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Ausstellungs-Tipp


15. März bis 26. April 2013, Jüdisches Museum Berlin

ROUNDHOUSE REVERB

Eine filmische Installation der Kafka-Fragmente op. 24 von György Kurtág


Videostill aus der Installation Roundhouse Reverb - Foto © Robson / Vincenz


Zwei Frauen reisen von Berlin in Richtung Osten, im Gepäck eine Geige und die Noten der Kafka-Fragmente des ungarischen Komponisten György Kurtág. In einem verlassenen Rundlokschuppen entlang der Bahnlinie entdecken sie einen Resonanzraum für Kurtágs Musik. Die Filmaufnahmen begleiten die Sängerin Caroline Melzer und die Geigerin Nurit Stark auf weiteren Stationen über Polen bis Russland. Doch der Osten, den die Protagonistinnen bereisen, löst sich ab von konkreten Orten und driftet ins Imaginäre. Die beiden Musikerinnen werden zu Figuren, die mal aus dem postsowjetischen Alltag, mal aus der Lebenswelt Kafkas zu stammen scheinen.


* * *


Die Installation

Die Kafka-Fragmente op. 24 des ungarischen Komponisten György Kurtág, entstanden 1987, zählen zu den bedeutendsten Werken zeitgenössischer Kammermusik. Der Zyklus für Sopran und Violine basiert auf Satzsplittern und Aphorismen Franz Kafkas. Die Installation ROUNDHOUSE REVERB lädt die Besucher ein, sich innerhalb einer kreisförmigen Anordnung, die einem Rundlokschuppen nachempfunden ist, zu bewegen und die einstündige Komposition der Kafka-Fragmente zu hören.

Begleitet wird die Musik von Videoclips: Ausgehend vom zentralen Motiv der »Reise« und dem »Weg« in den Kafka-Fragmenten sind die Sopranistin Caroline Melzer und die Violinistin Nurit Stark über mehrere Monate der Gedankenwelt Franz Kafkas und der musikalischen Inspiration György Kurtágs von Berlin über Polen Richtung Russland gefolgt. Die 40 Musikclips zeigen die Künstlerinnen beim Spielen der zum Teil sehr kurzen Fragmente an unterschiedlichen Orten, unter anderem in Eisenbahnen, Rundlokschuppen und Unterführungen. Dabei löst sich der Osten, den Caroline Melzer und Nurit Stark bereisen, von konkreten Plätzen und driftet ins Imaginäre. So werden die Frauen im Verlauf ihrer Tour manchmal zu Figuren aus Kafkas Welt oder zu Heldinnen des postsowjetischen Alltags. Die filmische Installation erforscht das absurde Potenzial der kafkaschen Textfragmente und benutzt die Architektur der Rundlokschuppen als Drehscheibe durch die Zeit.


Die Kafka-Fragmente op. 24 von György Kurtág

György Kurtág, 1926 geboren und in der jüdischen Tradition Budapests aufgewachsen, schuf 1987 die Kafka-Fragmente op. 24. Die 40 zum Teil sehr kurzen Fragmente gehen bis an die Grenze spieltechnischer Möglichkeiten, Violine und Gesangsstimme bewältigen ein enormes Ausdrucksspektrum. Mit »Die Guten gehn im gleichen Schritt« beginnt der Zyklus, eines der zentralen Fragmente trägt den Titel »Der wahre Weg«."




Videostill aus der Installation Roundhouse Reverb - Foto © Robson / Vincenz


Jüdisches Museum Berlin - 13. März 2013
ID 6611
Achtung! Live-Konzert am 10. April 2013

Am 10. April haben die Besucher die Möglichkeit, eine konzertante Aufführung der Kafka-Fragmente mit den beiden Interpretinnen Caroline Melzer und Nurit Stark in den Ausstellungsräumen des Jüdischen Museums Berlin live zu erleben.


Weitere Infos siehe auch: http://www.jmberlin.de





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