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nachDRUCK # 4

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Feuilleton




Erwin wurde 1954 in Bruck/Mur in der Steiermark (Österreich) geboren. 1977 begann er sein Studium am Mozarteum in Salzburg. 1979 Studium an der Hochschule für angewandte Kunst und dann an der
Akademie der Bildenden Künste in Wien. Eigentlich wollte er Maler werden, jedoch die
Professoren an der Kunstakademie steckten ihn die Bildhauerklasse. Angeblich ist er in der
dreidimensionalen Erfassung, begabter, als in der Malerei. Schon bald verlagerte sich sein Interesse: von der Statik der Objekte zu Handlungsformen der Skulptur und zum Prozess ihres Entstehens.

1981 hatte er die erste Einzelausstellung im Forum Stadtpark in Graz(Steiermark), seither hat er sich zum international anerkannten Künstler entwickelt.
Der Durchbruch gelang im 1999 mit der Serie „Gelbe Pullover“ als "one minute sculptures“.
Erwin Wurm lebt und arbeitet in Wien

In seiner Ausstellung versucht er die Ansichten der beiden Philosophen Adorno und Spinoza zu negieren.
Adorno stellte fest, dass es überhaupt unmöglich sei, Kunst generell durch ein System philosophischer Kategorien zu erschließen. Deshalb bedarf Kunst der Philosophie, die sie interpretiert, um zu sagen, was sie nicht sagen kann, während es doch nur von Kunst gesagt werden kann, indem sie es nicht sagt. Zitat von Adorno: „Aufgabe von Kunst ist es heute, Chaos in die Ordnung zu bringen“.



ist der Titel einer Zeichnung aus dem Jahr 1998.
Bildmaterial: Erwin Wurm


Für Spinoza ist der menschliche Körper als Objekt der Idee, dem menschlichen Geist, zuzuordnen.
„Substanz“ ist auch Atem, Seele, die Natur Gottes. Die mit angehaltenem Atem an Spinoza denkende menschliche Figur bildet damit ein auf sich und seine inneren Gedankenvorgänge konzentriertes System.



Erwin Wurm lädt sein Publikum ein, Skulptur zu werden, die Zutaten dazu stellt er bereit: 12 große rosafarbene Platten, zusammengefügt zu einem Ensemble, sind von den Besuchern wie eine begehbare Plastik zu benützen. Zeichnungen auf den Platten dirigieren die unmittelbar mögliche Kontaktaufnahme des Museumsbesuchers mit dem Kunstwerk.
Die Installation ist eine gesteigerte Variante der „one minute sculptures“, gleichzeitig eine Demontage
des pathetischen Kunstbegriffs von Adorno.



Bildmaterial: Erwin Wurm. Adorno lag falsch mit seiner Theorie über Kunst. Installation, 2005, ©VBK, Wien, 2006


Die Installation wird mit weiteren 20 Zeichnungen, die im Kontext der „Adorno“-Arbeit entstanden sind, sowie Werke von Erwin Wurm aus Sammlungsbeständen und Dauerleihgaben erweitert.


Christa Linossi - red / 17. April 2006
ID 00000002348
2006 finden noch weitere Solo Ausstellungen statt:

Deichtorhallen in Hamburg
CAPC Musée d’art contemporain, Bordeaux, France
Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen
Sala de Exposiciones Canal de Isabel II, Madrid, Spain
Des Moines Art Center, Des Moines, USA
Southeastern Center for Contemporary Art, Winston Salem, USA

Die Ausstellung im Museum der Moderne läuft vom
08. April 2006 – 09. Juli 2006


Weitere Infos siehe auch: http://www.museumdermoderne.at






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