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Ausstellung

Noch bis zum 23. Februar 2014 - Kunsthalle Krems

YOKO ONO. HALF-A-WIND SHOW

EINE RETROSPEKTIVE


„Die Aufgabe eines Künstlers besteht nicht darin, zu zerstören, sondern den Wert der Dinge zu verändern. So können Künstler die Welt in eine Utopie verwandeln…“ (Yoko Ono) | Yoko Ono, Schirn Kunsthalle Frankfurt 2013 Foto (C) Gaby Gerster



Sie ist die berühmteste Witwe der Welt und eine der einflussreichsten Künstlerinnen unserer Zeit!

Infolgedessen widmet die Kunsthalle Krems Yoko Ono,der Frau des verstorbenen Beatles John Lennon, zu ihrem 80. Geburtstag eine umfassende Retrospektive, in die rund 200 Werke aus sechs Jahrzehnten ihres Schaffens präsentiert werden. Yoko Ono, 1933 in Tokio geboren, ist Konzeptkünstlerin und Wegbereiterin der US-amerikanischen Fluxus Bewegung, Filmemacherin, Komponistin experimenteller Musik und Sängerin.

1969 heiratete sie John Lennon, Mitgründer, Sänger und Gitarrist der britischen Rockband The Beatles. Mit John kämpfte sie für den Weltfrieden und startete mit ihm als frischvermähltes Paar mit bed-in im Hilton Hotel in Amsterdam eine Anti-Kriegs-Kampagne. Eine Protestbewegung gegen den Vietnamkrieg während der Hippie Zeit. 1967 entstand auch der Slogan „Make Love not War“, der rund um die Welt ging. Yoko Ono und John Lennon gründeten zeitgleich die Plastic Ono Band mit den von ihnen komponierten und wohl bekanntesten Friedensaufruf „Give Peace a chance“.




Yoko Ono and John Lennon, Bed-In for Peace, Hilton Hotel, Amsterdam, March 25-31, 1969 © Yoko Ono



Yoko Ono war zu dieser Zeit die meistgehasste Frau der Welt. Sie wurde zum Feindbild vieler Beatles-Fans und erntete von allen Seiten heftige Kritik. Nach John Lennons Tod blieb sie für die Öffentlichkeit nur mehr die „Lennon Witwe“. Der große Erfolg ihrer Kunst blieb somit aus.

Sie war eine der wenigen Frauen im internationalen Kontext, die sich mit der experimentellen Kunst und der Avantgarde auseinandersetzte. Verschiedene Strömungen beeinflussten sie, wie z.B. Conceptual Art, Performances, Fluxus und Happenings. Sie arbeitete interdisziplinär und brach mit traditionellen Grenzen zwischen den Kunstdisziplinen. Ihr Arbeitsprozess: Worte dienten ihr als Basis jeden Konzeptes, und die Beschreibung galt als Definition. Durch dieses Vorgehen trennte sie künstlerisches Konzept und materialistische Form und hob gleichzeitig ihre subjektiven als auch meditativen Qualitäten hervor.

Cut Piece, 1964 erstmalig in Japan und dann 1965 in der Carnegie Hall in New York aufgeführt, ist eines ihrer besten Performances, dann bat sie das Publikum – vornehmlich männliches – ihr mit einer Schere die Kleider vom Leib zu schneiden. Diese protofeministische Aktion ging auch in die Kunstgeschichte ein.




Yoko Ono, Cut Piece, 1964, Performance, Carnegie Recital Hall, New York, 1965, Foto: Minoru Niizuma, Courtesy Yoko Ono



Das Werk Arising konzipierte sie eigens für die Kunsthalle Krems. Es handelt sich hier um eine Bodeninstallation, bestehend aus Mädchen- und Frauenkleidern und stellt ein stilles Monument im Gedenken an die Frauen der Welt dar.

Zu sehen ist auch die Bodeninstallation Morning Beams (Riverbed) aus dem Jahr 1996. Eine dramatische Installation mit Seil, um eine Illusion von Lichtstrahlen und natürlichen Lichtquellen zu erstellen, die dann die am Boden installierten Steine erleuchten. Oder die Installation To Hammer A Nail - eine weißlackierte Holzplatte mit eingeschlagenen Nägeln, und an dem Brett ist ein Hammer, verbunden mit einer Kette, befestigt. Ein Objekt, das vielseitig interpretiert werden kann, man könnte auch annehmen, das „Hammer und Schere“ das Markenzeichen von Yoko Ono sind!




Yoko Ono, Morning Beams (Riverbed), 1996, Installationsansicht, The Israel Museum, Jerusalem, Foto: Oded Lobl © Yoko Ono



Bewertung:    


Christa Linossi - 18. November 2013
ID 7376
Weitere Infos siehe auch: http://www.kunsthalle.at/


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