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Krimi

Sherlock

Holmes

im Taschen-

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Bewertung:    



Ein Kind als Ermittler – warum eigentlich nicht? Solange das Verbrechen dahinter keine Kinderei darstellt, sondern einen spannenden Kriminalfall präsentiert, lasse ich mich gerne auch von einem Elfjährigen an die Hand nehmen und mir durch Logik, spitzfindige Details und sogar der Mithilfe einer Katze den Täter überführen.

So geschieht es in Gone Cat, dem Debütroman des Briten Sam Gasson:

Bruno Glew lebt in Brighton, und wenn man das „Ermittlergen“ erben könnte, dann hätte er es zweifelsohne in die Wiege gelegt bekommen. Stattdessen lernt er von seinem Vater, einem Privatdetektiv im Ruhestand, dieses Handwerk und paart es mit Kreativität und Einfallsreichtum. So wird eben auch die hauseigene Katze Mildred mit einer Kamera ausgerüstet, um neue Blickwinkel zu erhaschen. Doch statt einen Blumendieb im eigenen Garten zu überführen, sieht sie als stumme Zeugin ein blutiges Verbrechen. Poppy Rutter, befreundete Nachbarin und Mutter von Brunos Schulfreund Dean, wird brutal ermordet. Jims Vater findet nicht nur die Leiche, sondern daneben den Vater von Dean, einen grobschlächtigen, zur Gewalt neigenden, aber auch extrem hilfsbereiten Waliser, für den Jim freundschaftliche Gefühle hegt.


»Jim bemerkte die Blutstropfen an Terrys Hosenschlitz. Er nahm die Kratzer in Terrys Gesicht wahr. Er roch seinen Whiskyatem.
'Terry', sagte Jim und rüttelte ihn behutsam. 'Wach auf, Terry. Hörst Du mich?'

Terry kam wiederstrebend zu sich, das Leben drang unbarmherzig in seine roten Augen.

'Du musst aufwachen', fuhr Jim fort und half seinem benebelten Freund in eine aufrecht sitzende Position. 'Die Polizei wird jeden Moment hier sein. Ich habe furchtbar Neuigkeiten.'«


(S. 67)



Opfer und vermeintlicher Täter sind also die befreundeten Eltern von Dean, der die Mordnacht nicht zu Hause, sondern bei Bruno in seinem Dachzimmer verbrachte. Auf der Straße ereignen sich derweil merkwürdige Begebenheiten, die Bruno zwar beobachtet, die jedoch nicht zu klaren Schlussfolgerungen führen, und Mildred, die Katze, kehrt nach der schrecklichen Mordnacht nicht nach Hause zurück.

Beängstigend und unheimlich geht es in der St. Andrews Road direkt vor Brunos Haustür zu. Und auch wenn der zuweilen den neunmalklugen Schlaumeier herauskehrt und seine eigensinnigen Wege geht, macht es dennoch Spaß seine Spuren gemeinsam mit ihm zu verfolgen. Dabei gerät er immer wieder in die Irre, was letztlich auch der Polizei passiert. Die Identität des wirklichen Mörders offenbart sich erst am Ende des Romans - überraschend und doch nachvollziehbar.

Wer Interesse an komplizierten Ermittlungen und logischen Schlussfolgerungen hat, ist in diesem Buch gut aufgehoben. Und auch wenn zwischendurch der (blutige) Pfotenabdruck einer Katze das Buch ziert, muss man nicht unbedingt ein Katzenfreund sein, um diesen Krimi mit Spaß zu lesen.
Ellen Norten - 24. Mai 2016
ID 9331
Sam Gasson | Gone Cat
Die stumme Zeugin

352 Seiten
Ins Deutsche übertragen von Ann-Kathrin Schwarz
Broschiert mit Klappe, Eur 13,99
eBook 14,99
LYX Egmont Verlag, 2016
ISBN 978-3-7363-0157-3


Weitere Infos siehe auch: http://www.egmont-lyx.de/buch/gone-cat-die-stumme-zeugin/


Post an Dr. Ellen Norten



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