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EXTRA - Kurzmeldungen und Infos

Der Förderverein der Filmakademie Baden-Württemberg vergibt die begehrten „Caligari“- Preise für das Jahr 2010
Zwölf studentische Filmprojekte der Filmakademie wurden mit der begehrten Trophäe und damit verbunden mit einer finanziellen Förderung von bis zu € 5.000,- ausgezeichnet.
Der „Caligari“ ist eine Anerkennung für besonders engagierte Studierende.
In diesem Jahr wird der Förderverein € 59.000,- vergeben. 4 Preise sind von Mitgliedern des Fördervereins finanziert, 8 Preise kommen von Stiftern aus der Wirtschaft und Kulturinstituten.
Neu als Stifter konnten für 2010 die Kodak GmbH und die Gerhard-Alber-Stiftung aus Stuttgart, ein Therapiezentrum, gewonnen werden.
Seit 1999, als die ersten Caligaris vergeben wurden, hat der Förderverein damit insgesamt € 412.000,- für studentische Projekte bereitgestellt.

Die Jury, bestehend aus 7 Vorstandsmitgliedern des Fördervereins hat schon einige Male ein sicheres Gespür für Talente bewiesen. So gewannen Produktionen, die mit einem Caligari ausgezeichnet wurden, bedeutende Preise und wurden auf vielen Festivals vorgestellt.

Es wurden dieses Mal 52 Projekte vorgestellt, 20 Nominierungen kamen in die Endauswahl. Durch den Vorstand des Fördervereins wurden 12 Projekte ausgewählt. Es bewarben sich Projekte aus den Abteilungen szenischer Film, Dokumentarfilm, Werbung, Drehbuch, Animation und Bildung und Wissenschaft


Die Preisträger, der durch Stiftungen geförderten Preise sind:

Andreas Dahn, Michael Glasauer, Mona Goos, Benjamin Munz, Jana Raschke, Jurek Kuttner, Ben Wieg
für „Der Sandmann“, szen. Kurzfilm
Caligari-Preis der Stadt Ludwigsburg

Christian Mielmann, Max Penk, Carlo Jelavic, Kai Schonrath, Fabian Hebestreit, Matthias Schmidt und Julian Wagner
für ihr Serienprojekt „E.T.F.A.“
Caligari-Preis der Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg

Christopher Mosselman
für seinen Dokumentarfilm „Country Road“
Caligari-Preis der Andreas Stihl AG & Co.KG, Waiblingen

Julia Ziesche, Katrin Haase, Agnes Landen, Jan Prahl, Daniela Hoelzgen
für ihr Filmprojekt „Bitte nicht stören“, szenischer Film
Caligari-Preis der Gerhard-Alber-Stiftung GmbH, Stuttgart

Kristin Franke, Barbara Anticevic, Elsa Kremser, Leonid Godik, Steve Scholl, Torsten Knoll und Lucia Hofer
für ihr Filmprojekt „Bernsteinblume“ ,szenischer Film
Caligari-Materialpreis der Kodak GmbH, Stuttgart

Daniel Karl Krause, Verena Hartwig und Sebastian Naumann
für ihr Filmprojekt „Vater/Mutter/Kind“, szenischer Kurzfilm
Petra-Mosselman-Gedächtnis-Preis von teamWorx Television & Film GmbH

Hanna Kaesemann, Benjamin Swiezinsky und Team
für ihren Animationsfilm „Heldenkanzler“
Caligari-Preis der Landesanstalt für Kommunikation, Stuttgart

Jan Raiber, Janine Wolf und Clemens Baumeister
für ihr Filmprojekt „ Heute ist morgen schon alles anders“, Dokumentarfilm
Caligari-Preis der Wüstenrot Stiftung


Die Preisträger der durch Mitglieder geförderten Preise sind:

Anja Reiß, Mark Szilagyi, Martin Rohé, Roman Köppel, Gregory Schuchmann, Falko Lachmund
für ihr Filmprojekt „Staub der Erinnerung“, Bildung und Wissenschaft

Malte Can, Nicolas Steiner, Kaya Inan und Markus Nestroy
für ihr Filmprojekt „Brandherd“, Dokumentarfilm

Hanna Maria Heidrich, Sebastian Bandel, Steffen Wilhelm, Jann Döppert
für ihr Werbefilmprojekt „WWF – I miss you“

Christian Mielmann, Katrin Haase, Dagmar Kalus, Carlo Jelavic
für ihr Werbefilmprojekt „35 Years of Smack“


Über den Förderverein:
Ein engagierter Kreis von über 260 Unternehmen und Persönlichkeiten repräsentieren den Förderverein der Filmakademie Baden-Württemberg. Zahlreiche Firmen der Film-, Fernseh- und Medienbranche sowie Kommunikationsagenturen gehören dazu. Ziel des Vereins ist die Förderung der Kunst und Kultur, insbesondere der Filmkunst an der Filmakademie Baden-Württemberg. Vorsitzender des Vereins ist Prof. Albrecht Ade, Künstlerischer Direktor der Filmakademie 1991 – 2000, stellvertretender Vorsitzender ist Wolfgang Zahn, Vorstand Entwicklung der Andreas Stihl AG & Co. Als weitere Vorstandsmitglieder engagieren sich Matthias Berlinghof, stellv. Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Ludwigsburg, Yves-Alain Lambert, Herstellungsleiter Drittmittel an der Filmakademie, Dittmar Lumpp, kaufmännischer Geschäftsführer der Film- und Medienfestival GmbH Stuttgart, Friedrich Müller sowie Uli Weber.

Ihre Aufgabe sehen sie darin, neue Geldquellen zu erschließen, weitere Mitglieder zu akquirieren, Impulse zu geben, um die Arbeit der weltweit bekannten und angesehenen Filmakademie auch in der Region ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.


Filmakademie Baden-Württemberg
Akademiehof 10
71638 Ludwigsburg
www.filmakademie.de


Die Preisträger der insgesamt zwölf Caligari-Preise 2010. In der Mitte: Prof. Albrecht Ade, 1. Vorsitzender des Fördervereins der Filmakademie Baden-Württemberg.
Website: http://www.filmakademie.de

Pressemitteilung vom 5. März 2010

Die Berlinale hat begonnen, 11.2.-21.2.2010
Filmfieber in Berlin

So, jetzt kann es draußen so klirrend kalt sein wie es will, oder glatt und ekelhaft. Drinnen, in den Kinosälen der zahlreichen Berlinale Festspielorte spielt das Wetter nicht mal eine Nebenrolle.
Bis zu 400 Filme, zahllose Partys, Film-Essen. Stars und Sternchen, Blondinen und Blödmänner, Charmeure und Kino-Clowns.
Hommage für Hanna Schygulla und Wolfgang Kohlhaase werden am 17.2. den goldenen Ehrenbär für ihr Lebenswerk erhalten.
Der 24. Teddy Award, der queere Filmpreis der Berlinale wird am Freitag, dem 19. Februar 2010 verliehen. Auch da sind wir wieder gespannt.
Neu: Berlinale goes Kiez. 10 Programmkinos von Weißensee bis Zehlendorf öffnen ihre Tore für Kinogucker und Stadtteilfetischisten.
Die Filme der „Perspektive deutsches Kino“ widmet sich den Frauen.
Live aus dem Friedrichstadtpalast wird die Welturaufführung der restaurierten Langfassung von “Metropolis” (Fritz Lang) am 12.2.2010 direkt ans Brandenburger Tor übertragen – und wer will kann dort 147 Minuten lang staunen, frieren, begeistert sein.
Man kann aber auch als coach potato auf ARTE, 12.2.2010, 23.10 Uhr, die Reise nach „Metropolis“ antreten.
Was mit Gary Cooper vor 60 Jahren anfing läuft dieses Jahr zur Hochform auf: 40 Jahre Forum sind auch dabei. Der rote Teppich wird nicht nass...und egal, wer kommt:

Berlin ist und bleibt die Filmmetropole der Welt. Das ganze Programm unter

http://www.berlinale.de





Website: http://www.berlinale.de

Berlin, 11. Februar 2010

Berlinale-Aktion für UNICEF Haiti-Nothilfe
Die Internationalen Filmfestspiele Berlin werden UNICEF Deutschland bei der Nothilfe für die Erdbebenopfer in Haiti unterstützen. Festivaldirektor Dieter Kosslick freut sich über die Kooperation von Berlinale und UNICEF und wirbt um Unterstützung: „Das Erdbeben in Haiti hat schreckliches Leid verursacht. Wenn die Berlinale und ihre Besucher einen kleinen Beitrag leisten und mit ihren Spenden helfen können, ist das eine gute Sache.“

Die koreanisch-amerikanische Designerin und Künstlerin Christina Kim, die für die Berlinale den symbolischen Kinovorhang am Brandenburger Tor kreiert, stellt für die UNICEF-Aktion Dokumentenmappen und Utensilientaschen aus Berlinale-Recyclingmaterial her. Die Berlinale wird diese ab Montag, 15. Februar, über das Merchandising sowie anlässlich der Aufführung von Moloch Tropical des haitianischen Regisseurs und früheren Kulturministers Raoul Peck verkaufen. Der Reinerlös wird direkt an UNICEF gehen.

Die Vorführung von Moloch Tropical wird am 15. Februar um 21:45 Uhr im Cinema Paris im Institut Francais stattfinden. Neben dem Regisseur werden der französische Kulturminister Frédéric Mitterand, UNICEF-Botschafterin Sabine Christiansen, Christina Kim sowie Festivaldirektor Dieter Kosslick anwesend sein.

Moloch Tropical handelt von einem despotischen Präsidenten. Obwohl sein Volk rebelliert, will er nicht abtreten. Gedreht wurde dieses Berlinale Special im Norden Haitis.

Außerdem beteiligt sicht die Berlinale an der SMS-Spendenaktion von UNICEF. Spenden-SMS können mit dem Stichwort UNICEF an die Telefonnummer 81190 gesendet werden.

Weitere Informationen finden Sie auch unter




Website: http://www.berlinale.de.

Pressemitteilung, 12. Februar 2010

Berlinale 2010: Panorama mit 54 Filmen komplett
Das Panorama präsentiert in diesem Jahr 18 Spielfilme im Hauptprogramm, 16 im Panorama Special und 20 in der Reihe Panorama Dokumente. Von den Filmen aus 29 Ländern sind 31 Filme Weltpremieren, 18 sind Erstlingswerke.


Eröffnungsfilme

Das Panorama Hauptprogramm eröffnet am 11. Februar mit dem russischen Film Veselchaki von Felix Mikhailov. Die klandestine Subkultur eines Moskauer Transenkabaretts ist Spiegel einer zutiefst homophoben Gesellschaft. Der Blick in die Herkunftsfamilien der Performer zeigt die harsche Normalität, aus der sie geflüchtet sind und welcher Anstrengung jedes Einzelnen es bedarf, daran nicht zu zerbrechen. Aber die Protagonisten lernen sich zu wehren.


Panorama Special eröffnet am 12. Februar mit Kawasakiho růže des Tschechen Jan Hřebejk. Er widmet sich einem dunklen Kapitel der jüngeren Geschichte: Korruption, Opportunismus und Pragmatismus nach der Dubček-Ära gehen die unselige Koalition ein, die noch jede Revolution zunichte machte. Der Film entfaltet eine Familiengeschichte, wenn die Tochter dem angesehenen Vater schmerzhafte Fragen stellt. Aber um Wahrheit und Vergebung geht es, nicht um Rache.

Panorama Dokumente zeigt am 12. Februar mit dem Film David Wants To Fly ein Lehrstück über organisierte Verblendung, relevant vor dem Hintergrund aufstrebender Religiösität weltweit. Der junge Berliner Filmemacher David Sieveking begibt sich auf die Suche nach dem tieferen Sinn der Begeisterung seines Idols für Meditation. Dabei gelangt er von Holland über die USA bis Indien und zurück auf den Berliner Teufelsberg.


Themenschwerpunkte

Vergangenheit im Spiegel der Gegenwart spielt im Panorama-Programm eine starke Rolle in Spiel- und Dokumentarfilm. So befinden sich in Son Of Babylon ein Junge und seine Großmutter auf der Suche nach dessen im letzten Golfkrieg verschollenen Vater und entdecken die Gräuel der jüngsten irakischen Geschichte. In Red Hill werden die in der Vergangenheit liegenden verbrecherischen Machenschaften einer rassistischen Polizeimafia aus dem australischen Hinterland ans Tageslicht gezerrt. Ob in der brasilianischen Favela (Bróder!) oder im Leben einer Deutschtürkin in der Türkei (Die Fremde), ob in der taiwanesischen Kleinstadt (Monga), in der französischen Landadelsvilla (L'arbre et la forêt) oder zur Adenauerzeit der jungen Bundesrepublik (Fritz Bauer, Dokumentarfilm): die verheerenden Auswirkungen der Kombination von Pragmatismus, Opportunismus und Korruption werden in einer ganzen Reihe von Filmen deutlich – sei es auf das persönliche Leben der Protagonisten oder auf ganze Gesellschafts-entwicklungen bezogen.


Panorama Dokumente

Neben den politischen Rückblicken wie Shtikat Haarchion, der auf ungeschnittenem Material eines Nazi-Propagandafilms basiert, Red, White & The Green zu den letzten Wahlen im Iran oder Cuchillo de Palo, der das Schweigen in Paraguay über die Schwulenverfolgung zur Diktaturzeit bricht, gibt es auch solche der cinematografischen Art: Blank City, in dem sich die US-Avantgarde der 70er und 80er-Jahre versammelt, von Amos Poe bis John Waters, von Urahn Jack Smith über Eric Mitchell und Lizzie Borden bis Richard Kern und Lydia Lunch, die an spektakuläre Berlinale-Auftritte erinnern. Oder Daniel Schmid - Le chat qui pense: eine Hommage an den Schweizer Filmkünstler, in der es ein Wiedersehen mit den Größen des deutschen 70er-Jahre-Kinos gibt, Inspiratoren bis heute: von Fassbinder über Ingrid Caven und Werner Schroeter bis zu Peter Kern. Des Weiteren präsentiert die Reihe Werke über Rock Hudson und seine Rolle als AIDS-Aktivist der ersten Stunde, über Candy Darling, den tragischen Andy Warhol-Superstar und den Film über den legendären, politisch brisanten Broadway-Erfolg des Mart Crowley-Stücks „The Boys In The Band“, das von William Friedkin 1969 verfilmt wurde: Making The Boys.


PanoramaPublikumsPreis PPP

Weit über 20.000 Zuschauer nehmen daran teil und küren ihren Favoriten, der am letzten Tag des Festivals zur Preisverleihung aufgeführt wird. Der Preis wird seit 1999 in Zusammenarbeit mit radioeins und tip Magazin organisiert.


Der 24. TEDDY – Queer Film Award auf der Berlinale wird am Freitag den 19. Februar 2010 in der STATION Berlin vergeben. Das Motto "Mein Name ist Mensch" ist einem Ton Steine Scherben-Song entlehnt: Sänger, Texter und Schauspieler Rio Reiser wird mit einer Hommage geehrt. Der Special TEDDY für das Lebenswerk wird dem Filmemacher und großen Inspirator Werner Schroeter verliehen. www.teddyaward.tv


PANORAMA HAUPTPROGRAMM

Barriere von Andreas Kleinert, Deutschland (WP)
mit Volkram Zschiesche, Klara Manzel, Jan Dose, Julia Gorr, Matthias Habich

Due Vita per caso (One life maybe two) von Alessandro Aronadio, Italien (WP)
mit Lorenzo Balducci, Isabella Ragonese, Ivan Franek, Sarah Felberbaum

Fucking Different São Paulo von Rodrigo Diaz Diaz, Luiz René Guerra, Sabrina Greve, Joana Galvão, Monica Palazzo, Max Julien, Ricky Mastro, René Guerra, Silvia Lourenço, Gustavo Vinagre, Herman Barck, Luciana Lemos, Elzemann Neves, Deutschland/Brasilien

Propavshyi bez vesty (Missing Man) von Anna Fenchenko, Russische Föderation
mit Andrey Filippack, Rasim Djafarov, Polina Kamanina, Ludmila Geroeva, Yuris Lautsinsh

Red Hill von Patrick Hughes, Australien (WP)
mit Ryan Kwanten, Steve Bisley, Tom E. Lewis

The Owls von Cheryl Dunye, USA (WP)
mit Guinevere Turner, Lisa Gornick, V.S. Brodie

Veselchaki (Jolly Fellows) von Felix Mikhailov, Russische Föderation
mit Renata Litvinova, Ingeborga Dopkunaite, Danila Kozlovsky, Alexey Klimushkin, Alexander Mokhov, Mazia Shalaeva

Zona Sur (Southern District) von Juan Carlos Valdivia, Bolivien
mit Ninón Del Castillo, Pascual Loayza, Nicolás Fernández, Juan Pablo Koria, Mariana Vargas


PANORAMA SPECIAL

Bróder! (Broder!) von Jeferson De, Brasilien
mit Caio Blat, Jonathan Haagensen, Silvio Guindane, Cássia Kiss, Ailton Graça

Die Fremde (When We Leave) von Feo Aladag, Deutschland (WP)
mit Sibel Kekilli, Florian Lukas, Derya Alabora, Tamer Yigit

Mine vaganti (Loose Cannons) von Ferzan Ozpetek, Italien WP)
mit Riccardo Scamarcio, Nicole Grimaudo, Alessandro Preziosi, Ennio Fantastichini, Lunetta Savino

Monga von Doze, Niu Chen-Zer, Taiwan (WP)
mit Ethan Juan, Mark Chao, Ma Ju-lung, Ko Chia-yen

Open von Jake Yuzna, USA (WP)
mit Gaea Gaddy, Tempest Crane, Morty Diamond, Daniel Luedtke

Paha perhe (Bad Family) von Aleksi Salmenperä, Finnland
mit Ville Virtanen, Lauri Tilkanen, Pihla Viitala

Reinventing Robert Axle von Trent Cooper, USA (WP)
mit Kevin Spacey, Camilla Belle, Heather Graham, Johnny Knoxville, Virginia Madsen

Welcome To The Rileys von Jake Scott, USA (WP)
mit James Gandolfini, Kristen Stewart, Melissa Leo


PANORAMA DOKUMENTE

Arias With A Twist The Movie von Bobby Sheehan, USA (WP)
mit Joey Arias, Basil Twist

Blank City von Céline Danhier, USA

Budrus von Julia Bacha, USA

Cuchillo de palo (108) von Renate Costa, Spanien (WP)

Daniel Schmid - Le chat qui pense von Pascal Hofmann, Benny Jaberg, Schweiz (WP)
mit Ingrid Caven, Werner Schroeter, Renato Berta, Shiguéhiko Hasumi, Bulle Ogier

David Wants To Fly von David Sieveking, Deutschland/Österreich/Schweiz, (WP)

Friedensschlag - Das Jahr der Entscheidung (To Fight For – The Year of Decision) von Gerardo Milsztein, Deutschland (WP)

Fritz Bauer - Tod auf Raten (Death By Instalments) von Ilona Ziok, Deutschland (WP)

I Shot My Love von Tomer Heymann, Israel/Deutschland (WP)

New York Memories von Rosa von Praunheim, Deutschland (WP)

Red, White & The Green von Nader Davoodi, Iran

Rock Hudson - Dark And Handsome Stranger von Andrew Davies, André Schäfer, Deutschland (WP)

Shtikat Haarchion (A Film Unfinished) von Yael Hersonski, Israel


PANORAMA VORFILME

Covered von John Greyson, Kanada

Herbert White von James Franco, USA
mit Michael Shannon

Last Address von Ira Sachs, USA

The Feast Of Stephen von James Franco, USA
mit Remy Germinario, Ty Anania, Louis Anania, Phil Naess, Theo Saluan

Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 22. Januar 2010

60. Internationale Filmfestspiele Berlin (11. - 21. Februar 2010) Happy Birthday, Berlinale!
Mit einer Kunstinstallation und öffentlichen Filmvorführung am Brandenburger Tor, einer Ausstellung von Star-Porträts im Stadtbild und einem vielseitigen Internetangebot feiert die Berlinale das 60. Jubiläum

Am 6. Juni 1951 wurden die ersten Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet. Sie haben sich in den vergangenen – mitunter turbulenten und immer spannenden – Jahrzehnten zu einem der bedeutendsten Filmfestivals entwickelt. Vom 11. bis 21. Februar 2010 feiert die Berlinale ihr 60. Jubiläum mit einigen besonderen Veranstaltungen.

„Mit großartiger Unterstützung haben wir zum 60. Geburtstag der Berlinale Projekte vorbereitet, bei denen das Kino und die Zuschauer im Mittelpunkt stehen. Wir blicken nicht nur auf die ereignisreiche Geschichte des Festivals zurück, sondern möchten auch einen Blick nach vorne wagen in die Zukunft des Kinos“, kündigt Festivaldirektor Dieter Kosslick an.


Zum 60. Jubiläum präsentieren die Internationalen Filmfestspiele Berlin:
„Vorhang auf – The Curtain!“

Vom 12. bis 15. Februar 2010 wird die einzigartige Kunstinstallation „Vorhang auf - The Curtain!“ am Brandenburger Tor von der Magie und der Macht des Kinos erzählen: Die international renommierte koreanisch-amerikanische Designerin („dosa“) und Künstlerin Christina Kim kreiert einen 300 qm großen symbolischen Kinovorhang aus recycelten Film- und Berlinale-Billboards, DVDs und anderen Materialien aus der Filmwelt.

„Der Vorhang wird eine Auswahl expressiver Möglichkeiten für Materialien darstellen, die üblicherweise nicht im Design-Kontext genutzt werden. Ich werde eine dynamische Oberfläche von 300 Quadratmetern schaffen, die sich im Wind bewegt und das Sonnenlicht während des Tages auffängt. Nachts wird die reflektierende Oberfläche einen gänzlich anderen Effekt haben. Die Umfunktionierung der Materialien wird einen neuen ästhetischen, und sozialen Nutzen schaffen“, kommentiert Christina Kim. Die Installation wird in Berlin produziert.

Am 12. Februar wird die durch den Hauptstadtkulturfonds geförderte Installation in Anwesenheit der Künstlerin Christina Kim feierlich für die Live-Übertragung der Welturaufführung von Metropolis eröffnet.

Live-Übertragung von Metropolis ans Brandenburger Tor

Nach der Öffnung des Vorhangs am 12. Februar wird auf einer Leinwand die Welturaufführung der restaurierten Originalfassung von Fritz Langs Metropolis live aus dem Friedrichstadtpalast zum Brandenburger Tor öffentlich übertragen. Das Publikum ist eingeladen, dieses filmhistorische Ereignis – gratis – vor dieser ganz besonderen Kulisse zu erleben.

Starporträts im Berliner Stadtbild

Ab Ende Januar wird mit der „Starparade“ eine umfangreiche Foto-Ausstellung in Berlin zu sehen sein: Seit 2003 entstehen jedes Jahr großformatige Starporträts, die während des Festivals im Berlinale Palast präsentiert werden. Eine Auswahl – darunter Cate Blanchett, Sir Mick Jagger, Nina Hoss, George Clooney, Gong Li, Kate Winslet – dieser beeindruckenden Portraits des Fotografen Gerhard Kassner wird in zahlreichen Wall-Lichtkästen in Berlin ausgestellt.


Berlinale Keynotes

Im Jubiläumsjahr wird sich eine hochkarätig besetzte Diskussionsveranstaltung der Zukunft des Kinos widmen. Gemeinsam mit Architekten, Urbanisten, Soziologen und Filmemachern werden folgende Fragen gestellt: Wie soll in Zukunft das Kino in den Städten aussehen? Wie kann das Kino die innerstädtische Kommunikation beleben und zu wirtschaftlicher Attraktivität beitragen? Wie sehen in Zukunft medialisierte Räume aus? Welche Architektur befördert Kultur, Kommunikation und Entertainment im städtischen Raum?

Weitere Informationen zu der Veranstaltung am Sonntag, den 14. Februar 2010 finden Sie in Kürze auf unserer Website.


Jubiläum Online

Die Festivalwebsite www.berlinale.de steht ab sofort im Zeichen des 60. Geburtstags und präsentiert zahlreiche Jubiläumsinhalte.

Prominente Gäste und Freunde des Festivals übermitteln in Videoclips ihre Berlinale-Anekdoten, Glückwünsche und Grüße aus aller Welt; die Festivalerlebnisse des Publikums werden unter der Rubrik „Berlinale Flashback“ veröffentlicht. Eine chronologische Zusammenstellung von Festivalfotos aus sechs Jahrzehnten lädt zu einer Bilderreise durch die bewegte Geschichte der Berlinale ein; alle 812 Starportraits von Gerhard Kassner werden ebenfalls in einer Bildergalerie präsentiert. Bewegende und kuriose, informative und vergnügliche Filmausschnitte – aus Wochenschauen, Interviews, Starauftritten, Politikerreden und Pressekonferenzen – lassen die Festivalgeschichte noch einmal Revue passieren. Diese Clips werden auch vor den Filmvorführungen in den Berlinale-Kinos gezeigt und zeitgleich auf der Website zu sehen sein.


Darüber hinaus sind auf der Website weitere Informationen rund um die 60. Berlinale zu finden – u.a. die bereits angekündigte Aktion „Berlinale goes Kiez“, die Retrospektive „PLAY IT AGAIN…!“ und die besonderen Jubiläumspublikationen.





Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 15. Januar 2010

60. Internationale Filmfestspiele Berlin (11. - 21. Februar 2010) Narben und blutige Nasen:
Das Programm der Perspektive Deutsches Kino mit 14 Filmen komplett

Mit insgesamt 14 Filmen ist das Programm der Perspektive Deutsches Kino nun vollständig. Zu den sechs bereits gemeldeten Filmen kommen acht weitere Arbeiten dazu, die erneut den Themen- und Formenreichtum des jüngsten deutschen Films präsentieren.

Da denkt man, man tut einem Kumpel aus dem Knast einen einfachen, familiären Gefallen – und holt sich prompt eine blutige Nase. Der Film Lebendkontrolle von Florian Schewe (Hochschule für Film und Fernsehen, Potsdam-Babelsberg) setzt das Thema für ein Programm mit mittellangen Arbeiten aus drei deutschen Filmhochschulen, die sich im weiteren und doch eigentlichen engen Sinne mit gesellschaftlicher und persönlicher Verantwortung beschäftigen. Und damit, wie diese manchmal gar nicht mehr zu bewältigen ist. Die Narben im Beton werden in dem Film von Juliane Engelmann (Kunsthochschule für Medien, Köln) auf schmerzliche Weise sichtbar gemacht. Es geht um eine junge Mutter in der Mitte des immer größer werdenden Randes, die ihre Kinder mit Liebe allein nicht mehr schützen zu können scheint. Jessi ist schon alt genug, sich selbst zu schützen, obwohl sie noch viel zu jung dazu ist. Ihre familiäre Situation lässt ihr aber keine andere Wahl. Der gleichnamige Film von Mariejosephin Schneider (Deutsche Film- und Fernsehakademie, Berlin) schließt ein Programm ab, dessen Beiträge Schmerzgrenzen überschreiten.


In der Boulevardpresse und der privatrechtlichen Fußballberichterstattung sind die Spielerfrauen mittlerweile unverzichtbar. Im inoffiziellen Sportlerjargon heißen sie nüchtern WAGs (Wives and Girlfriends). In dem Film gleichen Titels von Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf (HFF, Potsdam-Babelsberg) bekommen sie zu ihren üblicherweise gerne gezeigten Gesichtern auch noch Geschichten. Geschichten, von denen ihre Altersgenossinnen nicht einmal etwas ahnen, z.B. wenn sie als Haushaltshilfe aus Polen in einer ziemlich schwäbischen Gastfamilie arbeiten. Anna Hoffmann (Filmakademie Baden-Württemberg) erzählt in Die Haushaltshifle vom Alltag, den Problemen und Sehnsüchten einer jungen Frau weit weg von ihren Wurzeln und ihrer Familie.

Bei diesem Film ist nur der Titel nüchtern: Die Kölner Filmemacherin Carolin Schmitz nennt ihren Dokumentarfilm Porträts deutscher Alkoholiker und liefert genau das. Aber auf eine überraschende, diskrete und dabei sehr spannende Weise.

Hannah Schweier hat vor drei Jahren mit ihrem mittellangen Spielfilm Aufrecht stehen im Programm der Perspektive Deutsches Kino ihr Talent für konsequentes Erzählen offenbart. Mit ihrer ersten abendfüllenden Arbeit Cindy liebt mich nicht unterstreicht sie ihre erzählerische Kondition. Weil zwei Männer nicht nur dieselbe Frau lieben, sondern beide sie auch nicht wirklich kennen, müssen sie sich zusammentun, um sie zu suchen, als sie beiden zu entschwinden droht. Ein Roadmovie der Gefühle mit Clemens Schick und Peter Weiss.

Zum Abschluss des Programms begrüßt die Perspektive Deutsches Kino übrigens einen Gast, der bereits am ersten Abend der ersten Ausgabe der Sektion mit seiner Produktion 99 Euro Films dabei war. Am Publikumstag läuft der neue Spielfilm des Berliner Regisseurs RP Kahl: Bedways erzählt nicht nur vom Filmemachen in Berlin. Der Film erzählt auch davon, wie Filmemacher in Berlin sein können.

„Die Perspektive Deutsches Kino scheint sich in diesem Jahr besonders gut an ihren eigenen Ansprüchen messen zu können. Das Programm blickt mit seiner thematischen und formalen Vielfalt mitten in die Zukunft des deutschen Films. Und das nicht nur, weil – wie mittlerweile bei uns schon selbstverständlich – die Hälfte der Filmemacher Frauen sind“, beschreibt Sektionsleiter Alfred Holighaus die diesjährige Auswahl.

Filme Perspektive Deutsches Kino 2010:
Alle meine Väter von Jan Raiber (Dokumentarfilm)
The Boy who wouldn’t kill von Linus de Paoli
Cindy liebt mich nicht von Hannah Schweier
Frauenzimmer von Saara Aila Waasner (Dokumentarfilm)
Glebs Film von Christian Hornung (Dokumentarfilm)
Die Haushaltshilfe von Anna Hoffmann (Dokumentarfilm)
Hollywood Drama von Sergej Moya
Jessi von Mariejosephin Schneider
Lebendkontrolle von Florian Schewe
Narben im Beton von Juliane Engelmann
Portraits deutscher Alkoholiker von Carolin Schmitz (Dokumentarfilm)
Renn, wenn du kannst von Dietrich Brüggemann
WAGs von Joachim Dollhopf und Evi Goldbrunner
Bedways von RP Kahl






Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 14. Januar 2010

24. TEDDY AWARD – Der queere Filmpreis der Berlinale, 19. Februar 2010
MEIN NAME IST MENSCH - Motto des TEDDY AWARD 2010 | Special TEDDY für Werner Schroeter | Hommage an Rio Reiser

Am 19. Februar 2010 ist es wieder soweit: Im Rahmen der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin vom 11. bis 21. Februar 2010 wird der weltweit bedeutendste Queer Film Award im Rahmen eines A-Filmfestivals (Internationale Filmfestspiele Berlin | Berlinale) auf einer festlichen Galaveranstaltung mit anschließender Party verliehen. Der deutsch-französische TV Sender ARTE überträgt die Aufzeichnung der Gala des 24. TEDDY AWARD – bereits zum 5. Mal in Folge – europaweit am 20. Februar 2010.
Der RBB wiederholt die Sendung am 21. Februar 2010.


Erstmalig finden die Gala und die anschließende Party nur einen Steinwurf entfernt vom Potsdamer Platz in der STATION BERLIN - dem ehemaligen Paketpostbahnhof am Berliner Gleisdreieck - statt.


Der SPECIAL TEDDY geht 2010 an den Filmemacher WERNER SCHROETER, dem radikalen Experimentierer und großen Außenseiter des Neuen Deutschen Films. Seit Mitte der Sechzigerjahre arbeitet Schroeter an seinem Werk und verteidigt seitdem eine singuläre Position in der internationalen Filmlandschaft. Er wurde neben Fassbinder, Herzog oder Wenders zu einem der wichtigsten Exponenten des aufstrebenden jungen deutschen Kinos. Als Kosmopolit ohne festen Wohnsitz dreht Schroeter in jenen Jahren in Mexiko, Frankreich, Libanon, Tschechien, Österreich, USA und Italien. Gleichzeitig beginnt er verstärkt und mit großem internationalem Erfolg, für das Theater und die Oper zu inszenieren. Sein Werk umfasst bislang an die 20 Langfilme und ebenso viele kurze bis mittellange Kinoarbeiten sowie mehr als 70 Opern- und Theaterinszenierungen. Die französische Zeitung Libération schrieb über ihn: "Schroeter ist der Cocteau unserer Zeit. Das Kino von Werner Schroeter ist reinste Magie, es erfindet eine neue Welt, eine neue Zeit, voller Künstlichkeit und Schönheit. Bilder aus einem Reich des Imaginären, in dem alles erlaubt ist. Magic Werner, Magic Cinema."


Eine besondere HOMMAGE widmet der 24. TEDDY AWARD dem 1996 verstorbenen Sänger, Komponisten, Texter und Schauspieler RIO REISER, zu dessen 60. Geburtstag. Rio Reiser war der erste deutsche Sänger, der sich öffentlich als schwul geoutet hat. Zusammen mit seiner Band „Ton Steine Scherben“ schuf er nicht nur den Soundtrack der 68er- Generation sondern auch den Soundtrack der beginnenden deutschen Schwulenbewegung, als er gemeinsam mit den Theatergruppen „Brühwarm“ und „Transplantis“ und den „Ton Steine Scherben“ in den 1970er Jahren die ersten schwulen Musicals produzierte und auf die deutschen Bühnen brachte. 1977 bekam Rio Reiser für seine erste Filmrolle in dem Film „Johnny West“ den Bundesfilmpreis in Gold.

Herbert Groenemeyer sagt über Rio Reiser: „Er ist der einzige deutsche Sänger, den ich je bewundert habe, seinen leidenschaftlichen Hang zum Aufruhr, zum Diventum, zum Kitsch und zum anarchischen Patriotismus. Er hat die schönsten deutschen Kampf- und Liebeslieder geschrieben, er war ein wahrer Romantiker und er hat aus der deutschen Sprache gesungen, was rauszuholen ist “.


Anlässlich der Hommage an Rio Reiser wird die Band „TON STEINE SCHERBEN“ bei der TEDDY AWARD Gala erstmals seit dem Tod ihres Frontmanns wieder in Originalbesetzung auf der Bühne stehen. Zudem greift das Motto des 24. TEDDY AWARD einen Song von Rio Reiser/Ton Steine Scherben auf: MEIN NAME IST MENSCH


Schirmherr der Veranstaltung ist der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.

UNAIDS, das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS, ist auch 2010 wieder institutioneller Partner des TEDDY AWARD.

Der TEDDY AWARD wird in den Kategorien Bester Spielfilm, Bester Dokumentarfilm und Bester Kurzfilm, sowie als Special Teddy für die künstlerische Lebensleistung an herausragende Persönlichkeiten vergeben. Die Reihe der Preisträger reicht von internationalen Star-Regisseuren wie Pedro Almodóvar, Gus Van Sant und Derek Jarman bis hin zu internationalen Leinwandstars wie Helmut Berger, Joe Dallesandro, John Hurt und Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton.

Der TEDDY AWARD ist eine gesellschaftlich engagierte politische Auszeichnung, die Filmen und Personen zugute kommt, die queere Themen auf einer breiten gesellschaftlichen Ebene kommunizieren und somit einen Beitrag für mehr Toleranz, Akzeptanz, Solidarität und Gleichstellung in der Gesellschaft leisten.



24. TEDDY AWARD 2010

19.02.2010
in der Station Berlin
Luckenwalderstr. 4 – 6, 10963 Berlin

Einlass ab 19.30h
Award Ceremony ab 21.00h

Party & Midnight Special ab 23.00h

Anfahrt mit U1 und U2 bis U-Bahnhof Gleisdreieck

Genügend Parkmöglichkeiten im Parkhaus am
Gleisdreieck/PotsdamerPlatz

Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen
Website: http://www.www.teddyaward.tv

Pressemitteilung, 12. Januar 2010

60. Internationale Filmfestspiele Berlin (11. - 21. Februar 2010) Berlinale Shorts:
26 Filme loten die Grenzen des Kinos aus und eine Kurzfilm-Retrospektive anlässlich der 60. Berlinale


Aus über 2600 Kurzfilm-Einreichungen werden in fünf Programmen 25 Filme aus 15 Ländern im Wettbewerb präsentiert, die um den Goldenen Bären, die Nominierung für den European Film Academy Kurzfilm 2010 und das DAAD Stipendium konkurrieren. Darüber hinaus wird Akai Mori no Uta (The Song of Red Forest) von Akihito Izuhara aus Japan außer Konkurrenz gezeigt: eine Animation, in der zwei mystische Wesen über den Zustand der Welt singen.

Neben Filmen aus u.a. Peru, Südafrika, Italien und Korea ist die Spannbreite von Produktionen aus Rumänien beeindruckend, erstmals ist aus Osteuropa auch Kroatien vertreten, mit Zvonimir Jurićs Žuti mjesec (Yellow Moon).


Berlinale Shorts hat sich etabliert als Ort für Künstler und Filmemacher, wo das Experiment und der Mut einen Raum haben. Nicolas Provost aus Belgien ist mit Long Live the New Flesh vertreten und wird parallel in der Galerie Haunch of Venison in Berlin seine Arbeiten präsentieren. Shelly Silver zeigt den experimentellen Film 5 Lessons and 9 Questions about Chinatown.

Daniel Nocke, Drehbuchautor und Filmemacher, erforscht mit 12 Jahre den Kern einer Beziehung. In dem Dokumentarfilm Geliebt widmet sich Jan Soldat der Frage, welche Rolle Tiere spielen können, wenn der Mensch unfähig ist, einen anderen Menschen zu lieben.

2010 bietet Berlinale Shorts zum ersten Mal die Möglichkeit, sich über die herausfordernden Filme des Programms auseinander zu setzen: Mit „Berlinale Shorts goes Arsenal“ gibt es an drei Tagen Filmgespräche im Kino Arsenal.


Anlässlich des 60. Jubiläums der Berlinale präsentiert Berlinale Shorts im Rahmen der Retrospektive PLAY IT AGAIN …! zwei Kurzfilm-Programme: PLAY IT … SHORT! |1 & PLAY IT … SHORT! |2. Als der Neue Deutsche Film mit Regisseuren wie Fassbinder, Herzog und Kluge in den 1970er Jahren weltweit für Furore sorgte, gab es in der BRD „anteilsmäßig mehr weibliche Filmemacher als in irgendeinem anderen filmproduzierenden Land“ wie der Filmwissenschaftler Thomas Elsässer 1985 schrieb. Dies spiegelte sich auch im Festival wider. Den Anfang macht Geschichten vom Kübelkind, Episode 17: „Niedrig gilt das Geld auf dieser Erde“ aus dem Jahr 1971 von Ula Stöckl mit dem diesjährigen Jurypräsidenten Werner Herzog in der Hauptrolle. Weiter im Programm ist u.a.: Pia Frankenberg, die mit Der Anschlag 1983 einen Publikumserfolg feierte. Eine Entdeckung sind die Filmperlen von Hedda Rinneberg und Hans Sachs, die als Kollektiv über die Jahre mit Filmen im Festival vertreten waren. 1977 gewannen sie mit Ortsfremd den Goldenen Bären. Helke Sander erhielt 1985 für Aus Berichten der Wach- und Patrouillendienste – Nr.1 den Goldenen Bären. Birgit Durban, Archivleiterin von bildwechsel, wird in die Programme einführen.


Jury

Die diesjährige internationale Kurzfilmjury besteht aus der brasilianischen Festivalleiterin und Produzentin Zita Carvalhosa, dem Autor und Spex-Chefredakteur Max Dax sowie dem polnischen Regisseur Xavery Żuławksi. Die Preisverleihung von Berlinale Shorts wird am 16. Februar im CinemaxX 3 stattfinden.


Zita Carvalhosa / Brasilien

Die Gründerin und Leiterin des São Paulo International Short Film Festivals ist auch als Produzentin erfolgreich. Die Geschäftsführerin der brasilianischen Superfilmes brachte unter anderem das Drama A Casa de Alice (Alice's House, Panorama 2007) in die Kinos. 2009 produzierte und inszenierte sie das Tela Digital Video Festival, einen Kurzfilmwettbewerb für Film, TV und neue Medien. Zita Carvalhosa ist auch als Filmkuratorin und Herausgeberin tätig.


Max Dax / Deutschland

Als Chefredakteur des Popkulturmagazins Spex ist Max Dax ein Kenner der Jugend- und Popkulturen. Er war mehrere Jahre lang Chefredakteur der Interview-Zeitschrift Alert und ist Autor mehrerer Bücher. Zu seinen Veröffentlichungen zählen eine Biographie über Nick Cave und eine Geschichte der Band Einstürzende Neubauten. Max Dax hat außerdem die CD-Compilation „Il Canto di Malavita - La Musica della Mafia“ produziert.


Xavery Żuławksi / Polen

Der Absolvent der Filmhochschule in Lodz erhielt 2006 für seinen Erstlingsfilm Chaos den Preis als Best Debut Director beim Polnischen Film Festival in Gdynia. Sein nächster Film Wojna polsko-ruska (Schneeweiß & Russenrot) wurde zu einem großen Kassenerfolg in Polen. Żuławski, Sohn des polnischen Meisterregisseurs Andrej Żuławski, gilt bereits als wichtige Stimme des jungen polnischen Kinos.


Berlinale Shorts Programm:

I/ ca. 82' + Einführungen


Aramaki, Isamu Hirabayashi, Japan, 26' (WP)

Akai Mori no Uta, Akihito Izuhara, Japan, 6' (außer Konkurrenz)

Žuti mjesec, Zvonimir Jurić, Kroatien, 16'

In the Air, Liza Johnson, USA, 22'

Giardini di Luce, Davide Pepe & Lucia Pepe, Italien, 12'


II/ ca. 74' + Einführungen

Paradise Later, Ascan Breuer, Österreich, 13'

Derby, Paul Negoescu, Rumänien, 15' (WP)

A Perm, Lee Ran-hee, Republik Korea, 19'

Suhaksihum, Jung Yumi, Republik Korea, 2' (WP)

El segundo Amanecer de la Ceguera, Mauricio Franco Tosso, Peru, 10'

Long Live the New Flesh, Nicolas Provost, Belgien, 15' (WP)


III/ ca. 79' + Einführungen

5 Lessons and 9 Questions about Chinatown, Shelly Silver, USA, 10'

Wo ich bin ist oben, Bettina Schöller, BRD, 18' (WP)

Out in that Deep Blue Sea, Kazik Radwanski, Kanada, 16'

Hayerida, Shai Miedzinsi, Israel, 20'

Geliebt, Jan Soldat, BRD, 15' (WP)


IV/ ca. 84' + Einführungen

Nachalnik, Yuriy Bykov, Russische Föderation, 20'

Händelse Vid Bank, Ruben Östlund, Schweden, 12' (WP)

Photos of God, Paul Wright, Großbritannien, 28' (WP)

Ich muss mich künstlerisch gesehen regenerieren, Ute Schall & Christine Groß, BRD, 20' (WP)

12 Jahre, Daniel Nocke, BRD, 4' (WP)


V/ ca. 89' + Einführungen

The Tunnel, Jenna Bass, Südafrika, 25'

Tussilago, Jonas Odell, Schweden, 15'

Venus vs Me, Nathalie Teirlinck, Belgien, 26'

Colivia, Adrian Sitaru, Rumänien/Niederlande, 17' (WP)

Unplay, Joanna Rytel, Schweden, 6' (WP)



PLAY IT … SHORT! |1 / ca. 66’

Geschichten vom Kübelkind, Episode 17: „Niedrig gilt das Geld auf dieser Erde“, Ula Stöckl, 1971, 17'

Zum Glück gibt's kein Patent, Monika Funke-Stern, 1985, 15'

SSZZZTTT, Wilma Kottusch, 1986, 10'

Soldaten, Soldaten, Elfi Mikesch, 1994,14'

Annie, Monika Treut, 1990, 10'


PLAY IT … SHORT! |2 / ca. 74’

Die Lösung, Sieglinde Hamacher, 1989, 4'

Der Anschlag, Pia Frankenberg, 1983, 11'

Aus Berichten der Wach- und Patrouillendienste – Nr.1, Helke Sander, 1985, 10'

Ortsfremd … wohnhaft vormals Mainzerlandstraße, Hedda Rinneberg and Hans Sachs, 1971, 12'

Parachute, Sabine Eckhardt, 1986,13'

Chloé, Angie Welz-Rommel,1985, 8'

Camilla Horn sieht sich als Gretchen in Murnaus Stummfilm FAUST, Hedda Rinneberg and Hans Sachs, 1982, 16'



Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 12. Januar 2010

60. Berlinale: Weltpremieren von Martin Scorsese und Roman Polanski im Wettbewerbsprogramm
Die ersten sieben Titel für den Wettbewerb der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin stehen fest. Die bislang eingeladenen Filme kommen aus Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Iran, Kroatien, Österreich, Türkei und USA.

Eine junge Filmemachergeneration, Stars und Regie-Meister wie Martin Scorsese und Roman Polanski prägen die ersten Filme im Wettbewerb.

„Der Wettbewerb zum 60. Geburtstag wird von einem Mix der Stile und Genres geprägt, von aufregenden Newcomern und renommierten Regisseuren“, sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick.


Folgende Filme sind für das Wettbewerbsprogramm bislang bestätigt:
Bal (Honey) Türkei / Deutschland
Von Semih Kaplanoglu (Süt/Milk, Yumurta/Egg, Melegin Düsüsü/Angel’s Fall)
Mit Bora Altas, Erdal Besikcioglu, Tülin Özen, Alev Ucarer, Ayse Altay
Weltpremiere

Der Räuber Österreich / Deutschland
Von Benjamin Heisenberg (Schläfer, Max-Ophüls-Preis 2006)
Mit Andreas Lust, Franziska Weisz
Weltpremiere

My Name Is Khan Indien
Von Karan Johar
Mit Shah Rukh Khan, Kajol
Außer Konkurrenz

Na Putu (On the Path) Bosnien und Herzegowina / Österreich / Deutschland / Kroatien
Von Jasmila Žbaniæ (Grbavica - Esmas Geheimnis, Goldener Bär 2006)
Mit Zrinka Cvitešiæ (Shooting Star 2010), Leon Lucev, Ermin Bravo, Mirjana Karanoviæ
Weltpremiere

Shekarchi (The Hunter) Deutschland / Iran
Von Rafi Pitts (Zemestan - Es ist Winter)
Mit Rafi Pitts, Mitra Hajjar, Ali Nicksaulat, Hassan Ghalenoi
Weltpremiere

Shutter Island USA
Von Martin Scorsese (The Departed, Aviator, Kap der Angst)
Mit Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Sir Ben Kingsley, Michelle Williams, Patricia Clarkson, Max von Sydow
Weltpremiere / Außer Konkurrenz

The Ghost Writer (Der Ghostwriter) Frankreich / Deutschland / Großbritannien
Von Roman Polanski (Der Pianist, Oscar 2002, China Town, Wenn Katelbach kommt..., Goldener Bär 1966)
Mit Ewan McGregor, Pierce Brosnan, Kim Cattrall, Olivia Williams
Weltpremiere

26 Filme werden ins Wettbewerbsprogramm der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin eingeladen. Weitere Programmentscheidungen für den Wettbewerb werden im Januar 2010 bekanntgegeben.





Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 05.01.2010

60. Berlinale: Kino der Wendepunkte und Alternativrouten – Jury und erste Filme von Berlinale Generation
Im Jubiläumsjahr der Berlinale lädt Generation fünf preisgekrönte und renommierte Persönlichkeiten in die Internationale Jury der Sektion: Die 21-jährige iranische Filmemacherin Hana Makhmalbaf gewann mit ihrem Debütfilm Buda Az Sharm Foru Rikht im Festival 2008 einen Gläsernen Bären. Mit dem kanadischen Regisseur Philippe Falardeau kehrt ein weiterer Preisträger nach Berlin zurück. Falardeaus C’est pas moi, je le jure! überzeugte 2009 im Wettbewerb Generation Kplus sowohl die Kinderjury als auch die Internationale Jury, der er nun selbst angehört. Ferner eingeladen wurde die australische Kinderfilmproduzentin Kylie Du Fresne, deren Produktion The Djarn Djarns 2005 ebenfalls mit einem Gläsernen Bären für den besten Kurzfilm ausgezeichnet wurde. Die Leiterin des Deutschen Kinder-Medien-Festivals GOLDENER SPATZ Margret Albers zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Kindermedienlandschaft. Der mehrfach preisgekrönte irisch-stämmige Drehbuchautor und Produzent Rowan O’Neill (The Race) vervollständigt die Internationale Jury, die traditionell die mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preise des Deutschen Kinderhilfswerks vergibt.


Dass bereits 19 Langfilme für die Wettbewerbe Generation Kplus und Generation 14plus eingeladen werden konnten, geht unter anderem auch auf die spannenden Entdeckungen aus dem lateinamerikanischen Raum zurück: Die aufstrebenden Filmindustrien in Argentinien, Brasilien, Mexiko und Kolumbien bedienen sich seit einigen Jahren sehr erfolgreich der unerschöpflichen Quelle des Coming-of-Age, um gesellschaftlich allgemein relevante Themen zu reflektieren. Die jungen Protagonisten fühlen sich an Wendepunkten ihres Lebens veranlasst, selbstbestimmt Alternativrouten einzuschlagen. Und sie laden Zuschauer ein, sie im Kino dabei zu begleiten.


Kinokultur australischer und neuseeländischer Ureinwohner prägen mehrere Filme in der bisherigen Auswahl. Der Neuseeländer Taika Waititi (Two Cars One Night und Eagle vs. Shark) wird seinen lang erwarteten Film Boy präsentieren, eine tragikomische Begegnung zwischen Vater und Sohn in der Maori-Gesellschaft. Mit Bran Nue Dae nimmt sich erstmals ein Musicalfilm höchst unterhaltsam der Lebenssituation junger Aborigines in Australien an (mit Geoffrey Rush).


Für ein gewohnt vielschichtiges Dokumentarfilmerlebnis bei Generation stehen starke Familienporträts aus Mexiko und Neuseeland. Eine gehörige Portion Lokalbezug bietet der Berliner Dokumentarfilm Neukölln Unlimited: die brisante Geschichte einer libanesisch-stämmigen Familie mit tiefer Verwurzelung in der Neuköllner Kultur, der die Gefahr der kurzfristigen Abschiebung droht.


„Dass Generation auf dem internationalen Filmmarkt seinen Platz findet, ist höchst erfreulich“, sagt Sektionsleiterin Maryanne Redpath mit Blick auf die beiden US-amerikanischen Filme Gentlemen Broncos und Youth in Revolt bei 14plus.


Die Filmauswahl für Generation wird Anfang Januar 2010 abgeschlossen. Bislang sind folgende Filme eingeladen:




Generation Kplus
Alamar (To The Sea) von Pedro González Rubio, Mexiko 2009

Boy von Taika Waititi, Neuseeland 2009

Iep! (Eep!) von Ellen Smit, Niederlande/Belgien 2009 / Weltpremiere

Knerten von Åsleik Engmark, Norwegen 2009 / Internationale Premiere

La Pivellina von Tizza Covi und Rainer Frimmel, Österreich/Italien 2009

Superbror (Superbrother) von Birger Larsen, Dänemark 2009 / Internationale Premiere

This Way of Life von Thomas Burstyn, Neuseeland/Kanada 2009

Yeo-haeng-ja (A Brand New Life) von Ounie Lecomte, Republik Korea/Frankreich 2009

Yuki & Nina von Nobuhiro Suwa und Hippolyte Girardot, Frankreich/Japan 2009



Generation 14plus



Bran Nue Dae von Rachel Perkins, Australien 2009

Gentlemen Broncos von Jared Hess, USA 2009

Neukölln Unlimited von Agostino Imondi und Dietmar Ratsch

Deutschland 2010 / Weltpremiere

Os famosos e os duendes da morte (The Famous And The Dead)

von Esmir Filho, Brasilien/Frankreich 2009

Retratos en un mar de mentiras (Portraits In A Sea Of Lies)

von Carlos Gaviria, Kolumbien 2009 / Weltpremiere

Road, Movie von Dev Benegal, Indien/USA 2009

SUMMER WARS von Mamoru Hosoda, Japan 2009

Te extraño (I Miss You) von Fabián Hofman, Mexiko/Argentinien 2010 / Weltpremiere

Vihir (The Well) von Umesh Vinayak Kulkarni, Indien 2009

Youth in Revolt von Miguel Arteta, USA 2009

Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 17. Dezember 2009

Filmakademie-Produktion „Am anderen Ende“ erhält Prädikat „besonders wertvoll“: Qualitätssiegel für gute Filme

Die studentische Produktion „Am anderen Ende“ von Phillipp Döring, Student der Regie/Szenischer Film an der Filmakademie Baden-Württemberg, ist von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet worden. Die Fördereinrichtung vergab das Gütesiegel als staatliche Anerkennung für die besondere Qualität des Films.

„Am Anderen Ende“ erzählt in atmosphärischer Dichte die Geschichte der Telefonseelsorgerin Marianne, die einfühlsam einsamen Menschen am anderen Ende der Leitung beisteht. Doch eines Nachts wird sie von ihren eigenen Problemen eingeholt und kann sich nicht länger hinter dem Telefon verstecken.

„In seiner Kürze eröffnet dieser düstere Film die Tragödie einer Frau mit gewaltigem Schicksal. Konsequent folgt die Kamera der Telefonseelsorgerin in langen Einstellungen bei ihrem Dienstantritt zur Nachtschicht, beobachtet sie bei den aufreibenden Telefongesprächen, in den einsamen Pausen beim Blumengießen und beim verzweifelten Ringen mit der drogensüchtigen Tochter, die sie immer wieder in dieser Nacht bedrängt. Die grandiose Hauptdarstellerin Ursula Werner (WOLKE 9) füllt ihre schwere Rolle mit so viel Intensität, stillem Leiden und Konsequenz, dass die Geschichte bis zuletzt fesselt und noch lange nachklingt. Ein bemerkenswertes Kammerspiel, das von Lebenserfahrung und gutem Gespür für den sparsamen Einsatz der technischen Mittel zeugt. Ohne Einschränkungen besonders wertvoll!“ – so das Urteil der Jury zu „Am anderen Ende“. Hervorgehoben wurde neben der darstellerischen Leistung von Ursula Werner auch die hervorragend geführte Kamera: Diese konzentriere sich weitgehend auf das Gesicht der Protagonistin, vergesse es aber nicht „mit sparsamen Bildmitteln schöne kleine Details wie Blicke auf das Leben Draußen (Fenster des Hauses gegenüber) oder im Innern (Blumen gießen) zu zeigen.“

Als älteste gemeinsame Fördereinrichtung der Länder hat die Filmbewertungsstelle in Wiesbaden vor allem die Aufgabe, durch die Vergabe von Prädikaten Filme von maßgeblicher Qualität zu fördern, die von öffentlicher Bedeutung und für die Gesellschaft von Wert sind. Die Prädikate sollen Verleihern wie Kinobesuchern als Orientierungshilfen dienen.

Neben der „Ehre“, mit einem Prädikat ausgezeichnet worden zu sein, erhalten die Filme zudem Steuervergünstigungen und werden aufgrund des Gesetzes über Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films (FFG) finanziell unterstützt.

Weitere Informationen: www.fbw-filmbewertung.com sowie
www.fbw-filmbewertung.com/film/am_anderen_ende und
www.amanderenende.de


Am anderen Ende

Regie: Philipp Döring
Drehbuch: Katharina Kress
Kamera: Leonard Lehmann
Schnitt: Sven Kulik
Producer: Teymour Tehrani
Szenenbild: Mari-Liis Tigasson
Ton: Simon Wolf
Sounddesign: Miriam Voth

Eine Produktion der Filmakademie Baden-Württemberg 2009
in Koproduktion mit SWR, arte, br

Musik: J.S.Bach: Siciliana einer Sonate, BWV 1031. Dinu Lipatti, Klavier

Darsteller: Ursula Werner, Dorothea Arnold u.a.


Filmakademie Baden-Württemberg
Akademiehof 10
71638 Ludwigsburg
www.filmakademie.de
Website: http://www.filmakademie.de

Pressemitteilung vom 18. Dezember 2009

 



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