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Kunstmesse

„Kunst, der man nicht widerstehen kann.“

3. Affordable Art Fair Hamburg - 13.-16.11.2014


Um es gleich zu sagen, es geht nicht um die HOHE KUNST, selbst wenn ein Damien Hirst dabei ist. Es ist eine kleine feine Messe mit vielen unterschiedlichen Kunstgattungen, Werke für den persönlichen Geschmack, zum Soforthinhängen, zur persönlichen Freude, d.h. es sind keine Spekulations-Objekte. Das macht eine angenehme Atmosphäre, wo man gerne mit dem Künstler oder Galeristen redet. Diese wiederum sind so freundlich und offen, dass man ins Plaudern kommt. Ich denke, Schwellenängste sind überwunden worden. Judith Waldmann (Messemanagerin) und Oliver Lähndorf (Messedirektor) taten also gut daran, nicht nur die Galerien, sondern auch die Künstler persönlich auszusuchen und das Format klein zu halten, nach dem Motto: "Wachsen kann es immer noch."
*

Dies ist die 3. Affordable Art in Hamburg, und man sieht, Qualität war dennoch wichtig, man wählte lokale und internationale Künstler, etwa 40 Prozent kamen aus dem Ausland, ein Highlight ist die Kitai Galerie aus Tokyo/Japan. Newcomer bereicherten die Szene, die in einem gesonderten Bereich unter dem Begriff EMERGING ART EXHIBITION u.a. der Frage nach Sinn und Nicht-Verstehen nachgingen. Judith Waldmann kuratierte diesen Bereich, geheimnisvoll "Transcent. - Hide. - Imprint." benannt.

Auch neu dabei die Affenfaust Galerie aus St. Pauli mit erfrischender Urban Art.

Der wohl älteste Galerist kam aus Süddeutschland, Herr Wilmsen erzählt eine Anekdote, wie er mit Joseph Beuys zusammentraf und mit ihm die „Honigpumpe“ baute. Seine Galerie vermittelt Kunst als Kraftspender, aber auch als Investment. Bei ihm hängen Werke junger, aufstrebender Künstler neben großen Namen etablierter Positionen.

Gibt es etwas wirklich Neues?

Die Welt von unten zu betrachten ist durchaus neu, besonders in diesem Fall scheinen Wohnungen von unten fotografiert zu sein; man sieht die Badewanne, eine Frau vor dem Spiegel, den Haushund… alles kann auf merkwürdige Art betrachtet werden. Wie hat er das nur gemacht? Natürlich verrät ein Künstler das nicht. Sein Name: Michael H. Rohde, und er befindet "Macht ist eine Frage der Perspektive".

Ein Vorreiter der hiesigen Galerien-Landschaft, Thomas Holthoff, erzählt mit Humor und Leichtigkeit, dass Hamburg ein guter Standort für Kunstkontakte ist, im mittleren Segment lässt sich mit Leidenschaft ein Publikum gewinnen.



Retrospect-Galleries - Alejandro Gatta, The girl with the mask | (C) Affordable Art Fair 2014


Überhaupt kann man sich auf die Art-Talks freuen, es geht darum Leute an die Kunst heran zu führen, „keine Frage ist zu blöd“, man sucht den Dialog, da wird dann auch mal darüber diskutiert, wie sich Kunst und Geld vertragen.

Preise für Zeitgenössische Kunst liegen im Bereich von 100 bis 7.500 Euro.

Es gibt Tipps für den Kunstkauf. Angeboten werden Malerei, Grafik, Skulptur und Fotografie. Auch hier zählt mehr und mehr Individualität, der eigene Geschmack darf sein, es gibt viel Dekoratives, wer will das kritisieren. Sagt man nicht auch: „Kunst ist, wenn das Auge das Herz berührt.“

Die Liste der geladenen Gäste ist lang und prominent. Ich höre Kommentare wie: „Die Ausstellung ist in der Tat komplex.“ „Die haben so viel Kraft diese Bilder - das sind richtige Energiewellen.“ „Und - hast du schon was gekauft? Erzähle mir morgen.“

Es werden wie im letzten Jahr Siebdruckworkshops des Künstlerkollektivs WE ARE VISUAL angeboten, und während der Late Night ist Musik des DJ Kollektivs LOVEGANG zu hören (auch über auszuleihende Kopfhörer). Man kann also beschwingt mehrmals durch die Reihen schlendern und sich die sehr unterschiedlichen Werke anschauen. Die Ausleuchtung lässt nichts zu wünschen übrig, dabei sparen die neuen LED Spots 1/5 der bisherigen Energie.

Auch das Catering ist gut, der Service aufmerksam.

Ein Wunsch des Managements ist den 2 Millionen-Euro-Umsatz zu toppen und noch mehr als 16.500 Besucher in die Messehallen zu locken. Es sei zu wünschen, nicht nur für all die Mitwirkenden, sondern auch für Hamburg als Kunststandort. Die Kooperation mit der Messe und Congress GmbH ist für die nächsten 3 Jahre geplant.

Weiterhin Viel Erfolg!



Galeries-Pfanne-Dreesen - Otto Piene, ohne Titel | (C) Affordable Art Fair 2014


Liane Kampeter - 14. November 2014
ID 8247
Weitere Infos siehe auch: http://www.affordableartfair.de


Post an Liane Kampeter

http://www.liane-kampeter.de




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