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Lesung

In einem Kleid aus Spiegelscherben

Tania Witte liest im taz-Café aus „Lust. Ausgerechnet“


Foto (C) Jamal Tuschick



Die Lust wohnt in Neukölln, sie ist bei Leena eingezogen. Leena variiert ihre Schöpferin Tania Witte, die selbst in Neukölln wohnt und bevorzugte Milieus als CayaTe auf den Bühnen des lyrischen Stakkatos poetisiert. Leena rannte durch die taz, in dem Fortsetzungsroman Lust. Ausgerechnet. Er endete mit Folge 27, „ein Mord soll Leena von der Lust (im Original großbuchstabig) erlösen“. Im taz-Café liest Tania Witte aus Lust. Ausgerechnet, angesagt von Malte Göbel. Der Journalist listet beiläufig Publikumsassoziationen zur Lustfrage. Die üblichen Verdächtigen werden Laut. Die Leute verbinden Rauchen und Liebe mit Lust. Bis eine schließlich Sex sagt.

Farbenfroh sind die Stimmungen im Roman. Die Autorin weiß: „Irrsinn will immer ernst genommen werden.“ Sie erwähnt einen feministischen Porno in Folge X und erzählt von ihrer Berliner Krabbelecke, wie sie singt und summt in den Sojamilchcafés. Leena fragt: „Darf ich den mal halten?“

Die Rede ist von einem Mann auf allen Vieren und an einer Leine. Frauchen reagiert reserviert. Da weiß Leena gleich Bescheid: „Ich verstehe, Sie haben ihn noch nicht lange.“ Sie will dann doch kein Autogramm von einer Diskokugel... alldieweil auf der Suche nach dem „perfekt temperierten Glück“. Jemand fällt ihr auf, „in einem Kleid aus Spiegelscherben“.

Auf dem Herd der Handlung „bruzeln“ und saften Steaks wie bei Hermann Löns die Schnucken von der Heide. „Das Fett (trieft) aus den Seiten, ein würziger Duft (füllt) die Küche ihrer Eltern. Eigentlich müsste Leena schlecht werden.“

Die Lust wird vom Fleisch geschärft. Das schlechte Gewissen kann sich erst nach dem Genuss wieder zur Bereitstellung von Unlust aufraffen. Der Erkenntnisgewinn geht gegen Null, in den folgenden Tagen „schwelgt“ Leena auf einem Dampfer aus „Serrano“ („-schinken, Lammkoteletts, Lachs und Bratwürsten“). Die maritime Metapher läuft dann aber auf ein Riff vom „marinierten Tofu und veganen Cordon-Bleu.“

„Die Lust übernimmt die Kontrolle über Leenas Körper.“
Die Lust klaut Klamotten für einen Auftritt im Casino. Sie steht im Untergeschoss ... und (sieht) in den Spiegel, in dem eine durchschnittlich große Brünette mit Maßen, wie sie vor 60 Jahren als Nonplusultra galten, in einem hochgeschlossenen meerwasserblauen Kleid auf zu hohen Schuhen (balanciert) und mit sich selbst (spricht). Leena (wirkt) wie eine Grundschullehrerin, „die auf Elizabeth Taylor macht.“ Immer noch besser, als Cara Delevingne nachahmend, über Size Zero hinaus in die Irre von Thigh Gap zu gelangen.
Jamal Tuschick - 1. November 2013 (2)
ID 7312
Von Mai bis Oktober 2013 erschien jeden Donnerstag eine neue Folge des Fortsetzungsromans Lust. Ausgerechnet in der Berliner taz. Am jeweils folgenden Montag waren die Folgen online auf der Website der taz oder auf nachstehender Website zu finden...

Weitere Infos siehe auch: http://www.taniawitte.de/


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