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Kurzmeldungen

Die Berliner Philharmoniker wenden sich gegen die drohende Auflösung des Jugendorchesters der Europäischen Union (EUYO)


Die aufgrund mangelnder finanzieller Mittel drohende Auflösung des Jugendorchesters der Europäischen Union (EUYO) zum 1. September 2016 seitens der EU ist - gerade vor dem Hintergrund zunehmender nationaler, europafeindlicher Tendenzen - ein in seiner Symbolik wohl kaum zu übertreffender kulturpolitischer GAU und ein großes Armutszeugnis.

Daher fordern wir die verantwortlichen Politiker und Repräsentanten der Europäischen Union auf, alles zu unternehmen, um ein Weiterleben dieser künstlerisch und politisch unersetzlichen Institution sicherzustellen.

Seit seiner Gründung im Jahr 1976 gehört das EUYO zu den prestigeträchtigsten Orchestern weltweit und vereint die größten Nachwuchstalente aller 28 EU-Mitgliedsstaaten zu einem einzigartigen Klangkörper. In den 40 Jahren seines Bestehens haben mehr als 3000 junge Musiker aus allen EU-Mitgliedsstaaten im EUYO musiziert.

Durch die Zusammenarbeit mit weltweit renommierten Dirigenten und Solisten, darunter unsere ehemaligen Chefdirigenten Claudio Abbado und Herbert von Karajan, hat sich das Orchester im Laufe der Jahre eine herausragende Reputation hinsichtlich der musikalischen Ausbildung erworben und ist ein einzigartiges Nachwuchsreservoir aller international führenden Orchester. So sind allein in unserem Orchester neun Kolleginnen und Kollegen ehemalige Mitglieder des EUYO.

Dieser beeindruckende musikpädagogische Aspekt wird durch die Symbolik der einzigen EU-eigenen Kulturinstitution noch überragt: Hier wird die Idee eines friedlichen und vereinten Europas gelebt und für die Öffentlichkeit erfahrbar gemacht.

Die Arbeit in diesem Kollektiv aus 140 Mitgliedern veranschaulicht auf ideale Weise, wie trotz verschiedener Nationalität und Sprache differierende Standpunkte geäußert, wahrgenommen und zielführend vereint werden können.


E-mail: pressestelle@berliner-philharmoniker.de
Website: http://www.berliner-philharmoniker.de

Berliner Philharmoniker - PM v. 24.05.2016
2560

Die "Heilige Vorhaut Jesu Christi" – bald Weltkulturerbe?!


"Da wird jede bessere Flussbiegung heutzutage zum Weltkulturerbe erklärt, nicht jedoch eine der ehrwürdigsten Reliquien der Christenheit: die 'Heilige Vorhaut unseres Herrn Jesus Christus'", empört sich Knut Karsten Eicke - den Medien besser erinnerlich als Sir Huckleberry - in seinem u.g. Blog.

Unbeeindruckt von der nicht enden wollenden christlich-jüdischen Beschneidungsdebatte hat der 74jährige gerade wieder Nägel mit Köpfen gemacht und bei der UNESCO in New York beantragt, die im Vatikan aufbewahrte Heilige Vorhaut Jesu Christi zum Weltkulturerbe zu erklären.

"Seit fast zweitausend Jahren wird der 1. Januar von der Katholischen Kirche, d.h. von immerhin 1,3 Milliarden Gläubigen feierlich begangen als der 'Tag der Heiligen Vorhaut unseres Herrn Jesus Christus'. In jüngster Zeit jedoch erfährt dieser Tag nicht mehr seine angemessene Würdigung, findet Eicke, schließlich ist diese Vorhaut doch der einzig echte Teil von Jesus, der noch auf der Erde verblieben ist."

Jesus ist zwar weg, aber seine Vorhaut ist noch da.

Ist er wirklich weg?

Der Wahlholländer Eicke, der mit Hündin Whiskey eine Auszeit genommen hat und derzeit durch Europa tourt, philosophiert weiter: "Da die Vorhaut ein echter Teil des echten Jesus Christus ist, muss doch angesichts der neuesten wissenschaftlichen Möglichkeiten die jahrtausendalte Prophezeiung von der Wiederkunft Christi total neu interpretiert werden: seine Wiederkehr per DNA. War nicht genau dies mit der Vorhersage gemeint?"

Ein atemberaubender Gedanke!

"Da liegt Jesus dort in der Schublade im Vatikan und wartet darauf, dass er wiedererweckt wird - und keiner tut's", sagt Eicke.

Jetzt, nach über 2000 Jahren, könnte es eigentlich soweit sein: Halleluja!



(C) Knut Karsten Eicke
E-mail: knut.eicke@googlemail.com
Website: http://www.knutkarsteneicke.eu

Knut Karsten Eicke - PM v. 01.04.2016
2554

Da oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir


Die Fluxuskünstler Ines Eck und Torsten Kulick realisieren mit Kindern aus unterschiedlichen Kulturen, die in sozialen Brennpunkten leben, Schwarzlicht-Theater-Projekte, die integrierend wirken, - weil jedes Kind individuelle Fähigkeiten einbringt und am Ende mit einen Kunstwerk konfrontiert wird, das auch in ihren Eltern Respekt auslöst. "Wir verzaubern uns selbst!" Kinder werden animiert, sich gegenseitig zu unterrichten, Respekt zu zollen. Sie fragten: "Wann kommt ihr wieder?"

Aktion Mensch unterstützt Projekte dieser Art.




Halloweeen-Schwarzlicht in Jonas Haus / Bildquelle: kunstlandschaft-spandau.de
Website: http://www.kunstlandschaft-spandau.de/sterne-leuchten.htm

Kunstlandschaft Spandau - 01.03.2016
2548

Flüchtlingskonferenz auf Kampnagel: TeilnehmerInnen fordern Bewegungsfreiheit in Europa


Gut 2000 TeilnehmerInnen zählte die selbst organisierte Internationale Konferenz für Geflüchtete und Migranten, die vom 26. bis zum 28. Februar auf Kampnagel stattgefunden hat. Angereist waren sie u.a. aus Frankreich, Dänemark, Belgien, Spanien, Polen und Tunesien. Auch aus vielen deutschen Städten von Rostock bis Passau kamen Geflüchtete und Unterstützer nach Hamburg. Etwa 800 Übernachtungsplätze, davon 100 im temporären „Blue Flamingo Resorthotel“ auf Kampnagel wurden benötigt, um die Gäste von außerhalb unterzubringen.

In einer abschließenden Diskussionsrunde wurden viele Ergebnisse aus den über 30 Workshops und Podiumsdiskussionen zusammen getragen, die immer wieder deutlich machten, dass Vernetzung untereinander entscheidend sei, um politische Ziele, auch auf europäischer Ebene zu erreichen. Beispielsweise eine Abschaffung des Dublin Abkommens, um Geflüchteten Bewegungsfreiheit in Europa zu ermöglichen. Mitglieder des internationalen Netzwerks CISPM für Flüchtlinge ohne Aufenthaltsstatus sprachen sich explizit gegen die europäische Flüchtlingspolitik, insbesondere dagegen aus, das Schengen Abkommen in Frage zu stellen. Insbesondere Teilnehmer*innen aus Afghanistan und Roma aus dem Balkan sprachen sich vehement gegen Abschiebungen aus. Auch die Rolle der Medien wurde vielfach diskutiert, die ein bestimmtes Bild der Flüchtlinge produzieren würden. „Wir sind keine Kriminellen, keine Vergewaltiger und keine Terroristen“, sagte Larry Moore Macaulay vom Hamburger Refugee Radio Network und rief dazu auf, über eigene Kanäle andere Narrative zu verbreiten als die der Mainstream Medien. Konferenzen würden keine Lösungen herbeiführen sagte Sakher Almohamad vom Kölner Netzwerk Syrians Against Sexism, aber sie böten die Chance zur Vernetzung wie dieses Treffen in Hamburg hervorragend gezeigt habe. Daraus müssten nun Taten folgen. Gehandelt haben viele der Teilnehmerinnen schon während der Konferenz, indem sie sich aus dem „geschützten Raum“ nur für Frauen raus auf die große Bühne bewegten und spontan eine Podiumsdiskussion übernahmen, um über die Belange von Frauen zu diskutieren. Zum Ausklang der Konferenz wurde ein nächstes großes Treffen im Herbst in Berlin angekündigt.


Foto (C) Zouhair Mahmoud / Bildquelle: kampnagel.de
E-mail: mareike.holfeld@kampnagel.de
Website: http://www.kampnagel.de

Mareike Holfeld - PM v. 29.02.2016
2547

Kulturdumping in Rostock?


Zur Entscheidung des Rostocker Oberbürgermeisters, das traditionsreiche Volkstheater künftig auf ein Opernhaus reduzieren zu wollen, erklären Jörg Löwer, Präsident der GDBA, und Sabine Nolde, Landesvorsitzende der GDBA [Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger]:


Die Ankündigung von wilden Spartenschließereien im Volkstheater Rostock nimmt kein Ende. Nun hat Oberbürgermeister Roland Methling das Aus für die Sparten Schauspiel und Tanz verkündet und beruft sich dabei auf den Aufsichtsrat des Theaters und dessen kaufmännischen Geschäftsführer. Sein Entschluss wirft dabei mehr Fragen auf, als er Antworten gibt – und vor allem übersieht er, dass es Menschen sind, deren Arbeitsplätze zusammen mit den Sparten wegfallen. Dieser Personalabbau ist nicht hinnehmbar und trifft auf unseren entschiedenen Widerstand.

An die Stelle der bisherigen festen Ensembles in Schauspiel und Tanz soll offenbar Projektarbeit der freien Szene treten. Aber zu welchen vertraglichen Bedingungen? Soll die freie Szene weiterhin unter den gleichen prekären Bedingungen arbeiten wie sie das angesichts knappster Finanzierung bisher tun muss? Dann wäre die Auslagerung von Schauspiel und Tanz nichts weiter als Sozialdumping.

Seit das Volkstheater 2013 den Arbeitgeberverband verlassen hat, erhalten die Beschäftigten keine Tariferhöhungen mehr. Nun ist die Rede davon, ab 2021 sollten die öffentlichen Zuschüsse mindestens
in Höhe der Tarifabschlüsse dynamisiert werden. Auch hier wieder eine unbeantwortete Frage: Was ist bis dahin? Auf diese Weise würde für die Rostocker Beschäftigten der Abstand zur Fläche zementiert.

Wie die Vorgaben des Alleingesellschafters Rostock genau umzusetzen sind, soll in den nächsten beiden Wochen die Theater-Geschäftsführung im Schweinsgalopp festlegen. Wir sind gespannt.

E-mail: buehnenschriften@buehnengenossenschaft.de
Website: http://www.buehnengenossenschaft.de

GDBA - PM v. 02.02.2016
2541

Hamburger Kunsthalle lädt Flüchtlinge ab sofort zu wöchentlichen Welcome-Führungen ein


Die Hamburger Kunsthalle lädt ab sofort und bis auf weiteres Flüchtlinge jeden Alters gratis zu zwei wöchentlichen Welcome-Führungen ein. Das Angebot richtet sich an Flüchtlinge aller Hamburger Erstaufnahme-Einrichtungen, die als Einzelpersonen oder als Gruppe über Betreuer_innen oder freiwillige Helfer_innen vorangemeldet und von diesen beim Museumsbesuch auch belgeitet werden. Die Begleitperson erhält ebenso freien Eintritt. Die rund einstündigen englischsprachigen Welcome-Führungen durch die Präsentation SPOT ON finden jeden Dienstag um 11 Uhr und jeden Donnerstag um 16 Uhr ab dem 22. September statt. Zu erleben ist ein Rundgang durch nahezu 600 Jahre Kunstgeschichte mit einer Auswahl von 200 Highlights der Kunsthallen-Sammlung. Die Anmeldungen für die Führungen sind unter Angabe der Anzahl der Teilnehmer_innen und der Nennung der jeweiligen Begleitperson an u.g. E-Mail zu richten.

Die Hamburger Kunsthalle sieht sich als einen Ort der Begegnung und Partizipation. Mit dieser Aktion soll ein klares Zeichen gesetzt werden, dass Flüchtlinge in Hamburg und in der Kunsthalle willkommen sind. Zugleich soll das Angebot auch einen Beitrag zur Integrationshilfe leisten...


E-mail: besucherbuero@hamburger-kunsthalle.de
Website: http://www.hamburger-kunsthalle.de

Mira Forte - PM v. 21.09.2015
2526

Gegen das Vergessen – Foto-Installation erinnert im öffentlichen Raum an die Opfer des Nationalsozialismus (ab 16. September 2015 - in der Alten Feuerwache Mannheim)


Am 16.09.2015 eröffnet an der Alten Feuerwache Mannheim die Foto-Installation Gegen das Vergessen des Mannheimer Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano. Anlässlich des 70. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager werden dazu 70 der insgesamt rund 200 Portraits von KZ-Überlebender an der Gebäudefassade angebracht. Die Fenster der Alten Feuerwache dienen den großformatigen Fotografien dabei als Rahmen. Das Projekt entstand unter anderem mit Unterstützung der Baden-Württemberg Stiftung und dem Kulturamt Mannheim, Aktion Sühnezeichen und dem United State Holocaust Museum in Washington D.C. Zur Eröffnung werden Schirmherr Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz und Protagonisten der Ausstellung zu den Gästen sprechen. Filmische Einblicke und weitere Informationen unter u.g. URL.

Gegen das Vergessen macht augenscheinlich bewusst, dass das NS-Menschheitsverbrechen erst vor 70 Jahren endete und die Opfer weiterhin leben, wirken und berichten. »Die Ausstellung ermöglicht durch die Portraits eine direkte Begegnung von überlebenden KZ-Opfern und Passanten im Alltag«, sagt Luigi Toscano. »Sinn der unübersehbaren Installation ist es, die unbegreifliche Unmenschlichkeit des Völkermords durch Personifizierung zu vergegenwärtigen – gleichzeitig ist sie eine stille Aufforderung geschlossen gegen Antisemitismus und Rassismus vorzugehen.« Durch die Fülle der großformatigen Portraits entsteht eine Aufmerksamkeit, deren Wirkung sich Betrachter nicht entziehen können. Es bleibt dennoch eine leise und stille Begegnung, die es jedem ermöglicht, einen individuellen Bezug zur Historie und den jeweiligen Lebensschicksalen herzustellen.

Luigi Toscano hat für sein Projekt weltweit rund 200 Überlebende der Vernichtungs- und Arbeitslager portraitiert – eine in dieser Form einzigartige künstlerische Dokumentation menschlicher Schicksale. Seine Arbeit führte ihn in die Ukraine, nach Russland, Israel und Amerika – auch zu dem damals 14-jährigen Polen Andrej Koczak Branecki. Seine Deportation zwang ihn in das Außenlager des KZ Natzweiler, danach folgten Verlegungen nach Buchenwald und Flossenbürg und ein zweiter Todesmarsch in das KZ Dachau. Am 29. April 1945 wurde er von amerikanischen Truppen befreit. Seine Häftlingsnummer ist nach eigenem Bekunden Brandmal seiner Qualen und Ängste. Bis heute.

Schirmherr des Projektes ist der Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz. Er sagt: »Herr Toscano hat seine Visionen und Geschichten bereits in mehreren deutschen Städten erfolgreich präsentiert (…). Neben der Stadt Mannheim wird dieses Projekt offiziell vom hiesigen Stadtarchiv unterstützt.« Stefanie Horn, geschäftsführender Vorstand Yashar – Stiftung für deutsch-israelische Perspektiven und Leiterin der deutschen Abteilung des Leo Baeck Zentrums Haifa, beschreibt die sensible Gratwanderung so: »Er hat als Fotograf den Mut gefasst, sich dem Thema der Shoah auf künstlerische Weise zu nähern. Er schafft es, Passanten durch seine ausdrucksstarken Porträts zu fesseln, und bringt sie dazu, Fragen zur Geschichte der abgebildeten Menschen zu stellen.«

Gegen das Vergessen ist ab dem 16.09.2015 für sechs Wochen an der Alten Feuerwache Mannheim zu sehen. Danach ist eine Wanderausstellung in weitere Länder geplant. Angedacht ist ebenfalls ein umfassender Bildband mit weiteren Details zu den rund 200 portraitierten Protagonisten wie auch ein Dokumentarfilm basierend auf dem begleitenden Video-Material...
E-mail: mail@luigi-toscano-production.de
Website: http://gegen-das-vergessen.gdv-2015.de

Luigi Toscano Production - PM v. 08.07.2015
2512

Die Carl Bechstein Stiftung beflügelt das Klavierspiel


In Berlins Schulen wird verstärkt Klavier gespielt. Denn die Carl Bechstein Stiftung hat im letzten Jahr allein 40 Klaviere in Schulen der Hauptstadt gestellt – und in diesen Tagen werden weitere ausgeliefert. Die Förderung des Klavierspiels ist Zweck der noch jungen Stiftung, die ihr Schulprojekt gerade auf ganz Deutschland ausweitet.

Wer bis vor kurzem Berliner Grundschulen besuchte und sich die dortigen Klaviere ansah, dem kamen schnell die Tränen: abgespielte, noch aus DDR-Zeiten im Osten, nicht weniger verstimmte Vorkriegsinstrumente im Westen der Stadt – Misstöne hier wie dort. Und Musiklehrer und Schulleiter stimmten zumeist einhellig das Klagelied an, dass ein neues Klavier für die Schule unerschwinglich sei.

In 40 Berliner Schulen werden mittlerweile harmonischere Töne angeschlagen: „Das durch die Carl Bechstein Stiftung zur Verfügung gestellte Klavier nutzen wir täglich mehrere Stunden im Klavierunterricht. Die Kinder waren und sind begeistert von diesem schönen neuen Instrument. Kollegen und Eltern fanden es mindestens genauso toll wie die Kinder“, berichtet beispielsweise die Musiklehrerin der Christoph-Földerich-Grundschule. Und ihre Kollegin aus der Adolf-Glaßbrenner-Schule erklärt: „Das Klavier stellt eine große Bereicherung für die Schüler dar, da sie auf einem hochwertigen Instrument spielen und üben können oder begleitet werden. Kurz: Wir möchten es nicht mehr missen!“ Auch Schüler und Lehrer der anderen 38 Schulen zeigen sich begeistert. In einigen Grundschulen konnte der Klavierunterricht ausgebaut werden, in anderen wurde er in Kooperation mit öffentlichen oder privaten Musikschulen neu begonnen. Ein Erfolgsmodell, das die Carl Bechstein Stiftung behutsam auch auf andere Städte ausweitet: Nach Potsdam und Hamm sind schon Klaviere geliefert worden, nun stehen auch Transporte nach Frankfurt, Nürnberg und Bautzen an.

Die Förderung des Klavierspiels ist Zweck der Carl Bechstein Stiftung. „Dabei ist uns die musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen ein besonders wichtiges Anliegen“, sagt Karl Schulze, Stifter und Vorsitzender des Vorstands der Stiftung. „Möglichst vielen Kinder – auch aus sozialen Brennpunkten – wollen wir eine Möglichkeit eröffnen, das Klavierspielen zu erlernen“, ergänzt Berenice Küpper, Stifterin und selbst Pianistin: „Ein kreatives Hobby wie Klavierspielen ist eine Welt, in die man sich zurückziehen kann. Wenn man gelernt hat, in die Welt der Musik einzutauchen, erfährt man das Fließen von Energien, die unsere positiven Emotionen stärken. Dadurch können auch Kinder und Jugendliche neue Kräfte mobilisieren. Solch eine Welt bringt tiefe Befriedigung.“

Die Stiftung trägt den Namen des berühmten Klavierbauers Carl Bechstein, der sich nicht nur als Förderer von Komponisten und Pianisten zu seiner Zeit gesellschaftlich stark engagierte. Zu den Stiftern zählen die C. Bechstein Pianofortefabrik AG und die Kuthe GmbH – vertreten im Vorstand der Stiftung durch deren Geschäftsführer Stefan Freymuth. Die Kuthe GmbH ist wiederum Hauptaktionär der C. Bechstein Pianoforte-fabrik AG.

Die neue Stiftung hat ihren Sitz in Berlin. Sie will jedoch deutschlandweit, später auch international, tätig werden. Breiten- und Spitzenförderung ergänzen sich im Programm. So verleiht die Stiftung unter dem Stichpunkt „Begabtenförderung“ Preise und Stipendien bei verschiedenen Wettbewerben (bis hin zum Deutschen Musikwettbewerb).

Schwerpunkt der Begabtenförderung ist eine Kooperation mit dem Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“. So vergab die Carl Bechstein Stiftung beim 51. Bundeswettbewerb 2014 jüngst in der Kategorie „Klavier solo“ vier Stipendien an die besten jungen Pianistinnen und Pianisten der Altersgruppe III: 130 Teilnehmer verzeichnete allein diese Wertung beim Bundeswettbewerb. Unter den zahlreichen Preisträgern wählte die Carl Bechstein Stiftung jene vier jungen Pianisten aus, die einstimmig von allen Juroren („und ohne jegliche Diskussion“, so der Jury-Vorsitzende) einen Ersten Preis mit der Höchstpunktzahl von 25. Punkten zugesprochen bekommen hatten. Yumeka Nakagawa (*2001) aus Meerbusch, Marie-Sophie Hauzel (*2000) aus München, Jens Scheuerbrandt (*2000) aus Breitnau und Ron Maxim Huang (*2001) aus Berlin heißen die Stipendiaten, die alle bereits an einer Musikhochschule unterrichtet werden.

Das gemeinsame Musizieren will der erste Carl Bechstein Wettbewerb für Kinder und Jugendliche fördern, der in Kooperation mit der Kulturstiftung Schloss Britz vom 14. bis 16. November 2014 in Berlin-Neukölln stattfinden wird. Er ist ausgeschrieben für Klavierduos. Attraktive Preise und eine höchst kompetente Jury führen dazu, dass schon jetzt zahlreiche Anmeldungen aus dem gesamten Bundesgebiet vorliegen.

Neben diesen drei großen, langfristig angelegten Projekten stehen kleinere Einzelmaßnahmen, mit denen die Carl Bechstein Stiftung in Notfällen hilft: Ein Musikgymnasium in Bayern und eine Musikschule in Sachsen erhielten beispielsweise in 2013 zwei Klaviere beziehungsweise einen Flügel geschenkt, um die schlimmsten Schäden auszugleichen, die das Hochwasser in diesen Regionen hinterlassen hatte.

Fachkundig beraten werden die Stifter durch die Mitglieder des Kuratoriums, dessen Vorsitz Christian Höppner, Generalsekretär des deutschen Musikrates, übernommen hat. Stellvertretender Vorsitzender ist Wolfram Nieradzik, Mitglied der Geschäftsleitung der Funk Gruppe. Mit Theo Geißler engagiert sich der Herausgeber und Chefredakteur der nmz (neue musikzeitung) im Kuratorium, in das auch der Pianist und Klavierprofessor Lars Vogt seine vielfältigen Erfahrungen einbringt.

Wer die Arbeit der Stiftung unterstützen möchte, kann dies über Spenden oder Zustiftungen tun. Er kann sich darüber hinaus jedoch auch in den Carl Bechstein Freundeskreis einbringen. Der Freundeskreis ist kein eingetragener Verein, sondern eine offene Gruppe von Menschen, die gemeinsame Interessen haben und Werte teilen. „Auch in 100 Jahren sollen die Menschen noch die bedeutenden Werke etwa von Bach, Mozart, Beethoven, Brahms, Chopin oder Liszt auf dem Klavier spielen“, wünscht sich der Stiftungs-Vorstand Stefan Freymuth. Die Carl Bechstein Stiftung wird dazu ihren Beitrag leisten.


E-mail: willmes@carl-bechstein-stiftung.de
Website: http://www.carl-bechstein-stiftung.de

Gregor Willmes - PM v. 23.09.2014
2451

AKTION MENSCH | Performance-Aktion Kunst als Abenteuer: Job ist ein Rollenspiel


Der eine spielte Polizist, eine andere Verkäuferin... Der Workshop vermittelte den Denkansatz, dass ein Job eine Art Rollenspiel ist und Bewerbung Casting.

Kinder und Jugendliche lernten in Workshops ihre persönlichen (geistige, körperliche und gesellschaftliche) Fähigkeiten einzuschätzen und mit Anforderungen von Berufen ins Verhältnis zu setzen, Entwicklungspotentiale auszuloten, sie trainierten mit Hilfe tradierter Schauspielübungen Selbstbeherrschung, aber auch Überzeugungskraft. Sie wurden ermutigt, Kommunikationsprozesse auf mögliche Übermittlungsfehler hin zu hinterfragen. Wer soziale Kontakte und Netzwerke aufbauen kann, hat auf dem Arbeitsmarkt eine größere Chance, Jobs zu erhalten und sich selbst inkludieren zu können.

Jugendliche erlebten, dass sie mit einem Einzelbeitrag (Wort, Bild, Ton) Teil eines Gesamtkunstwerkes wurden, das in anderen Jugendlichen und Erwachsenen Respekt auslösen konnte, anregte, Ähnliches leisten zu wollen.


E-mail: mail@kunstlandschaft-spandau.de
Website: http://www.kunstlandschaft-spandau.de/job-ist-ein-rollenspiel.htm

Ines Eck - PM v. 10.06.2014
2427

Baubeginn der Barenboim-Said Akademie


In Berlin entsteht eine neue, besondere Musikhochschule: Ab Herbst 2016 werden in der Barenboim Said-Akademie begabte junge Stipendiaten einen Studiengang beginnen. Der Ausbildungsgang sieht neben dem musikalischen Unterricht ein Studium Generale in Musik und Geistesgeschichte vor. Die pädagogische und musikalische Leitung der Akademie wird Daniel Barenboim übernehmen. Am (gestrigen) 6. Mai 2014 begann der Umbau des ehemaligen Magazingebäudes der Berliner Staatsoper an der Französischen Straße.

Die Idee der Akademie wurzelt im West-Eastern Divan Orchestra, das Daniel Barenboim zusammen mit dem amerikanisch-palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward W. Said 1999 in Weimar gegründet hat. Das Ensemble besteht je zur Hälfte aus jungen israelischen und arabischen Musikern, die mit dem gemeinsamen Musizieren ihr sehr persönliches Zeichen für ein friedliches Miteinander setzen. „Vielleicht kann man die Akademie als ungewöhnlichen Versuch verstehen, mit den Mitteln der Musik und des Denkens eine menschliche Entwicklung zu befördern, an deren Ende gegenseitiges Verständnis steht“, sagte der Akademiegründer Daniel Barenboim anlässlich des
Baubeginns in Berlin.

Die Errichtung der neuen Akademie ist ein Beispiel für ein erfolgreiches Zusammenspiel öffentlicher und privater Finanzierung: Die Stadt Berlin hat der Akademie das Gebäude im Rahmen einer 99-jährigen Erbpacht überlassen; von den Baukosten in Höhe von 33,7 Millionen Euro kommen 20 Millionen Euro aus dem Etat der Staatsministerin für Kultur und Medien. Die Restkosten haben private Spender aufgebracht. Dazu Staatsministerin Monika Grütters: „Die Barenboim-Said Akademie ist ein wegweisendes kulturelles Versöhnungsprojekt, das auch als Beitrag Deutschlands für den Friedensprozess im Nahen Osten verstanden werden darf. Die Studierenden der Akademie sind Botschafter einer deutschen und europäischen Musik-Kultur auch für die Zivilgesellschaften ihrer Herkunftsländer. Sollten auch nur einige von ihnen die Musik und die Erfahrung der gelebten Gemeinschaft aus Berlin und der Welt in ihrer Heimat weitergeben, so werden sie die Idee der Barenboim-Said Akademie an ihren Bestimmungsort bringen.“

In knapp zweijähriger Bauzeit verwandelt sich das denkmalgeschützte ehemalige Kulissenlager der Staatsoper Unter den Linden in eine gut ausgestattete Akademie mit 21 Proberäumen, einem großen Auditorium und einem für die Öffentlichkeit zugänglichen Foyer mit Café. Gleichzeitig erhält Berlin einen neuen Konzertsaal der Spitzenklasse: Der US-amerikanische Architekt Frank Gehry hat den nach dem Komponisten Pierre Boulez benannten Saal für 620 Plätze pro bono entworfen. Die Raumakustik des Saals obliegt dem renommierten japanischen Akustiker Yasuhisa Toyota. Im Herbst 2016 wird die neue Akademie eröffnet...


Entwurf des Architekten Frank Gehry für die Barenboim-Said Akademie in der Staatsoper Unter den Linden - Foto (C) Barenboim-Said Akademie
E-mail: info@barenboim-said.com
Website: http://www.daniel-barenboim-stiftung.org

Robert Jahrisch - PM v. 07.05.2014
2412

Kooperation statt Konfrontation - jeder Bürger kann durch Krankheit oder Unfall schwerbehindert werden


Die Aktion Mensch unterstützte und unterstützt die Diskussion um einen Paradigmenwechsel in der Behindertenpolitik - weg von isolierender und diskriminierend wirkender Betreuungspolitik hin zu Partnerpolitik und selbstbestimmter Arbeit in gemeinnützigen Vereinen.

In gemeinnützig arbeitenden Vereinen könnten Bürger, die leistungseingeschränkt sind, ohne Überforderungen und ohne Sozialhilfestatus für ein Existenz sicherndes Bürgergeld mit anderen Bürgern gleichberechtigt und zielgerichtet zusammen arbeiten...


Die Aktion Mensch unterstützt darüber hinaus die Ausbildung von Artikulations- und Kommunikationsfähigkeiten von Behinderten im Fluxusprojekt: Job ist ein Rollenspiel. Siehe unter:

http://www.kunstlandschaft-spandau.de/job-ist-ein-rollenspiel.htm

Interessenten können sich unter u.g. E-Mail oder unter der Telefonnummer 0176/963840457 melden.

Kosten fallen nicht an. Langfristige Kooperationen sind möglich.




E-mail: mail@kunstlandschaft.net
Website: http://www.kunstlandschaft-spandau.de/aktion_mensch.htm

Ines Eck - PM v. 31.10.2013
2347

 



 

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