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27. 3. - 13. 6. 2011, Kunsthalle Krems

Joans Burgert, LEBENDVERSUCH



Joans Burgert, Bewaffnet, 2006, Privatsammlung, Hamburg © Jonas Burgert, 2011

Als Künstlerin bin ich viel auf Reisen, und da stoße ich auch immer wieder auf interessante Kunstausstellungen. Wie z. B. jetzt auf meiner Reise durch die Wachau, wo ich auf die Ausstellung von Jonas Burgert gestoßen bin, die in der Kunsthalle Krems gezeigt wurde.

Jonas Burgert, geboren 1969 in Berlin, besuchte die Universität der Künste in Berlin und war Meisterschüler von Prof. Dieter Hacker. Auch als Shootingstar gehandelt - zählt er zu den großen Neuentdeckungen der deutschen Kunstszene.

Als erste österreichische Galerie zeigte die Kunsthalle Krems eine Einzelausstellung des Berliner Künstlers in Kooperation mit der Kunsthalle Tübingen. Die Ausstellung zeigte einen Querschnitt seiner seit 2005 entstandenen Arbeiten.

Auszug aus dem Pressetext der Kuratoren Hans-Peter Wipplinger und Karin Pernegger: „Das zentrale Thema in der Malerei von Jonas Burgert ist die Figuration, die er facettenreich in Mythen, in die Groteske und das Fantastische integriert. Die minutiös konzipierten Bild-Kompositionen erinnern an epische Bühnenbilder, die zum Spiegel spannungsreicher zwischenmenschlicher Beziehungen werden. Seine großformatigen Leinwände verdichten sich dabei zu sensiblen Ich-Porträts und sind von emontionaler Eindringlichkeit.“

Seine großformatigen Werke sind so imposant, dass man gezwungen ist, stehen zu bleiben, um dieses Welttheater in Malerei, welches unsere heutige Zeit thematisiert, wirken zu lassen. Wie auch im Pressetext der Kunsthalle Krems erwähnt wird; „stehen seine malerischen Erkundungen dabei in der Tradition des jahrhundertealten Motivs des Welttheaters (Theatrum mundi), in dem die Welt zu Bühne, das Leben zum Schauspiel, der Mensch zum Spieler wird".

Burgert Werke erinnern an den venzianischen Meistermaler Jacopo Tintoretto, konkret an dessen „Kreuzigung – Sala dell’Albergo“ oder „Die Belagerung von Asola“ (dem heuer auf der La Biennale Venezia 2011 ein Raum seiner großartigen Werke gewidmet ist). Allerdings sind Burgerts Arbeiten auf unsere Zeit zugeschnitten und stellen somit auch die immer wieder kehrenden Menschheitsfragen wie Sinn des Lebens, Liebe, Macht, Leid und Tod zur Diskussion.

Betrachtet man z. B. das Werk Bewaffnet, welches 2006 entstanden ist und sich in einer Privatsammlung in Hamburg befindet, sieht man den starken Ausdruck, der auch den Betrachter gleichzeitig eine Frage stellen könnte. Es könnte aber auch den Eindruck erwecken: 'Sei vorsichtig, ich habe die Macht, ich bin stärker, du siehst es an dem abgehackten Kopf mit den Widerhaken, den ich hierauf den Rücken trage!'

Seine aus dem Unterbewusstsein entstandenen Werke sind nicht nur außergewöhnliche Bilddarstellungen, sondern er beherrscht auch den meisterlichen Umgang mit Komposition und Farbe.



Joans Burgert in der Kunsthalle Krems 2011 © Archiv Kunsthalle Krems


Christa Linossi - red. 15. Juni 2011
ID 00000005241

Weitere Infos siehe auch: http://www.kunsthalle.at


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