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Kommentar

Gänsefuß in

Gänsefüßchen



Das ist Jan Böhmermann. | Foto (C) Jonas Rogowski / Bildquelle: Wikipedia


Der Satiriker Jan Böhmermann ist momentan in aller Munde.

Sein satirisches Gedicht Schmähkritik - hierin wird der zur satirischen Zielscheibe Auserkorene beispielsweise als "Präsident mit kleinem Schwanz" diminuiert - hat eine Staatsaffäre ausgelöst:

Der türkische Staatspräsident (persönlich!) soll Strafanzeige gestellt haben.

Der in Deutschland aufgrund eines anachronistischen Paragraphen bestehende Tatbestand der "Beleidigung von Organen und Vertretern ausländischer Staaten" (= § 103, Strafgesetzbuch vs. Artikel 5, Grundgesetz) läge vor.

Die Bundeskanzlerin telefonierte, kurz nach Bekanntwerden des in einem Spartensender womöglich von kaum mehr als ein paar tausend Satirefreunden zur Kenntnis genommenen satirischen Werkes, mit dem türkischen Ministerpräsidenten (nicht mit Erdogan!) und stimmte mit ihm, lt. ihrem Pressesprecher, überein, dass der satirische Ausnahmetext "bewusst verletzend angelegt gewesen sei".

Soweit wie wir das mitgekriegt haben - ja und man muss schon emsig suchen, um dann noch 'nen ungelöschten Videoableger im Netz zu finden; voreilend-gehorsam ließ es ganz zuallererst der Arbeitgeber Böhmermanns, das ZDF, von all seinen Portalen tilgen - , hatte der Satiriker seinen satirischen Erguss als eine Art von Pseudoschmähe aufgesetzt und abgelassen, quasi voll "in Gänsefüßchen", um hiervor und also unverzüglich darauf hinzuweisen: "Und das, was jetzt kommt, das darf man NICHT" o.s.ä..

Satire in satirische Satire eingegänsefüßelt = weiter war da nix.

Und die Justiz ermittelt jetzt.

Und irgend etwas läuft demnach hier völlig schief.

Der Rechtsstaat wird beweisen müssen, dass das Grundgesetz in allen wesentlichen Fragen unserer Gesellschaftsordnung (nicht etwa der türkischen, damit hier keine Missverständnisse aufkommen!!) allentscheidentlich obsiegt.

Was das - Meinungs- und Pressefreiheit - angeht, gibt es nichts (auch nicht in dem Fatalzusammenhang mit jenem Flüchtlingsdeal, den Merkel und Davutoglu vereinbart hatten) zu verhandeln.

Freiheit für Jan Böhmermann!!!



Das ist Recep Tayyip Erdogan. | Bildquelle: pi-news.net
Andre Sokolowski - 12. April 2016
ID 9250

Post an soko@kultura-extra.de

http://www.andre-sokolowski.de



 

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