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Wie im

Heftchen-

roman





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Da bin ich doch irgendwie auf die falsche Fährte geraten. Stricken ist mein Hobby, und die schottischen Highlands begeistern mich. Die Verquickung der beiden Dinge in einem irgendwie niedlich klingenden Titel hätte mich jedoch stutzig machen müssen. Nun war ich nie der Heftchenleser, und Liebesromane gehören auch nicht zu meinen Favoriten, doch dass die Welt so einfach funktionieren kann, hätte ich nicht gedacht.

Da sind also Maighread und Joshua, beide kennen sich noch nicht. Sie ist frisch getrennt, bei ihm liegt die Trennung schon etwas länger zurück. Sie sucht nach ihren Großeltern bei Loch Lomond, er lebt dort als Schlossherr. In seinem Brotberuf betreibt er die Überwachung von Umweltdaten in der Region. Quasi als Hobby hält sich Joshua zudem noch eine Wensleydale Schafherde.

Und um die kümmert er sich gerade, als der kleine Wagen von Maighread außer Kontrolle gerät. Der Retter in Form unseres Helden naht, fast als hätte er das Unglück schon geahnt:



"Ihre Blicke trafen sich. Sie versanken in einander. Blau traf Meergrün." (Susanne Oswald, Der kleine Strickladen in den Highlands, mtb, S. 42)


Wie schön. Eigentlich könnte der Roman damit enden, aber dann wäre es kein Roman. Es gilt also noch Seiten zu füllen. Und, ach ja, da sind ja noch die unbekannten Großeltern. Ein dunkles Familiengeheimnis hat dafür gesorgt, dass Maighread nichts von ihnen weiß. Aber Joshua als Einheimischer begegnete den Beiden schon seit Kindertagen und weiß auch, dass der Großvater von Maighread im vergangenen Jahr gestorben ist. Doch Oma lebt, ein nach außen giftiger Hausdrachen mit einem grundgütigen Kern. Und natürlich teilt sie die Strickleidenschaft ihrer Enkelin - oder besser gesagt hat Maighread diese wohl von der Großmutter geerbt. Passenderweise unterhält die Oma auch noch ein Strickgeschäft am Ort. Und da sie sich altersbedingt nicht mehr richtig darum kümmern kann, übergibt sie den Laden ihrer strickbegeisterten Enkelin - nachdem man sich vertragen hat und das dunkle Familiengeheimnis aus dem Weg geräumt wurde. Nun ist alles wieder gut, und da Joshua auch noch über ausreichend Schafe und Verbindungen zu Wollspinnereien verfügt, ist der Weg ins gemeinsame Glück in jeder Hinsicht geebnet. Ach, wenn das Leben doch immer so einfach wäre.

*

Weniger einfach sind hingegen die Strickanleitungen am Ende des Buches, die ohne jede Bebilderung auskommen. Sie „speisen“ sich lediglich aus den im Text geschilderten Wollkunstwerken.

Ein Roman für Menschen, die dem rauhen Alltag entfliehen wollen, um hinter die Fassade einer heilen Welt zu flüchten. „Ihr“ neues Lieblingsbuch ist über den Onlineshop zu bekommen, verkündet der Verlag; und selbstverständlich kann es auch in Buchhandlungen vorbestellt werden.



Ellen Norten - 19. November 2019
ID 11832
Link zum Kleinen Strickladen in den Highlands


Post an Dr. Ellen Norten

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