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Feuilleton


LINZ 09

Ausnahmejahr --- Kulturhauptstadt 2009
Eine Stadt im Wandel der Zeit von Industrie zur Kunstmetropole


Linz, Landeshauptstadt von Oberösterreich, ist nach Wien und Graz die drittgrößte Stadt Österreichs. 2009 ist für Linz ein Ausnahmejahr – eine Stadt, die auch von ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit geprägt ist:

Hitler hatte in Linz die Schule besucht und wollte in dieser Stadt seinen Ruhestand verbringen. Nach dem Krieg sollten sie durch eine Prachtstraße sowie Prunkbauten bereichert werden. Des weiteren sollte in Linz die größte Kunst- und Gemäldegalerie der Welt entstehen, mittels groß angelegter Kunstraubaktionen.
1938 wurde in der Stadt ein Stahl- und Rüstungsbetrieb „Reichswerke Hermann Göring“ errichtet – Grundstein für die spätere VÖST und all ihre Nachfolgeunternehmen wie die Linzer Chemieindustrie. Und schließlich befanden sich in Linz Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen – kein Wunder, dass bei Linz 09 auch viele Themen zum Nationalsozialismus aufgearbeitet werden.

In der jüngeren Vergangenheit wurde der Stadt Linz jedoch vor allem der Stempel Industriestadt, Chemie, Langeweile, Gestank und Drogen, aufgedrückt.




1979 begann in Linz mit Ars Electronica, das größte Medienkunstereignis der Welt die digitale Revolution für Kunst, Technologie und Gesellschaft in den Mittelpunkt zu rücken. Ars Electronica feiert 09 sein 30 jähriges Bestehen und der Rückblick wird einen wichtigen Platz im Festivalprogramm einnehmen: Schon am 17. Juni 2009 wurde ein Basislager von 80+1 am Linzer Hauptplatz aufgeschlagen – Beginn einer virtuellen Weltreise, die nach 81 Tagen rechtzeitig zum Festival (03.09.09 – 08.09.09) nach Linz zurückführen und in einem vernetzten Symposium über Cloud Intelligence münden wird.




Einige der interessantesten Installationen befinden sich in der Ausstellung OK | HÖHENRAUSCH . Auf 7 Stationen werden Dächer im Zentrum von Linz bespielt, gewidmet dem Rauschen der Stadt. Dieses Rauschen herrscht ununterbrochen, egal ob man in die Ferne den Blick schweifen lässt, einem die Sonne auf den Kopf brennt oder der Regen auf die Erde fällt.
Wer sich dem Rundgang des „HÖHENRAUSCHES“ hingibt, kann sich auf den Dächern von Linz eine ungewohnte Perspektive auf die Stadt erwandern. Dabei gibt es folgende Stationen:

Himmels Stiege
Georg Lindorfer AT „Flieeeeg 2009“
Leonid Tishkov Ru „Private Moon, 2009-06-14
Atelier Bow-Wow Jp “Linz Super Branch, 2009


Luna Park
Pierre Bismuth FR/BE „Respect the Dead, 2001-2009“
Ricardo Jacinto PT, Labyrinths, 2007-2009
Shaun Gladwel Au, Voyage/Descent, 2009
Brigitte Felderer AT, Höhenflüge, 2009
Maider López Es, High Wheel, 2009
Andreas Strauss AT, 90° Kiosk, 2007/2009
Roman Signer CH, Raketenbahn, 2009


Dach Steg
Atelier Bow-Wow Jp “Linz Super Branch, 2009
Werner Pfeffer AT, Stadtmensch 2009
Shih-Yung Ku Taiwan, Bubble Man, 2006
Paul DeMarinis US, Rain Dance, 1998-2009


Linz09 Lounge
Grusskarten mit der Raketenbahn des Künstlers
ROMAN SIGNER verschicken

OK Labor
Martin Music AT, Music in the Sky, 2005/2009
Inger Lise Hansen NO, Parallax, 2009
Erwin Wurm AT, Tell, 2007/2008
Roman Signer CH, Filme, 1981-2006
Leonid Tishkov Ru, Sky Roof Experiences, 1999-2009
Shih-Yung Ku Taiwan, Lightnesse, the way to let you lighter, 2000


Kräuter Garten
Mali Wu Taiwan, Paradiesgarten, 2009


Dach Boden
Serge Spitzer US, Untitled (Linz), 2008-2009
Pipilotti Rist CH, Open My Glade (Flatten), 2000


„HÖHENRAUSCH kann bis 31. Oktober 2009 besichtigt werden siehe auch www.ok-centrum.at.
Paolo Bianchi & Martin Sturm (Kuratoren) werden auch zu dem Höhenrausch-Parcours einen Katalog herausgeben. Erhältlich ist dieser Katalog ab August 2009 und erscheint im Folio Verlag, Wien/Bozen.

***

Eine weitere interessante Ausstellung bietet das LENTOS Museum an:
„ahoi herbert! Bayer und die moderne“ ist eine umfassende Schau über den berühmten, aus Oberösterreich stammenden Bauhaus-Künstler Herbert Bayer. In dieser Ausstellung wird das Gesamtwerk von Herbert Bayer präsentiert.




Herbert Bayer, der sich mit Fotografie, Zeichnung, Malerei und Werbegrafik auseinandersetzte, hatte ein umfangreiches Werk geschaffen, welches nahezu alle Ausdrucksformen der bildenden Kunst und verwandter Bereiche umfasst. In den USA beschäftigte er sich auch jahrzehntelang als Architekt und als Gestalter von Landschaften und Skulpturen.



Herbert Bayer wurde am 5. April 1900 in Haag am Hausruck (Oberösterreich) geboren. 1938 emigrierte er nach New York und zog 1975 nach Montecito in Kalifornien. Am 30. September 1985 verstarb er in Santa Barbara, Kalifornien.

Die Ausstellung läuft noch bis 02. August 2009 und ist empfehlenswert. www.lentos.at.


Christa Linossi, Juli 2009
ID 4360





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