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Ausstellung

RBNSHT

Urban culture, street art, graffitiy, urbanism, murals


Bewertung:    



Zum fünften Mal fand vom 2. bis 5. Juli ein soziales Kulturfestival mit urbaner Kunst im Hamburger Millerntor-Stadion statt. Ein ungewöhnlicher Kunstraum in den Gängen der Süd- und Haupttribüne des FC St. Pauli. Aber genau das braucht Hamburg! Alles war ganz locker mit Musik, Film, Astra und Symposium.

Jemand ließ sich sogar unter einer Bier-Zapfanlage tätowieren.

Das diesjährige Thema heißt "unfamiliar" - es geht um das Potential der Perspektiven. Mit dem Kauf von Kunstwerken war es möglich, Viva con Agua zu unterstützen, ein soziales Projekt, um die globale Wasser- und Sanitärversorgung zu verbessern. Das zeigt wieder, dass Kunst Sinn stiftend sein kann und dass man sich engagiert für eine bessere Welt im Konkreten, nach dem Motto: „Art Creates Water!“

Mit der Pre-Opening-Auktion kamen durch Versteigerung 62.000 Euro zusammen, wovon 70 Prozent zugunsten der Wasserprojekte gehen und 30 Prozent an die Künstler.

Einige haben auch auf ihre Einnahmen verzichtet.

Hamburg ist nicht Berlin, aber auch bei uns gibt es besetzte Häuser für Kunst und Kultur, und das mitten in der Innenstadt. Irgendwie schon wieder schick - sie sind nämlich auch denkmalgeschützt. In der Ausstellung gab es originalgetreu nachgebaute Räume des Gängeviertels (eng zusammen stehende Häuser, die vor Verfall und Abriss gerettet wurden, um Kultur und Kunst Raum zu bieten). So möbelt die Millerntor Gallery das glatte Image sonstiger Gallerien auf. Es geht eben um Streetart, um politische Kunst, um Engagement.

Für ein großes Mural (Wandgemälde) hatte man die Künstlerin Herakut geladen. Aus Hamburg kennt man Alex Diamond, ehemaliger Kurator von Millerntor und Begründer der Galerie heliumcowbwoy. Daneben waren auch viele internationale Kunstschaffende vertreten, man zählte dieses Mal mehr als 120 Künstler. Das machte die Kunst vielfältig und interessant. Zu sehen gab es neben Malerei und Fotografie auch Video, Installationen und Skulpturen. Da standen inszenierte Mülltonnen neben plastisch anmutenden Wandgemälden und aufgemalten Schatten. Sperrholz und vielerlei Materialien suchten den Dialog zwischen Kunst und Publikum und ließen manches wie echt aussehen - wie etwa die Skulptur der Kalaschnikow AK 47. Die gab es gleich in dreifacher Ausführung, gemacht aus Beton und dennoch echt und rostig aussehend. Dazu eine Scheibe Brot aus Bronze. Das Ganze als Symbol für Krieg und Hunger. Leider waren diese Kunstwerke versteckt in der hintersten Ecke. Die Künstler Nora Al-Badri und Jan Nikolai wünscht man wiederzusehen.

Dann steht da noch der bunte Zirkuswagen von Konstanze Habermann & Adelaida Cue Bär. Man darf hinein gehen, die Atmosphäre von Freiheit und Ungebundenheit schnuppern und dabei das zwanglose Inventar und allerlei Fotos betrachten. Schön gerahmt zeigen diese Lebenskünstler, welche z.B. mit sonderbarer magnetischer Kraft Löffel am Körper festhalten können. Eine inzwischen seltene Magie, weil wir freie Künstler, Artisten und Zigeuner aus unseren Großstädten, aus unserem Leben verbannt haben.



Der Vorplatz wurde bespielt, es gab DJ's und Bands an den drei Tagen. | Foto (C) Liane Kampeter

Liane Kampeter - 9. Juli 2015
ID 8756
Weitere Infos siehe auch: http://www.millerntorgallery.org


Post an Liane Kampeter

http://www.liane-kampeter.de



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