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Kulturpolitik

Finanzierung und Standort gefährdet:

nGbK fordert die rasche und dauerhafte

Sicherung ihrer Arbeit



Die neue Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) sieht ihre Arbeit akut gefährdet. Sie fordert von der Berliner Kulturpolitik dauerhafte Lösungen, um ihre Arbeit fortführen zu können. Die nGbK muss in den Berliner Landeshaushalt aufgenommen werden. Der gefährdete Standort in der Kreuzberger Oranienstraße muss gesichert werden. Der Verein fordert die im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien, den Berliner Senat und die Kulturverwaltung zu sofortigen Gesprächen auf, um die Arbeit des Vereins dauerhaft und verlässlich zu sichern. Die Beteiligten sollten nicht hinter ihren Zusagen zurückbleiben.

Hintergrund: Seit 1981erhält die nGbK eine institutionelle Förderung von der LOTTO-Stiftung Berlin - zuletzt in Höhe von jährlich 750.000 Euro. Diese Gelder waren immer nur als Provisorium gedacht, da die LOTTO-Stiftung Berlin per Stiftungszweck keine institutionelle Förderung gewähren sollte. Trotz der konkreten Aufforderung durch die Stiftung sowie wiederholter, eigener Zusagen hat es der Berliner Senat nun abgelehnt, den Verein als ständigen Titel dauerhaft in den Berliner Haushalt zu übernehmen. Dadurch ist nicht nur der jährliche Gesamtetat der nGbK gefährdet. Auch der jährliche Fehlbedarf von 210.000 Euro, bedingt durch die Inflationsrate und gestiegene Honorar- und Sachkosten, soll nicht aufgefangen werden. Damit fehlen der nGbK 22% der benötigten Mittel.

Faktisch ist damit die eigentlich angedachte Etablierung eines dezentralen Standortes der nGbK in Marzahn-Hellersdorf vom Tisch. Dort engagiert sich der Verein seit 2014 mit der »station urbaner kulturen«. Das widerspricht den Proklamationen des Senats zur Bedeutung dezentraler Kulturarbeit.

In der Rede des Bürgermeisters und Senators für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer, vom 14. Dezember 2017 (Haushaltsdebatte im Abgeordnetenhaus von Berlin) hieß es: »Eines der zentralen Anliegen ist mir, die Zugänge für Kunst und Kultur zu erleichtern, Hürden abzusenken und die frühe Teilhabe an Kunst und Kultur zu fördern. Es ist unsere Pflicht, Kulturpolitik für alle zu machen. […] Aber es muss eben auch in der Fläche, von Spandau bis Marzahn-Hellersdorf, leuchten, der Humus ausgebracht werden, auf dem Spitzenkunst gedeiht. Deswegen müssen wir die dezentrale Kulturarbeit stärken: Verdoppelung des Bezirkskulturfonds, Erhöhung im Projektfonds kulturelle Bildung.«

Es ist völlig unverständlich, wie in Zeiten beträchtlicher Aufwüchse des Kulturetats die längst fällige Übernahme des Vereins in den Kulturhaushalt scheitern konnte.

Die Bilanz der nGbK ist positiv: Sie setzt jährlich 8-10 thematische Ausstellungsprojekte von ebenso vielen freien kuratorisch/künstlerischen Teams um. Neben den Ausstellungen entstehen Publikationen und der Verein richtet mehr als 250 Veranstaltungen im Jahr aus. Weiter vergibt der Verein ein Stipendium zur Vermittlung und – gemeinsam mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa sowie den ZK/U – ein Stipendium für Künstler_innen aus Istanbul. Der Wettbewerb »Kunst im Untergrund«, wird seit 1991 von der nGbK betreut. Im letzten Jahr entwickelte die nGbK in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung und der Universität der Künste Berlin ein Programm zum neuen Themenfeld der Künstlerischen Forschung.

Die schwierige Lage der nGbK verschärft sich zusätzlich durch die Standortfrage. Ende vergangener Woche wurde die Immobilie Oranienstraße 25, in der der Verein seine Geschäftsstelle und seine Ausstellungsräume hat, von der Eigentümer_in Berggruen-Holding an eine Immobiliengesellschaft in Luxemburg verkauft. Über die Absichten der neuen Eigentümer_innen ist noch nichts bekannt. Der aktuelle Mietvertrag der nGbK endet 2022, auch der Standort des Museums der Dinge ist nicht gesichert. Dadurch ist der gesamte Kulturstandort in der Oranienstraße gefährdet. Hier muss rasch gehandelt werden.

Am Montag, den 9. Dezember 2019 trifft sich der nGbK-Vorstand und der beratende Koordinationsausschuss zu seiner monatlichen Sitzung. Die kulturpolitischen Sprecher_innen der Parteien wurden eingeladen, um über einen Ausweg aus dieser angespannten und dringlichen Situation zu diskutieren.


Kontakt bei Rückfragen: 030-61651313

Presse und Kommunikation
neue Gesellschaft für bildende Kunst
Oranienstraße 25, 10999 Berlin



PM v. 06.12.2019
ID 11870
https://ngbk.de/




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