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Berlin: Neue Nationalgalerie, Kulturforum Potsdamer Platz

Melancholie.
Genie und Wahnsinn in der Kunst

17. Februar bis 7.Mai 2006


Albrecht Dürer, Melencolia I, 1514, Kupferstich, 23,7 x 18,7, Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett, © Staatliche Museen zu Berlin



Tumber Trübsinn und schöpferische Schwermut

Aristoteles, Hippokrates, Johannes der Täufer, Victor Hugo, Edith Piaf und Malene Dietrich, sie alle kannten die „Freude an der Traurigkeit“. Die Neue Nationalgalerie in Berlin widmet nun dem Generalthema der europäischen Kunst, der Melancholie, eine ganze Ausstellung.


Edward Hopper, Kino in New York, 1939, Öl auf Leinwand, 81,9 x 101,9 cm, The Museum of Modern Art, New York, Anonyme Schenkung, © 2005 DigitalImage, The Museum of Modern Art, New York/Scala, firence


Von Paris, Hauptstadt der Intellektuellen zieht die Ausstellung in das melancholische Berlin, wie Klaus-Peter Schuster meint. Doch sie wird anders sein, denn in Berlin findet eine Hinwendung zum Zeitgenössischen statt. Mehr als 300 Exponate ergänzen die Ausstellung im neuen Sinne. Obwohl Melancholie kein deutsches Gefühl ist, wie Prof. Dr. Peter-Klaus Schuster, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin und Kurator der Ausstellung, eröffnet, so ist Melancholie in Berlin einfach Kult. Ausgehend von der antiken Temperamentenlehre, nach der die Verteilung der Körpersäfte die Gemütslage eines Menschen bestimmt, bezeichnet die Melancholie sowohl den Zustand des Trübsinns und der Depression als auch denjenigen der schöpferischen Schwermut.Melancholie ist das Bewusstsein von der Endlichkeit der menschlichen Erkenntnis in einer als unendlich empfundenen Welt. Das Verlangen, diese Schranken zu durchbrechen und zu neuen Horizonten vorzustoßen, ist bis heute eine der Wesensdefinitionen von Kunst.Den BesucherInnen eröffnet sich ein einzigartiger Parcours durch mehr als zwei Jahrtausende der Kunstgeschichte. Zu jeder Zeit galt die Melancholie als treibende Kraft für große künstlerische Schöpfungen.


Caspar David Friedrich, Mondaufgang am Meer, 1822, Öl auf Leinwand, 55 x 71 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, © Staatliche Museen zu Berlin
Zahlreiche Meisterwerke aus großen internationalen Museen und Sammlungen repräsentieren das Schaffen: Albrecht Dürer, Johann Heinrich Füssli, Philipp Otto Runge, Arnold Böcklin, Pablo Picasso, Caspar David Friedrich, Edvard Munch, Max Ernst, Siegmund Freud, Edward Hopper. Leitmotiv ist Albrecht Dürer.


Salvador Dali, Bildnis Isabel Styler-Tas (Melancolia), 1945, Öl auf Leinwand, 65,5 x 86 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, © Staatliche Museen zu Berlin, © Salvador Dali. Foundation Gala - Salvador Dali / VG Bild-Kunst, Bonn 2005


Melancholie ist jedoch keine Ausstellung der Neuen Nationalgalerie. Alle staatlichen Museen zu Berlin schufen das Gesamtwerk, die bedeutendsten Meisterwerke von der Antike bis zur Gegenwart zusammen zu führen. Die Neue Nationalgalerie, der luftige Mies van der Rohe-Bau dient als Veranstaltungsort und geistige Schnittstelle zu den Welten der Forschung, zu den Texten in der Staatsbibliothek, zu den visuellen Print- und Massenmedien der Kunstbibliothek, zur Welt der Musik in der Philharmonie: Die ausgestellten Meisterwerke der Malerei, Graphik und Skulptur, alchemistische und wissenschaftliche Instrumentarien, kostbare Manuskripte und Dokumente machen die spannungsreiche Geschichte von Genie und Wahnsinn durch alle Epochen lebendig.


Hilde Meier, 20. Februar 2006
ID 00000002263
Gerard Régnier, Direktor des Pariser Musée Picasso ist Kurator der Ausstellung.Eine Ausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin und der Réunion des Musées Nationaux. Ermöglicht durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie

Berlin:
Melancholie. Genie und Wahnsinn in der Kunst
Neue Nationalgalerie
Kulturforum Potsdamer Platz
17. Februar bis 7.Mai 2006


Infotelefon:
030/266-2951
Öffnungszeiten:
Di, Mi, So 10-18 UhrDo 10-22 Uhr
Fr, Sa 10-20 Uhr

Weitere Infos siehe auch: http://www.melancholieinberlin.org






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