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nachDRUCK # 2

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Krimi

Mörderische

Brände








Lilly Hed ist eine hochqualifizierte Ermittlerin und wechselt ihren Dienstort von Stockholm in das kleinstädtische Nynäshamn. Warum stellt sich die Frage, denn die Polizistin ist für ihre neue Aufgabe eindeutig überqualifiziert. Anscheinend hinterlässt sie in Stockholm private Probleme. Kaum ist sie in ihrer neuen Dienststelle angekommen, so kommt es zu einem Großbrand. Bei diesem schwelenden und kaum zu kontrollierenden Feuer wird ein Mensch getötet. Der Mann wurde in seinem Haus eingeschlossen und ist bis zur Unkenntlichkeit verkohlt.

Der engagierte Feuerwehrmann Jesper Hansson stellt bei den Löscharbeiten fest, dass das Dachfenster mit Nägeln verschlossen war und der Tote so keine Chance hatte, dem Feuer zu entgehen. War es also nicht nur ein Brand, sondern auch Mord?

In Schweden ist der Sommer 2019 unerträglich heiß. Der Klimawandel wird verantwortlich gemacht für die trockenen Wälder, bei denen es reicht, dass ein Funken überspringt und einen verheerenden Waldbrand verursacht. Schon wenige Tage später gibt es eine zweite Feuersbrunst, bei der wieder ein Mensch stirbt und ein kleines Mädchen nur im letzten Moment gerettet werden kann. Sind dies Zufälle oder stecken Verbrechen hinter beiden Bränden? Lilly Hed beginnt zu recherchieren und kommt dabei mit einem US-amerikanischen Forscher in Kontakt, der die Psychologie hinter den Verbrechern, die mit Feuer arbeiten, erklärt.


“'Feuer ist der beste Freund eines Täters'', nahm er den Faden wieder auf. 'Es zerstört und vernichtet alles, es beseitigt Beweise. Darüber hinaus schadet es seinem Opfer auf ganz unterschiedliche Arten. Das Opfer kann durch die Flammen sterben, am Rauch ersticken, bis zur Unkenntlichkeit verbrennen, es kann unter einstürzenden Gebäudeteilen begraben werden. Wenn das Feuer nicht sofort tötet, dann kann die Rauchvergiftung später den Rest erledigen. Die Flammen übernehmen die Arbeit, sodass der Täter selbst keine Gewalt ausüben muss. Die Tat erfordert weder körperliche Kraft noch physischen Kontakt mit dem Opfer. Auf diese Weise werden alle etwaigen körperlichen Nachteile des Täters gegenüber seinem Opfer aufgehoben. Und während der Mord geschieht, kann der Mörder schon längst wieder weit weg sein.'” (Im Feuer von Pernilla Ericson, S. 202)


Doch warum wird gemordet? Wo liegt das Motiv? Beim dritten Mal brennt es in der Unterkunft von Lilly Hed, die einen kleinen Leuchtturm an der Küste bezogen hat. Wer hat ein Interesse die Kommissarin zu gefährden? Diesmal wird deutlich, dass sie zuvor mit Schlaftabletten sediert wurde und so den Flammen hätte nicht entkommen können. Jesper, der Feuerwehrmann kann sie im letzten Moment retten. Dann kommt es zu einem zweiten Angriff auf die Polizistin, und nun wird für den Leser deutlich, wo die Gefahr steckt, wer sie verursacht, und die Frage nach dem Warum wird endlich geklärt.

*

Ein spannender Roman, der Feuer von allen Seiten beschreibt. Klimawandel und Klimaschutz sind die Themen, die hinter dem Krimi aufleuchten. Die hohen Temperaturen im Sommer in Schweden, wie auch in anderen Teilen der Welt, führen zu riesigen Waldbränden und damit zu einer großen Zerstörung der Natur und einer Freisetzung von CO2. Dies wird dem Leser sehr drastisch vor Augen geführt, während er gleichzeitig einen spannenden Kriminalroman liest.

Lilly wird auch weiter ermitteln. Welche Probleme sie in Stockholm zurückgelassen hat und welche Probleme einer möglichen Beziehung mit dem attraktiven Feuerwehrmann Jesper im Wege stehen, wird sich im Laufe des Romans ein wenig klären, gibt aber schon Stoff für den Folgeroman, der bereits angekündigt ist.


Ellen Norten - 2. November 2022
ID 13890
Verlagslink zum Krimi Im Feuer


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