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Kalender

Expressive

Farbenpracht





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Gabriele Münter (1877-1962) gehört neben Paula Modersohn-Becker und Marianne von Werefkin zu den wohl prägendsten und einflussreichsten Malerinnen des deutschen Expressionismus. Die Gabriele Münter-Sonderschau Malen ohne Umschweife im Kölner Museum Ludwig von September 2018 bis Januar 2019 hatte eine so große Publikumsresonanz, dass Öffnungszeiten zeitweise verlängert wurden. Die in Berlin geborene Künstlerin lebte zeitweise auch in Koblenz, München und zuletzt in Murnau am Staffelsee. Sie gehörte 1909 zu den Mitgründern der „Neuen Münchner Künstlervereinigung“ und war Mitglied des „Blauen Reiters“. Sie kam aus wohlhabenden Verhältnissen und reiste im Alter von 20 Jahren mit ihrer älteren Schwester zwei Jahre durch die USA. Für den Kalender Gabriele Münter 2021 wurden wieder zwölf expressive Ölbilder der Künstlerin ausgewählt, darunter sieben Landschaftsbilder und drei Stillleben.

Münter war Schülerin bei Wassily Kandinsky (1866–1944), der auch von etwa 1903 bis 1914 ihr Lebenspartner war. Anders als Kandinsky malte sie jedoch zeitlebens bis zu ihrem 85. Lebensjahr gegenständlich. Ihre Motive sammelte sie meistens im unmittelbaren Umfeld. Neben den Landschaftsbildern, wie Reiflandschaft von 1911 (für den Monat Januar) und Wind und Wolken von 1910 (für den März), stechen zwei Frauenbildnisse im Kalender hervor. Der Monat Februar zeigt mit Bildnis einer Künstlerin ein farbenfrohes Porträt der Malerin Margret Cohen von 1932. Das Juli-Gemälde Fräulein Ellen im Gras von 1934 zeigt eine im Gras sitzende Frau beim Kartoffelschälen. Dieses Bild begründete 1937 ein Ausstellungsverbot Münters durch die Nationalsozialisten. Münter wurde damals als „entartete Künstlerin“ verfemt. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie in Retrospektiven und umfangreichen Einzelausstellungen wiederentdeckt. Der Kalender bietet einige spontan wirkende Freilichtstudien mit unscheinbaren, formenreduzierten Alltagsszenen. Die flächig aufgetragenen Farben werden experimentierfreudig und ausdrucksstark ausbalanciert. Mit schwungvoll klarer Linienführung und kraftvollen Pinselstrichen setzt Münter dunkle Umrisslinien zwischen leuchtende, nebeneinander gesetzte Farbflächen. Über ihre Arbeitsweise erklärte die Malerin schlicht:



"Was an der Wirklichkeit ausdrucksvoll ist, hole ich heraus, stelle ich einfach dar, ohne Umschweife, ohne Drum und Dran, so bleibt die Vollständigkeit der Naturerscheinung außer acht, die Formen sammeln sich in Umrissen, die Farben zu Flächen, es entstehen Abrisse der Welt, Bilder."


Der mit 46 x 55 cm großformatige Kalender bietet einen kleinen und ausgewählten Einblick in das umfangreiche Oeuvre der Künstlerin.


Ansgar Skoda - 30. Dezember 2020 (2)
ID 12677
Verlagslink zum Gabriele Münter-Kalender 2021/


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