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SF-Anthologie

Im Dreivierteltakt

durch die Galaxis





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Erst tanzten die Aliens Polka, dann Kasatschok, nun drehen sie einen Walzer. Ellen Norten, promovierte Biologin und gelernte Wissenschaftsjournalistin, hegt eine fröhliche Leidenschaft für Sciencefiction-Geschichten. Sie schreibt selbst welche und gibt regelmäßig und liebevoll eine SF-Auswahl heraus: eine unterhaltsame Fundgrube.

Nortens heiteres Universum [Das Alien tanzt Walzer] wird diesmal von einer Gastropodia galactica (Kai Focke) bevölkert, einer riesigen Schnecke, die aus dem All heraus die Erde bedroht. Ein Glück, dass sie im letzten Moment gestoppt werden kann – nicht durch utopische Technik, sondern mit Hilfe einer Bierfalle. Bayerisches Bier als ökologische Geheimwaffe, hergestellt nach dem Reinheitsgebot. Eine so einfache, wie zukunftsweisende Idee!

Pater Anselms Marsmission (Achim Stößer) verwirklicht erst 1956 eine Skizze Leonardo da Vincis für die Konstruktion eines Raumschiffs und erlebt eine vorbildliche Kultur auf dem Mars. Man hat dort längst ein bedingungsloses Grundeinkommen. Überhaupt spielt die Kunst eine wichtige Rolle in diesem SF-Geschichten. Eine der tanzenden Plejaden aus einem Bild im Metropolitan Museum verdingt sich in einer Kaschemme als Kellnerin. Gleichzeitig verschwindet einer der sieben Sterne, zu denen sie gehört. Was ist los in dieser Nacht der Supernova (Johnny Wallmann)? Jedenfalls vermag Gullivers Reisen (Stefanie Lammers) Außerirdische ebenso zu fesseln wie das Walzertanzen. Und hat es nicht einen gewissen Wiedererkennungswert, wenn die Hausaufgabe eines pubertierenden Aliens die Erde an den Rand eines Weltkrieges bringt?

Aliens sind also keineswegs die besseren Menschen, aber ein inspirierender Spiegel. Die Aussicht auf Aushilfsmenschen (Uwe Herrmann), Humanoide, die einmal sogar unsere privaten Dates absolvieren könnten, ist bequem, aber unbefriedigend. Fehlt noch das Thema Klimawandel. Der uralte Klimagott (Ellen Norten), lange vernachlässigt, freut sich über die aktuelle Aufmerksamkeit, doch er spricht ein unerwartetes Machtwort.

"Science Fiction ist eine Art Archäologie der Zukunft“, schrieb einmal Clifton Fadiman. Und so greifen die oft wissenschaftlich vorgebildeten Autorinnen und Autoren weit voraus, indem sie sich oft auf die Vergangenheit beziehen. Auch in diesem Sammelband ist es ihnen wieder gelungen, intelligentes Lesevergnügen zu bereiten: ernst ist das Leben, heiter die Kunst des Erfindens.



Petra Herrmann - 17. April 2021
ID 12860
p.machinery-Link zur SF-Anthologie Das Alien tanzt Walzer


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