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Museum im Check

KOLUMBA


10 Jahre Kunstmuseum
des Erzbistums Köln


Foto (C) Andre Sokolowski


In diesem Jahr begeht das KOLUMBA sein 10jähriges Bestehen. Das von 2002 bis 2007 auf den Trümmern der spätgotischen Kirche gleichen Namens durch den Schweizer Star-Architekten Peter Zumthor neu konzipierte und gestaltete Kunstmuseum des Erzbistums Köln, das sich früher in unmittelbarer Nähe zum Kölner Dom befand, zählt sicher zu den spektakulärsten Bauten in der mit Museen und Galerien wahrlich nicht ungesegneten Domstadt. Als ein "lebendes Museum" würde es (lt. Selbstdarstellung) nach der Freiheit des Individuums, im Dialog von Geschichte und Gegenwart, im Schnittpunkt von Glaube und Wissen fragen und träte so für existenzielle Grundwerte ein, indem es sie mit Kunst infrage stellen würde.


"Der auf Sicht gemauerte Backstein des Neubaus, der speziell für diesen Bau gebrannt wurde, verbindet sich harmonisch mit dem Natur- und Backsteinmauerwerk der im Zweiten Weltkrieg zerstörten romanischen Kirche St. Kolumba und den Zementsteinen des Nachkriegsbaus. Auf diese Weise stellt sich die Architektur des Museums dem baugeschichtlichen Kontinuum und wird selbst Teil davon.

Im Innenraum ist der Bau als Museum der geistigen Vertikalität konzipiert, der zum Verweilen einlädt. Die Ausstellungsräume entwickeln ihre Atmosphäre durch den vorherrschenden Eindruck des wechselnden Tageslichtes, auf künstliche Lichtquellen wird bewusst verzichtet. Die zahlreichen bodentiefen Glasfronten schaffen den Eindruck einer Verschmelzung von Innen- und Außenraum. Auf diese Weise wird auch hier wieder das 'lebende Museum' verkörpert, die Grenzen verschwimmen und es entsteht eine Atmosphäre der Offenheit und Unbegrenztheit."


(Quelle: Wikipedia)



Von einem Steg aus lassen sich die Fundamente und Ausgrabungen der zerstörten romanischen Kirche St. Kolumba rechts und links der sie Betrachtenden in Augenschein nehmen... | Foto (C) Andre Sokolowski


Der Ursprung der spätgotischen Kirche St. Kolumba, von der infolge der Kölner Stadtzerstörung während des Zweiten Weltkrieges nur noch Fundamente und auf sie gestürzte Steine übrig blieben, geht auf 980 zurück.


"Die heilige Kolumba (* 257 in Spanien, † 273 in Sens) war eine Jungfrau und Märtyrin der frühen Kirche. Sie wird in der katholischen Kirche als Heilige verehrt. Der Überlieferung nach war Kolumba eine christliche Jungfrau aus Sens oder eine Fürstentochter aus Saragossa, die sich weigerte, den Sohn des römischen Kaisers Aurelian zu heiraten und deshalb in der Christenverfolgung unter Aurelian das Martyrium erlitt. Der Überlieferung nach wurde sie im Gefängnis von einer Bärin vor der Vergewaltigung geschützt. Später versuchte man sie vergeblich zu verbrennen, so dass sie schließlich enthauptet wurde.

(...)

Wahrscheinlich hat der Kölner Bischof Kunibert die Verehrung für Kolumba am Hof der Merowingerkönige kennengelernt und in der Folge in Köln eingeführt. Das Kunstmuseum des Erzbistums Köln trägt den Namen Kolumba, da es über der Kriegsruine der Pfarrkirche St. Kolumba errichtet ist."

(Quelle: Wikipedia)


Die Kapelle Madonna in den Trümmern (1949) mit der dazugehörigen Sakramentskapelle (1956) ist separat von einem Seiteneingang des KOLUMBA-Gebäudes, worin sie baulich integriert ist, zu erreichen. Sie gehört seit 2010 zur Kirchengemeinde St. Aposteln und wird seelsorglich von Franziskaner-Minoriten betreut.



Außenansicht des KOLUMBA in Köln | Foto (C) Andre Sokolowski


*

Noch bis zum 21. August zeigt(e) das KOLUMBA - anlässlich seines 10jährigen Bestehens (wie bereits erwähnt) - die Sonderausstellung Individuell von Eric Hattan. Ja und ureigens zu diesem Anlass erkundet(e) der 1955 im Schweizer Wettingen geborene Installationskünstler das Museum vor und hinter den Kulissen. Weniger interessiert(e) ihn dabei die Architektur des Baues als vielmehr die Hinterfragung der "Ordnungssysteme und Handlungsmuster, die eine Institution wie ein Kunstmuseum lebendig halten und prägen. Was wäre", meinte er in dem Zusammenhang, "wenn man die Dinge auf den Kopf stellen würde" [s. Foto unten].






In seiner Handlungsanweisung für Deckeninstalltion im Foyerraum [Titel: Inidviduell (oder kleine Privatgespräche)] vermerkte Eric Hattan im März 2017 das hier:


"Die (17) Mitarbeiter*innen von Kolumba bringen aus ihrem privaten Haushalt je einen Stuhl, ein Paar Schuhe und ein Kleidungsstück ins Museum. - Mit Holzlatten diese Objekte an die Decke stemmen. - Dabei je einen Schuh am Boden, den anderen zwischen Latte und Stuhl klemmen. Kleidungsstück ebenfalls oben einklemmen oder über Stuhllehnen hängen. - Die Elemente können locker verteilt oder in konzentrierter Ballung den Raum besetzen. - Die Entscheidung dazu ist vor Ort zu fällen."


Aber auch ohne Hattans Jubiläums-Installation lädt das KOLUMBA zeitlos-"ewig" zum Besuchen inner- als wie außerhalb seiner Gemäuer ein.

Einmalig, unvergleichlich.



Andre Sokolowski - 15. August 2017
ID 10192
KOLUMBA
Kunstmuseum des Erzbistums Köln
Kolumbastraße 4
50667 Köln

tel +49 (0)221 933193-0
fax +49 (0)221 933193-33
mail@kolumba.de

Öffnungszeiten:
täglich | 12 - 17 h
Di | geschlossen

Eintritt:
bis 18 Jahre frei
EUR 5,00 | EUR 3,00 (ermäßigt)
EUR 20,00 (Jahreskarte)


Weitere Infos siehe auch: http://www.kolumba.de


Post an Andre Sokolowski

http://www.andre-sokolowski.de

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