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Teil 2 (von 3)
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Bewertung:
Frieda Stahnke, eine ungewöhnliche Polizistin, dringt abends bei dem halbseidenen Kneipenwirt Wout Meertens ein. Sie vermutet, dass dieser sie stalkt. Beide verbindet ein grausames Verbrechen, das auf dem belgischen Campingplatz Donkerbloem stattgefunden hat.
"Er hatte den Raum gerade erst betreten, als eine Stimme sagte: 'Lassen Sie das Licht aus!'
Wout erstarrte, bevor er schließlich erkannte, wem die Stimme gehörte. Frieda Stahnke. Keine Ahnung, was die Hamburger Kommissarin hier machte und wie sie in sein Haus gekommen war. Sicher war nur, dass die arrogante Zicke hier nichts zu suchen hatte.
'Verdammt noch mal!', fuhr er sie an. 'Wie zur Hölle sind sie reingekommen?'
'Ganz einfach: durch die Tür.'
'Sie sollten ihre Sicherheitsvorkehrungen mal überprüfen lassen.'
Obwohl Frieda gesagt hatte, er solle das Licht auslassen, schaltete er es ein, um sie genauer betrachten zu können. Sie musste um die vierzig sein, wäre aber locker für Anfang dreißig durchgegangen, und wie immer war sie tadellos gekleidet. Sie trug einen dunklen Rollkragenpullover und eine passende Hose. Kein Schmuck. Kaum Make-up. Die Haare hatte sie zu einem Dutt gebunden.
Frieda war eine attraktive Frau, keine Frage, aber er konnte sie nicht ausstehen. Vielleicht, weil er sich in ihrer Nähe immer kleiner fühlte, als er tatsächlich war."
(Das Camp, Teil 2, S. 21)
Zwar trifft Stahnkes Verdacht des Stalkens auf Wout nicht zu, doch der Tatbestand bleibt, und es gilt den wirklichen Täter und seine Motive zu entlarven. Wout will Frieda Stahnke dabei nicht helfen. Anders dagegen sein türkischer Freund Tayfun, der schon länger unsterblich in die Polizistin verliebt ist. Auch Wouts Untermieterin Kathinka schätzt diese sehr. Was die Protagonisten damals in Donkerbloem zusammenführte wird im Buch Das Camp (Donkerbloem 2) von Linus Geschke nicht erklärt. Hier wird (mal wieder) auf den ersten Band verwiesen, der dies wohl zum Inhalt hat.
Immerhin können Frieda, Kathinka und Tayfun die Gefahr lokalisieren und wie so oft gibt es auch hier einen Verräter bei der Polizei, der Frieda Stahnke aus dem Weg räumen möchte. Ihre Wege kreuzen sich auf dem Campingplatz Donkerbloem in den Ardennen, dem Ort der düsteren Vergangenheit.
Obwohl das Buch im Januar erschienen ist, folgt bereits im Oktober der Abschluss der Donkerbloem-Trilogie, wie sie nun genannt wird. Mir scheint, dass Teil 2 nur bedingt für sich alleinstehen kann. Die Charaktere wirken unglaubhaft, da die prägenden Erlebnisse fehlen, die sie zu dem gemacht haben, was sie nun darstellen. Das Versäumnis, dass ich den ersten Teil nicht gelesen habe, wird mir als Leserin immer wieder unter die Nase gerieben. Schade, denn bei der Bestellung des Buches war es für mich in keiner Weise offensichtlich, dass das Buch nur bedingt alleine lesbar ist. Verärgert über diesen Sachverhalt werde ich mir Teil 3 sicher nicht mehr zu Gemüte führen.
Ellen Norten - 8. September 2026 ID 16028
Piper-Link zum
Camp von Linus Geschke
Post an Dr. Ellen Norten
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