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Ein Schatz, einige übersinnliche Gestalten und der unbändige Drang nach Freiheit – so kann man den Roman Moonfleet von 1898 zusammenfassen.

Die Geschichte spielt in einem armseligen Fischerdorf im Dorset in der Mitte des 18. Jahrhunderts, das nebenher von Schmuggel und Wrack-Plünderungen lebt. Der junge John Trenchard wird mit seinem Ziehvater Elzevir Block und zwei weiteren Dorfbewohnern in die Jagd nach einem verfluchten Schatz verwickelt. Durch Zufall entdecken sie auf einem Friedhof ein Amulett mit einem rätselhaften Pergament. Durch Nacht und Nebel reisen die ungleichen Männer zu Land und zu Wasser, um dem Geheimnis einer Sage, die man sich in der Gegend seit Generationen erzählt, auf die Spur zu kommen. Der Diamant eines spielt eine Rolle, der Buchstabe Y, dem die Gefährten mehrmals begegnen.

Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ein klassischer All-Age-Roman (sowas gab es damals ganz offensichtlich schon), dass junge ebenso wie erfahrene Leser in seinen Bann zieht. Die Stärke des Textes liegt in den prägnanten Landschaftsschilderungen und dem Geheimnisvoll-Schauerlichen der Geschichte. Man hat sogleich den Eindruck, einer windigen Herbstnacht, im Kamin brennt ein Feuer, der Regen schlägt gegen die Fenster, und man kann es kaum erwarten im Kerzenlicht die nächste Seite umzublättern. Der Autor verbindet gekonnt Elemente der Gothic Novel und des realistischen Romans, um eine düstere Stimmung und ungeheure Spannung zu erzeugen. Lehrer, Privatlehrer, Waffenfabrikant, Honorarprofessor für Paläografie und Abenteuerschriftsteller – John Meade Falkner (1858-1932) war ein ziemlich außergewöhnlicher Mensch und ebenso außergewöhnlich ist auch sein gelungener Roman Moonfleet.

Das Buch wurde mehrfach verfilmt, einmal sogar von Fritz Lang. Falkner kann man getrost in eine Reihe mit Robert Louis Stevenson und Mary Shelley stellen. Eine atmosphärische, schauerliche Schatzsuche mit Gespenstern, Mord und Totschlag, Verrat und Verschwörung, aber auch voller literarischer Anspielungen, Verweisen und doppelten Ebenen. In einer neuen Übersetzung strahlt dieser 120 Jahre alte Schmöker heller denn je.

August Werner - 17. Juni 2017
ID 10090
J. Meade Falkner | Moonfleet
Halbleinen, Lesebändchen
352 Seiten
EUR 24,00
Verlagsbuchhandlung Liebeskind, 2016
ISBN978-3-95438-059-6

Weitere Infos siehe auch: http://www.liebeskind.de/buecher/backlist/item/moonfleet


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