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Kurzmeldungen

Gute Nachrichten

Man muss kein unverbesserlicher Pessimist sein, um zu der Überzeugung zu gelangen, dass die schlechten Nachrichten gegenüber den guten überwiegen. Es macht uns keine besondere Freude, sie zu verbreiten. Aber die Schuldigkeit gegenüber der Wahrheit zwingt uns dazu. „Auch der Haß gegen die Niedrigkeit/ Verzerrt die Züge./ Auch der Zorn über das Unrecht/ Macht die Stimme heiser. Ach, wir/ Die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit/ Konnten selber nicht freundlich sein.“ (Bertolt Brecht)

Umso beglückender, wenn es Erfreuliches zu berichten gibt. Wir haben Anlass, das öffentlich-rechtliche Fernsehen, das uns so viel Missvergnügen und Ärger bereitet, zu loben. Selten hat es so viel Rückgrat, so viel Entschiedenheit bewiesen wie in der Reaktion auf die Vorgänge in Thüringen. Fast ausnahmslos haben die Moderatoren der Nachrichtensendungen, der Magazine und der Talkshows zu erkennen gegeben, dass eine Kungelei mit der AfD, wie man heute sagt, „gar nicht geht“. Sie haben erkannt, dass das Prinzip der Ausgewogenheit seine Grenzen hat. Jean-Luc Godard hat dieses Prinzip einmal so kommentiert: „Die Objektivität? Das ist fünf Minuten für Hitler und fünf Minuten für die Juden.“ Wohl wahr. Auch in der Weimarer Republik gab es Aufrechte, die sich verhalten haben wie heute die Redakteure und Sprecher von ARD und ZDF. Sie konnten Hitler nicht aufhalten, und so manche, so mancher von ihnen ist bald nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten „umgefallen“. Wir wollen den Pessimisten in uns beurlauben und hoffen, dass es diesmal so nicht sein wird.

Die zweite gute Nachricht kommt ausgerechnet aus der Türkei. Ein Gericht in Istanbul hat Aslı Erdoğan vom Vorwurf des Terrorismus freigesprochen. Die Schriftstellerin, die seit zweieinhalb Jahren im deutschen Exil lebt, sah sich nach ihrer Verhaftung im August 2016 mit der staatsanwaltlichen Forderung einer Haftstrafe von insgesamt neun Jahren und vier Monaten konfrontiert. Jetzt wurde die Anklage wegen „Mitgliedschaft bei einer illegalen Organisation“ und „Volksverhetzung“ fallen gelassen. Es gibt also noch unabhängige Richter in der Türkei. Auch in diesem Fall ist es für Jubel zu früh. Die Türkei bleibt erst einmal, was findige Politiker bezüglich der DDR aus dem Munde von Bodo Ramelow hören wollen: ein Unrechtsstaat. Was Deutschland nicht daran hindert, der wichtigste Handelspartner der Türkei zu sein. Aber heute freuen wir uns mit und für Aslı Erdoğan. Heute freuen wir uns, dass wir gute Nachrichten verbreiten dürfen.

Thomas Rothschild - 14. Februar 2020 (3)
2659

Vom Wert der Gesten

Diverse Kommentatoren haben der Vorsitzenden der Linksfraktion im Thüringer Landtag Susanne Hennig-Wellsow Vorhaltungen gemacht, weil sie dem eben mit den Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählten Kandidaten der FDP Thomas Kemmerich die Blumen vor die Füße geworfen hat. Es war eine Geste, nicht mehr und nicht weniger. Gesten ändern nicht viel, aber sie können eine symbolische Kraft entwickeln. Man denke an den Kniefall Willy Brandts am Ehrenmahl für die Toten des Warschauer Ghettos. So gesehen verdient Hennig-Wellsows Geste eher Bewunderung als Vorwürfe. Sie war ein Lichtblick der Aufrichtigkeit in der Politik.

Kann man es anders denn als Heuchelei bezeichnen, wenn Politiker jemandem mit oder ohne Blumenstrauß zu einer Wahl gratulieren, die die Bundeskanzlerin kurz darauf „unverzeihlich“ nennt und die Parteien der Gratulanten als großen Fehler bezeichnen? Was sollen die Wähler, nicht nur in Thüringen, von Parlamentariern halten, die vorgeben, bestimmte Ziele zu verfolgen, und auf Fotos in besoffener Eintracht mit jenen zu sehen sind, die genau diese Ziele bekämpfen? Machen die Gesten nicht sämtliche Worte und Versicherungen unglaubwürdig? Sind die Blumensträuße und die Umarmungen Ausdruck demokratischer Toleranz, oder zeigen sie nicht vielmehr der Bevölkerung die lange Nase: Ist doch alles nicht so gemeint, ist bloß ein Spiel, für das wir satte Tantiemen beziehen. Tags fürs Fernsehen: verbale Schlachten im Plenarsaal. Abends in der Kantine: Kumpanei beim Fassbier. Kemmerich mag mit den Stimmen von Faschisten gewählt worden sein – wir gratulieren.

„Küsst die Faschisten, wo ihr sie trefft“ dichtete einst Kurt Tucholsky. Die Geschichte wiederholt sich nicht? So?


Thomas Rothschild - 11. Februar 2020
2658

Brexit

Selten war die ideologische Aufladung der veröffentlichten Meinung so deutlich erkennbar wie in diesen Tagen. Die Medien berichten über den Austritt Großbritanniens aus der EU, als hätte ein Politbüro die Marschrichtung vorgegeben. Wir sind angehalten, den Brexit für eine Tragödie zu halten, die uns zumindest so berühren müsse wie der Tod eines oder einer nahen Verwandten. Dass immerhin eine, wenn auch knappe Mehrheit der Briten diesen Austritt ihres Landes aus der EU wollte, kümmert niemand. Die Bekenntnisse zu demokratischen Spielregeln erweisen sich als Lippenbekenntnisse. Und wer genau hinhört, erfährt auch, wessen Interessen diese Stimmungsmache dient: jenen der Wirtschaftsunternehmen, die von den Abmachungen der EU profitieren.

Die Wahrheit ist doch: Die (west)europäischen Staaten haben auch vor der Gründung der EU, deren Vorläufer unmissverständlich EWG, Europäische Wirtschaftsgemeinschaft hieß, recht gut zusammengelebt. Dass das Vereinigte Königreich jetzt einen Krieg gegen Deutschland oder Frankreich beginnen werde, scheint wenig wahrscheinlich. Touristen haben es auch vor fünfzig Jahren nicht für ein unzumutbares Malheur gehalten, dass sie an der Grenze genauer kontrolliert wurden als in den Jahren der britischen EU-Mitgliedschaft, ohne Schengener Abkommen übrigens. Und auch jene europäischen und außereuropäischen Staaten, die nicht zur EU gehören, sind uns ja nicht unzugänglich oder gar feindselig gesinnt. Eine Reise in die Ukraine oder nach Kanada ist nicht wirklich umständlicher als eine Reise nach Frankreich oder, noch, nach England.

Die Wahrheit ist: Die Medien fürchten, dass das britische Beispiel Schule machen könnte. Denn die Geschichte hat genügend Beispiele dafür vorzuweisen, dass auch scheinbar stabile Staaten und Staatenbünde zerfallen können. Wenn in den aktuellen Nachrichten unisono von einem „historischen Tag“ die Rede ist, muss daran erinnert werden: Der Zerfall des Habsburger-Imperiums, der Sowjetunion, Jugoslawiens waren allesamt weit eher historische Ereignisse als der Austritt Großbritanniens aus der EU. Wir haben sie überlebt. Auch die EU muss nicht für alle Ewigkeit geschaffen sein. Das Politbüro könnte sich irren. Bis sich das herumgesprochen hat, werden die Medien stramm die Order befolgen. So ist das in der freien Welt.


Thomas Rothschild - 1. Februar 2020
2657

Der edle Ritter

Es vergeht keine Woche, in der nicht ein neuer Hinweis darauf an die Öffentlichkeit gelangte, dass S21 [Stuttgart 21, lt. Wikipedia das "Verkehrs- und Städtebauprojekt zur Neuordnung des Eisenbahnknotens Stuttgart"] eine kriminelle, von Anfang an mit Lügen und Betrug eingeleitete Aktion ist, deren von der Allgemeinheit zu bezahlende Kosten die schlimmsten Befürchtungen seiner Kritiker bei weitem übersteigt. Cem Özdemir, der einst zu den Kritikern gehört hat, qualifiziert sich nach dem Vorbild des baden-württembergischen Ministerpräsidenten für höhere Ämter, indem er Resignation als politische Vernunft ausgibt. In einem Untersuchungsausschuss, dessen Vorsitzender er war, erklärte er: „Jetz' isch die Katz dr Baum nauf.“

Wenn's nur die Katzen und die Bäume wären. Der edle Ritter Özdemir forderte auch von den S21-Befürwortern eine Entschuldigung: „Es würde den Projekttreibern von damals gut zu Gesicht stehen, wenn von ihnen jetzt ein 'mea culpa' käme.“ Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Ladendiebe, haltet euch an Özdemir. Wenn ihr erwischt werdet, entschuldigt euch. Das stünde euch gut zu Gesicht. Die gestohlene Ware könnt ihr behalten. Özdemirs Parteifreund Winfried Hermann ergänzte: „Wir geben einen Haufen Geld aus und versenken einen Bahnhof und haben dadurch keinen Vorteil.“ Er hat vergessen, zu erwähnen, wer „wir“ ist, nämlich der Steuerzahler, also ich und du. Die Forderung, die Politiker mit mehr Sinn für Gerechtigkeit als für die Satisfaktionsfähigkeit von Betrügern erheben müssten, lautet: Pfändet die Verantwortlichen und lasst ihnen gerade so viel, wie der Ärmste unter diesen Steuerzahlern besitzt. Wenn sie ihre BMWs und ihre Villen behalten dürfen, erkläre man dem Ladendieb, warum er, „mea culpa“ hin oder her, die geklaute Zahnpaste zurückgeben muss. Vor dem Gesetz sind alle gleich. Außer den Katzen auf dem Baum.

Winfried Kretschmann, der Lehnsherr des edlen Ritters, hat Cem Özdemir als möglichen Kanzlerkandidat der Grünen ins Gespräch gebracht. Das sollte nicht überraschen. Özdemir passt exakt in eine politische Landschaft, in der sein österreichischer Kollege eine Regierungskoalition eingeht mit jenem weit rechts stehenden Bundeskanzler, der eben noch schwadroniert hat, wie gut er mit der FPÖ und deren Ex-Chef Strache, der nicht weniger kriminell ist als S21, was aber niemanden zu scheren scheint, zusammengearbeitet hat. Gibt es noch irgendetwas, was die Grünen von der Versuchung, an der Macht Anteil zu haben, zurückhalten könnte? Gibt es noch irgendeinen Grundsatz, den preiszugeben sie sich weigern würden? Na ja, vielleicht so lange die Katze noch nicht auf dem Baum ist.


Thomas Rothschild - 6. Januar 2020
2653

Anerkannt

Lautstark haben Politiker und ihre Gefolgschaft einer bestimmten Couleur gefordert, dass Asylsuchende Deutschkurse zu besuchen und eine Prüfung ihrer Sprachkenntnisse zu bestehen hätten. Vielleicht wäre es sinnvoll, solch eine Prüfung erst einmal für deutsche Journalisten einzuführen. Der Deutschlandfunk meldete am 18. Dezember: „Die Verleihung des Sacharow-Preises an den chinesisch-uigurischen Regierungskritiker Ilham Tohti sei ein starkes Zeichen, dass die Menschenrechtsverletzungen anerkannt würden.“

Deutschland hat Kroatien 1992 (als unabhängigen Staat) anerkannt, die DDR hingegen wurde zunächst von vielen Staaten nicht anerkannt. Aber Menschenrechtsverletzungen? Wir wissen schon, was gemeint ist: nämlich dass die Repressionen gegen die muslimische Minderheit der Uiguren durch China als Menschenrechtsverletzung anerkannt würde. Warum sagt man es dann nicht so? Dass die Frage von juristischer und politischer Bedeutung ist, erkennt man an den Debatten über die „Anerkennung“ des Begriffs „Genozid“ für diverse historische oder auch künftige Massentötungen. Die Sprach- und Sinnverletzungen durch den von Medienkritikern anerkannten Deutschlandfunk sollten nicht anerkannt werden. Dass man sie als solche kennzeichnet, verdiente Anerkennung.

Thomas Rothschild - 18. Dezember 2019
2652

Achtung Schwule

Im Prospekt einer kalifornischen Kleinstadt inserieren 62 Hotels. Bildzeichen geben Auskunft über deren Ausstattung. 13 Hotels führen das Symbol an, das „gay clientele“ signalisiert.

Was soll das nun besagen? Dass Schwule geduldet werden? (Und in den Hotels ohne dieses Symbol somit nicht?) Dass Schwule bevorzugt werden? Dass das Haus meiden soll, wer es nicht mit der „gay clientele“ teilen möchte?

Was hier als emanzipatorischer Fortschritt daherkommt, ist in Wahrheit eine zeitgenössische Form der Diskriminierung. Kein Hotel dieser Stadt würde es wagen, zu betonen, dass es farbige Kundschaft beherberge. Zu deutlich würde dies die Normalität des Rassismus kennzeichnen. Warum eigentlich gibt es kein Piktogramm für „heterosexual clientele“? Ja warum wohl.

Thomas Rothschild - 4. Dezember 2019
2649

Im Auge des Betrachters

Wenn jemand die Ansicht äußert, dass die Hungernden aus der Dritten Welt nach Europa kommen werden, um sich zu holen, was ihnen seit Jahrhunderten vorenthalten wird, und dass das nicht ohne Gewalt abgehen wird – sagt er dann, dass man diese Menschen bekämpfen, sie gar ausrotten muss? Wenn jemand behauptet, Intelligenz sei nicht nur durch das Milieu, sondern auch durch die Geburt determiniert, sie sei nicht allein ein soziales, sondern auch ein genetisches Produkt – sagt er dann, Begabte müssten belohnt und gefördert werden? Nichts dergleichen sagt er. Aber es wird ihm von rechtschaffenen Kritikern unterstellt. Man verdächtigt mit jenen, die dazu Anlass geben, gleich auch die Unschuldigen mit. Wer vor der voraussehbaren Gewalt angesichts der globalen Ungerechtigkeit warnt, könnte ja ebenso gut dazu auffordern wollen, den Unterprivilegierten zu helfen, um der Gewalt zuvorzukommen. Wer die Ungleichheit der Erbanlagen betont, könnte ja wünschen, dass man gerade jenen, die von Geburt aus benachteiligt sind, ausgleichende Unterstützung gewährt. Zu einer Zeit, als dafür mehr Sensibilität vorhanden war, nannte man das „kompensatorische Erziehung“.

Wenn den Prognostikern einer bevorstehenden Völkerwanderung reflexartig die Befürwortung von Abwehrgewalt, wenn den Vertretern der Ansicht, die Gene seien mächtiger, als gemeinhin angenommen, bedingungslos Sozialdarwinismus angelastet wird, dann liegt das nicht an deren Äußerungen, sondern im Auge des Betrachters. Er projiziert seine Befürchtungen, die durchaus ihre Gründe haben, in sein Gegenüber und vernimmt Schlussfolgerungen, die nicht notwendig impliziert sind.

Ideologieverdacht ist berechtigt und notwendig. Aber man sollte schon genau hinhören und, ehe man Böses vermutet, nachfragen, wenn jemand eine These oder eine Diagnose aufstellt. Was ergibt sich daraus? „Wie handelt man/ Wenn man euch glaubt, was ihr sagt? Vor allem: Wie handelt man?“, heißt es im Gedicht Der Zweifler von Bertolt Brecht.


Thomas Rothschild - 19. November 2019 (2)
2647

Klimakrise

Alle reden von der Klimakrise. Das Wort führt in die Irre. Eine Krise geht vorüber. Sie kann überwunden werden oder wird, jedenfalls nach Ansicht einflussreicher Theoretiker, automatisch abgelöst von einem Aufschwung und einer neuen Konjunktur. Das Klima auf unserer Erde aber befindet sich nicht in einer vorübergehenden Krise, sondern in einem irreversiblen Prozess. Die Katastrophe ist bereits eingetreten, und sie kann allenfalls gebremst werden. Für eine Krise ist das zu wenig.

Genau das will das Wort „Klimakrise“ verschleiern. Es sind insbesondere die Politiker, die diese Verschleierung betreiben. Indem sie tun, als handle es sich bei der Erderwärmung, beim Abschmelzen der Gletscher, beim Anstieg des Meeresspiegels, beim Aussterben von Tierarten, bei der Austrocknung von Landstrichen, bei der Zunahme von Unwetterkatastrophen, Hochwasser, Waldbränden und Orkanen um eine überwindbare Krise, bieten sie sich selbst als Retter in der Not an. Was sie Klimakrise nennen statt korrekt Klimakatastrophe, dient ihnen lediglich zur Wahlwerbung. Wer ihnen mit seiner Stimme Macht verleiht, soll sich in der Illusion wiegen, er hätte das Ende der Krise beschleunigt.

Die Propheten der „Klimakrise“ fügen daher stets an, was „wir“ tun müssen, um sie zu beenden. Was sie verschweigen, ist der wahre Grund für die Verhinderung längst fälliger Gegenmaßnahmen: dass es nämlich mächtige Institutionen gibt, deren Interessen den erforderlichen Schritten entgegenstehen. Was man heute Klimakrise nennt, ist ja keine neue Entdeckung. Robert Jungk und andere haben schon vor einem halben Jahrhundert davor gewarnt. Damals wollte man nicht auf sie hören, hat sie eher als Spinner abgetan. Und diese Einstellung wurde massiv gefördert von jenen, die an der Entwicklung, deren Folgen wir heute drastisch zu spüren bekommen, in ungeheurem Ausmaß verdient haben und weiterhin verdienen. Optimisten sagen, auch sie würden zu einer besseren Einsicht gelangen, wenn ihnen klar würde, dass sie die Zukunft ihrer Kinder und Enkel aufs Spiel setzen. Weit gefehlt. Die Geld- und Machtgier kennt keine Skrupel. Sie opfert auch die eigenen Nachkommen. Zur Not hilft dabei die Verdrängung. Man nimmt die Folgen einfach nicht zur Kenntnis, wenn die Aktienkurse steigen.

Die Klimakatastrophe ist nicht nur eingetreten, sie ist bereits weit fortgeschritten. Sie wird nicht durch guten Willen zu verzögern sein. Dafür ist eine Veränderung der Machtverhältnisse nötig. Wer behauptet, er wolle die „Klimakrise“ bekämpfen, aber nicht jene beim Namen nennt, deren Interessen diesem Kampf entgegenstehen, nicht selten sogar, egal ob Konservativer, Liberaler, Sozialdemokrat oder Grüner, deren Geschäft betreibt, ist ein Betrüger. Sie sind, wie bei Ray Bradbury, Feuerwehrleute, die Brände legen. Den Profiteuren der Klimazerstörung muss ebenso in den Arm gefallen werden wie den Waffenproduzenten und Kriegsgewinnlern. Bekanntlich haben die nicht mit allzuviel Widerstand zu rechnen. Das macht in Bezug auf die „Klimakrise“ wenig Hoffnung.

Thomas Rothschild - 10. November 2019
2645

Wie soll man leben?

Wie soll man leben? Gibt es noch eine verbindliche Moral? Gibt es Regeln, Grundsätze für den Umgang im sozialen Gefüge, auf die wir uns unter zivilisierten Menschen verständigen können, oder müssen wir uns auf den Kampf jedes gegen jeden, auf den Wildwuchs im Umgang mit dem Nachbarn einstellen?

Kants kategorischer Imperativ, wonach man nur nach derjenigen Maxime handeln solle, von der man zugleich wollen könne, dass sie ein allgemeines Gesetz werde, ist immer noch eine brauchbare Verhaltensvorschrift. Hielten sich alle daran, sähe es auf der Welt friedlicher aus.

Der keineswegs heroische Arzt Doktor Reumann in Arthur Schnitzlers Einsamem Weg verzichtet auf einen Ruf nach Graz, weil es ihm peinlich wäre, "irgend einen Vorteil dem Malheur eines andern zu verdanken". Der ihm vorgezogene Kandidat war verunglückt. Reumann will auch nicht bei der Frau, die er liebt, vom voraussehbaren Tod seines Patienten profitieren, den diese junge Frau wiederum liebt.

Die Haltung des Doktor Reumann könnte auch sehr gut als Vorbild für das eigene Verhalten dienen. Hätten sich alle Menschen zu jeder Zeit an den Grundsatz gehalten, dass sie keinen Vorteil dem Malheur eines anderen verdanken wollen, dann hätten keine unbescholtenen Bürger die Wohnungen ihrer jüdischen Nachbarn ausgeräumt, als diese deportiert wurden; dann hätten die Angehörigen der Völker im ehemaligen Jugoslawien nicht die Höfe derer übernommen, die fliehen mussten; dann würden Börsenspekulanten keine Aktien kaufen, deren Wert nur deshalb gestiegen ist, weil Tausende Menschen in die Arbeitslosigkeit entlassen wurden; dann würde sich niemand um ein Amt oder einen Posten bewerben, dessen Inhaber ungerechterweise von diesem vertrieben wurde; dann würde sich niemand über „Schnäppchen“ freuen, die bei einem anderen verpfändet wurden oder die dieser zu einem niedrigen Preis verschleudern musste, um seine Miete bezahlen zu können.

Kurz: würde jeder auf jeden Vorteil verzichten, der auf dem Unglück eines anderen beruht, sähe die Welt besser aus.

Thomas Rothschild - 29. Oktober 2019
2644

Klassengesellschaft

Es gibt keine Klassengesellschaft mehr! Wer dieses Märchen glaubt, ist eingeladen, einmal eine Stunde im Café Dommayer in Hietzing, dem westlichen Nobelbezirk Wiens, und eine Stunde im Café Dreivierteltakt in der Praterstraße, drüben im 2. Gemeindebezirk, jenseits des Donaukanals, zu verbringen. Beobachten Sie die Menschen, die dort verkehren, ihre Kleidung, ihre Körperhaltung, ihre Umgangsformen, ihre Sprache. Hier, im Dommayer, sitzen jene, die nicht arbeiten müssen, dort, im Dreivierteltakt, jene, die nicht arbeiten dürfen. Hier die höheren Töchter, die erkennbar mehrere Stunden täglich vor dem Kosmetikspiegel oder beim Friseur verbringen, und die Herren Söhne, die die Börsenkurse studieren, dort im Dreivierteltakt die Randexistenzen, die sich keinen Zahnersatz leisten können und die Camouflage des Alkoholismus nicht beherrschen, wenn sie ihre Arbeitslosenunterstützung für ein Achterl oder einen Spritzer verplempern. Die „besseren Leut'“ in Hietzing haben keine Hemmungen, ihren Wohlstand zur Schau zu tragen, und die Verachtung für das „gemeine Volk“ steht ihnen und schon ihren wohlerzogenen Kindern, die sich am Kuchenbuffet die besten Stückchen auswählen, ins Gesicht geschrieben. Die pietistische Zurückhaltung der Schwaben, denen es als anstößig gilt, seinen Reichtum zu demonstrieren, ist ihnen fremd.

Sie begegnen einander selten, die Kunden des Café Dommayer und die Kunden des Café Dreivierteltakt. Die Innenstadt mit ihren Touristen hält sie auseinander. Die wiederum sehen nur den Stephansturm und die Hofburg, und wenn sie einen Kaffee trinken wollen, gehen sie weder ins Dommayer, noch ins Dreivierteltakt, sondern in den neutralen Bräunerhof, ins museale Café Central oder ins vom vergangenen Ruhm zehrende Hawelka. Und sie kehren heim zum Jungfernstieg, nicht nach St. Pauli, schwärmen von Wien und von der klassenlosen Gesellschaft.

Es muss übrigens noch nicht einmal Hietzing und die Leopoldstadt sein. Wer die Bezirksgrenzen zwischen der Josefstadt und Ottakring oder zwischen Wieden und Favoriten überschreitet, durchbricht einen „Eisernen Vorhang“ ökonomischer und sozialer Art wie einst an der slowakischen oder an der ungarischen Grenze den politischen. Das „Rote Wien“, das gegen diese Trennung anzukämpfen versuchte, ist nur noch eine Legende wie der „Melting Pot New York“.

Thomas Rothschild - 16. Oktober 2019
2643

Proll

Die Kritik an bestimmten Sprachverwendungen und die Forderung von Verboten schlagen zuweilen kuriose Volten. Gegen ein Wort aber, das zurzeit Konjunktur hat, haben die Sprachpolizisten nichts einzuwenden: gegen das Wort „Proll“. Es ist eine Kurzform von „Prolet“ und wird, wie dieses gelegentlich, ausschließlich abwertend gebraucht (siehe den erhellenden Artikel von Susann Witt-Stahl).

Bertolt Brecht dichtete: „Und weil der Prolet ein Prolet ist,/ drum wird ihn kein anderer befrein,/ es kann die Befreiung der Arbeiter/ nur das Werk der Arbeiter sein.“ „Prolet“ – das klingt bei Brecht und in seiner Zeit stolz. Dass man sein Selbstbewusstsein daraus bezieht, zur Arbeiterklasse zu gehören und seinen Lohn mit ehrlicher Arbeit statt mit Ausbeutung und Spekulation zu verdienen, ist eine vergessene Tugend. Wenn man aber nicht mehr auf seine Klassenzugehörigkeit stolz sein kann, ist man es auf seine nationale Zugehörigkeit. In Kontrast zu Brechts Lob des Proleten schrieb Carl Sternheim etwa mit sarkastischem Spott über den Bürger Schippel.

Mittlerweile hat die Bewertung des Bürgerlichen eine radikale Wandlung erfahren. Es ist im allgemeinen Verständnis etwas Positives. Seine Meriten anzuzweifeln, gilt als Frevel. Dass die Grünen, allen voran ihr konservatives Aushängeschild Winfried Kretschmann, sich rühmen, in der bürgerlichen Mitte angekommen zu sein, vermag kaum noch zu verwundern. Dass aber auch der Sozialdemokrat Frank-Walter Steinmeier der AfD attestiert, sie sei „antibürgerlich“ und das nicht etwa positiv, sondern als Vorwurf wertet, ist, ob er mit dieser Ansicht nun recht hat oder nicht, verräterisch. Was, wenn nicht die Gegnerschaft zur Bourgeoisie, wäre die Raison d'Être der Sozialdemokratie gewesen?

Als Kevin Kühnert den waghalsigen Versuch machte, eine Möglichkeit anzuregen, die das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland vorsieht, nämlich die zwangsweise Kollektivierung („Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden“), beschied ihm Andrea Nahles, die immer noch als halbwegs Linke galt und inzwischen das Handtuch geworfen hat, man könne richtige Fragen stellen und trotzdem falsche Antworten geben, sie aber finde Kühnerts Antworten falsch. Sie hat sich, in Übereinstimmung mit den Granden und den reaktionärsten Proponenten ihrer Partei, gegen den Hauch einer sozialistischen Erwägung ausgesprochen. Sie hat sich für das Bürgerliche entschieden. Es hat ihr nicht genützt. Aber in der Sache standen die Sachwalter ihrer Partei schon hinter ihr. Man ist doch schließlich kein Proll.

Thomas Rothschild - 9. Oktober 2019
2642

Natur und Verblödung

Vor ein paar Jahren standen die Schokoladenfirma Ritter Sport und die Stiftung Warentest einander vor Gericht gegenüber. Die Stiftung Warentest monierte, dass der Aromastoff Piperonal, der für die Vanillenote zuständig ist, chemisch hergestellt werde und somit gegen die Angabe verstoße, in der Schokolade Voll-Nuss seien ausschließlich natürliche Zutaten enthalten. Der Schokoladenhersteller versicherte, dass sein Piperonal auf natürlichem Wege gewonnen werde.

Offen gestanden: mir ist es scheißegal, ob der Vanillegeschmack auf natürliche oder auf chemische Weise zustande kommt, zumal selbst die Stiftung Warentest erklärte, dass auch das chemisch produzierte Aroma keine Gefahr für die Gesundheit darstelle. Ja, ja, ich weiß schon, es ging bloß um die Ehrlichkeit der Deklaration. Der Konsument soll sich auf sie verlassen können. Aber hätte es die ganze Aufregung auch gegeben, wenn ein Lebensmittelproduzent einen natürlichen Zusatz als chemisch deklariert hätte? Offenbar nicht. Das Zauberwort „Natur“ hat inzwischen zu einer massenhaften Verblödung geführt. Und keiner redet davon, dass sich mit ihm oder mit der Vorsilbe „Bio“ gute Geschäfte machen lassen. Wo so viel an einer Sprachregelung und der mit ihr zusammenhängenden Ideologie verdient werden kann, sollte man skeptisch sein.

Was natürlich entsteht, ist von vornherein nicht gesünder, nicht bekömmlicher, für den Menschen nicht geeigneter als künstlich – chemisch, technisch – Hergestelltes. Sulfonamide, die mit dem aus der Natur gewonnenen Penicillin konkurrieren, sind ein chemisches Produkt. Die Bakterien, die mit ihnen bekämpft werden, sind ein Stück Natur. Man muss schon sehr an die Vernunft des Schöpfergotts glauben, wenn man die natürlichen Bakterien den chemischen Sulfonamiden vorzieht. Im Übrigen sind die Vorgänge, die als natürlich gelten, nicht weniger chemisch als die von Menschen initiierten. Auch hier bedarf es einer unerschütterlich religiösen Weltsicht, um zu idealisieren, was die angeblich göttliche Natur und nicht der Mensch hervorbringt: den zerstörerischen Hurrikan, das Hochwasser, die Erdbeben und die Giftpilze. Der Mensch mag durch besinnungslose Eingriffe in die Natur manche schädlichen Effekte verstärkt haben. Aber es bedurfte ihrer Mitwirkung nicht. Naturkatastrophen sind älter als die Exploitation der Natur. Und insgesamt hat der Mensch durch seine Erfindungen, durch Chemie und Technik, wohl mehr Gutes bewirkt als Schlechtes. Wer immer nur einen geraden Weg von der Aufklärung zur Atombombe sieht, soll bekennen, dass er die Massen von Frauen in Kauf zu nehmen gewillt ist, die im Kindbett starben, und eine Vervielfachung des ohnedies dramatischen Hungers auf der Welt als Folge des Verzichts von Chemie und Technik in der Lebensmittelproduktion.


Thomas Rothschild - 10. Juli 2019
2629

Wie fremd sind uns die Fremden?

Wenn mir der 87. Film über die sexuellen Nöte von surfenden Halbwüchsigen auf die Nerven geht, erklärt man mir, ich gehöre eben nicht zur Zielgruppe solcher Filme. Und wer könnte es leugnen: ich bin tatsächlich schon lange kein Teenager mehr, die Probleme der Pubertät sind mir zwar noch in Erinnerung, aber sie liegen weit zurück. Und doch – ist damit erklärt, warum mich viele von jenen Filmen langweilen, zu denen die Altersgruppe, die darin abgebildet wird, in Massen strömt?

Im Stuttgarter Schauspiel hörten sich die Gegner von Stuttgart 21 – wie wir heute wissen: ohne Auswirkung – an, wie Gegner von Stuttgart 21 auf der Bühne jene Slogans wiederholen, die sie selbst bei der Montagsdemonstration skandiert haben. Bei der feministischen Theatergruppe applaudieren Frauen ihren Geschlechtsgenossinnen für die Darstellung dessen, was sie Tag für Tag erleben. Schwule versammeln sich bei Veranstaltungen, denen man attestiert, dass sie einer spezifischen Schwulenästhetik entsprächen, als wollten sie ihren Verächtern bestätigen, dass sie mit ihnen nichts gemeinsam hätten, und als gäbe es in deren Erfahrungswelt nichts, was für sie von Belang wäre.

Es hat sich etwas geändert. Wenn es tatsächlich so wäre, dass mir die inflationär produzierten und aufgeführten Coming-of-age-Filme nur deshalb auf die Nerven gehen, weil ich selbst kein „Heranwachsender“ mehr bin – wie erklärt es sich dann, dass zu der Zeit, als ich tatsächlich ein Heranwachsender war, Ingmar Bergmans Wilde Erdbeeren und Akira Kurosawas Ikiru zu meinen Lieblingsfilmen zählten, obwohl ich weit entfernt war von den Erfahrungen eines alten Mannes, der auf sein Leben zurück blickt oder an Krebs stirbt? Woran liegt es, dass wir uns damals als junge Männer für Alexandra Kollontai interessierten und als Heterosexuelle für die Abschaffung des Paragraphen stark machten, der Homosexualität unter Strafe stellte? Wie kommt es, dass wir alle, Junge wie Alte, Frauen wie Männer, Schwule wie Heterosexuelle – und ich meine das, wenn ich an unseren Freundeskreis von damals denke, genau so, wie es hier steht, kann es mit Namen belegen – uns für die Unterprivilegierten im eigenen Land und weit darüber hinaus mehr interessierten als für das Kollektiv, dem wir selbst angehörten?

Wenn die Beobachtung zutrifft, dass das Interesse, gar der Einsatz für das Fremde, das Andere, das Entfernte weitgehend verschwunden ist zugunsten der Wahrnehmung eigener Interessen, dann muss das mit den herrschenden Zuständen zu tun haben. Wenn heute global betrachtet ohnedies Privilegierten nur die Empfehlung einfällt, sich selbst zu positionieren und seine Vorteile wahrzunehmen, statt jenen, die tatsächlich marginalisiert und ausgeschlossen sind, dazu zu verhelfen, dass sie sich positionieren können, dann reproduzieren sie die Werte einer wölfischen Gesellschaft, in der man vorgibt, fressen zu müssen, um nicht gefressen zu werden. Sie haben längst die Regeln des Catch-as-catch-can akzeptiert und internalisiert und spielen das Spiel der rücksichtslosen Konkurrenz mit, noch dazu in der heuchlerischen Variante, die tut, als würde man sich für Mitglieder des eigenen Kollektivs einsetzen, wo man lediglich seine eigenen Vorteile im Blick hat. Sie sind konstitutiver Bestandteil eines Systems, in dem die Wirtschaft (und damit ist nichts anderes als der Profit gemeint) höchste Priorität hat und jede Risikoerwägung außer Kraft setzt – ob sie nun Atomkraftwerke, Gurken oder Autoabgase betrifft. Was einem selber nützt, ist schon allein dadurch positiv, auch wenn es anderen schadet. Kants kategorischer Imperativ ist in der blühenden kapitalistischen Landschaft ein Fall fürs Museum. Wenn da, etwa apropos AKW oder Flüchtlinge, eine Angela Merkel über ihren Schatten springt und das Richtige tut, sollte man nicht lange danach fragen, was ihre Gründe sein mögen, sondern sich darüber freuen. Ob die- oder derjenige, die oder der Einspruch erhebt gegen die egoistischen Interessen der AKW-Betreiber und ihrer Ideologen, ob die Verteidigerin, der Verteidiger der Vernunft, sei es aus Kalkül, sei es aus Einsicht, sei es unter dem Schock einer Katastrophe, Merkel oder Kretschmann heißt, ist nebensächlich. Auf das Ergebnis kommt es an.

Es hat schon seinen Grund, dass Begriffe wie „internationale Solidarität“ und „kompensatorische Erziehung“ oder gar „Rote Hilfe“ aus dem öffentlichen Sprachschatz verschwunden sind. Das ist kein linguistisches Problem. Es spiegelt eine Welt, in der man nur sich selbst sehen will und das Fremde nicht mehr interessiert. Wolf Biermann hat sich einmal über die „Leiden aus zweiter Hand“ lustig gemacht. Inzwischen hat er die aus den Augen verloren. Dennoch, sein Spott traf damals einen richtigen Punkt. Inzwischen ist er anachronistisch. Heute leiden die meisten Menschen nur noch an sich selbst. Sie betrachten sich im Spiegel, der auch die Gestalt einer Kinoleinwand oder einer Theaterbühne annehmen kann, und vergessen, was sich dahinter befindet. Die paar Ausnahmen riskieren, als „Gutmenschen“ verachtet zu werden. Selbst Angela Merkel, Helmut Kohls „Mädchen“, ist in diese Gefahr geraten.


Thomas Rothschild – 2. Juli 2019
2628

 



 

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