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Kurzportrait



Éva Kónya – Stilleben und Variationen
von Dr. Barbara Aust


Den Dingen auf den Grund zu gehen und doch ein Stück Geheimnis zu wahren war das Lebensgefühl der Maler um Giorgio de Chirico, der verkündete „alles in der Welt muss man sich als Rätsel vorstellen". Ein Teil dieser Rätselhaftigkeit lebt heute noch weiter in den Bildern der Künstlerin Éva Kónya, deren detailgetreuen Arbeiten in Öl auf Leinwand mit den Titeln „Romanik Säulen“, „Tulpe“, “Rosen“ oder „Schnecke“ von präziser Beobachtungsgabe zeugen. Auf den Bildwerken sind verschiedene Motive versammelt, die ihre historische Herkunft, ein kunsthistorisches Zitat, ein Halbportrait von Vermeer oder ein Stilleben von Chardin, leicht erkennen lassen.

In ihrem Selbstportrait gelingt es Éva Kónya, eine besondere Stimmung, ein Augenblick, in altmeisterlicher Manier einzufangen. Das Antlitz des Mädchens scheint von innen, wirkt beseelt, die Beweglichkeit und die Haltung des Kopfes sind die einer hingebungsvoll lauschenden Person. Durch den Hell-Dunkel-Kontrast der Farben erhält das Gesicht eine einzigartige Wirkung, dessen Ausdruck von einem sanft einfallenden Licht wunderbar modelliert wird.

Doch sehr schnell wird dem Betrachter deutlich, dass es Éva Kónya um etwas anderes geht, als um die bloße Wiedergabe alltäglicher Gegenstände. Schon die scheinbar willkürliche Zusammenstellung dieser mit großer Präzision ins Bild gesetzten Objekte wirft Fragen auf, und schließlich weist der rätselhafte, schelmisch blickende Kopf in „Romanik“, der an frühmittelalterliche Baukunst anknüpft, den Weg in die Welt der Allegorien und des Symbolhaften.

Die Klarheit der Farbe, die präzise Wiedergabe der Objekte und die Betonung einer Plastizität ist Éva Kónya ein besonderes Anliegen. Andererseits sind der Geist und die Atmosphäre ihrer Bilder grundsätzlich zwar real, aber vom sinnlichen Reiz der Materie geprägt, beinahe metaphysisch aus der Gegenwart entrückt mit gelegentlich surrealistischen Zügen. Die Stimmung in vielen ihrer Bilder ist von Ausgeglichenheit und absoluter Stille geprägt. Kaum eine Bewegung ist spürbar, über allen Tafeln liegt eine spannungsvolle Ruhe. Diese Stille, die immer wieder in den Bildern zu spüren ist, ruft Nachdenklichkeit hervor aber auch Unbekümmertheit und Heiterkeit, wie in den Schmetterling- oder Rosen-Variationen.

Éva Kónyas Motive, wie der bis ins kleinste Detail gemalte Tulpenkopf, gehen im farbig schimmernden Schein des Lichts auf, dem eine ganz besondere Bedeutung zukommt. Charakteristisch für die Künstlerin sind die farbigen Akzente, die eine kostbar wirkende Stofflichkeit hervorrufen: die Oberflächenbeschaffenheit einer frisch erblühten Blume. Die Einzigartigkeit und künstlerische Handschrift von Éva Kónya manifestiert sich nicht nur in der ästhetischen Zusammenstellung kunsthistorischer Fragmente, vielmehr in der ganz eigenständigen, verspielt – leichten Form ihrer Wiedergabe und als Träger verschlüsselter Botschaften.

Éva Kónya, 1963 in Szolnok/Ungarn geboren, wurde in Budapest an der Hochschule für Bildende Künste und in Hamburg in der Kunstschule Alsterdamm als Diplom Grafik-Designerin ausgebildet. Malerei lernte sie bei Dr. Imre Draznyák, Zoltán Tölg-Molnár, Clemens Gröszer und Rob de Vry.


Dr. Barbara Aust, Dezember 2004
ID 1532
Éva Kónya arbeitet als freischaffende Künstlerin und Grafikerin in Hamburg und wird von der Agentur ART HISTORY CONSULTING vertreten.
Kontakt Künstlerin:
Éva Kónya
Am Küstergarten 9a
21218 Hamburg-Seevetal
Tel. 04105 - 54798
konya@bilderspiel.de
www.bilderspiel.de

Kontakt Agentur:

Dr. Barbara Aust
Schulstrasse 25
D-22869 Hamburg-Schenefeld
Tel. 040 – 29 89 80 08
www.arthistoryconsulting.de
webmaster@arthistoryconsulting.de







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