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nachDRUCK # 2

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Im Dialog

Obama &

Springsteen





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Das Bild, dass sich zwei alte weiße Männer unterhalten und der Welt ihre Erfahrungen teilen, passt auf Barack Obama & Bruce Springsteen ganz und gar nicht. Obamas Leben und Herkunft ist komplex, die Bezeichnung Renegade ist zutreffend - bei Springsteen erst auf den zweiten Blick; aufgewachsen in einem kleinen Ort in New Jersey, lebt er in sozial einfachen Verhältnissen mit einem psychisch kranken Vater, die Mutter muss die Familie ernähren. Beide haben sich während Obamas erstem Präsidentschaftswahlkampf kennengelernt. Seitdem ist eine Freundschaft gewachsen. Das gemeinsame Buch dokumentiert deren intensiven Austausch über ihre Herkunft und die Themen unserer Zeit. Springsteens Rückblicke zeigen auch 50 Jahre amerikanische Rock-Geschichte. Obamas Rückblicke dokumentieren seinen Aufstieg zum 44. amerikanischen Präsidenten.

Auf der ersten Doppelseite nach Einleitung und Vorwörtern prangt ein Foto: Obama und Springsteen in Springsteens Cabriolet, einem Corvette C1. Beide gutgelaunt mit Sonnenbrille in der amerikanischen Country Side – Landschaft, Weite, Natur. Stellen wir uns einen ehemaligen Bundespräsidenten oder -kanzler, oder gar Angela Merkel, in einem Luxus Cabriolet vor. Irgendwas stimmt da nicht und zeigt so deutlich, wie anders Amerika ist. Auch einen Musiker, der mit einem Song „Geboren in Deutschland“ Millionen begeistert hat und immer noch begeistert, haben wir nicht zu bieten. Deutschland hat keinen kollektiven Traum wie die Amerikaner oder einen tiefsitzenden Stolz von der Grand Nation wie die Franzosen. Letztendlich reden die beiden die ganze Zeit über den amerikanischen Traum, diesen tiefen Glauben trotz vieler Unterschiede ethnischen, geografischer und akademischer Unterschiede, gemeinsam was ganz Großes erreichen zu können. Und beide sind ausgesprochen gute Referenzen dafür. Und sie sind so smart zu erkennen, dass man „auf dem Weg nach oben“ auch eine gehörige Portion Egoismus und Größenwahn braucht (S. 26). Ein Mehr von dieser Art Lässigkeit könnten wir auch in Deutschland vertragen, auch in diesem Sinn wünscht man dem Buch in Deutschland viele, viele Leser.



Steffen Kühn - 27. Oktober 2021
ID 13247
Penguin-Link zu Renegades


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