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Ausstellung

Und wo ist

die eigentliche

Venus?


THE BOTICELLI RENAISSANCE


Cover des Ausstellungskataloges (erschienen im Hirmer Verlag)

Bewertung:    



Die Geburt der Venus ist das wohl berühmteste und sicherlich auch teuerste Gemälde Sandro Botticelli's, dem jetzt eine große Schau in der Gemäldegalerie am Kulturforum Berlin gewidmet ist. Es ist so derart weltberühmt und überteuert, dass es freilich - schon aus diesem einen Grund - den Weg aus seinem Stammmuseum, den Uffizien von Florenz, verständlich scheut. Ja und so mussten also die Berliner ohne diesen Hit der Hits von Botticelli auskommen; aber sie schmückten immerhin das Ausstellungsplakat, den Katalog zur Ausstellung und so diverse Flyers oder Logos mit besagter Schaumgeborenen - doch nicht, wie schon erwähnt, mit jener eigentlichen: der aus den Uffizien...

"Der Florentiner Maler Sandro Botticelli (1445-1510) gilt als einer der bedeutendsten Künstler der Renaissance. Seine Gemälde wurden vielfach reproduziert und interpretiert, seine Motive häufig aufgegriffen und verfremdet. Als selbstständige neue Werke gehen sie inzwischen eigene, von den Originalen getrennte, Wege. Sie können so weit von den Bildern Botticellis wegführen, dass der Name des Malers heute beispielsweise für Mode und Lifestyle stehen kann, ohne dass überhaupt von seiner Malerei die Rede ist. Produkte werden nach ihm benannt, Inszenierungen der Populärkultur folgen seinen Mustern, und einzelne seiner Figuren – allen voran die 'Venus' – sind Teil eines universalen Bildgedächtnisses geworden."

(Quelle: botticelli-renaissance.de)



David LaChapelle: Rebirth of Venus, 2009 | Courtesy David LaChapelle Studio


Mit Botticelli kann die deutsche Hausfrau fast genauso viel beginnen wie vielleicht der BWL-Student aus Neunkirchen im Saarland oder auch die emsländische Bundeswehrsoldatin - alle haben sie bestimmt (außer der Muschelvenus) irgendwann einmal "Bearbeitungen" oder "Adaptionen" des Originals über stehende oder bewegte Bilder irgendwie zur Kenntnis nehmen dürfen - Botticelli wahrzunehmen ist demnach schlicht keine große Kunst.

"Aus heutiger Sicht wirft es eine Vielzahl von Fragen auf: Wie erlangte der Maler den Status universaler Berühmtheit? Wie wurde er zur Pop-Ikone? Warum gelten seine Werke als zeitlos und in einer Weise 'europäisch', dass sie sogar auf Euromünzen erscheinen? Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass Botticelli wie kaum ein zweiter Altmeister die Kunst der Moderne und der Gegenwart inspiriert."

(Quelle: dto.)



Sandro Botticelli: Der Hl. Sebastian, 1474. | © Staatliche Museen zu Berlin, Gemäldegalerie / Jörg P. Anders


The Botticelli Renaissance schöpft wirklich aus dem Vollen. Auch der stolze hauptstädtische Fundus (wo ein paar der schönsten Botticellis her sind) wird gezeigt - z.B. Der Hl. Sebastian aus dem Jahre 1474 [s.o.]...

150 Exponate werden ausgestellt - darunter Werke von Edgar Degas, Edward Burne-Jones, Dante Gabriel Rossetti, René Magritte, Andy Warhol, Cindy Sherman und Bill Viola.

Viel großes Aha-Aha beim Durchschreiten der Säle.

Am Anfang "bunt" und grell - nach hinten hin, wo dann das viele Echte hängt, zunehmend "dunkler" (trotz der intensiven Botticelli-Farben!) und ermüdender; lag wohl am einheitsdunkelgrauen resp. dunkelroten Hintergrund der Botticelli-Hängungen.

Nach einer Stunde ist man rundum satt.



Ausstellungsansicht "The Botticelli Renaissance" | Staatliche Museen zu Berlin, 2015 / Achim Kleuker

Gisela Herwig - 2. Oktober 2015
ID 8905
Weitere Infos siehe auch: http://www.botticelli-renaissance.de


Post an Gisela Herwig



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