Frankfurt am Main, 31. Mai 2006 bis zum 10. Juli 2006
Kunstaktion „Verrichtungsbox“
in der unterirdischen Kanalisation von Frankfurt
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Vom 31.05.2006 bis zum 10.07.2006 gibt es eine unterirdische “Verrichtungsbox für Scham und Kummer”.
Was wir sehen, was wir anderen zeigen, was wir an die Oberfläche lassen, sind die Eigenschaften und Gefühle, die gesellschaftsfähig sind: Erfolg, Glück, Macht.
Unter der Oberfläche liegt der Misserfolg, die Glücklosigkeit, die Ohnmacht.
Unter der Oberfläche liegt das Unterbewusste, der Keller unserer Seele, den nur wenige betreten wollen, obwohl wir alle neugierig sind, wie es dort wohl aussehen mag, wenn man doch mal ganz unverbindlich dort hinab steigen könnte.
Unter der Oberfläche liegt auch die "Verrichtungsbox für Scham und Trauer".
Kein Ort des Zusammenbruchs, sondern ein Ort der Zusammenkunft, in dem Scham und Trauer zelebriert werden können. Ein Ort, der Scham und Trauer in einen Zustand der Ekstase versetzen will, der Scham und Trauer und vor allen deren Grenzen ironisch in Frage stellt und somit Scham und Trauer, als Teil von uns allen, gesellschaftsfähig macht.
Der Raum befindet sich im Bauch von Frankfurt. Zentral in der Innenstadt gelegen, kommt man über eine Einstiegsluke in einen Kanalisationsraum mit zwei Ebenen, zwei Tunneln und einem 8 Meter tiefen, mit Wasser gefüllten, so genannten Düker. Der Düker hat eine für Ausgleich sorgende Aufgabe. Bei starken Regenfällen nimmt er einen Teil des Regens auf und leitet ihn in den Main. Im gleichen entlastenden Prinzip sollen die Installationen in der „Verrichtungsbox“ auf nationale Scham- und Kummerfälle wirken.
Die Vernissage (“Wein- und Schamprobe”) findet am Mittwoch, den 31.05.2006, von 18-21 Uhr statt.
Die Öffnungen werden kurzfristig beschlossen und über www.verrichtungsbox.org und die Tagespresse bekannt gegeben.
Öffnungszeiten der “Verrichtungsbox für Scham und Trauer:
03.06. / Samstag / 15 bis 18 Uhr
07.06. / Mittwoch / 15 bis 18 Uhr
12.06. / Montag / 15 bis 18 Uhr
14.06. / Mittwoch / 15 bis 18 Uhr
15.06. / Donnerstag (Fronleichnam) / 15 bis 18 Uhr
21.06. / Mittwoch / 15 bis 18 Uhr
22.06. / Donnerstag / 15 bis 18 Uhr
Weitere 8 Termine, die kurzfristig bekannt gegeben werden.
10.07. / Montag / Finissage von 18 bis 21 Uhr
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Die letzten Installationen von Gregor Aigner und der Agentur Standard Rad. waren der 3,5 Kilometer lange “Freiluftroman” für das Literaturhaus Frankfurt (Der “Freiluftroman” wurde zwischen Bäumen, Laternen und Ständern quer durch die Stadt vom alten Literaturhaus zum neuen gespannt.) und der “Übungsraum” mit Klanginstallation für die Ausstellung “Dialog im Dunkeln”.
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Frankfurt am Main, Mai 2006 ID 2397
Kontakt:
Weitere Infos siehe auch: http://www.gregoraigner.de
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