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Feuilleton


Kassel, 16. Juni bis 23. September 2007

DOCUMENTA 12



16. Juni bis 23. September 2007 findet die zwölfte Ausgabe der Documenta in Kassel statt. Künstlerischer Leiter dieser Documenta ist der Wahlwiener Roger M. Buergel.


Roger M. Buergel - Künstlerischer Leiter der DOCUMENTA 12


Was die geschätzten 60.000 Besucher hier erwarten wird, ist noch unklar. Überraschen will Buergel bei der Künstlerauswahl, hier werden sich auch Künstler finden, die nicht unbedingt zum Repertoire internationaler Großausstellungen gehören. Klar ist jetzt schon, es sind ca. 100 Künstler, die Roger M. Buergel für seine Schau ausgewählt und eingeladen hat. Insgesamt sind bisher nur wenige Namen nach außen gedrungen, so z.B. der des Brasilianers Ricardo Basbaum.


Ricardo Basbaum, Schlachthof 2004


Auf was müssen sich Kunstfans noch einstellen? Auf ein neues Ambiente der neuen 3 Millionen Euro teuren Kunsthalle, die als zusätzlicher Ausstellungsbau mit 12.000 Quadratmetern drei Viertel der kompletten Schau fassen soll. Errichten wird das temporäre Gebäude von dem Pariser Architekten Jean-Philipp Vassal, gemeinsam mit seiner Partnerin Anne Lacaton. Das Duo Lacaton & Vassal schuf in Mulhouse im Elsass vor zwei Jahren aus vorgefertigten Gewächshäusern billige, lichtdurchflutete Sozialbauten. Wie einladend nun die geschätzten 12000 bis 13000 Besucher am Tag diese Mischung aus Kunst-Gewächshaus und Labyrinth finden werden, bleibt abzusehen. Buergels Plan ist jedenfalls, mit dem geplanten Neubau die Documenta leichter zugänglicher zu machen und die Vermittlung zeitgenössischer Kunst zu forcieren.



FOTOMONTAGE NEUBAU


1955 wurde die Documenta vom Kasseler Kunstprofessor Arnold Bode gegründet und dieser wollte mit der Ausstellung die von den Nazis geächtete moderne Kunst vorführen, die die Deutschen im Wiederaufbautrubel vergessen hatten. Er verstand die Documenta in erster Linie als Bildungsinstitut.
Hier will Buergel an die Anfänge anknüpfen und somit gibt es auch eine weitere Neuheit; Er will 70 Schüler aus Kassel für die Museumsführungen vorbereiten. Sie sollen die Erwachsenen durch die Ausstellung geleiten und über ihre eigenen Erfahrungen mit den Kunstwerken sprechen. Ob dies eine gute Idee ist bzw. war, wird sich herausstellen. Möglicherweise wird den junge Menschen zwischen 16-19 doch etwas zu viel Kunstverständnis zugemutet.

Auch will Buergel die Biografien der Künstler nachvollziehbar machen, in dem er ein Paar ältere Arbeiten neben den neu entstandenen Werken zeigen will.

Man darf gespannt sein, was diese mit an bedeutendste Ausstellungen für zeitgenössische Kunst bringen wird. Baumarkt-Orangerie mit Shopping-Mall-Charakter oder vielleicht doch hoch qualitative Kunst? Es wird sich zeigen.


Christa Linossi, Januar 2007
ID 2940

Weitere Infos siehe auch: http://www.documenta12.de/





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