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John Green - Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Roman
Carl Hanser Verlag, 2012
ISBN 978-3446240094





Hazel hat Krebs - unheilbar. Augustus auch – vermeintlich geheilt. Beide treffen in einer Selbsthilfegruppe aufeinander. Beide haben keine Lust mehr immer über ihre Krankheit zu sprechen und von gesunden Menschen bemitleidet zu werden. Aber eines ist von Beginn an klar, beide wissen, dass das Schicksal ein mieser Verräter ist.

Und trotzdem verlieben sie sich ineinander, lernen voneinander, kämpfen miteinander. Hazel, gut behütet von ihrer Familie, lebt mit Metastasen in der Lunge, muss ein Sauerstoffgerät tragen und zieht sich stark zurück. Augustus, genannt Gus, hat sein Bein an ein Osteokarzinom verloren, ist freiheitsliebend, abenteuerlustig und extrovertiert. Zusammen philosophieren sie über das Leben, Literatur, Liebe und den Tod. Durch das Buch zieht sich ein fiktiver Roman, der beide Jungendliche tief beeindruckt. Sie beschließen ihren gemeinsamen Lieblingsautor zu kontaktieren, um noch offene Fragen beantwortet zu bekommen. Dieser stellt sich jedoch als verbittert und eigen heraus, so dass Gus seinen großen Wunsch, den er als Krebspatient von einer gemeinnützigen Organisation geschenkt bekommen hat, dafür einsetzt mit Hazel nach Holland zu fliegen, um Peter Van Houten persönlich mit ihren Fragen zu konfrontieren. In Amsterdam angekommen, verbringen die verliebten Teenager ein paar romantische Stunden bei einem romantischen Essen. Sie besuchen das Anne-Frank-Museum und küssen sich dort das erste Mal.

Das Buch erfährt eine dramatische Wendung, als Gus erzählt, dass der Krebs bei ihm wieder zurückgekehrt sei und gestreut hat, so dass er inoperabel und tödlich ist. Hazel, die fest davon ausgeht, vor ihrem Freund zu sterben, fällt in ein tiefes Loch. Doch die Art und Weise, wie Augustus mit seinem Todesurteil umgeht, ist mehr als beeindruckend und reißt auch Hazel aus ihrem Trauertrott. Er veranlasst seinen besten Freund und Hazel, Trauerreden für ihn zu verfassen und sie ihm vorzutragen, so dass er sich auf seine Art verabschieden kann – vom Leben, von seinen Freunden und von seiner Liebe.

Nach dem Tod von Gus erfährt Hazel von einer letzten Aufgabe, die er ihr, bewusst oder unbewusst, hinterlassen hat. Er hatte ihr versprochen, ein Ende für ihr Lieblingsbuch zu schreiben, jedoch muss sie die verschollenen Blätter erst finden. Sie kontaktiert nach langer ergebnisloser Suche Peter Van Houten und erfährt so, wo sich die letzten Zeilen ihrer großen Liebe befinden. Als sie diese endlich in den Händen hält, liest sie anstelle eines Endes eine herzzerreißende Trauerrede für sich selbst, welche Gus voller Liebe und Emotionen für sie geschrieben hat. Er hebt alle positiven Aspekte ihrer Persönlichkeit hervor und zeichnet das Bild eines wundervollen und einzigartigen Menschen, der sein Leben und sein Universum zum Guten verändert hat.

Das Buch ist sicherlich nichts für Jedermann, jedoch ist die Herangehensweise an eine solch diffizile Thematik wie Krebs äußerst gelungen und mit dem einen oder anderen Augenzwinkern versehen, was dafür sorgt, die Figuren so greifbar, menschlich und real zu machen. Sicherlich nicht eines der Jahrhundertbücher, aber doch lesenswert wegen seiner philosophischen Umsetzung eines allzu negativen Themas.


Andrea Herbrig - 19. März 2013
ID 6629
John Green – Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Hardcover
285 Seiten
Carl Hanser Verlag GmbH & CO. KG
Erschienen am: 30. Juli 2012
ISBN 978-3446240094
16,90 €



Siehe auch:
http://www.hanser-literaturverlage.de


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