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nachDRUCK # 4

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Ausstellung

Andrea Fraser

auf dem

Mönchs-

berg



Andrea Fraser | Projection, 2008 Zweikanal-Videoinstallation High-definition Video (Farbe, Ton), 39:39 Min. (Loop) Kamera, Licht, Ton: Ashley Hunt; Produktionsassistenz: Wu Tzang || Courtesy Galerie Nagel Draxler, Berlin/Köln

Bewertung:    



Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert als Österreich-Premiere eine umfassende Werkschau der US-amerikanischen Künstlerin Andrea Fraser. Gezeigt wird ein Querschnitt ihres Schaffens der letzten 30 Jahre.

Sie wurde 1965 in Billings, Montana, geboren und lebte in den 80iger Jahren in New York; seit 2008 ist sie in Los Angeles ansässig. An der dortigen Universität of California (UCLA) hat sie eine Professur für New Genres. [New Genres = eine künstlerische Bewegung und begann im frühen 20. Jahrhundert mit einer Vielzahl von Medien wie Videokunst, Körperkunst, Installation, Performance, Klangkunst.]

Ihre nunmehr auf dem Mönchsberg gezeigten Werke, die von ihren wegweisenden Kontroversen Zeugnis ablegen und ihre Schöpferin als eine der wohl radikalsten und einflussreichsten Künstlerinnen ihrer Generation belegen, lassen mich trotzdem die simplen Fragen stellen: Was drücken diese Arbeiten aus? was will die Künstlerin uns damit erklären??

Lohnt es sich überhaupt über sie zu berichten???



MdM-Direktorin Sabine Breitwieser im Gespräch mit der Künstlerin Andrea Fraser - Foto (C) Christa Linossi


In den Ausstellungsräumen wird man unmittelbar mit sehr viel Textmaterialien an Wänden und Tischpulten konfrontiert. Hierzu fügen sich Plakate, Videoinstallationen, Fotos sowie
eine Installation, die aus verschiedenen bunten Materialien zu einer Pyramide geformt wurde.

Für diese Schau benötigt der Besucher viel Zeit - sehr viel Zeit, will er den Sinn der Werke irgendwie erfassen. Es braucht beispielsweise Ausdauer, um all die Texte durchzulesen...

Bei Andrea Frasers Arbeiten geht es um die Auseinandersetzung mit den Kunstbetrieben, Galerien, Museen, Kuratoren und auch Künstlern. Sie geht der Frage nach, was wir von Kunst wollen, und beleuchtet dabei auch ihre eigene Rolle: "Welchen Beitrag leiste ich als Künstlerin? welche Bedürfnisse befriedige ich?"

Desweiteren untersucht sie in ihren Arbeiten die Funktionen von Kunst und Kunstbetrieb aus soziologischer, psychoanalytischer und feministischer Perspektive. In den Videos tritt sie als Hauptperson auf, diskutiert auf verschiedenen Ebenen, schwingt Reden über Reden… Spätestens hier wird einem bewusst, dass Reden zu ihrem Kunstprojekt gehören.

Es mag ein guter Ansatz gewesen sein, den Kunstbetrieb und die Kunst selbst einer Kritik zu unterziehen und hinter die Kulissen zu blicken. Diskussionen wurden durchaus ausgelöst und vielleicht auch kritisch hinterfragt. Lösungen oder Änderungsvorschläge fehlen.

Den Schluss, den ich daraus ziehe: Ihre KUNST besteht darin, sich mit Themen in Szene zu setzen, Diskussionen auszulösen, um selbst wieder im Mittelpunkt zu stehen.

Interessiert dies Museumsbesucher? werden sie dies verstehen?

Ich bezweifle es.

Es ist nun mal nicht alles KUNST, was als KUNST präsentiert wird.



Andrea Fraser, Official Welcome, 2001/2003 Performance Beauftragt von und erstaufgeführt in der MICA Foundation, New York, NY, USA, 28. November 2001 | Video der Performance im Kunstverein Hamburg, Hamburg, D, 12. September 2003, (Farbe, Ton), 30 Min. Sammlung Generali Foundation – Dauerleihgabe am Museum der Moderne Salzburg || Courtesy the artist

Christa Linossi - 16. April 2015
ID 8575
Zur Ausstellung Andrea Fraser wird im Juni 2015 noch ein umfangreicher Katalog im Hatje Cantz Verlag erscheinen. Herausgeberin wird Sabine Breitwieser (für das Museum der Moderne Salzburg) sein - mit Texten von Shannon Jackson, Sven Lütticken und Andrea Fraser sowie einem Gespräch zwischen Sabine Breitwieser und der Künstlerin und einer umfangreichen Zusammenstellung von Frasers Skripten.

Weitere Infos siehe auch: http://www.museumdermoderne.at


Post an Christa Linossi



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