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PANORAMA - Politik, Gesellschaft & Umwelt

Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher an Grit Poppe ("Weggesperrt")
DÜSSELDORF/ESSEN - Die in Potsdam lebende Schriftstellerin Grit Poppe erhält für ihren Roman „Weggesperrt“ den diesjährigen Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendbücher. Wie die nordrhein-westfälische Landeszentrale für politische Bildung gestern in Düsseldorf mitteilte, wird die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung am 27. September in Essen überreicht. Der im Hamburger Dressler Verlag erschienene Roman dokumentiert das kaum erträgliche Leben in einem Erziehungsheim für Kinder in der DDR. (epd)

"Märkische Allgemeine" v. 31.08.2010
1440

Fotoausstellung „Berlin gegen Krieg" ab 1. September 2010
Am Weltfriedenstag, dem 1.September 2010, zum 71. Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen, wird in Berlin in der Kellergalerie des Coop Cafe in der Rochstraße 3, eine Fotoausstellung mit dem Titel: "Berlin gegen Krieg" mit einer Vernissage eröffnet.

Die Ausstellung wurde zusammengestellt von engagierten Fotografen in Berlin, auf Initiative von Hartmut Ihlefeldt, der seit Jahren auch soziale Bewegungen, Demonstrationen und politische Geschichte dokumentarisch begleitet.

Die Gruppe Arbeiterfotografie versteht sich als Forum für politisch und sozial engagierte Fotografen. Es werden regelmäßige Ausstellungen und Veranstaltungen organisiert und die Zeitschrift Arbeiterfotografie wird herausgegeben.

Der Titel der Ausstellung "Berlin gegen Krieg" weist auf das zentrale Thema der ausgestellten Arbeiten hin, bildet gleichzeitig aber auch den Bezugspunkt zur Erklärung "Berlin gegen Krieg", die inzwischen vielfach unterzeichnet wurde, darunter viele Künstler, Gewerbetreibende, Vertreter von Bürgerinitiativen, Umweltaktivisten und Politiker.

Die Ausstellung "Berlin gegen Krieg" will vor dem Hintergrund engagierter Arbeiten von Künstlern der Gruppe Arbeiterfotografie Raum bieten für Denkanstöße und Diskussionen zur besseren Vernetzung politischer Aktivisten und Initiativen.

Im Rahmen der Ausstellung stellen sind mehrere Veranstaltungen geplant. Gabriele Senft und Hartmut Ihlefeldt (Arbeiterfotografen) stellen ihre
Arbeiten vor. Die bekannte Berliner Geschichtswerkstatt mit Dr. Andreas Bräutigam und Dietrich Eckhardt von der Gesellschaft für Fotografie und seinen „Berliner Lesezeichen" sind ebenfalls mit Ihren interessanten Fotografien und Werken beteiligt. Von dem 1968 verstorbenen John Heartfield, weltbekannter Künstler und Protagonist der Berliner „Dada-Bewegung“ werden ebenfalls Arbeiten vorgestellt.
E-mail: email@hbuecker.net
Website: http://www.berlin-gegen-krieg.de/ausstellung-berlin-gegen-krieg.html

PM - 30. August 2010
1438

Die Temporäre Kunsthalle Berlin schließt wie geplant am 31. August 2010.
Die Temporäre Kunsthalle Berlin schließt wie geplant am 31. August 2010. Der Abschlussabend wird mit einem Live-Auftritt von drei Künstlern des RASTER-NOTON Labels gefeiert. Doch bis dahin sind noch ein paar Tage Zeit, um die Ausstellungen FischGrätenMelkStand und autoR zu sehen, und eine Reihe spannender Veranstaltungen zu besuchen. Als bleibende Erinnerung an die Temporäre Kunsthalle bietet sich der Kauf einer unserer Publikationen oder Editionen an.

Rahmenprogramm FischGrätenMelkStand

Montag, 23. August 2010
| 20 Uhr (Achtung, geänderte Anfangszeit!), Special Screening feat. Mickey Rourke II
96 Min., englisch mit deutschen Untertiteln
| 22 Uhr, Montags Bar
Erster offizieller SCHLAMPENBALL mit TRACHT & PRÜGEL (Jeans Team DJs), LINCE (DJ) und MACHINES DÉSIRANTES (Visuals), ausgeführt von der SEP* (Sozialistische Einheiz Party).

Samstag, 28. August 2010
| 18 Uhr, Lange Nacht der Museen – Ausstellung ist geöffnet bis 2 Uhr morgens

Montag, 30. August 2010
| 20 Uhr, John Bock: Vortrag
| 21.30 Uhr, Montags Bar mit Martina Nie Tita (Discoteca Flaming Star)

Dienstag, 31. August 2010
| 20 Uhr Abschlussfeier mit RASTER-NOTON Konzert
mit Aoki Takamsa, Grischa Lichtenberger und Kangding Ray
mehr...


Partnerveranstaltung der Stiftung Zukunft Berlin

Dienstag, 24. August 2010
| 19 Uhr StreitOrt: „Wir machen das schon...“
Moritz van Dülmen (Kulturprojekte GmbH), Thomas Köhler (Berlinische Galerie) und Bernhard Kotowski (Berufsverband Bildender Künstler Berlins e.V.) im Gespräch mit Peter Raue und Volker Hassemer (beide für die Stiftung Zukunft Berlin) über mögliche Aufgaben und Funktionen einer Kunsthalle, die von bestehenden Berliner Kunstinstitutionen bereits bzw. in Zukunft wahrgenommen werden.


Kunstvermittlung

Sonntag, 22. August 2010
| 11.15 Uhr, Kinderworkshop
Für Kinder von 6 – 10 Jahren. Anmeldung bitte bis Freitag, 20. August unter education@kunsthalle-berlin.com

Öffentliche Führungen an den Wochenenden
Samstags und sonntags jeweils von 15.00 – 16.00 Uhr / auf Deutsch.
Kostenlos, ohne vorherige Buchung.


Publikation

Der Katalog zur Ausstellung FischGrätenMelkStand erscheint am 23. August im Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln. Mit Texten von Angela Rosenberg und Andreas Schlaegel sowie einer umfangreichen Bildstrecke, die dem Leser ermöglicht, sich auf eine Entdeckungsreise durch die Installation zu begeben. ISBN 978-3-86560-872-7, deutsch / englisch, Hardcover, 144 Seiten, 111 farbige Abbildungen.
mehr...


Sonderverkauf

Die Temporäre Kunsthalle Berlin und die Buchhandlung Walther König veranstalten ab sofort einen Sonderverkauf von Künstlerbüchern und Ausstellungskatalogen zu reduzierten Preisen im Bookshop vor Ort. Dort können bis zum 31. August ebenfalls die Editionen der Kunsthalle erworben werden (u.a. von Allora & Calzadilla, John Bock, Jason Dodge, Carsten Nicolai, Bettina Pousttchi, Karin Sander und Tilo Schulz)


Erweiterte Öffnungszeiten

In der letzten Woche ist die Ausstellung FischGrätenMelkStand wie folgt geöffnet:
Montag, 23.8. 11–20 Uhr
Dienstag, 24. – Donnerstag 26.8. 11–18 Uhr
Freitag, 27.8. 11–21 Uhr
Samstag, 28.8. 11–2 Uhr (Lange Nacht der Museen)
Sonntag, 29.8. 11–21 Uhr
Montag, 30.8. 11–20 Uhr
Dienstag, 31.8. 11–18 Uhr

Weitere Informationen unter


Website: http://www.kunsthalle-berlin.com/

Mitteilung, 20. August 2010
1432

Theatergroßereignis Spandau
...Die Kulturloge verteilt in Berlin a la Suppenküche an Bedürftige Eintrittskarten für Theater, Oper, Museen. Das wirkt menschlich. Es wirkt unmenschlich, dass es Millionen Hilfsbedürftige in einem der reichsten Länder der Welt gibt. Hilfsbedürftigkeit ist Verkrüppelung... Stefan Neugebauer inszenierte in einem stillgelegten Stadtbad in Steglitz eine Strichfassung von Kafkas Prozess. Orte: Café Freiraum, Näherei, Maschinenraum, Schwimmhalle (ohne Wasser), Sauna, Brunnenhaus erzeugten Spannung. Margot Binder, Gerolamo Fancellu, Michael Hecht, Alexander Klages, Martin Langebeck, Beatrice Murmann lieferten ein solides Ensemblespiel. Kafkas Romantext wirkt so eindringlich wegen einer Vielzahl von Unstimmigkeiten. Eine Strichfassung hätte funktionieren können, wenn die Schauspieler im Rollenspiel ab und zu ein Innehalten als Orientierungsreaktion demonstriert hätten... "Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft; wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit", Zitat George Orwell. Ein Theater-Großereignis fand in der Turnhalle der B-Traven-Oberschule / Spandau unter dem Titel ´Strategie meines Erfolges. Ein Projekt über die Produktion von Geschichte´ statt. Die Kletterwände des Raums wurden nicht benutzt. Jugendliche hatten Leben und Träume konsumiert, anonym Texte geschrieben, bewertet, gestrichen, sortiert. Sie sprachen den ihnen zugeteilten Text schnell und waren infolge vom Raumhall, Publikumsgeräuschen und Musik oft nicht zu verstehen. Der Zuschauer fühlte sich wie in einer Bahnhofshalle. Engel/Wachpersonal/Blinde bestimmten Aufenthaltsräume. Zwischen allem lag Nebel. Wer nach Hause gekommen war, genoss Ruhe und hatte Erinnerungen, wenige Stunden wirkten infolge der Vielzahl von Episoden wie Tage. Jugendliche hatten von Ängsten und Erlösungssehnsucht in einem Jenseits gesprochen. Widerstandsversuche waren weitgehend familiär geblieben. „Der Junge, der neben mir saß und am Text beteiligt gewesen war, wie er sagte, hatte wirklich Angst. Angst vor Hartz4. Kein Protest. Nur Angst.“ Angst als Strategie. Tod als Erfolg. Im Programmheft wurde behauptet, Literatur entstände aus Opferperspektive, Sehnsucht nach Liebe. Die Verantwortung für die Inszenierung trägt Carlos Manuel. Das Untersuchungsmaterial, das er dem Dramentext als Titelauflistung anfügte, bezeugt Belesenheit und Interesse an sozialen Fragen, nicht an Problemlösungen, Intellektuelle Erkenntnis sei der Tod der Kunst. Fred Pommerehn lieferte Spielräume. Verena Hay bestimmte Kostüme. Hartmut Schaffrin organisierte alles und bezog Charlotte Poos in die Regie, Holger Heißmeyer, Rudi Keiler, Gómez de Mello, Arthur Romanowsk, Stefan Rüdinger in die Dramaturgie, Charlotte Poos, Stefan Rüdinger, Stefan Wenzke, Patryk Witt in die Entwicklung des Bühnenbildes ein. Als Techniker arbeiteten unter der Leitung von Niels Bovri u.a. Matthias Henkel, Felix Kelskim Michel Schnitker (Bühne), Florian Kubitz (Licht), Maximilian Schliemann (Licht und Ton). Martina Malte Rathmann, Gianne Masarié, Arthur Ramanowski, Rudi Keiler Goméz de Mello, Anna Zinke, Leonore Liebich, Maricela Valverde, Monika von Oertzen, Natalia Matthies, Stephanie Lange, Andrea Manke, Mareike Breda, Stefan Rüdinger, Thomas Woiczewski, Charlotte Poos, Michel Schnitker, Stefan Wenzke, Patrick Witt agierten als Schau-Spieler. Es ist abzuwarten, ob die Gesellschaft ihnen eine freie Entfaltung von Fähigkeiten und Einbindung in bezahlte Arbeit oder ein Recht auf ein schikanefreies Grundeinkommen als Verhandlungsbasis bieten oder sie ins Hartz4System verbannen wird. Der Fotograf Patryk Witt experimentierte unter dem Titel Who ist who im Bereich Portraitfotografie mit Perücken, Schminke, Collage und Morphing und verdichtete das Textmaterial der Jugendlichen zu einem Text, der innerhalb einer Ausstellung lesbar ist und irritieren konnte, weil er unterschiedlichste Erlebnisse, Sehnsüchte in einem Erzähler konzentrierte. Er arbeitete als Fotograf mit geringer Tiefenschärfe. Die Augen der Modelle zeigen im Warten aufs erlösende Klicken einen Blick zwischen Wirklichkeitswahrnehmung und Träumen...
E-mail: info@textlandschaft.de
Website: http://www.kunstlandschaft-spandau.de/kulturfeuilleton_spandau.pdf

www.kunstlandschaft.net / 19. August 2010
1431

Realidad y Utopía. Argentiniens künstlerischer Weg in die Gegenwart. Akademie der Künste Berlin.
Realidad y Utopía
Argentiniens künstlerischer Weg in die Gegenwart


2. Oktober bis 14. November 2010

Eröffnung: Freitag, 1. Oktober 2010, 19 Uhr, Eintritt frei


Akademie der Künste

Pariser Platz 4
10117 Berlin-Mitte

Di-So 11-20 Uhr, Tel. 030 200 57-1000

Eintritt € 6/4, bis 18 Jahre und am 1. Sonntag im Monat frei


Das Ausstellungsprojekt „Realidad y Utopía“ präsentiert erstmals in Deutschland eine umfangreiche Werkschau moderner und zeitgenössischer Kunst aus Argentinien. Arbeiten von mehr als 70 Künstlern werden zu sehen sein. Die argentinische Kunst mit ihrer reichhaltigen und komplexen Geschichte hat sich zwischen den Phasen der Diktaturen, Krisen und der demokratischen Neuordnung zu einem wichtigen Medium der Gesellschaftskritik und der politischen Stellungnahme entwickelt. Die Kunstszene von Buenos Aires gilt als eine der vitalsten des neuen Jahrzehnts.

Ausgehend von der Gegenwartskunst zeigt die von der Argentinierin Diana B. Wechsler kuratierte Ausstellung historische Bezüge bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. In Malerei, Fotografie, Installation und Video wird das argentinische Bildgedächtnis reflektiert, das eng mit der Kultur- und Kunstgeschichte Europas und der Entkolonisierung verknüpft ist. Im Zentrum stehen künstlerische Auseinandersetzungen mit der Erinnerungskultur und Identitätssuche Argentiniens, die sich im Spannungsfeld von Wirklichkeit und Imagination bewegen. Dabei werden Themen wie die Erfahrung von Weite und Unendlichkeit, die Erinnerung an die Ursprünge, die Komplexität von Identität und die Produktion von Gewalt aufgegriffen.

So hinterfragt Graciela Sacco mit ihrer jüngsten Installation „m2“ die Verortung von Heimat und Ursprung ebenso wie Nicolas García Uriburu mit seinen Skulpturen aus den 1970er Jahren. In den expressionistischen Satiren von Carlos Alonso mit „Censorship“ oder den religionskritischen Arbeiten von León Ferrari in „Nunca mas“ und „Carta a un general“ zeigt sich die politische Dimension. Die Aktionen und Interventionen des Künstlerkollektivs Etcétera führen diese Intentionen im aktuellen Kontext fort. Darüber hinaus werden Werke von u.a. Antonio Berni, Oscar Bony, Horacio Coppola, Tomás Espina, Victor Grippo, Miguel Harte, Jorge Macchi und Miguel Rothschild zu sehen sein.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (spanisch/englisch).

Ein Projekt des Organisationskomitees für die Teilnahme Argentiniens als Ehrengastland zur Frankfurter Buchmesse 2010 (COFRA) in Zusammenarbeit mit der Akademie der Künste, Berlin
Fotocredits: Tomás Espina: S/P&S/T, 2001. Fotografía intervenida, 140 x 200 cm © Tomás Espina


Miguel Rothschild, Melencolia A.D., 2007, nstallation, 282 x 250 cm, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Website: http://www.adk.de/argentinien

Mitteilung, 8. August 2010
1429

Gedenkveranstaltungen, Sonntag, 18. April 2010, Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück, 65. Jahrestag
2010 jährt sich der 65. Jahrestag der Befreiung des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück. Wie jedes Jahr findet in der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück eine Gedenkfeier statt, an der zahlreiche Überlebende und Gäste aus dem In- und Ausland teilnehmen.
In diesem Jahr haben sich die Bundeskanzlerin, Dr. Angela Merkel, und der brandenburgische Ministerpräsident, Matthias Platzeck, angekündigt.

In der Gedenkstätte wird derzeit eine Umgestaltung vorgenommen.
„Das ehemalige »Kommandanturgebäude« soll zukünftig eine umfangreichere Hauptausstellung der Gedenkstätte beherbergen. Verwaltung, Sammlungsbereiche und ein Veranstaltungsraum werden künftig in dem Garagentrakt dahinter untergebracht, um für die Hauptausstellung Platz zu schaffen. Der Umbau des Garagentraktes wurde Ende 2009 begonnen (Seitdem ist die Ausstellung »Sprache des Gedenkens« nicht mehr zu sehen). Ergänzt wird die künftige Hauptausstellung durch kleinere vertiefende Dauerausstellungen über den Zellenbau (seit 2006, im Zellenbau), die Aufseherinnen (seit 2004, in einem der ehemaligen Aufseherinnenhäuser), das männliche SS-Personal (seit dem 20. März 2010, in einem der ehemaligen »Führerhäuser«) und die »Zwangsarbeit im Frauen-KZ Ravensbrück. Textilfertigung Für die SS- Wirtschaft« (in der ehemaligen »Schneiderei«).(Startseite Mahn-und Gedenkstätte Ravensbrück www.ravensbrueck.de)“


Das vollständige Programm des 65. Jahrestages ist unter
http://www.ravensbrueck.de/mgr/neu/dl/veranstaltungen/65b.pdf zu finden.

Mahn-und Gedenkstätte Ravensbrück
Strasser der Nationen 2
16798 Fürstenberg


www.stiftung-bg.de
E-mail: info@ravensbrueck.de
Website: http://www.ravensbrueck.de

Meldung, 7. April 2010
1413

Aktion zum Equal Pay Day am 26.3.2010
zum Equal Pay Day am 26. März 2010
Aktion vor dem Brandenburger Tor (Westseite, Platz des 18. März)
von 12:00 bis 14:00 Uhr


Am 26. März 2010 wird mit dem Equal Pay Day zum dritten Mal in Deutschland ein Zeichen gegen die Entgeltdiskriminierung von Frauen gesetzt. Der Tag markiert den Zeitraum, den Frauen hierzulande über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um auf das Vorjahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu
kommen.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom 12. November 2009 verdienten Frauen in Deutschland 2008 mit durchschnittlich 14,51 Euro pro Stunde 4,39 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen. Der Gender Pay Gap, also der
prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern, blieb damit wie bereits in den Vorjahren konstant bei 23
Prozent. Im europäischen Vergleich rangiert Deutschland damit an siebtletzter Stelle.

Ein breites Equal-Pay-Day-Bündnis wird auch in diesem Jahr mit zahlreichen Aktionen bundesweit gegen diesen unhaltbaren Zustand protestieren.

In Berlin laden der Deutsche Frauenrat und der LandesFrauenRat Berlin am 26.März von 12:00 bis 14:00 Uhr zu einer Equal-Pay-Day-Aktion vor dem Brandenburger Tor ein.


Mit harten Fakten und handfesten Argumenten wird dort der
Entgeltdiskriminierung hör- und sichtbar der Kampf angesagt. Als Diskutantinnen und UnterstützerInnen sind auch Abgeordnete aus dem nahegelegenen Reichstag und Regierungsmitglieder eingeladen.


Weitere Informationen
Website des Deutschen Frauenrates: www.frauenrat.de

Website des bundesweiten Equal-Pay-Aktionsbündnisses:
www.equalpayday.de
Website: http://www.frauenrat.de

Pressemitteilung, 20. März 2010
1407

ENERG!SCH – Der Ideen-Wettbewerb für Jugendliche im Wissenschaftsjahr Energie startet
Energie-Fragen verlangen „ENERG!SCHE“ Antworten. Darum will www.lizzynet.de im Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie von Jugendlichen wissen, wie sie die Energieversorgung von Morgen sehen. Welche zukunftsweisenden, ungewöhnlichen und vielleicht verrückt erscheinenden Visionen haben sie? In welchen Bereichen sehen sie vordringlich Handlungsbedarf?

In dem Ideen-Wettbewerb ENERG!SCH zum Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie können junge Leute von 10 bis 22 Jahren ihre kreativen Beiträge zu folgenden Energie-Themen einsenden:

· Intelligent und effizient: Wie und wo lässt sich Energie sparen? Energiespartipps!

· Neu und anders! Woraus lässt sich in der Zukunft noch Energie gewinnen? Energieträume!

· Verantwortungsbewusst und zukunftsweisend: Was kann man für den Klimaschutz tun? Wie kann die CO2 Ausschüttung vermindert werden? Klimaschutzideen!

· Global und gerecht: Wie könnte eine gerechte globale Energiepolitik aussehen? Energiepolitikvisionen!



Der Wettbewerb will „frischen Wind“ in die Diskussion bringen und Jugendliche zu einer kreativen Auseinandersetzung mit einem Thema führen, das sie alle angeht.

Welche Wettbewerbs-Beiträge können eingereicht werden?

Erlaubt sind Geschichten, Reportagen, Gedichte, Videos, Bilder, SMS-Botschaften und alle anderen Formen, die sich für eine Online-Ausstellung eignen. Alle Beiträge werden im Laufe des Wissenschaftsjahres Energie in einer ständig wachsenden virtuellen Ausstellung auf www.zukunft-der-energie.de und www.lizzynet.de veröffentlicht.


Wer kann teilnehmen?

Mitmachen können Jugendliche und junge Erwachsene von 10 bis 22 Jahren als Einzelpersonen oder Gruppe.


Was gibt es zu gewinnen?

Die originellsten Einsendungen werden mit tollen Monats- und Jahres-Preisen belohnt. Die Monatspreise werden von der LizzyNet-Redaktion vergeben, die Gewinnerinnen und Gewinner der Jahrespreise werden von einer Jury aus Fachleuten ausgewählt. Zu gewinnen gibt es unter anderem ein ÖkoHandy, Solar-Taschenrechner, Experimentierkästen, Buch- und Softwarepakete.

Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2010

Das Online-Portal www.LizzyNet.de veranstaltet regelmäßig Kreativwettbewerbe für Jugendliche und möchte vor allem Mädchen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Wissenschaft und Technik anregen. Der Ideen-Wettbewerb ENERG!SCH wird im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2010 – Die Zukunft der Energie vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt.


Alle Infos zum Wettbewerb unter: www.zukunft-der-energie.de und www.lizzynet.de


Viele interessante Informationen und Möglichkeiten sich mit dem Thema Energie im Wissenschaftsjahr 2010 – Die Zukunft der Energie auseinanderzusetzen unter: www.zukunft-der-energie.de

Website: http://www.lizzynet.de

Pressemitteilung ,10. März 2010
1403

27. Januar 2010, weltweit Holocaust Gedenktag, 65. Jahrestag zur Befreiung des KZ Auschwitz
Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus ist in der Bundesrepublik Deutschland ein nationaler Gedenktag und wird seit 1996 am 27. Januar begangen.

Der Tag erinnert an alle Opfer eines beispiellosen totalitären Regimes während der Zeit des Nationalsozialismus: Juden, Christen, Sinti und Roma, Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, politisch Andersdenkende sowie Männer und Frauen des Widerstandes, Wissenschaftler, Künstler, Journalisten, Kriegsgefangene und Deserteure, Greise und Kinder an der Front, Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und an die Millionen Menschen, die unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gequält und ermordet wurden.

Verschiedene Gedenkfeiern finden in Berlin und weltweit statt.
In Auschwitz unter http://www.auschwitz.info/d/news/overview.de.html

Gedenkfeier für Schwule und Lesben, Berlin
Zum 65. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz findet am 27. Januar 2010, um 13.30 Uhr am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen eine Gedenkfeier statt.

Das Denkmal steht:
Ebertstr. 10
10117 Berlin

http://www.homo-denkmal.de/

Aktueller Veranstaltungshinweis:
Mittwoch, 27. Januar 2010, 11 Uhr Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus »Und unter dem Stacheldraht saß ein Vogel und sang« Texte tschechischer Frauen aus dem Konzentrationslager Ravensbrück, gelesen von Schülerinnen des Georg-Mendheim-Oberstufenzentrums Zehdenick.
Textrecherche: Elke Helm, Gedenkstättenlehrerin, und Cordula Hundertmark, Wissenschaftliche Dienste
Textauswahl und Dramaturgie: Gela Eichhorn, Theaterpädagogin
Ort: Besucherzentrum der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
Um Anmeldung unter info@ravensbrueck.de wird gebeten.
Website: http://www.auschwitz.info/d/news/overview.de.html

Mitteilung, 25. Januar 2010
1394

21 Millionen Euro für die Kultur – Kulturstiftung des Bundes stellt neue Programme vor
Insgesamt 21 Mio. Euro bewilligte der Stiftungsrat gestern unter Vorsitz von Kulturstaatsminister Bernd Neumann für neue Vorhaben der Kulturstiftung des Bundes, unter anderem für:

Agenten – für das Publikum von morgen
Mit dem Programm Agenten macht die Kulturstiftung des Bundes den Ländern das Angebot, Kunst und Kultur im Schulalltag vor allem an Haupt- und Realschulen stärker zu verankern. Erfahrene Kulturvermittler, „Agenten“ für die Kultur, können gemeinsam mit der Schulleitung ein umfassendes und fächerübergreifendes Angebot der kulturellen Bildung entwickeln, Kooperationen mit Kultureinrichtungen der Stadt stiften und künstlerische Projekte mit den Schülern umsetzen. Für eine fünfjährige Erprobungsphase werden in Abstimmung mit der Kultusministerkonferenz zunächst 50 Schulen in voraussichtlich fünf Bundesländern ausgewählt. Voraussetzung ist die Kofinanzierung der Agenten durch die betreffenden Bundesländer. 10 Mio. Euro

Über Lebenskunst. Initiative für Kultur und Nachhaltigkeit
Der Klimawandel lässt eine ökologische Krise erwarten, die nur in der Allianz aller gesellschaftlichen Gruppen und in globaler Übereinkunft zu bewältigen scheint. Wie gelingt die Zusammenarbeit von Kunst, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Bildung, so dass neue Vorstellungen einer ökologischen Lebenskunst des 21. Jahrhunderts entstehen und damit eine andere soziale Praxis? Mit einem weltweiten Call for Future startet die Kulturstiftung des Bundes Anfang des Jahres 2010 ihre Initiative für Kultur und Nachhaltigkeit in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin. Aus der Ideensammlung werden innovative Projekte von hoher Alltagspraktikabilität (Architektur, Mobilität, Ernährung usw.) entwickelt, die im Sommer 2011 auf einem großen Festival „Über Lebenskunst“ im Haus der Kulturen der Welt vorgestellt werden. In Zusammenarbeit mit der Deutschen UNESCO-Kommission entwickelt die Kulturstiftung des Bundes außerdem ein Moderatoren-Programm zur Entwicklung von Kulturprojekten zum Thema Nachhaltigkeit für Jugendliche in Zusammenarbeit mit Schulen und Kultureinrichtungen. 3,5 Mio. Euro

Motion Bank
Zur Sicherung des kulturellen Erbes fehlte es dem Tanz bisher unter anderem an brauchbaren Methoden zur Dokumentation und Archivierung von Choreografien. Vor einigen Jahren hat der Choreograf William Forsythe ein einzigartiges Notationssystem entwickelt, mit dem sich eine Choreografie anhand einer Partitur rekonstruieren lässt. William Forsythe und seine Company planen das Notationssystem für Tanz weiterzuentwickeln, um es Künstler/innen, Tanzwissenschaftler/innen und einer Fachöffentlichkeit in der webbasierten Motion Bank zur Verfügung stellen zu können. Von 2010 bis 2013 fördert die Kulturstiftung des Bundes die Erprobung dieses Notationssystems an Arbeiten von weiteren renommierten Choreograf/innen, die künstlerisch sehr unterschiedlich arbeiten: Anna Teresa de Keersmaeker, Deborah Hay und Jonathan Burrows. Wenn sich das Verfahren bewährt, könnten alle Choreografen ihre eigenen Stücke mit Hilfe einer anwendungsfreundlichen und kostenlos erhältlichen Software in einer digitalen Partitur festhalten und sie in die Motion Bank integrieren. So entstünde ein Archiv für digitale Tanzpartituren. 1,4 Mio. Euro

Helden und Monster - Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Life Sciences im Spiegel der Kultur
Der Verwirklichung des alten Menschheitstraums, Krankheit und Schmerz, Alter und Tod zu überwinden scheint die biotechnologische Entwicklung in den Life Sciences auf unheimliche Weise näher zu kommen. Den Möglichkeiten der Lebensverlängerung und der Optimierung des menschlichen Gehirns korrespondieren Alpträume von Existenzen, die weder wirklich leben noch wirklich sterben können. Die Kulturgeschichte kennt solche Figuren seit alters her: Mischwesen aus Mensch und Tier, Homunculi, Untote aller Art bevölkern auch das moderne Arsenal kollektiver Imaginationen (Vampire, Cyborgs). Die in den letzten Jahren zu beobachtende Konjunktur von „Untoten“-Gestalten vor allem in Film, Literatur und Popkultur könnte ein Anzeichen für eine verstärkte gesellschaftliche Auseinandersetzung mit den bereits alltäglichen und den möglichen Folgen der Biotechnologisierung des Lebens sein. In dem Themenfestival Helden und Monster - Die gesellschaftlichen Auswirkungen der Life Sciences im Spiegel der Kultur im Herbst 2010 in der Leipziger Baumwollspinnerei will die Kulturstiftung des Bundes die ethischen Debatten über die medizinischen und lebenswissenschaftlichen Entwicklungen mit einem breiten Spektrum kultureller Produktionen aus Film, Literatur und Popkultur konfrontieren. Vertreter aus geisteswissenschaftlichen Disziplinen treten in dem Themenfestival mit Protagonisten aus der biowissenschaftlichen Forschung und medizinischen Praxis in einen Dialog über die Zukunft der Gattung Mensch. 500.000 Euro


Die interdisziplinäre Fachjury für die antragsgebundene Allgemeine Projektförderung sprach sich auf ihrer letzten Sitzung für die Förderung von 34 Projekten mit einem Gesamtfördervolumen von 4,8 Mio. Euro aus, u.a. für die Ausstellung Klimakapseln im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe über kulturelle Anpassungsstrategien an den Klimawandel. Die Ausstellung Der große Potlatch im Japanischen Palais in Dresden und das kanadische U’ista Cultural Center in Alert Bay zeigen die Geschenkrituale der indianischen Gesellschaften im nordwestlichen Amerika und decken die ideologischen Hintergründe für die Kritik an dem „Verschwendung-Fest“ einer vermeintlichen Primitivkultur auf. Alchemie des Alltags heißt eine Retrospektive über Rudolf Steiner, den Begründer der Anthroposophie, in deren Zentrum die kunsthistorischen Wirkungen und ästhetischen Einflüsse seines Schaffens stehen. In der Fontane-Stadt Neuruppin findet mit Neben der Spur ein europäisches Festival der Reiseliteratur mit Schriftstellern aus Osteuropa statt. Im Rahmen der MusikTriennale Köln 2010 kommt zum ersten Mal der Gesamtzyklus Klang, die 24 Stunden des Tages von Karlheinz Stockhausen zur Aufführung. Anlässlich der kirchlichen Luther-Feierlichkeiten zum 500jährigen Jubiläum des Thesenanschlags organisieren das Theater Dessau und der Wittenberg Kultur e.V. mit Himmel auf Erden ein internationales Musik-Festival. Die Berliner Choreografin Sasha Waltz realisiert mit Matsukaze ein choreografisches Opernprojekt zu einem Klassiker des japanischen Nô-Theaters. Die Werkleitz-Gesellschaft aus Halle an der Saale widmet ihr Themenfestival Angst hat große Augen aktuellen künstlerischen Auseinandersetzungen über eine Serie von Angstszenarien zu Beginn des 21. Jahrhunderts – vom 11. September über den Klimawandel bis zur aktuellen Finanzkrise.

Website: http://www.kulturstiftung-bund.de

Pressemitteilung vom 11. Dezember 2009
1378

 



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