... Lisa Wagner
Toni Feistl ... Franz Xaver Kroetz
Lisa Brenner ... Fanny Risberg
Margot Höllerer ... Barbara de Koy
Harry Riedeck ... Wolfgang Czeczor
Mike Hansen ... Jürgen Maurer
Kevin Lischke ... Andreas Lust
Radtke ... Gerhard Liebmann
Lammert ... Alexander Jagsch
Steinbrecher ... Robert Joseph Bartl
Herta Hirsch ... Beatrice Richter


Weitere Infos siehe auch: http://www.daserste.de/tatort


Post an Bobby King



 

FILM Inhalt:

Kulturtermine
TERMINE EINTRAGEN

Kurzmeldungen

BERLINALE

DOKUMENTARFILME

EUROPÄISCHES JUDENTUM IM FILM
Reihe von Helga Fitzner

FERNSEHFILME

FEUILLETON
Beiträge zu Film und Festivals

INTERVIEWS

NEUES DEUTSCHES KINO

SPIELFILME

TATORT IM ERSTEN
Gesehen von Bobby King

UNSERE NEUE GESCHICHTE


Bewertungsmaßstäbe:


= nicht zu toppen


= schon gut


= geht so


= na ja


= katastrophal

 


Home     Impressum     Autorenverzeichnis     FILM     KUNST     LITERATUR     MUSIK     THEATER     Archiv     Termine

Rechtshinweis
Für alle von dieser Homepage auf andere Internetseiten gesetzten Links gilt, dass wir keinerlei Einfluss auf deren Gestaltung und Inhalte haben!!

© 1999-2017 KULTURA-EXTRA (Alle Beiträge unterliegen dem Copyright der jeweiligen Autoren, Künstler und Institutionen. Widerrechtliche Weiterverbreitung ist strafbar!)

Webdesign und -programmierung by Susanne Parth, bplanprojekt | www.bplanprojekt.de