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Feuilleton


Noch bis zum 27. November 2011, 54. Bienale Venedig (Giardini und Arsenale)

Ein Blick vom Großvenediger zur La Biennale di Venezia



Der Großvenediger - hier auf dem Bild als Berg- (und nicht als Kunstobjekt) zu sehen


Es ist nun wieder soweit, wo sich Sammler, Galeristen, Künstler und Kunstinteressierte die Türklinke in die Hand geben: Die 54th International Art Exhibition La Biennale di Venezia hat ihre Pforten für die Kunstwelt geöffnet.

Und ein Außenseiter greift in das Geschehen der La Biennale di Venezia ein.




Foto (C) Hannes Egger - Kürsinger Hütte



Hannes Egger, der aus Meran stammende Künstler - und als autonomer Teilnehmer von Eva Schlegel (Kommissärin und Künstlerin) zur Biennale nach Venedig eingeladen - präsentiert ein interessantes Projekt, in dem er der Frage nach geht, warum der Großvenediger (der vergletscherte Hauptgipfel der Venedigergruppe in den Hohen Tauern mit einer Höhe von 3.662 m) so heißt. Es wird ja auch behauptet, dass man vom Großvenediger bis nach Venedig hinüber sehen kann...

Die Realität sieht freilich anders aus: Ein Blick vom Großvenediger nach Venedig mit dem bloßen Auge ist aufgrund der Sichtachsen schon mal nicht möglich. Jedenfalls herrscht über die Herkunft des Namens “Großvenedigers” nach wie vor Unklarheit; es könnte auch sein, dass sich der Name über die durchziehenden Händler, die Venediger, abgeleitet hatte...

Das Projekt hat aber auch einen geographisch-historischen Hintergrund: zum einen die Alpen und zum anderen die Adria. Venedig war jahrtausendelang eine der bedeutesten politischen und wirtschaftlichen Drehscheiben zwischen Westeuropa und dem östlichen Mittelmeer.

Hannes Egger macht es nun mit seinem Projekt (siehe unter http://www.see-you-venezia.com ) und der modernen Technologie trotzdem möglich, vom Großvenediger, von der Kürsingerhütte aus, nach Venedig zu blicken.

Er installierte im Österreich Pavillon auf einem Stahlträger eine Kamera, die die herein- und hinausgehenden Besucher filmt. Die so gefertigten Bilder aus dem Pavillon werden dann in Realzeit auf die Kürsingerhütte am Großvenediger übertragen, und dort können die Bergsteiger am Monitor dem Treiben im Österreichischen Pavillon zusehen.



Foto (C) Hannes Egger, Österreich Pavillon

Seilbahnhütte am Großvenediger, wo der Monitor installiert ist



Es ist eine Begegnung zwischen der Kunst in der Lagunenstadt und den Bergsteigern im Hochgebirge. Zwei verschiedene Welten prallen hier aufeinander: die des Kuns- und die des Bergfreaks. Wie werden die Bergsteiger auf diese Videoaufnahmen reagieren?

Wird der Bergsteiger dieses Projekt überhaupt beachten, wahrnehmen und dazu Stellung nehmen? Hannes Egger hat für alle Fälle ein Hüttenbuch bereitgestellt, um die Meinungen einzufangen. Interessant ist dieses Kunstprojekt auf alle Fälle, da der Besucher auch selbst zum Kunstobjekt wird.

Der Künstler nahm also Hürden (Hochgebirge) zum Thema ILLUMInazioni auf sich, um dem Herkömmlichen Paroli zu bieten.


Christa Linossi - red. 19. Juni 2011
ID 00000005251

Weitere Infos siehe auch: http://www.see-you-venezia.com


Post an die Rezensentin: christa.linossi@kultura-extra.de



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