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Veranstaltungstipp


Ausstellung im MdM Mönchsberg Salzburg 19.7.2008 bis 12.10.2008

Les Grands Spectacles III
Sound of Art

Musik in der bildenden Kunst


Sound of Art @ Christa Linossi (0064)



Sound of Art ist die letzte Ausstellungstrilogie von Les Grands Spectacles und dieser Teil zeigt einen Querschnitt aus den zahlreichen Querverbindungen zwischen bildender Kunst und Musik.

Die kulturellen Umwälzungen vom 19. zum 20. Jahrhundert wurden zum Ausgangspunkt genommen. Das 19. Jahrhundert steht für eine aristokratische und bürgerliche Welt des guten Geschmackes und des Kunstgenusses. Mit den Futuristen und Dadaisten am Beginn des 20. Jahrhunderts wird das Geräusch zum Medium der bildenden Kunst, sowohl das gesprochene Wort als auch der instrumentale Ton werden klanglich neu interpretiert.


Betritt man die Ebene 2 sticht einem gleich ein Klavier ins Auge. Es handelt sich um eins von Günther Uecker’s vielen benagelten Objekte. Die Klaviere die in öffentlichen Aktionen benagelt wurden, fanden ihre Tonqualität zwischen dem rhythmischen Geräusch des Hämmerns und dem spezifischen Eigenklang der Instrumente.
Das im MdM ausgestellte Klavier ist das Ergebnis der ersten Benagelung, die 1963 in Paris stattfand. Mit der Zertrümmerungs- und Selbstzerstörungsaktion bezieht sich Uecker in seiner Installation Fall, auf das Mahnmal für jene Künstler, die im Zweiten Weltkrieg ermordet wurden.

Günther Uecker wurde 1930 in Wendorf, Mecklenburg geboren und ist ein deutscher Maler und Objektkünstler von internationalem Rang. Bekannt wurde er vor allem mit seinen reliefartigen Nagelbildern.


Wolf Vostell (* 14. Oktober 1932 in Leverkusen; † 3. April 1998 in Berlin) war einer der wichtigsten deutschen Maler, Bildhauer und Happeningkünstler der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er gilt als einer der Pioniere des Environment, der Videokunst, des Happening und der Fluxus-Bewegung. Im MdM sind von ihm Fluxus-Symphonie für 50 Hoover Staubsauger 1960 zu sehen. Oder das Sara Jevo Fluxus Piano, 1994.

Auszug aus dem Medieninfo MdM
Mauricio Kagel als Vermittler zwischen Musik und Film ist mit Handlungsanweisungen für
Musiker, statt der üblichen Partituren, und mit teils surreal anmutenden „Musik-Filmen“ vertreten. Seine Kinderinstrumente und die an seinem Film Ludwig van beteiligten Künstler,
wie Joseph Beuys, Dieter Roth oder Stefan Wewerka, zeugen darüber hinaus von einer audio-visuellen Fantasie, die Kagels persönliche Bekanntschaft mit der Kunstszene, insbesondere des Rheinlandes der 1970er Jahre, deutlich macht.
Künstler wie Rodney Graham, Christian Marclay oder Cory Arcangel haben in ihren Werken Konventionen des Hörens und Sehens in der Zusammenführung von Ton, Video, Film und Fotografie in den letzten Jahrzehnten untersucht und dem Thema eine neue Aktualität verliehen, die bis zum Found Footage aus dem World Wide Web reicht.




Christa Linossi - red / 3. September 2008
ID 3976
Zur Ausstellung ist auch ein umfangreicher Katalog erschienen.

Die Ausstellung läuft noch bis Oktober 2008

Weitere Infos siehe auch: http://www.salzburg.at/themen/tourismus/stadt.html?NewsID=1607403





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