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Rezension

Astrid Seehaus - "Tod im Eichsfeld"

Kriminalroman
Sutton 2012
ISBN 978-3-86680-992-5



Kommissar Rothe ermittelt in Böseneckendorf

Nur drei Wochen dauerte es, und die erste Auflage des Gewinnertitels des Thüringer Krimipreises 2012 war vergriffen. So sehr dürstet es den Thüringer nach einem echten Mord in seiner Heimat und nach einem echten Ermittler aus der Region.

Tod im Eichsfeld Familiensaga, Kindheitsdrama, Mordgeschichte. Die 51jährige Astrid Seehaus, die mit ihrer Familie im Eichsfeld lebt, verarbeitet in ihrem ersten Krimiroman fast so viele Probleme, wie das Buch Seiten hat: Tochter im Rollstuhl, Pubertät, Autounfall der Ehefrau, Halbwaise, Witwer, Hausverkauf, Umzug, Dienststellenwechsel, sexueller Missbrauch, Homosexualität, Dienstvergehen bei der Polizei, Bootsunglück mit tödlichem Ausgang, Spielsucht, Alkoholismus, Vater-Tochter-Problematik, alleinerziehender Väter, Mauerfall, Rückgabe von Immobilien an Alteigentümer, DDR-Geschichte, Suizid, Ablehnung durch den eigenen Vater, Liebe am Arbeitsplatz, Erfolglosigkeit im Beruf, in der Liebe, im Leben…

Kommissar Rothe, 42, Witwer, eben von Erfurt nach Heiligenstadt versetzt, hat mit Tochter Jessica, 16, die im Rollstuhl sitzt, suizidgefährdet und aufmümpfig ist, so seine liebe Not. Aber auch die Kollegin Nolte, der Umzug und der Hausverkauf, der Dienststellenwechsel sowie der Trauer um seine Frau, halten ihn auf Trab.

Georg Stahlmann hat ebenfalls seine Sorgen. Mit der Gattin Cornelia, mit der Tochter Viola und dem spielsüchtigen Dornieden, der sich immer mehr bei ihm verschuldet und dem er am Forellenteich das Wasser und damit die Existenz abgräbt. Als Rückkehrer nach Thüringen nach dem Mauerfall und Altbesitzer ist Stahlmann in Böseneckendorf nicht gut gelitten.

Dann kommt Walter Stahlmann, seines Zeichens Lackaffe, eine Woche früher als angekündigt aus Amerika und will auch an das Geld von Onkel Georg. Doch der wird in der Nacht, bei heftigem Gewitter und Sturmesböen, umgebracht. Ab da hat Kommissar Rothe, der smart ist, jedoch kein Weiberheld, auch beruflich, beide Hände voll zu tun.

Die Kinderbuchautorin Astrid Seehaus erzählt so munter vor sich hin, wie Kommissar Rothe ermittelt, seine Tochter pubertiert und Cousin Walter schleimt. Der Leser/die Leserin hangelt sich von Seite zu Seite, um, bei der Themenbreite, den roten Faden nicht zu verlieren. Doch Astrid Seehaus behält, in ihrem ersten Krimi, den Überblick. Auch wenn die Aufklärung des Mordfalls etwas konstruiert erscheint, die zweite Auflage folgte der ersten auf dem Fuße und seit der Premiere auf der Leipziger Buchmesse Mitte März 2012 sorgt Astrid Seehaus in ganz Thüringen und über Thüringen hinaus für Furore und spannende Krimi-Unterhaltung mit Tod im Eichsfeld – und bestimmt bald mit neuen Leichen, Morden und Ermittlungen in Thüringen und sonst wo.


Hilde Meier - 7. Juni 2012
ID 6016
Astrid Seehaus, Tod im Eichsfeld
Kriminalroman
12,00 € [D], 12,40 € [A]
192 Seiten | Broschur
Sutton Krimi
ISBN 978-3-86680-992-5
Erschienen im März 2012



Siehe auch:
http://www.suttton-belletristik.de


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