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Ausstellung

Wo früher der

Champagner floss...


THE ART OF BANKSY im Felix - Berlin


Bewertung:    



Seit Ende der 1980er oder Anfang der 1990er Jahre (man weiß es nicht so genau) sprüht sich der Streetart Künstler Banksy durch die Welt. Genauso wenig wie man den genauen Start seiner Karriere bzw. seinen Werdegang kennt man seinen Namen.


"Es wird vermutet, dass Banksys wirklicher Name Rob, Robin oder Robert Banks lautet. Seine Bücher erschienen unter dem Namen 'Robin Banksy', auch wird er in einem frühen Interview aus dem Jahre 2000 als 'Robin Banks' angesprochen. Laut einer von ihm weder bestätigten noch dementierten Enthüllung der Boulevardzeitung Daily Mail ist Banksy der am 28. Juli 1973 in Bristol geborene Robin Gunningham, der aus einer Middleclass-Familie kommt und eine Privatschule besuchte. Auch eine im März 2016 publizierte wissenschaftliche Studie kommt zum Schluss, dass Banksy der in Bristol wohnhafte Robin Gunningham sei."

(Quelle: Wikipedia)


Fest steht, Banksy ist ein genialer Künstler. Seine Arbeiten, Graffiti, Drucke, Malereien und auch Skulpturen beschäftigen sich mit den Ängsten und Sehnsüchten unserer Zeit. Kriege, Gewalt an Menschen und an Tieren, der schier alles bestimmende Konsum unseres Zeitalters und viele andere kontroverse Themen stehen auf der Agenda seiner Arbeiten. Mit einfachen Mitteln verfremdet und ergänzt er bekannte Bilder und Motive: Der Molotovcocktail-Werfer hat einen Strauß Blumen in der Hand. Sich küssende Bobbies (englische Polizisten). Das kleine Mädchen, dem ein roter herzförmiger Luftballon davonfliegt. Im Stil der Kommunikationsguerilla werden die Arbeiten kommentiert: „fight the fighters not their war“ steht einmal neben dem Mädchen mit dem Luftballon. Die Entscheidung anonym bleiben zu wollen, hat seinen Bekanntheitsgrad nur noch gesteigert, und hier stellt sich die Frage, ob Banksy nicht auch ein genialer Vermarkter ist. Niemand weiß, wer er ist und wo er ist. Das Auftauchen neuer Arbeiten in England und Amerika im Stadtraum hat regelrechten Happening-Charakter. Mit den Mitteln des Graffiti und des Comics spricht er ein großes Publikum jeden Alters an. Das merkt man auch hier in Berlin. Leute jeden Alters stehen stauend vor den Werken.

Steve Lazarides, Galerist und Selfmade-Unternehmer, eröffnete 2006 seine erste Galerie in der Greek Street im Herzen des Londoner Stadtteils Soho. Von Anfang an interessierte sich Lazarides für Kunstwerke, die vom städtischen Umfeld inspiriert waren, darunter auch Arbeiten des anonymen Künstlers Banksy. Er hat es geschafft, eine große Anzahl von Werken privater Sammler in diese Ausstellung zu bringen. In Berlin findet die Ausstellung, die auch in Istanbul, Amsterdam und Antwerpen gezeigt wird, im Felix statt. Der ehemalige Klub gegenüber dem Dokumentationszentrum "Topografie des Terrors" hat viele Jahre das Nachtleben der Hauptstadt mitbestimmt. Wo früher der Champagner die große Freitreppe runterlief, läuft nun ein Video über Banksy. Im ehemaligen Raucherbereich (es riecht noch streng), wo früher die Drogen eingeworfen wurden, hängen nun Bilder des Kapitalismuskritikers Banksy. Die Chance, diese Gegensätze zu thematisieren, hat man leider nicht genutzt oder nicht erkannt. Ein relativ primitives Ausstellungssystem, wie aus dem Baumarkt zusammengekauft, kann mit dem Raum und mit der früheren Nutzung nichts anfangen. Das ist schade, da doch gerade Künstler wie Banksy sich vom Umfeld inspirieren lassen, ihre Kunst ohne das Umfeld nicht zu denken ist.






Steffen Kühn - 2. Juli 2017 (2)
ID 10120
Weitere Infos siehe auch: http://theartofbanksy.de


Post an Steffen Kühn

http://www.hofklang.de



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