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Feuilleton


Noch bis zum 18. Oktober 2013 - Sonderausstellung im Stadtmuseum Simeonstift Trier

IKONE KARL MARX

Kultbilder und Bilderkult


Emil Dreyer: Porträt Karl Marx, um 1900-1920 (Dauerleihgabe der Friedrich-Ebert-Stiftung) | Bildquelle: Museum Trier



Wir waren jetzt auf einer kleinen kulturellen Rundreise - von Luxembourg aus - und machten in dem Zusammenhang auch eine Stadt-Station im schönen Trier... Älteste Stadt von Deutschland!

Wo, nicht bloß rein nebensächlich, zu erfahren war, dass dieses schöne Trier sodann (aber wahrscheinlich war das so aus Spaß dahergesagt) mitunter gar Karl-Marx-Stadt hätte heißen wollen; geht ja freilich nicht - ist vielzu sehr mit Ideologischem belastet; Chemnitz war ganz froh, dass es sich nach der sog. Wende von dem Namenszug befreien tat. Aber in Uni-Kreisen war diese Idee dann schon ein bisschen ernster - Trier mit 'ner Karl-Marx-Uni? Geht freilich auch nicht; Leipzig hatte ja schon "damals" eine...

Immerhin - die Stadt und ihre Leute machen sich dann schon Gedanken über ihren weltberühmten Trier-Sohn!


*


"Anlässlich des 130. Todestags von Karl Marx (1818–1883) im März 2013 zeigt das Stadtmuseum Simeonstift Trier eine umfangreiche Sonderschau unter dem Titel Ikone Karl Marx. Kultbilder und Bilderkult. Die Ausstellung versteht sich als wichtige Etappe zum Jahr 2018, dem 200. Geburtstag des großen Trierers, der hier geboren wurde, aufwuchs und nicht zuletzt durch seine (Privat-)Lehrer entscheidend geprägt wurde.

Unabhängig von seiner historischen und politischen Bewertung ist Karl Marx bis heute der weltweit bekannteste Trierer. Überaus präsent ist er nach wie vor als Bild, das regelrecht zur Chiffre wurde. Die Ausstellung geht der Frage nach der Entstehung dieses Bildes nach und untersucht die Umstände, die es zur 'Ikone' werden ließen."
(Quelle: Museum Simeonstift Trier)



Jonathan Meese: Erzmarx, 2007, Friedrich Ebert Stiftung, Museum Karl-Marx-Haus Trier © VG Bildkunst Bonn 2012



"Die Ausstellung Ikone Karl Marx bietet einen Gang durch fast anderthalb Jahrhunderte einer facettenreichen, in erster Linie politischen Ikonografie, in dessen Zentrum das Bild eines bedeutenden deutschen Universalgelehrten des 19. Jahrhunderts steht. Karikaturen greifen sein markantes Gesicht mit dem auffälligen, weißen Vollbart auf, Marx erscheint in YouTube-Filmen und aktuellen Werbespots. Die schwedische Möbelhauskette IKEA baute 2009 vor einer öffentlich aufgestellten Marx-Büste ihren neuen Einrichtungskatalog auf und warb mit dem Slogan 'Wie man gute Ideen erfolgreich umsetzt', der Weltkonzern Apple integrierte bereits 1984 einen Marx-Verweis in seine Werbeanzeige. Sowohl auf Gebrauchsgegenständen als auch in der Hochkunst ist Marx' Konterfei bis heute zu finden: Es ist immer wieder ein zur Chiffre gewordenes markantes und bekanntes Bild, das uns in Werken von Frida Kahlo, Alfred Hrdlicka, Johannes Grützke und Jonathan Meese begegnet.

Der inhaltliche Bogen der Sonderschau spannt sich von frühen Fotografien und ihrer gezielten Verbreitung bis hin zur 'Verherrlichung' in der Arbeiterbewegung über Beispiele der Historienmalerei im Gefolge der russischen Oktoberrevolution und später in der DDR sowie den Ausprägungen in der künstlerischen Moderne."
(Quelle: Museum Simeonstift Trier)


* * *


Und wenn Sie Riesenglück haben, erwischen Sie sogar (vielleicht) eine von Paula Giersch bewerkstelligte Stadt- oder Museumsführung. Sie ist wirklich was total Besonderes - man lauscht ihr ohne Unterlass und wird, beim Lauschen, immer gieriger. Denn wie sie ihre Anekdoten und Geschichten rund um Trier und Triers bekanntestem der Stadt-Söhne (= Karl Marx) zu ihren Lauschern 'rüberbringt, hat einen Seltenheitscharakter ohne gleichen; dabei ist sie, ohne jede Frage, sach- und faktenkundig bis ins Allerkleinste... Einfach buchenswert!!



Das Marx-Engels-Denkmal (für Berlin-Mitte) vor der Werkstatt des Bildhauers Ludwig Engelhardt, Fotografie von Sibylle Bergemann, Mai 1984 © Agentur Ostkreuz / Nachlass Sibylle Bergemann



Bewertung (inkl. Paula Giersch):    


a. so. - 9. Juli 2013
ID 6928
Stadtmuseum Simeonstift Trier
Simeonstr. 60
54290 Trier

Tel. +49 (0)651 / 718 14 59
Fax +49 (0)651 / 718 14 58
stadtmuseum@trier.de


Weitere Infos siehe auch: http://www.museum-trier.de/ausstellungen/vorschau/ikone-karl-marx.html


http://www.andre-sokolowski.de





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