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Feuilleton

Bis 26. Februar 2012, Palazzo Reale/Mailand

CÉZANNE

Les ateliers du Midi


Paul Cezanne, Vaso blu, 1889 - Foto (C) RMN (Musee dOrsay) Herve Lewandowski

Die leuchtenden Farben der Provence, das tiefblaue Meer des Südens, die Erhabenheit der Landschaft, die Stille der Natur, die kräftige Sonne. Immer wieder, immer wieder malt Paul Cézanne (1839 – 1906) dieselben Sujets. Der Berg Sainte-Victoire wird zu seiner Obsession, zu seiner Muse. Immer wieder malt er diesen Berg, einsam herausragend, den er von seinem Atelier aus sieht. Immer wieder aus einer leicht abgeänderten Perspektive, bis aus der „ma petite sensation“ (meine kleine Empfindung) eine logisch-rigorose Konstruktion wird, im Spannungsfeld zwischen Impressionismus und Kubismus.

„Es gibt zwei Dinge in einem Maler: das Auge und das Gehirn. Man muss an der Entwicklung beider arbeiten: (Entwicklung) des Auges über die Beobachtung der Natur, des Gehirns über die Logik der organisierten Empfindung, die die Ausdrucksmittel bereitstellt.“ Cézanne verwirklicht, was er sagt.



Paul Cezanne, La Tentation de saint Antoine, 1877 - Foto (C) RMN (Musee dOrsay) Herve Lewandowski

Paul Cezanne, La Table de cusine - Nature morte au panier, 1888-90 - Foto (C) RMN (Musee dOrsay) Herve Lewandowski



Gemäß impressionistischer Gepflogenheit arbeitet er en plain air – und diese Gepflogenheit wird ihn sein Leben kosten. Am 15. Oktober 1906 lässt er sich trotz eines starken Gewitters nicht vom Malen im Freien abschrecken. Diese Halsstarrigkeit zieht eine Lungenentzündung nach sich, an der er eine Woche später verstirbt.

Die Ausarbeitung seiner Eindrücke erfolgt in seinem Atelier – Ort der Vertiefung und Sammlung. Dort arbeitet er, zurückgezogen, unablässig, um sich dem Wesen der Natur immer mehr zu nähern. „Seine letzten Landschaften bilden etwas ab, das man nicht sieht, ein großes Depot der Natur. Und in der Stille jener Vision, mittels der Kraft von Farbe und Materie, hat Cézanne seine Meisterwerke geschaffen. Er hat das Unsichtbare sichtbar gemacht, es in etwas verwandelt, das noch nie wahrgenommen worden ist, um das Noch-Unbekannte zu erkennen.“ (Rudy Chiappini – Kurator der Ausstellung)


Sylvia Schiechtl - red. 26. Dezember 2011
ID 00000005558
Cézanne – Les ateliers du Midi
Bis 26. Februar 2012
Palazzo Reale
Piazza Duomo – Mailand
Tel.: +39 02/88445181
Mo: 14.30 – 19.30
Di bis So 9.30 – 19.30
Do und Sa verlängerte Öffnungszeit bis 22.30


Weitere Infos siehe auch: http://www.mostracezanne.it


E-Mail an die Rezensentin Sylvia Schiechtl



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