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Feuilleton


3. 7. bis 24. 10. 2010, MUSEUM DER MODERNE Mönchsberg

Press Art

Die Sammlung Annette und Peter Nobel


MdM Mönchsberg © Gerald Rihar



Das Museum der Moderne in Salzburg zeigt Werke aus einer weiteren Privatsammlung. Diesmal handelt es sich um die Sammlung von Annette & Peter Nobel (Schweiz). Das Ehepaar sammelt bereits seit 25 Jahren Werke zum Thema Presse und Kunst. Die Sammlung umfasst mittlerweile 800 Werke - davon werden nun ca. 340 ausgewählte Arbeiten im MdM gezeigt.

Erstmalig wurde die Sammlung in St. Gallen/Schweiz (30.01.10 - 20.06.10) gezeigt, und als weiterer Ausstellungsort wurde Salzburg gewählt. Danach soll aber wieder Schluss sein, denn Peter Nobel möchte seine bisher gesammelten Werke einfach selbst genießen und bewundern.

Sein erstes entstandenes Werk war das Bild von Hannes Portmann (geb.1927 in Sempach Luzern): „Blick-Verkäufer“. Dieses Bild stellt einen armen Zeitungsverkäufer dar. Mit Kappe, wie ihn amerikanische Zeitungsverkäufer tragen. Die Zeitungstasche ist umgehängt mit der täglichen Schlagzeile... wie auf dem Bild „BLICK – Millionär beraubt“ zu sehen ist.

Was will das Wort Press Art ausdrücken? Es ist eine Fokussierung zwischen den gedruckten Massenmedien und der Kunst, und es besteht ein Zusammenhang zwischen dem gedruckten Wort und dem gedruckten Bild.

Viele Künstler des 20. Jahrhunderts setzten sich mit den Massenmedien bzw. Zeitungen und Zeitschriften auseinander. Verwendeten die Zeitungen für Décollagen, Collagen oder einfach auch, um ihre Idee zu skizzieren oder verwendeten die Zeitungen anstatt des Zeichenblatts aus Spargründen.

Der französische Künstler César Baldaccini schuf z.B. aus zusammengepressten Zeitschriften ein Paket und nannte es „Papierabfälle“. Was er in den 80iger Jahren schuf, hat
heute mehr Gültigkeit den je. Aus Altpapier stellt man wieder Papier her... Oder Gabriel Vormstein, der grafische Elemente auf dem Zeitungsblatt (Inseratenseite) entstehen lässt.



Foto: Daniel Buetti © Christa Linossi

Foto: „Papierabfälle“ © Christa Linossi

Foto: „Nothinking“ © Christa Linossi


Die Ausstellung ist nicht chronologisch geordnet, jedoch sind die Werke räumlich und in folgende Abschnitte geteilt: Pariser Avantgarde, Pop Art, Décollage, Arte Povera, Noveaux Rélatistes, Erweiterung des Kunstbegriffs, Perestrpola. Lifestyle-Dokumente, Politische Kommentare, Globalisierung und last not least: Zeitung lesen.

Press Art wird auch in Zukunft eine weitere interessante Rolle spielen. Im 21. Jahrhundert ist es auch die Schnittstelle von der analogen zu der digitalen Mediengesellschaft. Press Art ist eine Aufforderung, auch in Zukunft genauer hinzusehen und die Veränderungen zwischen dem gedruckten Wort und der Kunst zu beobachten.

Die Ausstellung ist auf alle Fälle sehenswert.


Christa Linossi - red. 5. Juli 2010
ID 00000004709
Gastkurator ist Christoph Doswald. Zur Sammlung Annette und Peter Nobel ist auch ein umfangreiche Publikation „Sammlung Press Art“ im Verlag Stämpfli (Bern) erschienen.

Weitere Infos siehe auch: http://www.museumdermoderne.at


Post an die Autorin: christa.linossi@kultura-extra.de



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