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Rezension


„Arthur Weihnachtsmann“ (Großbritannien, USA 2011)

Regie: Sarah Smith

Starttermin: 17. November 2011

Die Kino-Weihnacht hat schon angefangen. Die britische Firma Aardman, berühmt für ihre „Wallace & Gromit“-Filme, animierte auch die herrlich komische und freche Geschichte vom ungeschickten Arthur Weihnachtsmann, dem jüngeren Sohn des Weihnachtsmanns. Der hat gar keinen leichten Stand in seiner Familie. Er hat einen überforderten Vater, den derzeit amtierenden Weihnachtsmann, der innerhalb eines Tages 2 Milliarden Geschenke ausliefern muss und einen ewig grantelnden Opa, der mit 136 Jahren im unfreiwilligen Ruhestand ist und glaubt, man könne das Pensum immer noch mit einem Schlitten und nur acht Rentieren schaffen. Zum Glück ist da Steve, der älteste Sohn des Weihnachtsmanns, der mit Hightech und militärischer Logistik das Ganze im Griff zu haben scheint.

Steve hat über eine Million Elfen, die ihm beim Austeilen der Geschenke helfen. Bei 2 Milliarden Kindern haben sie nur wenige Sekunden pro Kind. Der alte Rentierschlitten wurde ausgemustert und durch ein riesiges Fluggerät, die S 1, von 1,6 Kilometern Breite und einer Länge von 3 Kilometern ersetzt. Die S 1 fliegt mit 8,4-facher Schallgeschwindigkeit und verfügt über mehrere Milliarden Rentierstärken. Auf ihrer Tarnhaut kann sie jedes beliebige Bild projizieren, so dass sie sich mühelos ihrer jeweiligen Umgebung anpassen kann.

Bei aller Logistik und technischer Finesse geschieht es aber, dass ein einzelnes Kind aus Versehen sein Geschenk nicht ausgeliefert bekommt. Statistisch gesehen, hat das mit Null Komma Null (und dann noch ganz viel Nullen) Prozent keine Relevanz, aber Arthur ist am Boden zerstört. Für ihn ist der ganze Sinn von Weihnacht in Frage gestellt, wenn dieses kleine Mädchen sein pinkfarbenes Fahrrad nicht bekommt. Aber Steve sagt, dass es nicht mehr möglich ist. Es ist zu spät.

Zwei ungleiche Brüder: Steve ist für Effizienz und Hightech, Arthur geht es um das vergessene Kind © Columbia Pictures und Sony Pictures Animation
Dann findet Arthur heraus, dass Opa den alten Rentierschlitten gar nicht weggeworfen hat. Der steht noch in der Garage. Die neuen Rentiere haben zwar keine Erfahrung im Schlittenziehen, aber schließlich hat Opa Weihnachtsmann das lange genug gemacht. Und so schleichen sich Opa und Arthur zusammen mit der übereifrigen Elfe Bryony davon und machen sich auf den Weg, das Geschenk doch noch auszuliefern. Sie haben einen defekten Navi und keine Orientierung. Und ihnen ist nicht gewusst, dass es Radarüberwachung gibt. Das Militär glaubt, dass der Schlitten ein Ufo ist und macht Jagd auf ihn. So beginnt eine aberwitzige Reise gegen die Zeit und die Verfolger.
Der Film beantwortet zwei wichtige Fragen: Wie ist es möglich, dass so viele Kinder innerhalb von so kurzer Zeit alle ihre Geschenke bekommen? Und passt der Weihnachtsmann noch in unsere Welt? – Wie bei Aardman typisch ist alles mit großer Liebe zum Detail animiert und mit einer augenzwinkernden Sozialkritik versehen. Zum Schluss gibt es keine Verlierer. Ein wundervolles Weihnachtsmärchen mit Witz und Esprit, fantasievollen technischen Spielereien, die aber nie sinnfreier Selbstzweck werden.


Helga Fitzner - 21. November 2011
ID 5490

Weitere Infos siehe auch: www.arthur-weihnachtsmann.de





 

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