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EXTRA - Kurzmeldungen und Infos

BERLINALE ERINNERT AN THEO ANGELOPOULOS UND VADIM GLOWNA
Anlässlich des Todes von Theo Angelopoulos und Vadim Glowna zeigen die Internationalen Filmfestspiele Berlin zwei Sondervorführungen im diesjährigen Programm.

Theo Angelopoulos zählte seit den 70er Jahren zu den bedeutendsten europäischen Autorenfilmern. Bei der Berlinale war Angelopoulos mehrfach zu Gast, zuletzt mit seinem Film I Skoni tou Chronou (The Dust of Time) im Berlinale Wettbewerb 2009. Die Berlinale zeigt am 16. Februar 2012 um 21 Uhr im CinemaxX 9 am Potsdamer Platz Trilogia: To livadi pou dakrisi (Trilogie: Die Erde weint) als Sondervorführung in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Der griechische Schriftsteller Petros Markaris, der auch an mehreren Drehbüchern von Angelopoulos’ Filmen mitgearbeitet hat, sowie Phoebe Economopoulos, Witwe und Produzentin vieler seiner Filme, werden zur Vorführung erwartet.

Der Schauspieler und Regisseur Vadim Glowna zählte zu den herausragenden Akteuren des Neuen Deutschen Films. Seit den 1960er Jahren spielte der Charakterdarsteller in mehr als 160 Kino- und Fernsehproduktionen und stand für renommierte Theaterregisseure auf der Bühne. Für sein Regiedebüt Desperado City gewann er 1981 die Camera d’Or in Cannes. Vadim Glowna war ein ständiger Begleiter der Internationalen Filmfestspiele Berlin und gehörte 1989 zur Internationalen Jury. In Gedenken an Vadim Glowna präsentiert die Berlinale am 11. Februar 2012 um 20 Uhr gemeinsam mit der Deutschen Filmakademie in der Reihe „Berlinale goes Kiez“ im Filmkunst 66 in Charlottenburg sein Regiedebüt Desperado City.


Website: http://www.berlinale.de

BerlinalePM v. 03.02.2012

62. Berlinale - Eröffnungsfilm von Benoît Jacquot: "Les Adieux à la reine"

Der mit internationalen Stars wie Diane Kruger (Inglourious Basterds), Léa Seydoux (Midnight in Paris) und Virginie Ledoyen (L’armée du crime) besetzte Historienfilm Les Adieux à la reine wird am 9. Februar 2012 im Berlinale Palast als Weltpremiere die 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnen.



Der französische Regisseur Benoît Jacquot (Tosca, Villa Amalia, Au fonds des bois u.v.m.) schildert in seiner Verfilmung des gleichnamigen preisgekrönten Romans von Chantal Thomas die ersten Tage der Französischen Revolution aus der Sicht der Dienerschaft in Versailles. So entsteht ein dramatisches Geschichtsbild mit ironischen Zwischentönen, das auch Parallelen zur Gegenwart zeigt.



Versailles, im Juli 1789. Am Hof König Ludwigs XVI. macht sich Unruhe breit. Das Volk begehrt auf, eine Revolution steht vor der Tür. Hinter den Fassaden der königlichen Schlösser machen Fluchtgedanken die Runde und ergreifen auch die Königin Marie Antoinette (Diane Kruger) und ihre Entourage. Zu den Bediensteten Marie Antoinettes gehört Sidonie Laborde (Léa Seydoux), die als Vorleserin in ihre nächste Nähe gerückt ist. Sidonie erlebt staunenden Blicks die ersten Stunden der Französischen Revolution.



Die französisch-spanische Koproduktion Les Adieux à la reine wird am Wettbewerb der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin teilnehmen.


(C) Carole Bethuel
Website: http://www.berlinale.de

PM v. 04.01.2012

Kinder für Webjury und Onlinespielejury GOLDENER SPATZ 2012 gesucht!
Jetzt für Onlinejurys zum Festival GOLDENER SPATZ 2012 bewerben!

Kinder zwischen 10 - 12 Jahren testen und prämieren Webseiten, TV-Webseiten und Onlinespiele


Bis zum 22. Februar 2012 sucht der GOLDENE SPATZ insgesamt 10 weitere Mädchen und Jungen für seine Onlinejurys! Beim 20. Deutschen Kinder-Medien-Festival GOLDENER SPATZ: Kino-TV-Online prämieren Kinder nicht nur die besten Filme und Fernsehbeiträge, sondern auch herausragende Onlineangebote. Welche Webseite, TV-Webseite und welches Onlinespiel für Kinder mit einem Preis ausgezeichnet werden, entscheiden die Webjury und die Onlinespielejury. Wer sich gut mit Internetseiten oder Onlinespielen für Kinder auskennt und zwischen 10 – 12 Jahre alt ist, kann sich für die Mitarbeit in einer der beiden Onlinejurys bewerben. Die Deutsche Kindermedienstiftung GOLDENER SPATZ kümmert sich um die Anreise, Unterkunft und Verpflegung für die Jurykinder – es kostet sie keinen Cent!

Alle Bewerber sollten sich für Internetangebote interessieren, gern im Internet surfen und Ausdauer mitbringen, denn für sie heißt es: 5 Tage lang Internetseiten genau ansehen und Onlinespiele gründlich testen. Die Juryarbeit ist sehr verantwortungsvoll, denn die Jurykinder sind hier als Kritiker gefragt. Sie sollten sich zutrauen, mit anderen Kindern über die Internetseiten oder über die Online-Spiele zu reden, sich gemeinsam für die besten Webseiten, TV-Webseiten bzw. für die besten Spiele zu entscheiden und bei der großen Preisverleihung am 11. Mai im CineStar Erfurt die GOLDENEN ONLINE SPATZEN zu übergeben. Leitlinien bei der Preisvergabe sind die Bereiche Inhalt, Gestaltung, Grafik/Sound, Sicherheit/Datenschutz, Unterhaltung, Spielanreiz, Spielidee und Gesamteindruck.

Wer Lust und Zeit hat, diese Aufgabe zu übernehmen, kann sich für die Mitarbeit in einer der beiden Jurys bewerben. Das Festival findet vom 6. bis 12. Mai 2012 in Gera und Erfurt statt. Unter http://www.goldenerspatz.de kann bis zum 22. Februar 2012 ein Mitmach-Bogen online ausgefüllt und abgeschickt werden. Achtung: Es kann sich nur für eine der beiden Jurys beworben werden, also entweder für die Webjury oder für die Onlinespielejury. Das muss vorher genau überlegt werden!

Das Deutsche Kinder-Medien-Festival GOLDENER SPATZ: Kino-TV-Online hat seit 2001 neben Filmen und Fernsehprogrammen auch das Onlineangebot für Kinder im Blick. Abgesehen von der Vergabe des Preises für die beste Webseite für junge User wird beim 20. Festival GOLDENER SPATZ bereits zum sechsten Mal das beste Onlinespiel ausgezeichnet und zum dritten Mal die beste TV-Webseite.


Festival GOLDENER SPATZ

Das jährlich in Gera und Erfurt stattfindende Deutsche Kinder-Medien-Festival GOLDENER SPATZ: Kino-TV-Online ist das größte seiner Art in Deutschland und richtet sich an Publikum und Fachleute. Der GOLDENE SPATZ bietet ein Forum für Vertreter der Film-, Fernseh- und Onlinebranche, Medienexperten, Pädagogen, Journalisten, Politiker und das Zielpublikum. Die Meinung der Kinder über das für sie gemachte Angebot ist gefragt. Das Festival bietet einen Überblick über deutschsprachige und koproduzierte Filme, Fernsehbeiträge sowie Onlineangebote für Kinder. Es gilt, qualitativ hochwertige und innovative Produktionen zu fördern und auszuzeichnen. 2012 wird das Festival vom 6. bis 12. Mai zum 20. Mal veranstaltet. In der Deutschen Kindermedienstiftung GOLDENER SPATZ arbeiten MDR, ZDF, RTL, die Thüringer Landesmedienanstalt, die Mitteldeutsche Medienförderung, die Stadt Gera und die Landeshauptstadt Erfurt zusammen.




Bild: „WebJury 2011 bei der Sichtung“ (Quelle: GOLDENER SPATZ)
Website: http://www.goldenerspatz.de

Katja Imhof-Staßny - PM v. 25.01.2012

26. Internationales Filmfestival Freiburg (CH), 24. – 31. 03. 2012 - ein Festival am Schnittpunkt der Kulturen
Western aus aller Welt, eine Werkschau aus Bangladesch und Programme mit Schweizer Persönlichkeiten: Heute stellen der neue künstlerische Direktor des FIFF Thierry Jobin und die Geschäftsleiterin Esther Widmer Konzept und Schwerpunkte der 26. Festivalausgabe vor. Neu am FIFF sind jährlich wiederkehrende Sektionen, in welchen thematische Programme entdeckt werden können. Diese widmen sich unter anderem dem Genrekino, wiedergefundenen filmischen Landschaften oder dem Phänomen der Diaspora. Dort ermöglicht uns eine Persönlichkeit einen Blick in die filmischen Erinnerungen seines Herkunftslandes. Den Anfang macht dieses Jahr der Karikaturist Patrick Chappatte, welcher uns Filme aus dem Libanon zeigt.

Im Zeichen der Neuerung

Der internationale Wettbewerb und das Kurzfilmprogramm bilden das Rückgrat des Festivals und sind die traditionellen Höhepunkte des Festivals. Diese werden nun durch sogenannte Parallelsektionen ergänzt – thematische Gefässe, welche jährlich wechselnde Schwerpunkte setzen. Dazu gehört auch die Sektion „Entschlüsselt!“, in welcher ein gesellschaftlich brisantes Thema verhandelt wird. Hier werden dieses Jahr Filme gezeigt, welche das im Westen vorherrschende Bild des Islam untersuchen. In der Sektion „Sur la carte de“ spannt ein Filmschaffender seine persönliche filmische Landkarte auf. Dieses Jahr präsentiert uns der Doyen des Schweizer Zeichentrickfilms, Georges Schwizgebel, eine Reise durch die internationale Welt des Animationsfilms.

Gestandene Meister und neu entdeckte Filmländer
Der jurassische Produzent Pierre-Alain Meier wird in Fribourg mit einer Hommage geehrt. Er hat sich als besonderer Brückenbauer für afrikanisches Kino hervorgetan und das Festival freut sich sehr, eine Auswahl seiner Filme wieder auf die heimische Leinwand zu bringen. Bangladesch ist eines derjenigen Länder, die vom internationalen Filmmarkt nicht beachtet werden. Das FIFF bietet mit seiner Sektion „Terra incognita“ eine Plattform für eben diese Kulturräume und verschafft damit dem Freiburger Publikum Landgänge der besonderen Art.

Die diesjährige Kurzfilmsektion und das Schulprogramm – traditionelles Highlight für mehr als 8‘000 deutsch- und französischsprachige Kinder und Jugendliche aus der Region – wurden von der Stellvertreterin des Direktors, Delphine Jeanneret, präsentiert. In Zusammenarbeit mit réseau cinéma präsentiert das FIFF erneut ein Weiterbildungsangebot für LehrerInnen und stellt pädagogische Dossiers zum Download bereit.

Die 26. Ausgabe des Internationalen Filmfestivals Freiburg setzt es sich zum Ziel, den Dialog zwischen verschiedenen kulturellen Regionen zu fördern. Die Veränderungen der Welt, der Kommunikationsmittel und das Aufstreben der Filmschaffenden aller Länder ermöglichen es dem FIFF heute mehr denn je, als Plattform für zeitgenössisches Filmschaffen und internationalen Austausch aufzutreten. Über 30‘000 Zuschauer werden auch dieses Jahr wieder aus der ganzen Schweiz erwartet. Das Budget von rund 2 Mio. Franken setzt sich aus substantiellen Beiträgen der institutionellen Partner, Sponsorenbeiträgen und Eintritten zusammen.

Save the Date
Merken Sie sich jetzt bereits den 7. März 2012 vor! An jenem Tag findet um 10.30 in Freiburg die Medienkonferenz statt, an welcher die über 100 ausgewählten Filme bekannt gegeben werden. Und natürlich enthüllen wir dann die mit Spannung erwarteten Namen der Wettbewerbsfilme. Die Berner Vorpremiere findet dieses Jahr am 13. März um 18h30 im CinéMovie1 statt.

Das internationale Filmfestival Freiburg findet vom 24. – 31. März 2012 statt. Vorverkauf Starticket ab 8. März 2012.



Website: http://www.fiff.ch

Gunnar Gilgen - PM v. 23.01.2012

Europas Western im Berliner Zeughauskino (3. bis 31. Januar 2012)
Vom 3. bis 31. Januar präsentiert das Zeughauskino mit der neuen Ausgabe des Cinefests einen Querschnitt durch die Geschichte des europäischen Western. Auf dem Spielplan stehen unter anderem ein "Neckar-Western" aus dem Jahr 1920 (Feuerteufel), ein deutsches "Sensations-Drama mit Reiterscenen" von Harry Piel (Erblich belastet?), ein NS-Western, für den sich Hans Söhnker in den Sattel schwang (Gold in New Frisco), ein konstruktivistischer Western aus der jungen Sowjetunion (Po zakonu von Lew Kuleschow), "Red Western" aus Ungarn und Rumänien, Italo-Western und DEFA-Indianerfilme.

Das vollständige Programm der Reihe EUROPAS WESTERN - siehe Website!


Website: http://www.dhm.de/kino/europas_western.html

Jörg Frieß - PM v. 16.12.2011

7. Festival des gescheiterten Films (Dez. 2011 bis März 2012, in 11 deutschen und 3 österreichischen Städten)
Das Festival des gescheiterten Films findet heuer zum 7.sten Male in folgenden Städten statt:

München (27.-29.12.11) - Fürstenwalde (20.-21.01.12) - Leipzig (7.1.12) - Berlin (02.01-06.01.12) - Frankfurt (27.1. - 28.1.12) Hamburg (14.1-15.01.12) Köln (29.1.12) - Jena (15.3.-17.3.12 ) - sowie in Hannover (N.N.) - Bremen (N.N.)- Kaiserslautern (N.N.) und bei unseren österreichischen Freunden in Linz (25./26.1.2012 - Salzburg (1.3.-2.3.2012) und Wien (N.N.)


"Scheitern aus Leidenschaft!?" ist unser Motto der 7.ten Staffel. Ohne Herzblut geht wohl Niemand das Risiko ein, ein Film zu produzieren, der trotz hohen Anspruches möglicherweise kein Publikum findet.

Wer am realexistierendem Filmmarkt nicht auf den Profit achtet, sich nicht dem Publikum anbiedert und zukunftsweisende Wege geht, braucht mehr den je eine hohe Leidensfähigkeit und Ausdauer. Diesen MarathonkünstlerInnen die dornenreiche Wegstrecke ein wenig zu erleichtern, ist das "Festival des gescheiterten Films" da.

Auch wenn sich die Filmpolizei dagegen sträubt: "Gescheiterte Filme haben nichts mit schlechter Qualität zu tun. Je höher der Anspruch, desto tiefer Fall, umso wahrscheinlicher das Scheitern."

Scheitern Filme gerne an den Juroren, Verleihern, Redakteuren, so sehr sollten wir uns ernsthaft fragen: Was ist eigentlich ein guter Film? Einer, der Spass macht? Uns unterhält und ablenkt? Oder könnte Film nicht auch künstlerischer Ausdruck sein? Nichts desto trotz, auf diesen Festival laufen nicht bessere, aber auch nicht schlechtere Filme als anderswo.

Hier laufen schlicht Filme, die man übersehen hat oder die sonst nirgends laufen. Also lassen Sie sich überraschen!

Festival des gescheiterten Films
brokalhaus münchen
Schluderstr. 13 b
80634 München
089-1688537
info@der-gescheiterte-film.de




Website: http://www.der-gescheiterte-film.com

hwmueller/Hella Möhring - PM v. 27.11.2011

Der Papst ist kein Jeansboy mit Hermes Phettberg (beim Dokumentarfilmfestival in Leipzig)
Der Film Der Papst ist kein Jeansboy mit Hermes Phettberg feiert auf dem Dokumentarfilmfestival in Leipzig 2011 seine Uraufführung.
Er läuft im Deutschen Wettbewerb und wird dort dreimal gezeigt:

- Mittwoch, den 19.10. um 22:00 Uhr (CineStar 7)
- Donnerstag, den 20.10 um 19:30 Uhr (Universum)
- Samstag, den 22.10 um 22:15 Uhr (Wintergarten).

Weitere Infos zum Film und zu Hermes: http://goo.gl/8Mbhb

Nach der ersten Vorführung am Mittwoch gibt es eine Premierenparty, und zwar im Club TELEGRAPH, Dittrichring 18-20, 04109 Leipzig, gleich um die Ecke des Festivalbüros.


Ab 00:00 Uhr geht es los mit „Der Papst pop(e)t Leipzig“; dabei wird nicht nur getrunken, geraucht, gequatscht und geflirtet, sondern auch Musik gemacht.

Guaia Guaia gibt nach Mitternacht ein Live-Konzert mit Liedern von ihrer neuen CD Terrorist, davor und danach legen DJs auf... bis am nächsten Morgen die Sonne wieder über dem Telegraphen scheint.




Website: http://www.dok-leipzig.de

presse-und-infodienst.rosa-archiv@gmx.de - PM v. 14.10.2011

Cologne Conference 2011 - vom 25. bis 30. September 2011 in Köln an verschiedenen Orten
Auch in diesem Jahr werden die wichtigsten Trends und Highlights internationaler Film- und Fernsehproduktionen gezeigt. Neben den Festival-Reihen TopTen, Look, Kino und Showcase referieren herausragende Kenner im Rahmen der Lectures über das internationale Film- und Fernsehgeschäft. Es werden 40 neue Fernseharbeiten und Spielfilme präsentiert, darunter Produktionen von Michael Winterbottom, Todd Haynes, Werner Herzog, Steven Spielberg und Park Chan-Wook.

Zur Eröffnung wird „Der letzte Weynfeldt“, Regie: Grimme-Preis-Träger Alain Gsponer vorgeführt. Das Buch stammt von Alex Buresch nach einem Roman von Martin Suter. Es handelt von dem gestandenen Züricher Kunstexperten Adrian Weynfeldt (Stefan Kurt), dessen Junggesellenleben durch die junge Lorena (Marie Bäumer) durcheinandergebracht wird.

Von der fünfteiligen Miniserie „Mildred Pierce“ werden zwei Folgen zu sehen sein. Bei den diesjährigen Emmy-Awards wurde der Mehrteiler 21 mal nominiert und hat in fünf Kategorien Preise erhalten, darunter Guy Pearce für die beste Nebenrolle und Kate Winslet als beste Hauptdarstellerin.

In den USA war er so populär, dass er mittlerweile zu einem Mythos stilisiert wurde: Ronald Reagan, Schauspieler und 40. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Nun würde er seinen 100. Geburtstag feiern. Aus diesem Grund ging der Dokumentarfilmer Eugene Jarecki in seiner Produktion „Reagan“ dem Phänomen nach. Sowohl die Demokraten, wie Barack Obama, als auch die Tea-Party-Bewegung berufen sich gerne auf ihn. Jarecki deckt Fakten und Zerrbilder auf.

Die Türkei ist mit dem Debütfilm „Majority“ des Drehbuchautors und Regisseurs Seren Yüce vertreten, der eine belastete Vater-Sohn-Beziehung schildert.

Es wird eine Vielfalt an Filmen zu sehen und entdecken sein.


Website: http://www.cologne-conference.de/

h. f. - Info v. 22.09.2011

Freitag, 23. September 2011, 21:00 Uhr: »Erinnere Dich«; Z-Bar, Bergstraße 2, 10115 Berlin
Freitag, 23. September 2011, 21:00 Uhr:
Christoph-Philipp Schneider: »Erinnere Dich«
Ein Abend des okkulten Films im Z-inema der Z-Bar.

Filmvorführung im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung »10 Jahre okkulte Kunst«.

Vorfilm: Musikvideo »Vivat Entitas Okkulta« von Essenz (Regie: Tom Ehrhardt).
Hauptfilm: »Erinnere Dich« (D 2009, 74 Minuten, Regie: Christoph-Philipp Schneider, Musik: Stefan Schulzki).
Anschließende Zuschauerdiskussion mit den Filmemachern. Einführung und Moderation: Alexander Graeff.

Veranstaltungsort: Z-Bar. Bergstraße 2. 10115 Berlin. http://www.z-bar.de

Informationen zum Film
»Erinnere Dich« ist ein Psycho-Thriller über die existentielle Erfahrung des Menschen, sich mit seinen verborgenen Ängsten zu konfrontieren. Die Reise des Protagonisten Rufus zu einem verlassenen Haus wird zur Initiation in die eigene Vergangenheit. Er beginnt, sich zu erinnern; doch Gegenwart und Vergangenheit erscheinen ihm bald als Trugbilder. »Erinnere Dich« ist eine verstörende Reise durch die Zeit vor der traumhaften Kulisse des Wörthersees. Psycho-Tragik und Melancholie in der Idylle einer leblosen Realität, die sich in Schweigen und innerer Entfremdung ausdrückt.



(c) 2009, Christoph-Philipp Schneider
Website: http://www.okkulte-kunst.de

Arnd Moritz, Redaktion, 13. September 2011

Thomas Strittmatter Preis - Bewerbungsfrist für den renommierten Drehbuchpreis der MFG Filmförderung läuft noch bis 03. November 2011
Die MFG Filmförderung Baden-Württemberg schreibt bereits zum vierzehnten Mal ihre mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für Drehbuchautoren aus. Staatssekretär Jürgen Walter MdL wird den Thomas Strittmatter Preis in der Landesvertretung während der Berlinale 2012 verleihen. Bewerbungen sind bis zum 3. November 2011 möglich.

Eingereicht werden können Drehbücher aller Genres für einen abendfüllenden Spielfilm, die in deutscher Sprache verfasst sind, zum Zeitpunkt der Verleihung noch nicht verfilmt sein dürfen und keine Namen oder Copyright-Vermerke aufzeigen. Voraussetzung für eine Bewerbung ist entweder der Wohnsitz des Autors oder die eindeutige Lokalisierung der Handlung in Baden-Württemberg. Das Preisgeld ist gebunden an die Erstellung eines neuen Drehbuches, das den Richtlinien der MFG entspricht.

Eine prominente Jury liest die Drehbücher anonym. Die Nominierten werden zur Preisverleihung im Februar 2012 nach Berlin eingeladen und erhalten bereits für die Nominierung ein Preisgeld.

Bewerbungsschluss ist der 3. November 2011

(Eingang bei der MFG).

Bewerbungsformulare sind bei der MFG Filmförderung erhältlich oder können unter www.mfg-filmfoerderung.de / Vergabeordnung /Anträge ausgefüllt und ausgedruckt werden. Die Unterlagen, einschließlich des Formulars, einer Filmographie und Inhaltsangabe, sind in einfacher, die Drehbücher in fünffacher, anonymer Ausfertigung einzureichen bei:
MFG Filmförderung Baden-Württemberg
Kennwort: "Thomas Strittmatter Preis"
Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart

Website: http://www.mfg-filmfoerderung.de

Judith Neumann - PM v. 06.09.2011

Filmpremiere "Herr Alptraum und die Segnungen des Fortschritts" auf dem 54. Internationalen DOK-Festival Leipzig (Premierenparty + Filmverband Sachsen Empfang am 18. Oktober)
"Herr Alptraum und die Segnungen des Fortschritts" ist eine Liebesgeschichte.
Und es ist eine Geschichte über das Filmemachen.
Und es ist eine Geschichte darüber, wie man über das Filmemachen zur Liebe findet.
Und das alles während der Nachtschicht, wohlgemerkt!


In dem neuen Kurzfilm des Regisseurs Schwarwel (Regie, Drehbuch, Storyboard, Art Direction & Animation) erzählt uns der geübte Vorleser und passionierte Schauspieler Christian von Aster (Autor und Sprecher) die merkwürdige Liebesgeschichte zwischen Herrn Alptraum und der schlaflosen Insomnia, die auf dem gleichnamigen Buch von Christian von Aster mit Illustrationen von Schwarwel beruht.
Dabei taucht der vollanimierte 2D-Trickfilm ein in die expressionistischen Bildwelten à la "Das Cabinet des Dr. Caligari" von Robert Wiene (1920) und Regisseur Schwarwel verbeugt sich stilistisch vor Meisterwerken des Horrorklassikers wie James Whales "The Bride of Frankenstein" (1931).

Produktion: Glücklicher Montag
Produzentin: Sandra Strauß
Drehbuch, Storyboard, Animation, Backgrounds, Art Direction & Regie: Schwarwel
Gedicht: Christian von Aster
Bauten & Stop Motion: Andy Fischer
Animations-Assistenz: Chrisse Groß & Putzi
Compositing & Schnitt: Thomas Reichl
Musik, Ton & SoundFX: Maik Hartung (Love Is Colder Than Death)
Länge: 9 min.
Genre: klassischer 2D-Animationstrickfilm
Herstellungsland: Sachsen, Deutschland, EU
Produktionsjahr: 2011
Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen


Premiere auf dem 54. Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm
http://www.dok-leipzig.de
Im Programm Neue Deutsche Animation
Di 18.10.2011
(weitere Vorführung am Fr 21.10.2011)

Premierenparty + Filmverband Sachsen-Empfang
Di 18.10.2011, 19 Uhr
Leipzig, Veranstaltungszentrum Städtisches Kaufhaus (Innenstadt/Neumarkt)

20 Uhr Classic-Horrormovie-Show mit Moderator Donis
Mit: Schwarwel, Christian von Aster und weiteren Filmgästen
Eintritt: 7 EUR


Website: http://www.herr-alptraum.de

Sandra Strauß - PM v. 06.09.2011

Filmreihe "Gegen die Leinwände" (31. 8. - 31. 10. 2011, im Berliner Ballhaus Naunynstrasse)
Almancı! – 50 Jahre Scheinehe
31. August – 31. Oktober 2011
Gegen die Leinwände – 50 Jahre 50 Filme!


Anlässlich des 50. Jubiläumsjahres des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik und der Türkei zeigt das Ballhaus Naunynstrasse im Rahmen des Festivals Almancı! – 50 Jahre Scheinehe insgesamt mehr als 50 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme.

Eröffnet wird die Filmreihe mit zwei Filmen von Fatih Akın: Seinem persönlichsten Film Wir haben vergessen zurückzukehren – in Anwesenheit des Regisseurs Fatih Akın und den beiden Protagonisten des Dokumentarfilms, seinen Eltern Hadiye und Enver Akın – und dem Episodenfilm Auf der anderen Seite, ebenfalls in Anwesenheit des Regisseurs sowie der Schauspielerin Hanna Schygulla.

Einen Schwerpunkt bilden türkische Spielfilmproduktionen aus den 1970er und 1980er Jahren zum Thema deutsch-türkischer Arbeitsmigration. Filme wie Dönüş von Türkan Şoray (Die Rückkehr, 1974) oder Gurbetçi Şaban von Kartal Tibet (Şaban der Fremdling, 1985), die erstmalig dem deutschsprachigen Kinopublikum zugänglich gemacht werden, zeigen vor allem das klassische Bild des Almancı/Deutschländers aus türkischer Sicht. Im Programm sind aber auch Werke wie Almanya Acı Vatan von Şerif Gören (Deutschland, bittere Heimat, 1978), die bereits damals alternative Erzählbilder zur Migration entwarfen und heute zu den Klassikern der türkischen Kinokunst zählen.

Eine völlig andere Perspektive auf die Arbeitsmigration ermöglichten dagegen Werke von jungen deutsch-türkischen RegisseurInnen vor allem aus der zweiten Generation, die ab Mitte der 1990er Jahre die deutsche Kinokunst wesentlich mitgeprägt haben. Filme wie Auslandstournee (Ayşe Polat, 1999) oder Ich Chef, Du Turnschuh (Hussi Kutlucan, 1998) entwarfen Bilder für Migration abseits vom Opferdasein und stellten eine Zäsur dar in der cineastischen Darstellung des Almancı.

Ein weiterer Programmbereich widmet sich den Kurzfilmen dieser jungen FilmemacherInnen-Generation. Als Vorboten einer neuen Welle, zeigen sie beispielhaft, warum ihre späteren Werke nicht nur neue cineastische Ansätze entwickelten, sondern auch das Potential hatten im Mainstream anzukommen, wie bei Fatih Akın.

Die Filmreihe beinhaltet auch herausragende Dokumentarfilme, die der medialen Darstellung der deutsch-türkischen Arbeitsmigration mit ihren alternativen Lesarten neue Impulse gaben. Alamanya Alamanya Germania Germania (Hans A. Guttner, 1979) und E 5 – Die Todesstrecke (Tunçel Kurtiz, 1978) stehen beispielhaft dafür.

Den Abschluss bildet der Stummfilm Das Fest der schwarzen Tulpe von Muhsin Ertuğrul und Marie Luise Droop aus dem Jahr 1920, der im Ballhaus Naunynstraße mit Live Klavierbegleitung zu sehen sein wird.


Website: http://www.gegen-die-leinwaende.de

Verena Schimpf - PM v. 29.08.2011

1. internationales Filmfest homochrom - 21. bis 23. Oktober 2011 (im Filmforum NRW, Köln)
Im November 2009 startete die monatliche Filmreihe homochrom in Dortmund. Kinos in Bochum, Köln und Oberhausen übernahmen bald das ausgewählte Programm aus exklusiven NRW-Premieren, Previews und Klassikern. Zuletzt kam im Februar die Landeshauptstadt Düsseldorf zu den homochrom-Spielorten hinzu. Im November 2011 feiert homochrom das zweite Jubiläum, doch vorher kündigt sich etwas Großes an: Filmreihe goes Filmfest.

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jürgen Roters öffnet sich Ende Oktober der Vorhang für 12 queere Filmneuheiten, nationale und internationale Gäste, Publikumspreis und Festivalparty.

Hier ein Überblick auf das geplante Programm...

Europapremiere:

TICKED-OFF TRANNIES WITH KNIVES (USA 2010, 90 min, engl. OV)


Deutschlandpremieren:

2 FROGS IN THE WEST (CDN 2010, 105 min, engl.-franz. OV, teils mit engl. UT)

DUNNO Y … NA JAANE KYUN (IND 2010, 120 min, engl. OV, evt. dt. UT)

THREE VEILS (USA 2011, 100 min, engl. OV)

GOING DOWN IN LA-LA LAND (USA 2011, 104 min, engl. OV)


mögliche NRW-Premieren und weitere Filme:

IN THEIR ROOM SF & BERLIN (USA/D 2009-11, 80 min, engl.-dt. OmU)

Herbstgefühle – 80 Egunean (E 2010, 104 min, bask. OmU)

I AM (USA/IND 2011, 71 min, engl.-hindi OF, teils mit engl. UT)

LEADING LADIES (USA 2010, 102 min, engl. OV, vorauss. mit dt. UT)

WE WERE HERE (USA 2011, 90 min, engl. OV, vorauss. mit dt. UT)


Lange Kurzfilmnacht (verschiedene lesbisch-schwul-transidente Kurzfilme, ca. 120-140 min)



Website: http://www.homochrom.de

Martin Wolkner - PM v. 11.08.2011

Fluxusreisen
Wir hatten nach dem Mauerfall ein versenktes U-Boot in der Ostsee heben und zu einem Land erklären wollen, auf dem wir weitgehend selbstbestimmt leben könnten. Wir überlegten, ob wir mit Hilfe der Organisation einer Traumhochzeit finanzielle Hilfe von Fernsehproduzenten erhalten könnten. Das Boot hätte abgedichtet, ausgepumpt, mit Gas gefüllt werden müssen. Aber auch ein entkerntes U-Boot fällt unter das Waffengesetz.

Kunstproduktion und -konsumtion sind geistig emotionale Abenteuer. Sie können in den Bauch eines Fluxusschiffes klettern wie in einen ausgehöhlten Walfisch oder auf dem Meeresgrund trabende Seeküh. Der Walfisch oder die Seekuh nehmen Sie, während Sie z.B. übernachten, ein Stück mit auf Traumreisen. Sie können über Ihre SehSüchte reden oder
schweigen.
Der Ausbau des Bootes verändert das Boot.

Die Seekuh war Zubringerboot und Hafenschleppbarkasse der Bundeswehr (AM 5), sie soll als Fluxusboot für Entspannung sorgen. Falls Sie handwerkliches Interesse und Geschick haben, können Sie sich am Bootsausbau beteiligen. Auch finanziell. Es ermöglicht Zeitkontingente, Mitnutzungen. Hurtigruten. Wir planen eine eigene Tour: Wer 5000 Euro an Arbeitsleistungen oder in Schiffszubehör der Seekuh investierte, hat ein Anrecht auf eine Ostseequerung oder eine Fahrt in Norwegens Fjorde, er darf neben dem Bootsführer ans Steuer, er kann fischen oder Wale
beobachten, er kann einen Partner mitnehmen. Abenteuer pur. Auch für Filmemacher. Wir spielen mit.
Standort: Berlin Spandau.


Vogelsicht statt Geistesgicht - Foto (C) Ines Eck und Torsten Kulick
Website: http://www.fluxusreisen.de/fluxus.php

Ines Eck und Torsten Kulick - 04.08.2011

Marathon-Filmsichtung am 16. und 17. Juli 2011 ab 12 Uhr im Kinosaal des Festivalbüros der ContraVision in der Schöneberger Bülowstraße 90
Mehr als 80 Filme in 2 Tagen – im Sichtungskino des Filmfestival ContraVision findet am kommenden Wochenende der Berliner Filmmarathon 2011 statt. Die Besucher entscheiden zum letzten Mal, welcher der mehr als 650 eingereichten Filme im Wettbewerb des 19. Internationalen Filmfestivals ContraVision läuft. Seit März wurden hunderte Filme gesichtet. Im Programm werden vom Autoren- bis zum Zeichentrickfilm alle Genre vertreten sein.

Die Filmsichtung findet am Wochenende 16. und 17. Juli 2011 ab 12 Uhr im Kinosaal des Festivalbüros in der Schöneberger Bülowstraße 90 statt. Auf der Webseite (s. u.) kann sich jeder für die Teilnahme am Sichtungs-Marathon bewerben.

Das 19. Internationale Filmfestival ContraVision findet an den Wochenenden 9.-10. und 16.-18. September 2011 im Zeiss Großplanetarium in Berlin statt. Das Besondere: Statt einer Fachjury zeichnet das Publikum die besten Filme mit insgesamt sieben ContraVision Awards aus – was einem Publikumsfilmfestival gut zu Gesicht steht.

Internationales Filmfestival ContraVision
Contra Medienwerkstatt e.V.
Bülowstrasse 90
10783 Berlin / Germany
Tel: ++49 (0)30 257 984 10
Fax: ++49 (0)30 257 984 43
E-Mail: filmfestival@contravision.de
http://www.contravision.de



Website: http://www.jurymitglied.de

Filmfestival ContraVision - PM v. 14.07.2011

ueber Mut - Deutschlands größtes Filmfestival on Tour zu Gast in Dresden (1. bis 5. Juni)
Vom 1. bis 5. Juni 2011 zeigt das Medienkulturzentrum
Dresden als Stadtkoordinator das Filmfest ueber Mut im Programmkino Ost unter der Schirmherrschaft von Helma Orosz.

Das Festival tourt unter dem Titel ueber Mut - Engagiert. Couragiert. Kontrovers seit November letzten Jahres bundesweit durch 100 Städte.

„Gezeigt werden zehn internationale Spiel- und Dokumentar-Filme über Menschen, die ihre Gesellschaft verändern oder ihre Träume leben wollen – gegen alle Widerstände, denn Mut hat viele Gesichter“, so Philipp Baumgarten, Projektleiter für Dresden.

Etwa das von Jackie, die sich im südafrikanischen Township für missbrauchte Mädchen einsetzt. Auch Monica und David kämpfen – das junge Paar mit Down-Syndrom will unabhängig leben. Ihre und weitere bewegende Geschichten bringt das Festival ueber Mut erstmals in deutsche Kinos.

Engagiert. Couragiert. Kontrovers - lautet der Untertitel des Programms, das zur Diskussion anregt und zu gesellschaftlichem Engagement motiviert. Nach jeder Vorstellung gibt es daher ein Publikumsgespräch, an dem sich lokale Partner wie Amnesty International, Greenpeace und UNICEF beteiligen, um die jeweilige Thematik zu besprechen.

Damit auch Menschen mit Behinderungen die Vorstellungen besuchen können, ist das Festival barrierefrei gestaltet. Für Hörgeschädigte und Sehbehinderte stehen Untertitel und Audiotranskriptionen zur Verfügung. Drei Filme sind
zusätzlich für Zuschauer mit Leseeinschränkungen synchronisiert.

Der Eintritt ist kostenfrei.

ueber Mut ist nach ueber Arbeiten, ueber Morgen und ueber Macht das vierte Filmfestival der Aktion Mensch, das bundesweit stattfindet. Es wird gemeinsam mit 19 überregionalen und rund 3.000 lokalen Kooperationspartnern realisiert.


Medienkulturzentrum Dresden e.V.
Schandauer Str. 64
01277 Dresden
fon: 0351 / 31 540 678



Website: http://www.medienkulturzentrum.de

Ronja Seifert - PM v. 09.05.2011

„Was für ein Leben!“: Sieger des diesjährigen Biografie-Wettbewerbs stehen fest ...
... drei Lebensgeschichten werden dokumentarisch verfilmt

Berlin, 31. März 2011 – Die spannendsten Lebensgeschichten von Bürgerinnen und Bürgern aus Deutschland sind in der Kategorie „Zeitzeuge“ die Doppelbiografie von Claus Fritzsche und Margot Kowaljowa aus Sachsen, in der Kategorie „Engagement“ die von Horst Thomssen aus Barmstedt in Schleswig-Holstein und in der Kategorie „Persönlichkeit“ die von Susanne Huber aus Babenhausen in Bayern.

Aus insgesamt 216 Einsendungen ermittelte eine sechsköpfige Jury aus Historikern und Biografie-Experten die Sieger des jährlich stattfindenden Biografie-Wettbewerbs „Was für ein Leben!“. Die drei Gewinner dürfen sich nun über die dokumentarische Verfilmung ihrer Lebensgeschichte im Wert von je 15.000 Euro freuen, die im Oktober 2011 im Deutschen Historischen Museum Berlin uraufgeführt wird.

Ziel des Biografie-Wettbewerbs „Was für ein Leben!“ ist, auf die Bedeutung von Lebensgeschichten von nicht-prominenten Bürgerinnen und Bürgern für unsere Geschichte und gesellschaftliche Entwicklung aufmerksam zu machen. Auch „Normalbürger“ sind Zeitzeugen, Vorreiter oder Vorbilder, sie stehen jedoch nicht so oft im Rampenlicht. Mit dem Biografie-Wettbewerb soll diesen Lebensgeschichten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.


Erster Platz in der Kategorie „Zeitzeuge“

In der Kategorie „Zeitzeuge“ entschied sich die Jury für eine Doppelbiografie, Claus Fritzsche, 87, und seine Lebensgefährtin Margot Kowaljowa, 75 aus Moritzburg und Coswig in Sachsen: beide verbindet eine große Liebe zu Russland und zur russischen Sprache. Claus Fritzsche lernt diese in der Kriegsgefangenschaft: als technischer Übersetzer ist er später so gefragt, dass er sich trotz aller ideologischen Unbotmäßigkeit ein passables Leben in einer Nische der DDR-Gesellschaft bauen konnte. Seine jetzige Lebensgefährtin Margot Kowaljowa war 25 Jahre mit einem Soldaten der russischen Armee verheiratet: eine
Liebe, die sowohl von sowjetischer als auch von DDR-Seite über Jahrzehnte durch Schikanen torpediert wurde.

Für Jurymitglied Vera Lengsfeld, Publizistin und Mitglied des Bundestags a.D., ist es viel zu wenig bekannt, „wie schlecht es den Sowjetsoldaten in der DDR ging und dass, wer in der DDR die deutsch-sowjetische Freundschaft wirklich mit Leben erfüllen wollte, mit massiven Strafen zu rechnen hatte“. Für Dr. Hans-Martin Hinz vom Deutschen Historischen Museum ist bei Claus Fritzsche vor allem ungewöhnlich, „wie jemand mit einer so positiven Haltung aus der Kriegsgefangenschaft herauskommt.“


Gewinner der Kategorie „Engagement“

Der erste Platz in der Kategorie „Engagement“ ging an Horst Thomssen, 70, Schleswig-Holstein. Der aus einer christlich geprägten Handwerkerfamilie stammende Gas- und Wasserinstallateur engagiert sich von Kindesbeinen an: Er hat schon als Junge Lebensmittel an Flüchtlinge verteilt, bei der Hamburger Flutkatastrophe geholfen, später Süchtige und Straffällige betreut. Momentan koordiniert er die Ehrenamtsbörse von Barmstedt und schult als Seniortrainer jüngere Ehrenamtliche. Für Jurymitglied Loring Sittler vom Generali Zukunftsfonds ist vor allem wichtig, dass Thomssens Engagement „über ein ganzes Leben geht und er auch daran arbeitet, als Senior Trainer sein Engagementwissen weiterzugeben. Das ist sehr wichtig für die Infrastruktur des ehrenamtlichen Engagements in Deutschland“.


Sieger der Kategorie „Persönlichkeit“

In der Kategorie „Persönlichkeit“ entschied sich die Jury für Susanne Huber, 69, aus Babenhausen in Bayern. Susanne Huber war bis 2003 Hans-Werner Huber: ein katholisch geprägter und als stellvertretender Bürgermeister engagierter Unternehmer, verheiratet, mit vier Kindern. Nach tiefen persönlichen Krisen hat er sich in Absprache mit seiner Familie zur Geschlechtsumwandlung entschlossen - und hat das in 80 Briefen an Geschäftspartner, Freunde und Honoratioren mitgeteilt. Für Jurymitglied Dr. Alexander von Plato vom Institut für Geschichte und Biografie der Fern-Universität Hagen ist vor allem der Mut beeindruckend, mit dem jemand, der so tief in einem bayerischen Dorf und dessen Normen verwurzelt ist, diesen Weg geht. Für Jurymitglied Evelyn Filipp von ad.eo filmbiografien, dass die sogenannte Provinz darauf viel toleranter reagiert, als man das vom Klischee her vermutet.


Die Auswahl der Sieger fiel der Jury nicht leicht: „Es gab eine Fülle von sehr spannenden, bewegenden, und in jedem Fall interessanten Biografien. Auch die Nicht-Prämierten bleiben weiter für die Öffentlichkeit zugänglich: Sie werden Teil unseres Zeitzeugen-Archivs in LeMo-Lebendiges Museum online“, so Jurymitglied Dr. Juliane Haubold-Stolle vom Deutschen Historischen Museum.

Der Biografie-Wettbewerb wird unterstützt vom Deutschen Historischen Museum und finanziell ermöglicht vom Generali Zukunftsfonds. Hauptziel des Generali Zukunftsfonds ist, das bürgerschaftliche Engagement älterer Menschen zu fördern, Akteure besser zu vernetzen sowie die öffentliche Anerkennungskultur für bürgerschaftliches Engagement zu verbessern.

Weitere Informationen zu den Biografien des Wettbewerbs unter: www.was-fuer-ein-leben.de
Website: http://www.was-fuer-ein-leben.de

Pressemitteilung vom 21. März 2011

Internationale Kurzfilmtage Oberhausen fürs Wohnzimmer - Deutschlands ältestes und renommiertestes Kurzfilmfestival geht mit einer großen Auswahl bisher gezeigter Beiträge online
Die Festivaltage in Oberhausen – ein rotes Kreuzchen im Terminkalender von Filmemachern, Journalisten, Fachpublikum und begeisterten Kinogängern – präsentieren sich jedes Jahr als Feier und Werkschau neuer filmischer Ausdrucksformen, avantgardistischer Erzählweisen im kurzen Format. Das Programm, welches letztendlich über die Oberhausener Leinwände flimmern darf, wird stets aus Tausenden von Einreichungen aus aller Welt handverlesen. Viel zu schnell vorbei, viel zu viele Beiträge im Programm, die man sich gerne noch angesehen hätte – das soll sich jetzt ändern.

Denn nicht nur in der Programmgestaltung zeigt man sich im traditionsreichen Oberhausen ebenso richtungsweisend wie zukunftsorientiert. „Oberhausen Films Online“, so der Name der neuen Initiative, welche die Kurzfilme vergangener Festivaljahre in Kooperation mit der Internetplattform http://www.onlinefilm.org einem breiten Publikum erschließen möchte. Ein Vorzeigeprojekt im Dschungel des Online-Vertriebs von Filmen, welchem sonst eher ein Beigeschmack von Illegalität und mangelnder Qualität anhaftet: Die Rechte an den filmischen Arbeiten sowie die Kontrolle über das Angebot verbleiben bei „Oberhausen Films Online“ zu 100 Prozent bei den Filmemachern. Tatsächlich ergibt sich eine erfolgversprechende Win-win-Situation: Einerseits bietet die neue Form des digitalen Selbstvertriebs den sonst eher im Randbereich der deutschen Filmproduktionslandschaft lavierenden Kurzfilme eine prestigeträchtige Vermarktungsplattform - direkt, legal und mit internationaler Reichweite. Andererseits eröffnet sie den Nutzern Zugang zu anspruchsvollen Festivalbeiträgen, welche ansonsten allein Festivalbesuchern und akkreditierten Gästen vorbehalten bleiben.

Projektleiterin Eva Hegge freut sich über eine außerordentliche Resonanz bei den Filmemachern: Etwa 300 Arbeiten stehen zur Freischaltung bereit und sollen heute, Dienstag den 15. März 2011, zeitgleich online gehen. Auf der Webseite der Kurzfilmtage stehen diese dann in der neuen Rubrik „Videothek“ zur Verfügung. Von jedem angebotenen Film gibt es zunächst einen ca. einminütigen Ausschnitt zur kostenlosen Ansicht, um dem Besucher einen ersten Eindruck zu verschaffen und ihm die Entscheidung zu einem „Download to Own“ oder einem „Paid Streaming“ zu erleichtern. Die Kurzfilme sollen zwischen zwei und acht Euro kosten und stehen selbstverständlich nur zur privaten Nutzung bereit. In welcher Form die Festivalbeiträge angeboten werden, liegt letztendlich bei den Filmemachern – für sie besteht auch die Möglichkeit, ihre Arbeiten völlig kostenlos dem interessierten Publikum zu präsentieren. Man darf gespannt sein.


Website: http://www.kurzfilmtage.de/

Sefanie Fies - 15. März 2011

Flotter-Dreier-Wettbewerb des 27. Internationalen KurzFilmFestivals Hamburg (Einsendeschluss: 1. April 2011)
Der beliebte Flotte-Dreier-Wettbewerb stellt den Kurz- und Kürzestfilmern alljährlich eine Hausaufgabe: Erstellt einen Film mit maximal drei Minuten Lauflänge zu einem bestimmten Thema.

In diesem Jahr lautet das Thema Deutsch. Sind das der unentwegte Zwerg im Schrebergarten und die Klorolle mit Häkeldeckchen auf der Autoablage? Bratwurst, Kartoffeln, Sauerkraut oder doch inzwischen Döner, Pizza und Hamburger? Bier und Korn oder Latte und Sprizz? Pünktlichkeit, Organisiertheit, Humorlosigkeit und German Angst vorm Waldsterben? Der meckernde und laute Tourist in kurzen Hosen auf dem Markusplatz oder der laute und meckernde Demonstrant in Gorleben oder Stuttgart 21?

Wer oder was ist deutsch? Vielleicht auch typisch deutsch? Das wollen wir wissen und werden es auch allen zeigen. Bis zum 1. April (kein Scherz) ist noch Zeit, um Beiträge zum Thema Deutsch bei uns einzureichen Das Publikum beim 27. Internationalen KurzFilmFestival ist die Jury und vergibt 1000 Euro für den besten Beitrag.


27. Internationales KurzFilmFestival Hamburg: 7. bis 13. Juni 2011

Einsendeschluss „Flotter Dreier“:
1. April 2011


Pressearbeit/Public Relations: Tim Gallwitz
c/o KurzFilmAgentur Hamburg e.V.
Friedensallee 7
22765 Hamburg
Tel.: +49 40 39 10 63-27
Mobil: +49 170 903 80 30
Fax: +49 40 39 10 63-20
presse@shortfilm.com



Website: http://www.shortfilm.com

Tim Gallwitz - PM v. 17.02.2011

DIE KINDER VON PARIS (ab 10. Februar in den Kinos)
"Der elfjährige Joseph freut sich auf seinen letzten Schultag. Ferien sind angesagt und Lausbubenspiele auf den Straßen und in den Parks von Paris. Doch im Sommer 1942 ist alles anders als sonst: Schilder stehen plötzlich vor Spielplätzen und Kinos, auf denen steht: 'Für Juden verboten'.

Mit 'Kinder von Paris' macht sich die Regisseurin Roselyne Bosch an ein Thema, das in Frankreich lange Zeit tabu war: Die Massenverhaftung von rund 13 000 Juden, darunter mehr als 4000 Kindern, die unter dem Namen 'La Rafle du Vélodrome dHiver' als eines der dunkelsten Kapitel in Frankreichs Gegenwartsgeschichte eingegangen ist. In den Mittelpunkt stellt sie eine Familie, die den Nazis zum Opfer fiel.

(Die Kinder von Paris, Frankreich, Deutschland, Ungarn 2010, 115 Min., FSK ab 12, von Roselyne Bosch, mit Jean Reno, Mélanie Laurent)"


Quelle: http://www.swp.de


Website: http://www.die-kinder-von-paris.de/

"Die Kinder von Paris" - Filmtipp v. 09.02.2011

Jafar Panahi – Filmmaker of the World
Wie bereits angekündigt haben die Internationalen Filmfestspiele Berlin zur Unterstützung der verurteilten iranischen Regisseure Jafar Panahi und Mohammad Rasoulof aufgerufen.

Am 17.2. organisieren der Berlinale Talent Campus und der World Cinema Fund die Paneldiskussion „Censored Cinema“ mit iranischen Filmemachern und Künstlern zu den Themen Zensur und Einschränkung der Freiheit und Meinungsäußerung in Iran. Die Regisseure Rafi Pitts (The Hunter, Berlinale Wettbewerb 2010), Ali Samadi-Ahadi (The Green Wave, 2010) und Sepideh Farsi (Tehran Without Permission, 2009), sowie Autorin und Aktivistin Mehrangiz Kar werden an der Diskussion teilnehmen. Die Veranstaltung findet um 14 Uhr im Theater Hebbel am Ufer / HAU1 statt.

Um die öffentliche Aufmerksamkeit auf das nicht anwesende Jury-Mitglied Jafar Panahi zu lenken, wird die Berlinale in mehreren Sektionen jeweils einen Film des weltweit anerkannten Regisseurs präsentieren. Am 11. Februar 2011, dem Jahrestag der Iranischen Revolution, wird um 16.30 Uhr der Berlinale-Preisträgerfilm Offside (2005, Silberner Bär 2006) im Berlinale Palast aufgeführt. Es wird eine Vielzahl an prominenten Gästen erwartet, die mit ihrer Anwesenheit ihre Solidarität bekunden möchten. Festivaldirektor Dieter Kosslick wird den Film einführen.


Für jede der folgenden Vorführungen werden jeweils iranische Filmschaffende als Paten fungieren.


Die Paten der Jafar Panahi Filmreihe:

Forum
Talaye sorkh (Crimson Gold, 2003) am 12.02 um 11.00 Uhr im Cinestar 8
Pate: Rafi Pitts


Berlinale Shorts

Untying the Knot (2007) am 12.02. um 16.00 Uhr im CinemaxX 5
Pate: Ayat Najafi


(Wiederholungen von Untying the Knot am 16.02. um 22.00 Uhr im CinemaxX 3, am 17.02. um 17.45 Uhr im Colosseum 1, am 18.02. um 16.00 Uhr im CinemaxX 5)


Generation
Badkonak-e Sefid (Der weiße Ballon, 1995) am 14.02.2011 um 16.30 Uhr im Haus der Kulturen
Patin: Jasmin Tabatabai

Panorama
Dayereh (Der Kreis, 2000) am 17.02. um 17.45 Uhr im Cinestar 3
Pate: Ali Samadi Ahadi


Berlinale
Website: http://www.berlinale.de

Berlinale - PM v. 08.02.2011

Einreichfrist für 19. Filmfestival ContraVision beginnt
Höchstens 30 Minuten lang dürfen die Filme sein, die zum 19. Internationalen Filmfestival ContraVision eingereicht werden. „Und sie sollten bis zum 31. März 2011 im Berliner Festivalbüro eingetroffen sein“, betont Festivalleiter Robin Bodenhaupt. Vom Autoren- bis zum Zeichentrickfilm sind alle Genres für den Wettbewerb um die 19. ContraVision Awards willkommen. Die ContraVision richtet den Fokus auf den internationalen Kurzfilm.

Als eines von wenigen Filmfestivals weltweit ermöglicht die ContraVision Filmemachern auf www.contravision.de den Internet-Upload ihrer Filme in Screening-Qualität und damit die vollständige Filmeinreichung über das Web. „Der extrem harte Winter hat die Grenzen internationaler Transportkapazitäten deutlich aufgezeigt. Aber auch den nächsten Lokführerstreik können ContraVision-Einreicher getrost ignorieren", erläutert Bodenhaupt die Abkehr von konventionellen Filmversandmethoden.

Das 19. Filmfestival ContraVision findet im September im Zeiss Großplanetarium in Berlin statt.


Internationales Filmfestival ContraVision
9. - 10. September und 16. - 18. September 2011

Festivalbüro:
Contra Medienwerkstatt e.V.
Bülowstrasse 90
10783 Berlin
Tel:030 / 257 984 10
Fax:030 / 257 984 43
E-Mail:info@contravision.de



Website: http://www.contravision.de

ContraVision - PM v. 07.02.2011

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin gratulieren Kurt Maetzig zum 100. Geburtstag
Am 25. Januar 2011 feiert der in Berlin geborene Regisseur Kurt Maetzig seinen 100. Geburtstag.

Kurt Maetzig war einer der Pioniere des deutschen Nachkriegskinos und gehört zu den wichtigsten Vertretern des DEFA-Films. Er war Mitbegründer und erster künstlerischer Direktor der DEFA, Leiter der Wochenschau Der Augenzeuge und Gründungsrektor der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Babelsberg.

Maetzigs Spielfilm-Debüt Ehe im Schatten (1947), in dem er sich schon kurz nach Kriegsende mit dem deutschen Antisemitismus auseinandersetzte, wurde der erfolgreichste deutsche Film jener Jahre. Die Beschäftigung mit der jüngeren deutschen Geschichte steht im Mittelpunkt zahlreicher weiterer Filme: so in Die Buntkarierten (1948/49) und in Rat der Götter (1949/50). 1965 wurde Das Kaninchen bin ich (1965/66), der eine kritische Sicht auf die Verhältnisse in der DDR entwickelt, zum Auslöser einer Welle von Zensurmaßnahmen: im Zuge kulturpolitischer Auseinandersetzungen wurde fast eine gesamte Jahresproduktion der DEFA verboten und konnte erst nach dem Ende des SED-Regimes aufgeführt werden.

Der vielseitig begabte Filmemacher, der sich immer wieder in neuen Genres versuchte, führte Regie bei etwa zwanzig Spielfilmen.

Die Berlinale zeigt zu Ehren Kurt Maetzigs in einer Sondervorführung am 12. Februar 2011 im Zeughauskino die Gegenwartskomödie Vergeßt mir meine Traudel nicht (1957) mit Eva-Maria Hagen in der Titelrolle. Im Anschluss an die Aufführung unterhält sich der Jubilar mit Ralf Schenk über seine Arbeit und sein Leben.

English Version:

Berlin International Film Festival Congratulates Kurt Maetzig on 100th Birthday

On January 25, 2011, Berlin-born director Kurt Maetzig is celebrating his 100th birthday.

Kurt Maetzig was a pioneer of German post-war cinema and one of the most important figures in the history of DEFA film studios. He not only co-founded the DEFA but was also its first artistic director as well as in charge of the weekly newsreel Der Augenzeuge. In 1954 he became the first president of the newly established GDR film academy in Babelsberg.

Maetzig’s debut feature was Ehe im Schatten (1947), in which he denounced Nazi anti-Semitism shortly after the war. It became one of the most successful German films of the post-war era. A number of other films he made also addressed the recent history of the times: for instance, Die Buntkarierten (1948/49) and Rat der Götter (1949/50). Das Kaninchen bin ich (1965/66), which took a critical look at circumstances in East Germany, triggered a wave of censorship measures: due to the disputes on cultural policies that followed, almost an entire year of DEFA productions was banned. It was not until after the fall of the Wall that these films were released.

Kurt Maetzig was a talented, versatile filmmaker who constantly tried out new genres. In all, he directed some twenty feature films.

In a special screening at Zeughauskino on February 12, 2011, the Berlinale will pay tribute to Kurt Maetzig by showing the social comedy Vergeßt mir meine Traudel nicht (1957), featuring Eva-Maria Hagen in the title role. Following the film, Kurt Maetzig will talk with Ralf Schenk about his life and work.


Berlinale (10. - 20. Februar 2011)
Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 24.Januar 2011

61. Internationale Filmfestspiele Berlin (10. - 20. Februar 2011)


Berlinale 2011: Internationale Jury

Unter dem Vorsitz von Isabella Rossellini entscheidet die Internationale Jury über die Vergabe des Goldenen und der Silbernen Bären sowie des Alfred-Bauer-Preises im Wettbewerb der 61. Berlinale.

Die weiteren Jury-Mitglieder sind die Produzentin Jan Chapman, die Schauspielerin Nina Hoss, der Schauspieler, Produzent und Regisseur Aamir Khan, der Regisseur Guy Maddin, die Kostümbildnerin Sandy Powell und der Regisseur Jafar Panahi.

Isabella Rossellini gehört zu den renommiertesten Darstellerinnen des internationalen Kinos. In den vergangenen Jahren hat sie sich zudem als Produzentin und Regisseurin profiliert. Die Tochter der schwedischen Schauspielerin Ingrid Bergman und des italienischen Regisseurs Roberto Rossellini hat in über 40 Spielfilmen mitgewirkt und mit Regisseuren wie Robert Zemeckis, Joel Schumacher, Peter Weir, Abel Ferrara, Peter Greenaway, David Lynch oder John Schlesinger gearbeitet, mit dem sie 1992 in Berlin „…und der Himmel steht still“ gedreht hat. Ihren internationalen Durchbruch feierte sie 1986 mit Lynchs Kultfilm Blue Velvet. Isabella Rossellini war erstmals 1994 als Hauptdarstellerin in Fearless – Jenseits der Angst bei der Berlinale zu Gast. 2005 präsentierte sie den Kurzfilm My Dad is 100 Years Old, eine Hommage an ihren Vater. 2007 kehrte sie als Kinoerzählerin in Guy Maddins Brand Upon the Brain! zurück und präsentierte 2008 ihr Regie-Debüt Green Porno über das Sexualleben von Insekten. Im Herbst 2010 hat sie unter der Regie von Julie Gavras die Liebeskomödie Late Bloomers mit William Hurt abgedreht.

Der renommierte Regisseur, Autor und Produzent Jafar Panahi gab nach mehreren Kurz- und Dokumentarfilmen mit Badkonake sefid (Der weiße Ballon) sein Kinodebüt, das ihm 1995 in Cannes die Camera d’Or einbrachte. Für Ayneh (Der Spiegel) gewann er 1997 den Goldenen Leoparden in Locarno, für Dayereh (Der Kreis) 2000 den Goldenen Löwen in Venedig. Bei der Berlinale erhielt er 2006 für Offside einen Silbernen Bären - Großen Preis der Jury. In seinen Filmen setzt sich Jafar Panahi kritisch mit der sozialen Situation in seinem Heimatland auseinander. Kurz nachdem ihn die Berlinale in die Internationale Jury 2011 eingeladen hatte, wurde Panahi im Iran zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren Berufsverbot verurteilt. Weltweit wird gegen dieses Urteil, das gegen die Meinungs- und Redefreiheit verstößt protestiert. Die Berlinale hält am Jury-Platz für Jafar Panahi fest und setzt ein Zeichen, seinen Freiheitskampf zu unterstützen.

Die Produzentin Jan Chapman ist eine herausragende Figur in der australischen Filmindustrie. Ihr erster internationaler Erfolg gelang ihr mit dem dreifachen Oscar-Gewinner Das Piano (1993). Mit der Regisseurin Jane Campion arbeitet sie seither weiter erfolgreich zusammen, zuletzt 2009 für das historische Liebesdrama Bright Star – Meine Liebe. Ewig. 1989 gründete sie ihre eigene Produktionsfirma Jan Chapman Films, mit der sie zahlreiche von Kritik und Publikum gefeierte Filmproduktionen verantwortete (Love Serenade, Holy Smoke!, Lantana, Somersault – Wie Parfüm in der Luft). 2004 wurde sie als ‚Officer of the Order of Australia’ für ihre Verdienste um den australischen Film ausgezeichnet.

Die renommierte Film-, Fernseh- und Theaterschauspielerin Nina Hoss feierte ihren ersten großen Erfolg 1995 in der Titelrolle von Bernd Eichingers Das Mädchen Rosemarie. 2000 wurde sie als deutscher Shooting Star auf der Berlinale vorgestellt. Eine enge und sehr erfolgreiche Zusammenarbeit vebindet sie mit dem Regisseur Christian Petzold: 2001 erhielt sie den Adolf Grimme-Preis für ihre Rolle in Toter Mann, zwei Jahre später den Adolf Grimme Preis in Gold für Wolfsburg. Bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2007 wurde sie als Beste Darstellerin mit einem Silbernen Bären für Yella ausgezeichnet. Zu ihren jüngsten Kinorollen gehören der moderne Vampirthriller Wir sind die Nacht (von Dennis Gansel) sowie der Liebesfilm Das Fenster zum Sommer (von Hendrik Handloegten).

Aamir Khan ist ein Superstar des Bollywood-Kinos: Mit Qayamat Se Qayamat Tak (1988) wurde er über Nacht berühmt. 2001 feierte er als Hauptdarsteller des oscarnominierten Dramas Lagaan - Es war einmal in Indien seinen internationalen Durchbruch. Nachdem Khan 2007 sein erfolgreiches Regiedebüt Taare Zameen Par realisierte, brach er als Schauspieler mit dem Film 3 Idiots wieder alle Rekorde. Aamir Khan ist auch als Produzent sehr erfolgreich: Die Filmsatire Peepli Live (2010 im Berlinale Special) wurde für 2011 als indischer Beitrag für eine Oscar-Nominierung eingereicht. Insgesamt gingen vier seiner zehn letzten Filme in das Rennen um eine Oscar-Nominierung.

Der im kanadischen Winnipeg aufgewachsene Filmemacher Guy Maddin landete 1988 mit seinem Spielfilmdebüt Geschichten aus dem Gimli Hospital einen Kultklassiker. Mittlerweile gehen neun Spielfilme sowie unzählige Kurzfilme auf sein Konto, in denen er stilistisch oftmals an die Ästhetik der alten Stumm- und frühen Tonfilme anknüpft. 2007 präsentierte er auf der Berlinale seinen Stummfilm Brand Upon the Brain!, der live von einem Orchester, drei Geräuschemachern, einem Sänger und Isabella Rossellini als Sprecherin begleitet wurde. 2008 eröffnete er mit My Winnipeg das Forum der Berlinale. In dieser Hommage an seine kanadische Heimatstadt hat er Dokumentaraufnahmen mit Familienfotos und alten Filmausschnitten kombiniert.

Die in London ausgebildete britische Kostümbildnerin Sandy Powell entwirft Kostüme für Film, Theater, Tanz und Oper. Sandy Powell arbeitet für herausragende Produktionen, für die sie Kostüme für die verschiedensten historischen Epochen entwirft. Insgesamt wurde sie bislang für acht Academy Awards nominiert. Den ersten von drei Oscars erhielt sie für ihre Arbeit am Film Shakespeare In Love (1999). Ihre Kostümentwürfe für Martin Scorseses Biopic Aviator brachten ihr 2005 einen weiteren Oscar ein. Zuletzt wurde sie für ihre Mitwirkung am Film Young Victoria (2010) geehrt. Sie erhielt außerdem neun BAFTA - Nominierungen und gewann ihn 1999 für Velvet Goldmine und 2010 für Young Victoria.



Berlinale
Website: http://www.berlinale.de

Berlinale - PM 21. Januar 2011

10. Ausgabe MaerzMusik zum Thema KLANG BILD BEWEGUNG (18.-27.03.2011)
Vom 18. bis 27. März 2011 findet MaerzMusik in Berlin statt. Das internationale Festival für aktuelle Musik der Berliner Festspiele feiert sein 10-jähriges Bestehen. Der künstlerische Leiter Matthias Osterwold widmet die Jubiläumsausgabe dem Thema KLANG BILD BEWEGUNG. Präsentiert werden neun Uraufführungen, darunter experimentelle Intermedia Performances und Installationen von Christoph Gallio / Beat Streuli, Michael Wertmüller / Lillevan, Bernhard Lang / Alter Ego / Philip Jeck, Phil Niblock und Shintaro Imai. Außerdem stehen zehn deutsche Erstaufführungen auf dem Programm, unter ihnen vier Stummfilm-Klassiker mit neuer Musik: Metropolis (1927) von Fritz Lang mit neuer Musik von Martin Matalon für die bei der Berlinale 2010 bejubelte Fassung, der Anti-Kriegsfilm J’accuse (1919) von Abel Gance vertont von Gary Lucas und Reza Namavar, Ein Sechstel der Erde (1926) von Dziga Vertov mit Filmmusik von Michael Nyman und Die seidenen Fäden des Wasserfalls (1933) des japanischen Regisseurs Kenji Mizoguchi, für den Misato Mochizuki komponiert hat.

Die Stummfilmprojekte werden ergänzt durch vier Filmessays von Uli Aumüller und die Reihe "Filme Hören" im Babylon mit Spielfilmen, die wesentlich von ihrer Tonspur getragen werden, u. a. von den Regisseuren Peter Greenaway, Francis Ford Coppola, Lars von Trier, David Lynch und Matthew Barney.

Raumszenische Musikprojekte und audiovisuelle Performances sind ein weiterer Schwerpunkt der diesjährigen MaerzMusik. Zur Eröffnung am 18. März wird die aus England stammende Komponistin Rebecca Saunders mit der musikFabrik eine neue Version ihres räumlich inszenierten Werkes Chroma im MOSKAU aufführen. Weitere Projekte sind Monodramas von Lotta Wennäkoski und Perttu Haapanen aus Finnland, Sandglasses der litauischen Komponistin Justė Janulytė und ein szenisches Konzert mit Werken von Elena Mendoza, Jennifer Walshe und Pei-Yu Shi. Raumgreifende „Instrumentenzoos“ sind bei Intonarumori mit 16 futuristischen Klangerzeugern und bei Tiere sitzen nicht mit über 200 Instrumenten von Enno Poppe und Wolfgang Heiniger zu besichtigen.

Beim Debüt des gefeierten jungen Pianisten Ralph van Raat und bei den international hochkarätig besetzten Kammermusik- und Ensemblekonzerten kommen Werke u. a. von Jonathan Harvey, Magnus Lindberg, Wolfgang Rihm, Helmut Lachenmann, Mark Andre, Toshio Hosokawa, Aurelio Cattaneo, Ondřey Adámek und Pei-Yu Shi zur Aufführung. Ein Porträtkonzert widmet sich Ken Ueno.

Die nächtliche Sonic Arts Lounge findet diesmal in angesagten Berliner Clubs statt: Im MOSKAU, Berghain und TRAFO entstehen Multimedia-Projekte und Klang-Bild-Experimente u. a. von Michael Vorfeld, alva noto aka Carsten Nicolai und aus Japan Ryoji Ikeda, Yutaka Makino und Shintaro Imai.

Aufgrund der weiter andauernden Modernisierungsarbeiten im Haus der Berliner Festspiele finden alle Veranstaltungen von MaerzMusik 2011 an anderen, teils außergewöhnlichen Spielorten in ganz Berlin statt: Volksbühne und Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz, Sophienkirche und Sophiensaele, Kammermusiksaal der Philharmonie, Glashof Jüdisches Museum, Radialsystem V, Joseph-Joachim Konzertsaal der Universität der Künste sowie den Clubs MOSKAU, Berghain und TRAFO.

Die Ticketpreise gehen von € 6,50 (Kino Babylon) bis max. € 24 (Volksbühne). Eine Neuerung sind die angebotenen Wahlabonnements, die bis zu 40% Ermäßigung zum regulären Einzelpreis gewähren.


Website: http://www.maerzmusik.de

maerzmusik - PM 14.01.2011

Vorfilmkampagne "Kurz vor Film"
Die Vorfilmkampagne "Kurz vor Film" zieht eine erste positive Zwischenbilanz. Zu den rund 90 Kinobetreibern, die Vorfilme bereits im regulären Programm zeigen, sind bis jetzt weitere 18 hinzugekommen. Für den Kurzfilm im Kino bedeutet das ein Plus von zwanzig Prozent und 12.000 Abspiele mehr in 2011. Mehrere tausend Unterstützer auf facebook und im Rahmen der Unterschriften haben die Kinobetreiber überzeugt. Auch weitere Prominente konnte die Kampagne für sich gewinnen: Berlinale-Chef Dieter Kosslick, Anna Maria Mühe, H.W. Geißendörfer, Vater der Lindenstraße und Produzent vieler Kurzfilme, Meret Becker, Klaus Maria Brandauer, Horst Janson und Eva Mattes sind für mehr Kurzfilme im Kino.

Wir würden uns freuen, wenn das Thema der Kampagne auf Interesse bei Ihnen stoßen würde und Sie die Unterschriftenaktion unter

http://www.kurz-vor-film.de/unterschriftenaktion

oder auf facebook

http://www.facebook.com/kurzvorfilm

unterstützen würden!


Website: http://www.kurz-vor-film.de/unterschriftenaktion/

Cécile Engelen - PM v. 15.12.2010

FOCUS GENET - 8 Sätze aus DDR Perspektive und 1 Zukunftsaussicht (D 2010 / 35 min)
Eine filmische Erinnerung von Olaf Brühl

Mit: Simone Barrientos, Franz X. Brandmeier, Hildegard Cancik-Lindemaier, Klaus Fiedler, Friedrich Kröhnke, Johanna Schall, Michael Sollorz, Leander Sukov, sowie ANONYMOUS BROTHERS CIRCUS (Rafael & Martin), Martin L. Presche und Lars Jolig
Sprecher: Fridolin Meinl & Felix Wuergler
Kamera: Andreas Strohfeldt, Jan Borchert;
Schnitt: Jan Borchert
Ton: Benjamin Ostarek

Der Film ist Michael Stock gewidmet



DVD 12,50 Euro

Bestellungen über: leo@olafbruehl.de


Website: http://www.olafbruehl.de

DVD-Tipp - 13.12.2010

Biografie-Wettbewerb - Die spannendsten Lebensgeschichten von "Normalbürgern" werden verfilmt!!
Der bundesweite Biografie-Wettbewerb „Was für ein Leben!“ geht ab sofort in seine zweite Runde.

Gesucht: Engagierte und starke Persönlichkeiten mit bewegten Lebensgeschichten.

Der Wettbewerb wendet sich an "Normalbürger", die ihre Erlebnisse und Erfahrungen weitergeben möchten. Auf die Sieger wartet ein ungewöhnlicher Preis: Ihre Lebensgeschichten werden verfilmt.

„Filmbiografien waren bisher fast ausschließlich Prominenten vorbehalten. Doch jedes Leben ist ein Stück Geschichte, ein Resultat von persönlichem Charakter und Zeitumständen, von Begegnungen, Erfahrungen und Entscheidungen“, erklärt Angelika Brötzmann von ad.eo filmbiografien, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Evelyn Filipp den Wettbewerb ins Leben gerufen hat. Unterstützt werden die Filmemacherinnen vom Deutschen Historischen Museum in Berlin und vom Generali Zukunftsfonds, der vor allem Projekte der Generation 55 plus fördert und sich zum Ziel gesetzt hat, die öffentliche Anerkennungskultur für bürgerschaftliches Engagement zu verbessern.

Bewerbungen sind in drei Kategorien möglich: „Engagement“, „Zeitzeuge“ und „Persönlichkeit“. Die Bewerber müssen eine aussagefähige Zusammenfassung ihrer Lebensgeschichte einreichen.

Einsendeschluss ist der 28. Februar 2011.

[Eine fünfköpfige Jury aus Historikern und Biografie-Experten wählt im Frühjahr 2011 die Sieger aus. Die Dreharbeiten mit den Preisträgern finden von Mai bis August 2011 statt. Im Oktober 2011 feiern die Dokumentarfilme im Kino des Deutschen Historischen Museums in Berlin Premiere.]

Kontakt:
Wettbewerbsbüro „Was für ein Leben!“
Angelika Brötzmann
c/o ad.eo filmbiografien
Am Festungsgraben 1
10117 Berlin
Tel.: 030 755 41941
E-Mail: info@wasfuereinleben.de





Website: http://www.was-fuer-ein-leben.de

Angelika Brötzmann - PM v. 09.12.2010

61. Internationale Filmfestspiele Berlin (10. - 20. Februar 2011) - True Grit der Coen-Brüder eröffnet die Berlinale
Mit True Grit der Oscar-Preisträger Joel und Ethan Coen werden am 10. Februar 2011 im Berlinale Palast die 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet.

„Joel und Ethan Coen stehen für erstklassiges amerikanisches Independent-Kino. Mit ihrem Faible für Ironie, schräge Charaktere und Geschichten haben sie immer wieder das Publikum begeistert“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. “True Grit ist ein schöner Kinoauftakt für die Berlinale 2011.“

Nach ihrem aufsehenerregenden Debüt Blood Simple (1984) feierten die Coen-Brüder mit Filmen wie Fargo (1996, Oscar für das Beste Original-Drehbuch), No Country for Old Men (2007, drei Oscars in den Kategorien Bestes adaptiertes Drehbuch, Bester Film und Beste Regie), Burn after Reading (2008) und zuletzt A Serious Man (2009) internationale Erfolge bei Kritikern und Publikum.

Das berühmte Regie-Duo – sowie Darsteller Jeff Bridges - hatten 1998 bereits die fulminante Filmkomödie The Big Lebowski im Berlinale-Wettbewerb präsentiert. Nun kehren sie mit einem Westerndrama nach Berlin zurück. In True Grit brillieren die Oscarpreisträger Jeff Bridges (Crazy Heart) und Matt Damon (Das Bourne Ultimatum), Hollywoodstar Josh Brolin (Wall Street) sowie die junge amerikanische Newcomerin Hailee Steinfeld in den Hauptrollen.

Die Neuinterpretation des Westernklassikers Der Marshall (mit John Wayne) von 1969 erzählt die Geschichte der 14-jährigen Mattie (Hailee Steinfeld), die den Mörder ihres Vaters finden will. Da ihr die Behörden dabei nicht helfen wollen, heuert sie den raubeinigen Marshall „Rooster“ Cogburn (Jeff Bridges) an, der zusammen mit ihr und dem Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon) die Spur des flüchtigen Mörders (Josh Brolin) aufnimmt.

True Grit wird als internationale Premiere außer Konkurrenz im Wettbewerb der 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin präsentiert.

Der Verleih Paramount wird True Grit am 24. Februar 2011 in die deutschen Kinos bringen.




English Version:


Coen Brothers’ True Grit to Open the 61st Berlinale

The 61st Berlin International Film Festival will open with True Grit by Academy Award winners Joel and Ethan Coen at the Berlinale Palast on February 10, 2011.

“Joel and Ethan Coen stand for first-rate American independent cinema. With their penchant for irony, and off-the-wall characters and stories they have repeatedly captivated audiences,” comments Berlinale Director Dieter Kosslick. “True Grit is a wonderful way to kick off the Berlinale 2011.”


After Blood Simple (1984), their sensational debut film, the Coen brothers have had many big hits with the critics and audiences. These include Fargo (1996, Oscar for Best Original Screenplay), No Country for Old Men (2007, three Oscars, in the categories Best Adapted Screenplay, Best Picture and Best Directing), Burn after Reading (2008) and, most recently, A Serious Man (2009).



With Jeff Bridges the famous directing duo presented their brilliant comedy The Big Lebowski at the Berlinale Competition in 1998. Now they are returning to Berlin with a Western drama. True Grit features Academy Award winners Jeff Bridges (Crazy Heart) and Matt Damon (The Bourne Ultimatum), Hollywood star Josh Brolin (Wall Street) as well as the young American newcomer Hailee Steinfeld.

This re-interpretation of the Western classic True Grit (with John Wayne) from 1969 tells the story of 14-year-old Mattie (Hailee Steinfeld) who sets out to find the man who murdered her father. Since the authorities won’t help her, she hires the tough marshal “Rooster” Cogburn (Jeff Bridges) who, together with her and Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon), picks up the trail of the killer (Josh Brolin).

True Grit will screen as an international premiere out of competition at the 61st Berlin International Film Festival.

Paramount, the film’s distributor, will be releasing True Grit to German cinemas on February 24, 2011.






Berliner Filmfestspiele
Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 8. Dezember 2010

61. Internationale Filmfestspiele Berlin (10. - 20. Februar 2011)

Berlinale lädt Jafar Panahi in die Internationale Jury 2011 ein

Berlinale-Direktor Dieter Kosslick hat den renommierten iranischen Regisseur Jafar Panahi in die Internationale Jury der 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin eingeladen.

„Wir hoffen sehr, dass Jafar Panahi die Möglichkeit erhält, diese wichtige Aufgabe in der Internationalen Jury der 61. Berlinale zu übernehmen“, sagt Berlinale-Direktor Kosslick.

Jafar Panahi hatte mehrere Kurz- und Dokumentarfilme für das iranische Fernsehen gedreht und bei mehreren Filmen als Regieassistent gearbeitet, bevor er seine eigene Kinokarriere begann. Seine Filme wurden vielfach auf internationalen Festivals ausgezeichnet: Auf sein Kinodebüt Badkonake sefid (Der weiße Ballon, 1995 Camera d’or in Cannes) folgten Dayereh (Der Kreis, 2000 Goldener Löwe in Venedig), Ayneh (The Mirror, 2003 Goldener Leopard in Locarno), Talaye sorkh (Crimson Gold, 2003 Prix du Jury - Un Certain Regard in Cannes) sowie Offside, für den er bei der Berlinale 2006 mit dem Silbernen Bären (Großer Preis der Jury) ausgezeichnet wurde. Sein letzter Kurzfilm, The Accordion, feierte bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig Premiere.

In seinen Filmen setzt sich Jafar Panahi kritisch mit der sozialen Situation in seinem Heimatland auseinander.
Berlinale invites Jafar Panahi to Join the International Jury 2011



English Version:
Berlinale Director Dieter Kosslick has invited renowned Iranian director Jafar Panahi to join the International Jury of the 61st Berlin International Film Festival.


“We hope Jafar Panahi will be able to attend the Festival and perform this important task on the International Jury of the 61st Berlinale,” announces Berlinale Director Kosslick.



Before beginning his movie career, Jafar Panahi made a number of short films and documentaries for Iranian television and worked as assistant director. Panahi’s features have won many awards at international festivals: his directorial debut, Badkonake sefid (The White Balloon, 1995 Camera d’or in Cannes), was followed by Ayneh (The Mirror, 1997 Golden Leopard in Locarno), Dayereh (The Circle, 2000 Golden Lion in Venice), Talaye sorkh (Crimson Gold, 2003 Prix du Jury - Un Certain Regard in Cannes), as well as Offside, which won the Silver Bear (Grand Prix of the Jury) at the Berlinale in 2006. His last short film, The Accordion, celebrated its premiere at this year’s Venice Film Festival.

In his films, Jafar Panahi explores the social situation in his homeland.



Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 6. Dezember 2010

25. November bis 1. Dezember 2010 in Berlin: ONE WORLD Filmfestival
Zum siebten Mal, vom , findet das ONE WORLD BERLIN Filmfestival für Menschenrechte und Medien statt.

ERÖFFNUNGSFILM - ZERTIFIKAT DEUTSCH

Regie: Karin Jurschick Deutschland 2009 90 min Original mit deutschen Untertiteln Dokumentarfilm

Jurschicks beobachtender Dokumentarfilm begleitet einen vorbereitenden Integrationskurs an der Volkshochschule Köln. Abschluss dieses Kurses mit der Prüfung „Zertifikat Deutsch“ ist seit 2005 für Zuwanderer aus nicht EU-Staaten Pflicht, wenn sie Einbürgerung anstreben, aber auch eine Aufenthaltserlaubnis verlängern oder Transferleistungen erhalten möchten. In 645 Unterrichtsstunden sollen grundlegende Sprachkenntnisse, aber auch 'Kultur' und 'demokratische Grundwerte' vermittelt werden. Diese Integrationskurse (2009 wurde das Curriculum modifiziert) sind nicht unumstritten; Jurschicks Film gewährt ungewöhnlichen Einblick in den Kursalltag und lässt Teilnehmer_innen zu Wort kommen.


Datum: DO 25.11.10
Uhrzeit: 19:00
Veranstaltungsort: Kino Arsenal-Saal 1

Alle weiteren Filme und Programm - siehe www.oneworld-berlin.de
Website: http://www.oneworld-berlin.de

Meldung, 21. November 2010

Engagierte Künstler gestalten Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises, Christoph Süß moderiert
Der Kabarettist, Fernsehmoderator und Musiker Christoph Süß wird am 4. Dezember durch die Abendveranstaltung zur Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises in der Nürnberger Tafelhalle führen.

Seit Jahren zeichnet sich Christoph Süß in seinen Fernsehsendungen „quer“ und „SüßStoff“ im Bayerischen Fernsehen durch intelligente satirische Beiträge zum politischen Tagesgeschehen aus. 2009 erhielt er dafür den Bayerischen Fernsehpreis. Weit über die Landesgrenzen hinaus wurde er durch sein Buch „Ich denke also bin ich verwirrt“ bekannt. Mit Christoph Süß führt ein erfahrener und anerkannter Autor, Fernsehjournalist und Kommentator durch den Abend der Preisverleihung, dem das Thema Menschenrechte nicht fremd ist. Süß: „Würde die Menschenfreundlichkeit privatisiert, durch das Gesetz von Angebot und Nachfrage, würde sie sogleich das wertvollste Gut der Welt.“

Am 4. Dezember werden die diesjährigen Preisträger in insgesamt fünf Kategorien bekannt gegeben. Als Redner wird an diesem Abend u. a. Dr. Ingo Hofmann, Sprecher der Bahá’í-Gemeinde Deutschland, erwartet.

Die Preisverleihung beginnt um 19.00 Uhr und wird gegen 20.45 Uhr zu Ende gehen. Ab 21.00 Uhr werden in der „Nacht des Menschenrechts-Films“ alle prämierten Filme in voller Länge gezeigt.

Die Sängerin und Komponistin Yara Linss gestaltet gemeinsam mit ihrer dreiköpfigen Akustik-Formation den musikalischen Rahmen des Abends. Die 29-jährige Jazzsängerin lebt in Nürnberg und Berlin. 2009 gewann Yara Linss den Bruno-Rother-Wettbewerb der Musikhochschule Nürnberg sowie das „Creole“-Casting. Ihre Musik ist zwischen Jazz und Bossa Nova verortet.

Die Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises ist eine öffentliche Veranstaltung – der Eintritt ist kostenfrei.
Aus Kapazitätsgründen wird jedoch um vorherige Anmeldung gebeten.


Wettbewerbsinformationen
Deutscher Menschenrechts-Filmpreis, Claus Laabs
Hummelsteiner Weg 100, 90459 Nürnberg
Fon 09 11.430 42 11, Fax: 09 11.430 42 14
www.menschenrechts-filmpreis.de




Website: http://www.menschenrechts-filmpreis.de

Pressemitteilung, 16. November 2010

61. Internationale Filmfestspiele Berlin (10. - 20. Februar 2011) - GLASHÜTTE ORIGINAL wird Co-Partner der Berlinale
„Wir freuen uns, mit der Uhrenmanufaktur GLASHÜTTE ORIGINAL ein Traditionsunternehmen aus Deutschland als Partner gewonnen zu haben. Solides Handwerk gehört auch beim Film zu den Grundvoraussetzungen für den Erfolg“, sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick.


Seit 165 Jahren steht der Name GLASHÜTTE als Synonym für hohe Uhrmacherkunst, deutsche Präzision und außergewöhnliches Design. Heute gehört GLASHÜTTE ORIGINAL, ein Unternehmen der Swatch Group, zu den weltweit führenden Luxusmarken in der Uhrenbranche. Die Manufaktur in Glashütte bei Dresden verfügt über eine eigene Uhrmacherschule, in der jedes Jahr bis zu zwölf Uhrmacher und drei Werkzeugmacher ausgebildet werden. Ähnlich wie die Berlinale setzt GLASHÜTTE ORIGINAL also auch konsequent auf Nachwuchsförderung.

Im ersten Jahr der bis 2013 unterzeichneten Partnerschaft wird sich GLASHÜTTE ORIGINAL auf Markenpräsenz im Rahmen der Berlinale konzentrieren. Für die kommenden Editionen werden zusätzlich inhaltliche Anknüpfungspunkte für die Kooperation geplant.


English Version:
GLASHÜTTE ORIGINAL is a new co-partner of the Berlin International Film Festival

"We are very happy to have won a German enterprise so rich in tradition as a partner. Sound craftsmanship is also a prerequisite for the success of any film," says Dieter Kosslick, Director of the Berlin International Film Festival.

The name GLASHÜTTE has been synonymous with high-quality watchmaking, German precision and exquisite design for 165 years. Today, GLASHÜTTE ORIGINAL, a company of the Swatch Group, is one of the leading makers of luxury timepieces worldwide. The manufactory in Glashütte, near Dresden, has its own watchmaking school that trains up to 12 watchmakers and three toolmakers annually. Like the Berlinale, GLASHÜTTE ORIGINAL is clearly committed to promoting young talent.

In its first year of the partnership signed until 2013, GLASHÜTTE ORIGINAL will concentrate on the presentation of its brand within the framework of the Berlinale. Additionally, points of contact with regard to content are being planned for future festivals.



Berlinale
Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung/Press Release, 16. November 2010

Akademie der Künste Berlin: Werkschau Helma Sanders-Brahms
21. November 2010
11:00 Hanseatenweg


Studio

Helma Sanders-Brahms zum 70. Geburtstag
Drei Filme und ein Treatment von Helma Sanders-Brahms

Helma Sanders-Brahms hat das Handwerk der "königlichen Kunst Film", wie sie selbst es nennt, in Rom bei Pier Paolo Pasolini und Sergio Corbucci gelernt. Mit Filmen wie "Shirins Hochzeit", "Deutschland bleiche Mutter" und "Heinrich" wurde sie in den 70er Jahren zu einer der international renommiertesten deutschen Regisseurinnen. Nach über 30 Jahren zeigen wir drei ihrer Filme als Einladung, die Filmemacherin wieder zu entdecken und neu zu interpretieren. Diese drei ausgewählten Filme stehen für außergewöhnliche Aspekte im Filmschaffen von Helma Sanders-Brahms.

"Deutschland bleiche Mutter", ihr wohl bekanntester und erfolgreichster Film, wurde 1994 in den USA zu einem der Klassiker des Weltkinos gewählt. "Die letzten Tage von Gomorrha", eine bislang nur ein Mal gezeigte Science-Fiction-Kino-Oper, beschreibt ein Modell: Was wäre, wenn es nur noch einen Konzern gäbe, der nur noch eine, die vollkommene Ware herstellt? In der wilden Ästhetik der „Twen“-Generation der siebziger Jahre gedreht, ist der Film eine zeitgleich zu Fassbinders „Welt am Draht“ entstandene, weibliche Vision des Medien-Terrors. Ausgehend von seinem Tod am Wannsee und zu ihm zurückführend, ist "Heinrich" eine Rekonstruktion des Lebens von Heinrich von Kleist; sie zeigt den stotternden Dichter in der Untergangsstimmung der napoleonischen Kriege, irrend zwischen Deutschland und Frankreich, zwischen Ruhm und Missachtung, Eifersucht und Hingabe. Der Film wurde 1977 mit dem Bundesfilmpreis Goldene Schale Filmband in Gold geehrt. Das Programm wird ergänzt durch die Lesung eines nichtrealisierten Treatments aus dem Jahre 2005, , vorgetragen von Eva Mattes in den Klangräumen von Günter Baby Sommer.

11 Uhr
Begrüßung Nele Hertling, Vize-Präsidentin der Akademie der Künste
Film Deutschland bleiche Mutter
Kamera: Jürgen Jürges, Musik: Jürgen Knieper, Darsteller: Eva Mattes, Ernst Jacobi u. a. , Literarisches Colloquium/WDR, BRD 1979/80, 120 Minuten
Anschließend Gespräch mit Helma Sanders-Brahms und Eva Mattes, moderiert von Hartmut Palmer, Cicero.

15 Uhr
Einführung: Jackie Buet, Begründerin des Frauenfilmfestivals in Créteil/Frankreich
Film Die letzten Tage von Gomorrha
Kamera: Dietrich Lohmann, Musik: The Can, Darsteller: Mascha Rabben, Ernst Jacobi, Hans Kresnick, Rainer Langhans u. a., Bavaria/WDR, BRD 1973/74

18 Uhr
Szenische Lesung Minotaurus im Militärkomplex, ein nicht realisiertes Treatment von Helma Sanders Brahms, gelesen von Eva Mattes, Musik: Günter Baby Sommer

20 Uhr
Einführung: Anna Sanders
Film Heinrich
Kamera: Thomas Mauch, Darsteller: Heinrich Giskes, Grischa Huber, Hannelore Hoger, Heinz Hönig u. a. BRD 1976/77, Regina Ziegler Filmproduktion/WDR, 120 Minuten

Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung des Verlags der Autoren


Hanseatenweg 10
10557 Berlin

Telefon: 030.200 57-2000
Telefax: 030.200 57-2175

Öffnungszeiten:
Di – So 11 – 20 Uhr (und während der Veranstaltungen)

Eintritt je Film € 6/4, Ticket für zwei Filme 10/6, Tagesticket: 12/7
18 Uhr: Szenische Lesung mit Eva Mattes, Musik Günter Baby Sommer Eintritt frei


Helma Sanders-Brahms Foto Inge Zimmermannn

Berlin, 12. November 2010

Russian Lessons - ein Film von Andrei Nekrasov und Olga Konskaja (Russland 2009 // 110 min)
In ihrem Dokumentarfilm Russian Lessons zeigen Andrei Nekrasov und Olga Konskaja Bilder aus den allerersten Stunden des Georgienkriegs im August 2008. Unmittelbar nachdem Georgiens Präsident Mihail Saakaschwili am Abend des 7. August verkündet hatte, gegen den Beschuss georgischer Dörfer in Südossetien „geeignete Maßnahmen“ ergreifen zu müssen, machte sich der russische Filmemacher von Moskau aus auf den Weg in den Kaukasus, - seine Co-Autorin fährt von Nordossetien durch den Roki-Tunnel auf georgisches Territorium. Die Bilder, die die beiden und ihre Kameraleute dort vorfinden, zeigen ein unvorstellbares Leid. Und auch mehr als ein Jahr später sind die schrecklichen Folgen der Krise noch nicht bewältigt, nichts wird mehr so sein wird wie es war. Nur der Hass, der dem Krieg folgte, wird bleiben. Der Film ist eine bittere Abrechnung mit Moskaus Politik gegenüber seinen eigenen Bürgern und Nachbarn.

Der Titel der Dokumentation spricht für sich. „Russisch-Unterricht, 5. Lektion“ steht auf einem der Bücher, die die Regisseure in einem ausgebombten Haus in Tschinwali finden. Wenige Stunden zuvor hatte hier noch eine georgische Familie gelebt. Die letzte Einstellung zeigt das Büro des Regisseurs in Moskau. Es ist eine Montage. Das geräumige Zimmer mit Blick auf eine stille Straße ist zerbombt, in Fetzen hängt die Tapete herunter, Schneeflocken wehen durch die geborstenen Scheiben. „So wie wir den Kaukasus zerstören, zerstören wir unsere Seele, zerstören wir Russland“, sagt Nekrasov.

Mit: Vladimir Putin, Angela Merkel, Dimitry Medvedev, Eduard Shevardnadze, Vissarion Apliaa, Valery Gergiev, Gen. Mamuka Khurashvili, Marat Kulakhmetov, Mikhail Saakashvili, Olga Konskaja, Andrei Nekrasov.
Präsentiert auf den internationalen Filmfestivals in Cannes, Sundance Filmfestival, Rotterdam, Leipzig, München. Nominiert für den Prix Europa.

[Olga Konskaja ist kurz nach Fertigstellung des Films 2009 nach langer schwerer Krankheit gestorben. Ihr ist dieser Abend gewidmet.]

12. November 2010, 21.00 Uhr
Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz (Großer Saal)

Im Anschluss Filmgespräch mit Andrei Nekrasov und Barbara Lehmann im Sternfoyer




Website: http://www.volksbuehne-berlin.de/

Film-Tipp - 11.11.2010

Am 5. November beginnt der Jury-Marathon zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis

Jury-Sitzungen starten

Drei Fachjurys bewerten Einreichungen zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis, Veranstalterkreis trifft Vorauswahl aufgrund hoher Einsendezahlen

Am 5. November beginnt der Jury-Marathon zum Deutschen Menschenrechts-Filmpreis: In Nürnberg trifft sich dazu zunächst das Fachgremium, das die Produktionen aus den Bereichen Profi und Kurzfilme/Magazinbeiträge sichten und bewerten wird. Am 12. November werden von einem zweiten unabhängigen Gremium die Beiträge der Amateure bzw. der Filmhochschulen beurteilt. Am 15. November schließlich fällt eine dritte Jury die Entscheidung darüber, welcher der insgesamt 284 eingesandten Filme den diesjährigen „Bildungspreis“ erhält. Zuvor hatte der 18 Mitglieder zählende Veranstalterkreis die Jurys berufen. Ihnen gehören Vertreter aus den Bereichen Medien, Menschenrechtsarbeit und Bildung an. Im Einzelnen sind dies:

Jury Profi/Kurzfilme und Magazinbeiträge

Thomas Frickel, Filmemacher
Pagonis Pagonakis, Filmemacher und Preisträger Deutscher Menschenrechts-Filmpreises 2006
Ulla Hocker, Redakteurin 3sat
Maren Niemeier, Goethe-Institut
Mohammad Farokhmanesh, Produzent


Jury Amateure/Filmhochschule

Thomas Sessner, Redakteur Bayerischer Rundfunk
Christian Exner, Projektkoordinator Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland
Ullabritt Horn, Filmemacherin
Peter Romir, freier Journalist
Simon Paetau, Filmemacher und Preisträger Deutscher Menschenrechts-Filmpreises 2008


Jury Bildungspreis

Petra Müller, Programmbereichsleiterin des FWU
Matthias Wörther, Leiter der Fachstelle „medien und kommunikation“
Rainer Huhle, Nürnberger Menschenrechtszentrum
Marion Mörig, stellevertretende Leiterin des Medienzentrums Augsburg

Aufgrund der abermals gestiegenen Anzahl eingereichter Filme macht sich eine Vorauswahl der Produktionen erforderlich. Der Vorjury gehören ebenfalls erfahrene Medienschaffende sowie Vertreter des Veranstalterkreises an. Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis wird am 4. Dezember in der Nürnberger Tafelhalle verliehen.


Wettbewerbsinformationen
Deutscher Menschenrechts-Filmpreis, Claus Laabs
Hummelsteiner Weg 100, 90459 Nürnberg
Fon 09 11.430 42 11, Fax: 09 11.430 42 14
www.menschenrechts-filmpreis.de




Website: http://www.menschenrechts-filmpreis.de

Pressemitteilung, 4. November 2010

Berlin, 03. November 2010, Start des 2. arabischen Filmfest Berlin - ALFILM 10
Am Mittwoch startet das zweite arabische Filmfestival Berlin - ALFILM 10 mit dem Film The Time That Remains von Elia Suleiman. 3. November 2010 um 19.30 Uhr im Babylon Rosa-Luxemburg-Str. 30 10178 Berlin
Es gibt Unterhaltsames (Amreeka, Whatever Lola Wants, London River), Poetisches (1958, Flint Mountains) und Informatives (12 Angry Lebanese, To Shot an Elephant, Messages from Paradise) und eine Retro zu Mohammad Malas. Malas ist im Golan geboren, hat in der Sowjetunion
studiert und gilt als einer der bedeutendsten Autorenfilmer Syriens.

Noch vor Sarrazin und Seehofer hatten wir das diesjährige Fokus-Thema "Migration" festgelegt. Wer tiefer einsteigen will, dem sei die
Podiumsdiskussion
am Samstag, dem 6.11.
um 15.00 Uhr
in der Werkstatt der Kulturen (Nähe Hermannplatz)
empfohlen.

Das gesamte Programm findet Ihr auf www.alfilm.de


Website: http://www.alfilm.de

Mitteilung, 1. November 2010

Verleihung Deutscher Menschenrechts-Filmpreis am 4. Dezember 2010 in Nürnberg
Die Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises, der 2010 bereits zum siebenten Mal vergeben wird, findet am in diesem Jahr am

Samstag, 4. Dezember ab 19.00 Uhr
in der Nürnberger Tafelhalle statt.


Im Anschluss an die Preisverleihung gegen 20.45 Uhr werden die prämierten Filme aller Kategorien in voller Länge gezeigt.
Die Verleihung des Deutschen Menschenrechts-Filmpreises ist eine öffentliche Veranstaltung – der Zutritt ist kostenlos (um Anmeldung wird gebeten).

Der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis prämiert im zweijährigen Rhythmus herausragende Filmproduktionen zum Thema Menschenrechte. Prof. Dr. Jutta Limbach, Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts a.D. und ehemalige Präsidentin des Goethe-Instituts, hat erneut die Schirmherrschaft übernommen.
Durch den Abend der Preisverleihung führt der Moderator und Kabarettist Christoph Süß.

Wettbewerbsinformationen
Deutscher Menschenrechts-Filmpreis, Claus Laabs
Hummelsteiner Weg 100, 90459 Nürnberg
Fon 09 11.430 42 11, Fax: 09 11.430 42 14




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Pressemitteilung, 31. Oktober 2010

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin trauern um Arthur Penn, 10.2. -20.2.2011
Mit Betroffenheit hat die Berlinale vom Tod des großen US-amerikanischen Regisseurs Arthur Penn erfahren. Arthur Penn galt als einer der Wegbereiter des New Hollywood. Mit Filmen wie Bonnie and Clyde (1967) und Night Moves (1975, Die heiße Spur) hat er Filmgeschichte geschrieben und gehört zu den innovativsten amerikanischen Filmemachern seiner Zeit.

2007 hatte die Berlinale Arthur Penn eine Hommage gewidmet und ihn mit dem Goldenen Ehrenbären für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Berlinale-Direktor Dieter Kosslick zum Tod von Arthur Penn: „Er war ein aufmerksamer Beobachter, der sich kritisch mit der amerikanischen Gesellschaft auseinandersetzte und außerhalb der üblichen Studio-Konventionen agierte. Wir haben einen großen Regisseur verloren, der das amerikanische Autorenkino nachhaltig geprägt hat.“



Berlinale
Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 30. September 2010

Argentiniens literarische Avantgarden 1920 - 1940, Dokumentarische Ausstellung

Die Wandzeitung „Prisma“, die der junge Jorge Luis Borges 1921 gründete, wurde zur Gründungsstunde der literarischen
Avantgarde Argentiniens. Mit Erstausgaben, Grafik, Fotografie und Filmen geht die Ausstellung dieser Geschichte nach.
Zu sehen sind u.a. Werke von Jorge Luis Borges und den Bauhaus-Fotografen Grete Stern und Horacio Cóppola, Tango-Partituren und Originalausgaben der legendären Zeitschrift Sur.
Ein besonderes Juwel ist dabei ein Dokumentarfilm über Berlin, den der Bauhaus-Fotograf Horacio Cóppola um 1930 drehte und der bislang nicht in Deutschland zu sehen war.
Kuratiert von Sergio Baur.

Layout der Ausstellung: Marula di Como, Florencia Young.
Eine Ausstellung des Organisationskomitees zur Teilnahme Argentiniens als Gastland der Frankfurter Buchmesse 2010 -Außenministerium der Republik Argentiniens- und der
Botschaft der Republik Argentiniens in Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt.

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee
Haus der Kulturen der Welt in Berlin.
Argentiniens literarische Avantgarden 1920 - 1940
03.10.-31.10.2010 | täglich 10 - 19 h | Eintritt frei
Eröffnung Sa 02.10.2010 | 18:00 h













Website: http://www.hkw.de

Pressemitteilung, Berlin, 27. September 2010

61. Internationale Filmfestspiele Berlin (10. - 20. Februar 2011) Debütfilme der Perspektive Deutsches Kino nun auch im Rennen um den Preis „Bester Erstlingsfilm“ der GWFF
Berlinale 2011:
Mit den 61. Internationalen Filmfestspielen Berlin feiert die Perspektive Deutsches Kino ihren 10. Geburtstag. Sowohl in der Filmbranche als auch beim nationalen und internationalen Publikum hat sich die Sektion als wichtige Plattform für den deutschen Regie-Nachwuchs etabliert. Mit der Berlinale 2011 qualifizieren sich nun erstmals auch Filme der Perspektive Deutsches Kino für den sektionsübergreifenden Preis für den Besten Erstlingsfilm.


„Durch die zukünftige Teilnahme am Wettbewerb um den Besten Erstlingsfilm wird die Perspektive Deutsches Kino noch mehr an Attraktivität gewinnen. Vor allem in der deutschen Produktionslandschaft wird die Neuerung begeistert aufgenommen werden“, sagt Linda Soeffker, seit Februar 2010 neue Leiterin der Perspektive Deutsches Kino.


Der Preis für den Besten Erstlingsfilm wird sektionsübergreifend an einen Debütfilm aus dem Wettbewerb, dem Panorama, dem Forum, der Sektion Generation sowie ab 2011 auch der Perspektive Deutsches Kino vergeben. Über den Gewinnerfilm entscheidet eine dreiköpfige internationale Jury.

Der Preis wird von der Gesellschaft zur Wahrnehmung von Film- und Fernsehrechten (GWFF) gestiftet, ist mit 50.000 € dotiert und geht an den Produzenten und den Regisseur des Gewinnerfilms.



Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 27. September 2010

Die Internationalen Filmfestspiele Berlin trauern um Claude Chabrol
Mit Betroffenheit hat die Berlinale vom Tod des großen französischen Regisseurs Claude Chabrol erfahren. Der Mitbegründer der „Nouvelle Vague“ zählte zu den bekanntesten und produktivsten Filmemachern des französischen Kinos. In seiner über 50-jährigen Karriere hat er 71 Filme gemacht.
Allein neun seiner Filme wurden bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin präsentiert. Den Auftakt machte Chabrols zweiter Spielfilm Schrei, wenn Du kannst (Les cousins), für den er 1959 den Goldenen Bären gewann. In den vergangenen Jahren war er mit Die Blume des Bösen (La fleur du mal, 2003) und Geheime Staatsaffären (L’ivresse du pouvoir, 2006) im Wettbewerb der Berlinale vertreten. Zuletzt war Claude Chabrol 2009 mit seinem Film Bellamy zu Gast bei der Berlinale und wurde mit der Berlinale Kamera für sein beeindruckendes Lebenswerk und seine Verdienste um den Film ausgezeichnet.

Berlinale-Direktor Dieter Kosslick zum Tod von Claude Chabrol: „Wir haben einen großartigen Regisseur, kritischen Geist und Bonvivant verloren. In seinen psychologischen Dramen und Kriminalfilmen hat er immer wieder erbarmungslos das Bürgertum analysiert. Claude Chabrol war voller Humor und verstand es, Gesellschaftskritik mit Genuss und Unterhaltung zu verbinden. Bekannt als Gourmet, legte er auch bei Dreharbeiten Wert auf eine exzellente Küche für sich und das Team.“



Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 13. September 2010

61. Internationale Filmfestspiele Berlin (10. - 20. Februar 2011) Isabella Rossellini wird Jury-Präsidentin der Berlinale 2011
Die italienisch-amerikanische Schauspielerin und Regisseurin Isabella Rossellini wird Jury-Präsidentin bei den 61. Internationalen Filmfestspielen Berlin (10.-20.02.2011).

„Großartig, dass Isabella Rossellini Präsidentin der Berlinale-Jury 2011 sein wird“, sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick. „Sie ist eine vielseitige kreative Filmkünstlerin mit umfassenden Erfahrungen im europäischen, amerikanischen und internationalen Kino.“

Isabella Rossellini gehört zu den renommiertesten Darstellerinnen des internationalen Kinos. In den vergangenen Jahren hat sie sich zudem als Produzentin und Regisseurin profiliert. Die Tochter der schwedischen Schauspielerin Ingrid Bergman und des italienischen Regisseurs Roberto Rossellini begann ihre berufliche Laufbahn zunächst als Modedesignerin und Journalistin. Sie arbeitete damals vor allem in New York. Ihr Schauspieldebüt hatte sie 1976 an der Seite ihrer Mutter in Vincente Minellis A Matter Of Time, danach spielte sie u.a. in Filmen von Paolo und Vittorio Taviani, Norman Mailer, Robert Zemeckis, Joel Schumacher, John Schlesinger, Peter Weir, Abel Ferrara, Stanley Tucci, Guy Maddin, Peter Greenaway u.v.m. International bekannt wurde sie vor allem durch ihre Rollen in David Lynchs Filmen Blue Velvet (1986) und Wild at Heart – die Geschichte von Sailor und Lula (1990). Neben ihrer Kinokarriere war Isabella Rossellini ab den 80er Jahren auch eines der Top-Modells der Kosmetikbranche.

Erstmals bei der Berlinale war Isabella Rossellini 1994 als Hauptdarstellerin in Peter Weirs Wettbewerbsbeitrag Fearless. In den letzten Jahren war sie regelmäßig zu Gast bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin: 2005 drehte sie mit dem kanadischen Experimentalfilmer Guy Maddin den Kurzfilm My Dad is 100 Years Old, eine Hommage an ihren Vater Roberto Rossellini, der im Rahmen des Berlinale Special 2006 lief. 2007 kehrte sie als Kinoerzählerin in Guy Maddins experimentellem Stummfilm Brand Upon the Brain! im Forum der Filmfestspiele nach Berlin zurück. Ihr Regie-Debüt Green Porno präsentierte Isabella Rossellini bei der Berlinale 2008 bei Forum Expanded: Acht spielerische Kurzfilm-Episoden stellen das Sexualleben von Regenwürmern, Libellen, Schnecken, Bienen oder Gottesanbeterinnen dar.

Ende Juli 2010 stand Isabella Rossellini in Studio Babelsberg für Dreharbeiten der Verfilmung der Graphic Novel Huhn mit Pflaumen (Chicken with Plums) von Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud vor der Kamera. Es ist das zweite Mal, dass Rossellini in Babelsberg arbeitet. Bereits 1992 drehte sie auf dem früheren DEFA-Gelände – damals für die Filmadaption des Ian McEwan-Romans The Innocent unter der Regie von John Schlesinger.

Demnächst ist Isabella Rossellini in Saverio Costanzos Romanverfilmung Die Einsamkeit der Primzahlen (La solitudine dei numeri primi) von Paolo Giordano beim Filmfestival Venedig zu sehen.



Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 30. August 2010

Berlinale: World Cinema Fund mit zwei Filmen in Venedig
61. Internationale Filmfestspiele Berlin (10. - 20. Februar 2011)

Nach dem Palme d’or-Erfolg des WCF-Films Uncle Boonmee Who Can Recall His Past Lives sind nun auch bei den Filmfestspielen in Venedig (1. bis 11.09.2010) zwei vom World Cinema Fund (WCF) der Berlinale geförderte Filme vertreten: Im Wettbewerb läuft Post Mortem des chilenischen Regisseurs Pablo Larrain (Tony Manero). Produziert wurde Post Mortem von Fabula (Chile) und dem deutschen Partner Autentika-Films.

In der Sektion Orizzonti wird der dominikanische Film Jean Gentil von Laura Amelia Guzmán und Israel Cárdenas (Cochochi) gezeigt. Die Produzenten sind Aurora Dominicana (Dominikanische Republik) und die deutsche Produktionsfirma Bärbel Mauch Film.

Die WCF-Jury hatte im Juli 2009 die Förderung beider Filmprojekte empfohlen.

Seit seiner Gründung 2004 hat der WCF Produktions- bzw. Verleihförderung an insgesamt 73 Projekte unter 1275 Einreichungen aus Afrika, Lateinamerika, dem Nahen/Mittleren Osten, Zentral- und Südostasien und dem Kaukasus vergeben. Alle bisher produzierten WCF-Filme liefen in den Kinos und/oder in den Programmen renommierter internationaler Filmfestivals und belegen den internationalen Erfolg der Initiative.


Der World Cinema Fund ist ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes und der Internationalen Filmfestspiele Berlin in Kooperation mit dem Goethe-Institut.

Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 24. August 2010

Chrístoph Schlingensief ist tot
Die Internationalen Filmfestspiele Berlin trauern um Christoph Schlingensief
Als Film-, Theater- und Opernregisseur gehörte der Künstler Christoph Schlingensief zu einer der bekanntesten und kreativsten Persönlichkeiten der deutschen Kulturszene. Seine radikalen Arbeiten hinterfragen provokant Politik und Gesellschaft. Berlinale-Direktor Dieter Kosslick zum Tod von Christoph Schlingensief: „Wir haben einen großartigen Menschen, Filmemacher und politischen Künstler verloren. Schlingensief handelte aus einer tiefen moralischen Überzeugung heraus. Mit seiner Kunst hat er sich gegen Abschiebung, Rassismus und Menschenrechtsverletzungen engagiert.“

Allein drei seiner Filme hatte Schlingensief im Forum der Berlinale präsentiert: Menü total (1986), Egomania – Insel ohne Hoffnung (1987) und 100 Jahre Adolf Hitler – die letzte Stunde im Führerbunker (1989).

Zuletzt war Christoph Schlingensief 2009 als Mitglied der Internationalen Jury bei der Berlinale zu Gast.

Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 23. August 2010

SCHMUTZIGER SÜDEN
Ein ins verliebtsein explodierender kleiner Schwabing-Porno, gedreht mit fiebrigschwäbiger Eleganz:

SCHMUTZIGER SÜDEN

16. August 0:10 h im ZDF


http://www.youtube.com/watch?v=RVhu9_vJ8BM

Birgit-Linda Müller

Boogie Park Studios
Eulenstraße 70a
22763 Hamburg





E-mail: octopussy@boogiepark.de
Website: www.boogiepark.de
Siehe auch: http://www.facebook.com/profile.php?id=511686888#!/pages/Schmutziger-Suden/139745782721257?ref=ts

PM - 26. Juli 2010

61. Internationale Filmfestspiele Berlin, 10. - 20.02.2011, Framespotting: Filmemacher positionieren sich
Berlinale Talent Campus #9 vom 12. – 17. Februar 2011

Vom 12. bis zum 17. Februar 2011 findet die neunte Ausgabe des Berlinale Talent Campus im Theater Hebbel am Ufer (HAU 1-3) in Berlin-Kreuzberg statt. „Framespotting – Filmemacher positionieren sich“ ist der Themenschwerpunkt des Talent Campus 2011, zu dem 350 junge internationale Filmemacher während der 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin erwartet werden.

Die gegenwärtigen globalen Herausforderungen verlangen nach einer Generation von Filmemachern, die bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, Risiken einzugehen und neue Wege einzuschlagen. Dazu gehört, sich als Filmemacher nicht allein von seiner künstlerischen Kreativität leiten zu lassen, sondern ein Bewusstsein zu entwickeln für die strategische Positionierung und klare Definition der eigenen Ziele. Doch gerade für junge Filmschaffende wird Filmemachen in der heutigen Zeit immer komplexer. „Der Talent Campus 2011 fokussiert sich deshalb darauf, die Talente bei der persönlichen Positionsbestimmung zu unterstützen, das heißt, sie bei Fragen wie: Wo liegen meine Stärken? Wofür engagiere ich mich? zu begleiten. Gemeinsam mit etablierten internationalen Experten werden wir Wege der kreativen und strategischen Entscheidungsfindung entwickeln. Es ist nicht unbedingt eine Einschränkung, sich für eine Richtung zu entscheiden", so Programmleiter Matthijs Wouter Knol.

Bis zum 6. Oktober 2010 können sich Produzenten, Regisseure, Schauspieler, Kameraleute, Drehbuchautoren, Filmcutter, Production Designer, Filmkomponisten, Sound Designer und Filmjournalisten aus aller Welt online auf www.berlinale-talentcampus.de bewerben. Im Rahmen der Bewerbung besteht außerdem die Möglichkeit, sich zusätzlich für eines der zahlreichen Hands-on Trainingprogramme zu bewerben: Talent Press, Doc Station, Script Station, Talent Project Market, Score Competition und für den Talent Campus-Kurzfilmwettbewerb Berlin Today Award.
Weitere Informationen unter: www.berlinale-talentcampus.de/channel/487.html


Campus International: Talent Campus Durban & Talent Campus Sarajevo

Während des 31. Durban International Film Festivals findet vom 24. – 28. Juli 2010 der 3. Talent Campus Durban statt. Unter dem Motto „Focusing on Africa: Unleashing Talent in 2010" werden rund 40 junge afrikanische Filmemacher auf erfahrene Filmprofis treffen und sich an fünf Tagen mit den theoretischen und praktischen Aspekten des Filmschaffens auseinandersetzen. Ein Fokus liegt auf der Entwicklung neuer Partnerschaften innerhalb des afrikanischen Filmschaffens. Projektleiterin Christine Tröstrum wird den Berlinale Talent Campus in Durban präsentieren. Zu den erwarteten Experten gehören Raoul Peck, Mtutuzeli Matshoba, Caroline Kamya, Rehad Desai and Pascal Capitolin. Ebenfalls beim Festival zu Gast ist der World Cinema Fund der Berlinale mit einer Spotlight-Veranstaltung. Weitere Informationen unter: www.cca.ukzn.ac.za/talentdiff2010.htm.

Der Sarajevo Talent Campus findet vom 25. – 31. Juli 2010 während des 16. Sarajevo Film Festivals zum vierten Mal statt. Die Veranstaltung steht unter dem Thema „“Storytelling – From Your Backyard to the World” und bietet ca. 60 jungen Filmschaffenden aus der Region ein Forum des Austauschs und Lernens. Zu den diesjährigen Gästen des Campus Sarajevo gehören u.a. Schauspieler Morgan Freeman, Regisseur Semih Kaplanoglu (Goldener Bär, Berlinale 2010 für Bal) sowie Berlinale-Direktor Dieter Kosslick, der in diesem Jahr den Ehrenpreis des Festivals u.a. für sein Engagement für den Sarajevo Talent Campus erhält. Weitere Informationen unter: www.sff.ba/en/stc_2010?site=industry&set_culture=en.

Der Berlinale Talent Campus ist eine Initiative der Internationalen Filmfestspiele Berlin, ein Geschäftsbereich der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH, gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages, in Kooperation mit MEDIA - Trainingsprogramm der Europäischen Union und Medienboard Berlin-Brandenburg.


English Version:

Framespotting: Filmmakers positioning themselves
Berlinale Talent Campus #9, February 12 – 17, 2011

The ninth edition of the Berlinale Talent Campus will take place in Hebbel am Ufer Theatre (HAU 1-3) in Berlin Kreuzberg from February 12 – 17, 2011. "Framespotting – Filmmakers positioning themselves" is the thematic focus for the 2011 Talent Campus, which 350 young international filmmakers will attend during the 61st Berlin International Film Festival.

Today's demanding world asks for outspoken filmmakers who don’t just follow the rules, it needs a generation of filmmakers who are ready to assume responsibility, take risks and find new approaches. Filmmakers who are not only guided by artistic creativity, but who also define their own goals and develop an eye for the signposts that show the way. And yet for young filmmakers today, filmmaking is increasingly more complex. “The Berlinale Talent Campus 2011 therefore focuses on supporting Talents in their personal search to position themselves in today’s world of cinema. This includes guiding them through questions like: What are my strengths? What do I stand for? Together with established international experts, we will develop ways of creative and strategic decision-making. Choosing a direction is not necessarily restricting oneself," says Programme Manager Matthijs Wouter Knol.

Producers, directors, actors, cinematographers, screenwriters, editors, production designers, film score composers, sound designers and film critics from all over the world are invited to apply online at www.berlinale-talentcampus.de until October 6, 2010. During the application process, they may also fill out an additional application for the numerous hands-on training programmes: Talent Press, Doc Station, Script Station, Talent Project Market, Score Competition and for the Talent Campus short film competition, the Berlin Today Award. More information at www.berlinale-talentcampus.de/channel/487.html.

Campus International: Talent Campus Durban & Talent Campus Sarajevo

The 3rd Talent Campus Durban will take place from July 24 - 28, 2010, during the 31st Durban International Film Festival. Guided by the motto "Focusing on Africa: Unleashing Talent in 2010", about 40 young African filmmakers will meet with experienced film professionals for five days of examining the theoretical and practical aspects of filmmaking. One focus includes developing new partnerships within the African film industry. Project Manager Christine Tröstrum will present the Berlinale Talent Campus in Durban. Some of the experts expected to attend are Raoul Peck, Mtutuzeli Matshoba, Caroline Kamya, Rehad Desai and Pascal Capitolin. The Berlinale's World Cinema Fund will also be at the festival for a spotlight event. More information at www.cca.ukzn.ac.za/talentdiff2010.htm.

The Sarajevo Talent Campus will take place for the fourth time from July 25 - 31, 2010, during the 16th Sarajevo Film Festival. The event's theme will be "Storytelling – From Your Backyard to the World". About 60 young filmmakers from the region will have the opportunity to exchange and learn. Guests at this year's Campus Sarajevo include actor Morgan Freeman, director Semih Kaplanoglu (Golden Bear, Berlinale 2010 for Bal) and Berlinale Director Dieter Kosslick, who will receive the Heart of Sarajevo award this year for his work and dedication to the festival, including to the Sarajevo Talent Campus. More information at www.sff.ba/en/stc_2010?site=industry&set_culture=en.

The Berlinale Talent Campus is an initiative of the Berlin International Film Festival, a business division of the Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH, funded by the Federal Government Commissioner for Culture and the Media upon a decision of the German Bundestag, in co-operation with MEDIA - Training programme of the European Union and Medienboard Berlin-Brandenburg.

Berlinale Talent Campus
12 - 17 FEB 2011

Internationale Filmfestspiele Berlin
ein Geschäftsbereich der
Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH
Potsdamer Straße 5
10785 Berlin


Website: http://www.berlinale-talentcampus.de

Pressemitteilung, 21. Juli 2010

20. Deutscher Kamerapreis 2010: Absolventen der Filmakademie Baden-Württemberg unter den Gewinnern
Zum 20. Mal sind am Sonntagabend (27.06.2010) Kameraleute sowie Cutterinnen und Cutter mit dem renommierten DEUTSCHEN KAMERAPREIS geehrt worden. Beachtlich aus Sicht der Filmakademie Baden-Württemberg: Drei der insgesamt acht Preisträgerinnen und Preisträger kommen von der Ludwigsburger Filmhochschule. Filmakademie-Diplomand Patrick Eppler überzeugte in der Königs-Kategorie Kinospielfilm mit seinem Schnitt des Sozialdramas „Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung“ (Regie: Oliver Kienle). Darüber hinaus wurde die Produktion „Am anderen Ende“ (Regie: Philipp Döring) gleich zweimal mit dem Preis geehrt, der als bedeutendste Auszeichnung der Branche in Deutschland gilt: So konnte sich Absolvent Leonard Lehmann
über den Kamerapreis in der Kategorie „Kurzfilm“ freuen, während Diplomand Sven Kulik den mit 5.000 Euro dotierten „Förderpreis Kurzfilm“ für hervorragende Leistungen im Schnitt erhielt.

Gleich für seine erste Schnitt-Arbeit an einem Langspielfilm wurde Patrick Eppler ausgezeichnet, der ganz aktuell im März sein Diplom im Studiengang Montage/Schnitt an der Filmakademie erhielt. Sein Diplomfilm „Bis aus Blut – Brüder auf Bewährung“ thematisiert unter der Regie von Oliver Kienle die Probleme zweier Jugendlicher im Zuge des Erwachsenwerdens: Unterschiedliche Zukunftsperspektiven, die erste Freundin, Drogenprobleme und Kleinkriminalität bringen die beiden Freunde vom Weg ab und lassen Lebensträume platzen. Aber allen Schwierigkeiten zum Trotz stehen die beiden immer wieder für einander ein. Die Jury würdigte insbesondere Epplers Einsatz moderner Stilmittel, die im Zusammenspiel mit den Darstellern und der Inszenierung eine hohe emotionale Wirkung entfalteten.

„Am Anderen Ende“ erzählt in atmosphärischer Dichte die Geschichte der Telefonseelsorgerin Marianne, die einfühlsam einsamen Menschen am anderen Ende der Leitung beisteht. Doch eines Nachts wird sie von ihren eigenen Problemen eingeholt und kann sich nicht länger hinter dem Telefon verstecken. Für die beste Kamera in diesem Kurzfilm wurde der Leonard Lehmann, Kameraabsolvent des Studienjahres 2009, ausgezeichnet: Der Film "Am anderen Ende" zeichne sich, so die Jury, unter anderem durch seine virtuosen Handkamerasequenzen aus. Darüber hinaus erhielt Sven Kulik, der bis 2008 im Studiengang Montage/Schnitt an der Filmakademie studierte, den von der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen und von Panasonic gestellten Förderpreis in der Kategorie „Schnitt" – ebenfalls für seine Leistungen im Kurzfilm "Am anderen Ende".

Und last but not least bekam Judith Kaufmann, Dozentin für Bildgestaltung/Kamera an der Filmakademie, als einzige Frau die Auszeichnung für ihre Kameraarbeit im Kinospielfilm „Die Fremde“.

Die Nominierten des Deutschen Kamerapreises wurden im Jubiläumsjahr innerhalb einer einwöchigen Sitzungsperiode von Fachjurys ermittelt, denen renommierte Kameraleute, Editoren, Journalisten, Produzenten sowie Sendervertreter angehörten. 35 Bildgestalterinnen und Bildgestalter sowie Cutterinnen und Cutter konkurrierten in diesem Jahr um den Preis. Insgesamt waren 457 Produktionen im Rennen - so viele wie nie zuvor, teilten die Veranstalter mit. Der Preis wurde in diesem Jahr zum 20. Mal verliehen.

Der DEUTSCHE KAMERAPREIS wird vom Verein Deutscher Kamerapreis e.V. ausgelobt. Verliehen wird der Preis in den sechs Kategorien Kinospielfilm, Fernsehfilm/Dokudrama, Fernsehserie, Kurzfilm, Bericht/Reportage und Dokumentation. Daneben konnten wieder zwei mit bis zu 5.000 Euro dotierte Förderpreise vergeben werden.

Weitere Infos: www.deutscher-kamerapreis.de


Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung
Regie: Oliver Kienle
Buch: Oliver Kienle
Kamera: Moritz Reinecke
Schnitt: Patrick Eppler
Ton: Marc Wesemann, Christian Bornkessel
Producer: Verena Monssen, Jonathan Hild
Produktion: David Besecke

Eine Gemeinschaftsproduktion der CP Medien AG, der Filmakademie Baden-Württemberg und des Südwestrundfunks SWR.

www.bisaufsblut.com


Am anderen Ende
Regie: Philipp Döring
Drehbuch: Katharina Kress
Bildgestaltung/Kamera: Leonard Lehmann
Montage/Schnitt: Sven Kulik
Producer: Teymour Tehrani
Szenenbild: Mari-Liis Tigasson
Ton: Simon Wolf
Sounddesign: Miriam Voth

Eine Produktion der Filmakademie Baden-Württemberg in Koproduktion mit SWR, arte und dem br Bayerisches Fernsehen

www.amanderenende.de


Filmakademie Baden-Württemberg
Akademiehof 10
71638 Ludwigsburg
www.filmakademie.de
Website: http://www.filmakademie.de

Pressemitteilung vom 28. Juni 2010

Kultregisseur Pedro Almodóvar im Ersten - Acht Meisterwerke in Filmnächten im Juni und Juli
Das Erste ehrt ab dem 16. Juni fünf Wochen lang den Kultregisseur Pedro Almodóvar mit einer Filmreihe und zeigt das große Spektrum seines Schaffens. Acht Mal große Gefühle und schillernde Verrücktheiten sind zu sehen - in schrägen Komödien, berührenden Melodramen und spannenden Sozialstudien, u.a. der Oscar-prämierte "Sprich mit ihr". Die besondere Mischung aus Travestie und Tragik, Kitsch und Kunst machten das einstige Enfant terrible zum erfolgreichsten Autorenfilmer Europas. Auch einige seiner frühen Werke wie "Das Gesetz der Begierde" oder "Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs" sind im Programm. Alle Filme sind hochkarätig besetzt mit Schauspielern, die durch Almodóvar zu Stars wurden: Antonio Banderas, Penélope Cruz und Gael García Bernal oder auch Carmen Maura, Victoria Abril und Marisa Paredes.

Almodóvar im Ersten - vom 16. Juni bis 12. Juli 2010:

Mittwoch, 16. Juni 2010, 0.50 Uhr
DAS GESETZ DER BEGIERDE
LA LEY DEL DESEO
Spanien 1986
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller: Eusebio Poncela, Carmen Maura, Antonio Banderas
Der Film dreht sich um eine von großer Leidenschaft geprägte homosexuelle Dreiecksbeziehung. Er gewann den Teddy Award auf der Berlinale 1987 und richtete die Augen der Filmwelt zum ersten Mal auf Pedro Almodóvar und seinen Star Antonio Banderas.

Mittwoch, 16. Juni 2010, 2.30 Uhr
FRAUEN AM RANDE DES NERVENZUSAMMENBRUCHS
MUJERES AL BORDE DE UN ATAQUE DE NERVIOS
Spanien 1987
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller: Carmen Maura, Antonio Banderas, Julieta Serrano
Almodóvar schildert die grotesken Abenteuer einer verlassenen Ehefrau auf dem Weg zu der Erkenntnis, dass sie ihren treulosen Mann nicht zurückhaben will. Eine zeitlose Komödie mit allen typischen Almodóvar-Ingredienzien - und sein endgültiger internationaler Durchbruch.

Mittwoch, 23. Juni 2010, 0.20 Uhr
FESSLE MICH!
ÁTAME!
Spanien 1989
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller: Victoria Abril, Antonio Banderas, Loles León
Der ebenso naive wie psychisch labile Ricky entführt zur Gründung einer eigenen Familie die ehemalige Pornodarstellerin Marina, fesselt sie ans Bett und zwingt sie, ihn aufrichtig zu lieben. Ein zugespitztes Spiel um "Normalität" und die ebenso provozierend wie konsequent umgesetzte Idee, Liebe erzwingen zu können.

Mittwoch, 23. Juni 2010, 2.00 Uhr
HIGH HEELS - DIE WAFFEN EINER FRAU
TACONES LEJANOS
Spanien/Frankreich 1991
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller: Victoria Abril, Marisa Paredes, Miguel Bosé
Melodramatische Romanze über eine Hassliebe zwischen Mutter und Tochter - geschürt durch mehrere Todesfälle und die Verwicklungen der Liebe.

Mittwoch, 30. Juni 2010, 0.35 Uhr
KIKA
Spanien/Frankreich 1993
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller: Verónica Forqué, Peter Coyote, Àlex Casanovas
Angesiedelt zwischen Groteske und Tragödie, erzählt "Kika" die Liebesgeschichte der Visagistin Kika und des Fotografen Ramón, den sie im Rahmen ihrer Tätigkeit als Leichenpräparatorin kennen und lieben lernt.

Mittwoch, 30. Juni 2010, 2.30 Uhr
SPRICH MIT IHR
HABLE CON ELLA
Spanien 2002
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller: Javier Cámara, Darío Grandinetti, Rosario Flores, Leonor Watling
Zwei Frauen im Koma und zwei liebende Männer, die sich aufopferungsvoll um diese kümmern, bis die Außenwelt sich einmischt. Das sensible und preisgekrönte Werk erzählt ergreifend von Liebe, Tod, Einsamkeit und Freundschaft.

Mittwoch, 7. Juli 2010, 0.35 Uhr
LA MALA EDUCACION - SCHLECHTE ERZIEHUNG
LA MALA EDUCACIÓN
Spanien 2004
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller: Gael García Bernal, Fele Martínez, Daniel Giménez-Cacho
Eine verschachtelte Geschichte über Liebe und Leidenschaft, Schuld und Unschuld, Heilige und Huren: Enrique und Ignacio, die sich als Kinder in einer Klosterschule kennengelernt haben, begegnen sich nach 20 Jahren wieder. Ein zwischen Film noir und Hitchcock-Hommage angesiedeltes Drama über die repressive religiöse Erziehung im Spanien der Franco-Zeit.

Montag, 12. Juli 2010, 1.05 Uhr
VOLVER - ZURÜCKKEHREN
VOLVER
Spanien 2006
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller: Penélope Cruz, Carmen Maura, Lola Dueñas
Mit 750.000 Besuchern einer von Almodóvars erfolgreichsten Filmen im deutschen Kino, zeichnet "Volver" ein farben- und lebensfrohes Frauenporträt. Penélope Cruz wurde für ihre Rolle als erste Spanierin überhaupt als Beste Hauptdarstellerin bei den Oscars 2007 nominiert.



Website: http.//www.filmpresse-meuser.de

Pressemitteilung, 7. Mai 2010

GOLDENER SPATZ 2010
Mit 11.000 Besuchern, davon 500 akkreditierte Fachbesucher, über 120 Filmgästen, darunter Schauspieler, Regisseure, Redakteure, Autoren und Produzenten, sowie zahlreichen Autogrammstunden war das diesjährige Festival sowohl für Filmfans als auch für Journalisten ein echter Publikumsmagnet. Zu bieten hatte das Festival viel in diesem Jahr. Neben den Filmvorführungen gab es 13 medienpädagogische Workshops und 10 Veranstaltungen in der Online-Lounge für Kinder, Eltern, Lehrer und Erzieher. Darüber hinaus gewährte der „Blick in die Werkstatt“ dem Fachpublikum in zwei Veranstaltungen einen Einblick in zukünftige Filmproduktionen. Die Publikumslieblinge unter den Filmen waren das Märchen DER GESTIEFELTE KATER, der Jugendfilm FRIENDSHIP!, das Vorschulprogramm KiKANiNCHEN und DIE SENDUNG MIT DEM ELEFANTEN sowie das Familienprogramm am Nachmittag mit Filmen wie WICKIE UND DIE STARKEN MÄNNER, LIPPELS TRAUM und HIER KOMMT LOLA!.

Website: http://www.goldenerspatz.de

PM - 30. April 2010

Der Förderverein der Filmakademie Baden-Württemberg vergibt die begehrten „Caligari“- Preise für das Jahr 2010
Zwölf studentische Filmprojekte der Filmakademie wurden mit der begehrten Trophäe und damit verbunden mit einer finanziellen Förderung von bis zu € 5.000,- ausgezeichnet.
Der „Caligari“ ist eine Anerkennung für besonders engagierte Studierende.
In diesem Jahr wird der Förderverein € 59.000,- vergeben. 4 Preise sind von Mitgliedern des Fördervereins finanziert, 8 Preise kommen von Stiftern aus der Wirtschaft und Kulturinstituten.
Neu als Stifter konnten für 2010 die Kodak GmbH und die Gerhard-Alber-Stiftung aus Stuttgart, ein Therapiezentrum, gewonnen werden.
Seit 1999, als die ersten Caligaris vergeben wurden, hat der Förderverein damit insgesamt € 412.000,- für studentische Projekte bereitgestellt.

Die Jury, bestehend aus 7 Vorstandsmitgliedern des Fördervereins hat schon einige Male ein sicheres Gespür für Talente bewiesen. So gewannen Produktionen, die mit einem Caligari ausgezeichnet wurden, bedeutende Preise und wurden auf vielen Festivals vorgestellt.

Es wurden dieses Mal 52 Projekte vorgestellt, 20 Nominierungen kamen in die Endauswahl. Durch den Vorstand des Fördervereins wurden 12 Projekte ausgewählt. Es bewarben sich Projekte aus den Abteilungen szenischer Film, Dokumentarfilm, Werbung, Drehbuch, Animation und Bildung und Wissenschaft


Die Preisträger, der durch Stiftungen geförderten Preise sind:

Andreas Dahn, Michael Glasauer, Mona Goos, Benjamin Munz, Jana Raschke, Jurek Kuttner, Ben Wieg
für „Der Sandmann“, szen. Kurzfilm
Caligari-Preis der Stadt Ludwigsburg

Christian Mielmann, Max Penk, Carlo Jelavic, Kai Schonrath, Fabian Hebestreit, Matthias Schmidt und Julian Wagner
für ihr Serienprojekt „E.T.F.A.“
Caligari-Preis der Stiftung Kunst, Kultur und Bildung der Kreissparkasse Ludwigsburg

Christopher Mosselman
für seinen Dokumentarfilm „Country Road“
Caligari-Preis der Andreas Stihl AG & Co.KG, Waiblingen

Julia Ziesche, Katrin Haase, Agnes Landen, Jan Prahl, Daniela Hoelzgen
für ihr Filmprojekt „Bitte nicht stören“, szenischer Film
Caligari-Preis der Gerhard-Alber-Stiftung GmbH, Stuttgart

Kristin Franke, Barbara Anticevic, Elsa Kremser, Leonid Godik, Steve Scholl, Torsten Knoll und Lucia Hofer
für ihr Filmprojekt „Bernsteinblume“ ,szenischer Film
Caligari-Materialpreis der Kodak GmbH, Stuttgart

Daniel Karl Krause, Verena Hartwig und Sebastian Naumann
für ihr Filmprojekt „Vater/Mutter/Kind“, szenischer Kurzfilm
Petra-Mosselman-Gedächtnis-Preis von teamWorx Television & Film GmbH

Hanna Kaesemann, Benjamin Swiezinsky und Team
für ihren Animationsfilm „Heldenkanzler“
Caligari-Preis der Landesanstalt für Kommunikation, Stuttgart

Jan Raiber, Janine Wolf und Clemens Baumeister
für ihr Filmprojekt „ Heute ist morgen schon alles anders“, Dokumentarfilm
Caligari-Preis der Wüstenrot Stiftung


Die Preisträger der durch Mitglieder geförderten Preise sind:

Anja Reiß, Mark Szilagyi, Martin Rohé, Roman Köppel, Gregory Schuchmann, Falko Lachmund
für ihr Filmprojekt „Staub der Erinnerung“, Bildung und Wissenschaft

Malte Can, Nicolas Steiner, Kaya Inan und Markus Nestroy
für ihr Filmprojekt „Brandherd“, Dokumentarfilm

Hanna Maria Heidrich, Sebastian Bandel, Steffen Wilhelm, Jann Döppert
für ihr Werbefilmprojekt „WWF – I miss you“

Christian Mielmann, Katrin Haase, Dagmar Kalus, Carlo Jelavic
für ihr Werbefilmprojekt „35 Years of Smack“


Über den Förderverein:
Ein engagierter Kreis von über 260 Unternehmen und Persönlichkeiten repräsentieren den Förderverein der Filmakademie Baden-Württemberg. Zahlreiche Firmen der Film-, Fernseh- und Medienbranche sowie Kommunikationsagenturen gehören dazu. Ziel des Vereins ist die Förderung der Kunst und Kultur, insbesondere der Filmkunst an der Filmakademie Baden-Württemberg. Vorsitzender des Vereins ist Prof. Albrecht Ade, Künstlerischer Direktor der Filmakademie 1991 – 2000, stellvertretender Vorsitzender ist Wolfgang Zahn, Vorstand Entwicklung der Andreas Stihl AG & Co. Als weitere Vorstandsmitglieder engagieren sich Matthias Berlinghof, stellv. Vorstandsmitglied der Kreissparkasse Ludwigsburg, Yves-Alain Lambert, Herstellungsleiter Drittmittel an der Filmakademie, Dittmar Lumpp, kaufmännischer Geschäftsführer der Film- und Medienfestival GmbH Stuttgart, Friedrich Müller sowie Uli Weber.

Ihre Aufgabe sehen sie darin, neue Geldquellen zu erschließen, weitere Mitglieder zu akquirieren, Impulse zu geben, um die Arbeit der weltweit bekannten und angesehenen Filmakademie auch in der Region ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken.


Filmakademie Baden-Württemberg
Akademiehof 10
71638 Ludwigsburg
www.filmakademie.de


Die Preisträger der insgesamt zwölf Caligari-Preise 2010. In der Mitte: Prof. Albrecht Ade, 1. Vorsitzender des Fördervereins der Filmakademie Baden-Württemberg.
Website: http://www.filmakademie.de

Pressemitteilung vom 5. März 2010

Die Berlinale hat begonnen, 11.2.-21.2.2010
Filmfieber in Berlin

So, jetzt kann es draußen so klirrend kalt sein wie es will, oder glatt und ekelhaft. Drinnen, in den Kinosälen der zahlreichen Berlinale Festspielorte spielt das Wetter nicht mal eine Nebenrolle.
Bis zu 400 Filme, zahllose Partys, Film-Essen. Stars und Sternchen, Blondinen und Blödmänner, Charmeure und Kino-Clowns.
Hommage für Hanna Schygulla und Wolfgang Kohlhaase werden am 17.2. den goldenen Ehrenbär für ihr Lebenswerk erhalten.
Der 24. Teddy Award, der queere Filmpreis der Berlinale wird am Freitag, dem 19. Februar 2010 verliehen. Auch da sind wir wieder gespannt.
Neu: Berlinale goes Kiez. 10 Programmkinos von Weißensee bis Zehlendorf öffnen ihre Tore für Kinogucker und Stadtteilfetischisten.
Die Filme der „Perspektive deutsches Kino“ widmet sich den Frauen.
Live aus dem Friedrichstadtpalast wird die Welturaufführung der restaurierten Langfassung von “Metropolis” (Fritz Lang) am 12.2.2010 direkt ans Brandenburger Tor übertragen – und wer will kann dort 147 Minuten lang staunen, frieren, begeistert sein.
Man kann aber auch als coach potato auf ARTE, 12.2.2010, 23.10 Uhr, die Reise nach „Metropolis“ antreten.
Was mit Gary Cooper vor 60 Jahren anfing läuft dieses Jahr zur Hochform auf: 40 Jahre Forum sind auch dabei. Der rote Teppich wird nicht nass...und egal, wer kommt:

Berlin ist und bleibt die Filmmetropole der Welt. Das ganze Programm unter

http://www.berlinale.de





Website: http://www.berlinale.de

Berlin, 11. Februar 2010

Berlinale-Aktion für UNICEF Haiti-Nothilfe
Die Internationalen Filmfestspiele Berlin werden UNICEF Deutschland bei der Nothilfe für die Erdbebenopfer in Haiti unterstützen. Festivaldirektor Dieter Kosslick freut sich über die Kooperation von Berlinale und UNICEF und wirbt um Unterstützung: „Das Erdbeben in Haiti hat schreckliches Leid verursacht. Wenn die Berlinale und ihre Besucher einen kleinen Beitrag leisten und mit ihren Spenden helfen können, ist das eine gute Sache.“

Die koreanisch-amerikanische Designerin und Künstlerin Christina Kim, die für die Berlinale den symbolischen Kinovorhang am Brandenburger Tor kreiert, stellt für die UNICEF-Aktion Dokumentenmappen und Utensilientaschen aus Berlinale-Recyclingmaterial her. Die Berlinale wird diese ab Montag, 15. Februar, über das Merchandising sowie anlässlich der Aufführung von Moloch Tropical des haitianischen Regisseurs und früheren Kulturministers Raoul Peck verkaufen. Der Reinerlös wird direkt an UNICEF gehen.

Die Vorführung von Moloch Tropical wird am 15. Februar um 21:45 Uhr im Cinema Paris im Institut Francais stattfinden. Neben dem Regisseur werden der französische Kulturminister Frédéric Mitterand, UNICEF-Botschafterin Sabine Christiansen, Christina Kim sowie Festivaldirektor Dieter Kosslick anwesend sein.

Moloch Tropical handelt von einem despotischen Präsidenten. Obwohl sein Volk rebelliert, will er nicht abtreten. Gedreht wurde dieses Berlinale Special im Norden Haitis.

Außerdem beteiligt sicht die Berlinale an der SMS-Spendenaktion von UNICEF. Spenden-SMS können mit dem Stichwort UNICEF an die Telefonnummer 81190 gesendet werden.

Weitere Informationen finden Sie auch unter




Website: http://www.berlinale.de.

Pressemitteilung, 12. Februar 2010

Berlinale 2010: Panorama mit 54 Filmen komplett
Das Panorama präsentiert in diesem Jahr 18 Spielfilme im Hauptprogramm, 16 im Panorama Special und 20 in der Reihe Panorama Dokumente. Von den Filmen aus 29 Ländern sind 31 Filme Weltpremieren, 18 sind Erstlingswerke.


Eröffnungsfilme

Das Panorama Hauptprogramm eröffnet am 11. Februar mit dem russischen Film Veselchaki von Felix Mikhailov. Die klandestine Subkultur eines Moskauer Transenkabaretts ist Spiegel einer zutiefst homophoben Gesellschaft. Der Blick in die Herkunftsfamilien der Performer zeigt die harsche Normalität, aus der sie geflüchtet sind und welcher Anstrengung jedes Einzelnen es bedarf, daran nicht zu zerbrechen. Aber die Protagonisten lernen sich zu wehren.


Panorama Special eröffnet am 12. Februar mit Kawasakiho růže des Tschechen Jan Hřebejk. Er widmet sich einem dunklen Kapitel der jüngeren Geschichte: Korruption, Opportunismus und Pragmatismus nach der Dubček-Ära gehen die unselige Koalition ein, die noch jede Revolution zunichte machte. Der Film entfaltet eine Familiengeschichte, wenn die Tochter dem angesehenen Vater schmerzhafte Fragen stellt. Aber um Wahrheit und Vergebung geht es, nicht um Rache.

Panorama Dokumente zeigt am 12. Februar mit dem Film David Wants To Fly ein Lehrstück über organisierte Verblendung, relevant vor dem Hintergrund aufstrebender Religiösität weltweit. Der junge Berliner Filmemacher David Sieveking begibt sich auf die Suche nach dem tieferen Sinn der Begeisterung seines Idols für Meditation. Dabei gelangt er von Holland über die USA bis Indien und zurück auf den Berliner Teufelsberg.


Themenschwerpunkte

Vergangenheit im Spiegel der Gegenwart spielt im Panorama-Programm eine starke Rolle in Spiel- und Dokumentarfilm. So befinden sich in Son Of Babylon ein Junge und seine Großmutter auf der Suche nach dessen im letzten Golfkrieg verschollenen Vater und entdecken die Gräuel der jüngsten irakischen Geschichte. In Red Hill werden die in der Vergangenheit liegenden verbrecherischen Machenschaften einer rassistischen Polizeimafia aus dem australischen Hinterland ans Tageslicht gezerrt. Ob in der brasilianischen Favela (Bróder!) oder im Leben einer Deutschtürkin in der Türkei (Die Fremde), ob in der taiwanesischen Kleinstadt (Monga), in der französischen Landadelsvilla (L'arbre et la forêt) oder zur Adenauerzeit der jungen Bundesrepublik (Fritz Bauer, Dokumentarfilm): die verheerenden Auswirkungen der Kombination von Pragmatismus, Opportunismus und Korruption werden in einer ganzen Reihe von Filmen deutlich – sei es auf das persönliche Leben der Protagonisten oder auf ganze Gesellschafts-entwicklungen bezogen.


Panorama Dokumente

Neben den politischen Rückblicken wie Shtikat Haarchion, der auf ungeschnittenem Material eines Nazi-Propagandafilms basiert, Red, White & The Green zu den letzten Wahlen im Iran oder Cuchillo de Palo, der das Schweigen in Paraguay über die Schwulenverfolgung zur Diktaturzeit bricht, gibt es auch solche der cinematografischen Art: Blank City, in dem sich die US-Avantgarde der 70er und 80er-Jahre versammelt, von Amos Poe bis John Waters, von Urahn Jack Smith über Eric Mitchell und Lizzie Borden bis Richard Kern und Lydia Lunch, die an spektakuläre Berlinale-Auftritte erinnern. Oder Daniel Schmid - Le chat qui pense: eine Hommage an den Schweizer Filmkünstler, in der es ein Wiedersehen mit den Größen des deutschen 70er-Jahre-Kinos gibt, Inspiratoren bis heute: von Fassbinder über Ingrid Caven und Werner Schroeter bis zu Peter Kern. Des Weiteren präsentiert die Reihe Werke über Rock Hudson und seine Rolle als AIDS-Aktivist der ersten Stunde, über Candy Darling, den tragischen Andy Warhol-Superstar und den Film über den legendären, politisch brisanten Broadway-Erfolg des Mart Crowley-Stücks „The Boys In The Band“, das von William Friedkin 1969 verfilmt wurde: Making The Boys.


PanoramaPublikumsPreis PPP

Weit über 20.000 Zuschauer nehmen daran teil und küren ihren Favoriten, der am letzten Tag des Festivals zur Preisverleihung aufgeführt wird. Der Preis wird seit 1999 in Zusammenarbeit mit radioeins und tip Magazin organisiert.


Der 24. TEDDY – Queer Film Award auf der Berlinale wird am Freitag den 19. Februar 2010 in der STATION Berlin vergeben. Das Motto "Mein Name ist Mensch" ist einem Ton Steine Scherben-Song entlehnt: Sänger, Texter und Schauspieler Rio Reiser wird mit einer Hommage geehrt. Der Special TEDDY für das Lebenswerk wird dem Filmemacher und großen Inspirator Werner Schroeter verliehen. www.teddyaward.tv


PANORAMA HAUPTPROGRAMM

Barriere von Andreas Kleinert, Deutschland (WP)
mit Volkram Zschiesche, Klara Manzel, Jan Dose, Julia Gorr, Matthias Habich

Due Vita per caso (One life maybe two) von Alessandro Aronadio, Italien (WP)
mit Lorenzo Balducci, Isabella Ragonese, Ivan Franek, Sarah Felberbaum

Fucking Different São Paulo von Rodrigo Diaz Diaz, Luiz René Guerra, Sabrina Greve, Joana Galvão, Monica Palazzo, Max Julien, Ricky Mastro, René Guerra, Silvia Lourenço, Gustavo Vinagre, Herman Barck, Luciana Lemos, Elzemann Neves, Deutschland/Brasilien

Propavshyi bez vesty (Missing Man) von Anna Fenchenko, Russische Föderation
mit Andrey Filippack, Rasim Djafarov, Polina Kamanina, Ludmila Geroeva, Yuris Lautsinsh

Red Hill von Patrick Hughes, Australien (WP)
mit Ryan Kwanten, Steve Bisley, Tom E. Lewis

The Owls von Cheryl Dunye, USA (WP)
mit Guinevere Turner, Lisa Gornick, V.S. Brodie

Veselchaki (Jolly Fellows) von Felix Mikhailov, Russische Föderation
mit Renata Litvinova, Ingeborga Dopkunaite, Danila Kozlovsky, Alexey Klimushkin, Alexander Mokhov, Mazia Shalaeva

Zona Sur (Southern District) von Juan Carlos Valdivia, Bolivien
mit Ninón Del Castillo, Pascual Loayza, Nicolás Fernández, Juan Pablo Koria, Mariana Vargas


PANORAMA SPECIAL

Bróder! (Broder!) von Jeferson De, Brasilien
mit Caio Blat, Jonathan Haagensen, Silvio Guindane, Cássia Kiss, Ailton Graça

Die Fremde (When We Leave) von Feo Aladag, Deutschland (WP)
mit Sibel Kekilli, Florian Lukas, Derya Alabora, Tamer Yigit

Mine vaganti (Loose Cannons) von Ferzan Ozpetek, Italien WP)
mit Riccardo Scamarcio, Nicole Grimaudo, Alessandro Preziosi, Ennio Fantastichini, Lunetta Savino

Monga von Doze, Niu Chen-Zer, Taiwan (WP)
mit Ethan Juan, Mark Chao, Ma Ju-lung, Ko Chia-yen

Open von Jake Yuzna, USA (WP)
mit Gaea Gaddy, Tempest Crane, Morty Diamond, Daniel Luedtke

Paha perhe (Bad Family) von Aleksi Salmenperä, Finnland
mit Ville Virtanen, Lauri Tilkanen, Pihla Viitala

Reinventing Robert Axle von Trent Cooper, USA (WP)
mit Kevin Spacey, Camilla Belle, Heather Graham, Johnny Knoxville, Virginia Madsen

Welcome To The Rileys von Jake Scott, USA (WP)
mit James Gandolfini, Kristen Stewart, Melissa Leo


PANORAMA DOKUMENTE

Arias With A Twist The Movie von Bobby Sheehan, USA (WP)
mit Joey Arias, Basil Twist

Blank City von Céline Danhier, USA

Budrus von Julia Bacha, USA

Cuchillo de palo (108) von Renate Costa, Spanien (WP)

Daniel Schmid - Le chat qui pense von Pascal Hofmann, Benny Jaberg, Schweiz (WP)
mit Ingrid Caven, Werner Schroeter, Renato Berta, Shiguéhiko Hasumi, Bulle Ogier

David Wants To Fly von David Sieveking, Deutschland/Österreich/Schweiz, (WP)

Friedensschlag - Das Jahr der Entscheidung (To Fight For – The Year of Decision) von Gerardo Milsztein, Deutschland (WP)

Fritz Bauer - Tod auf Raten (Death By Instalments) von Ilona Ziok, Deutschland (WP)

I Shot My Love von Tomer Heymann, Israel/Deutschland (WP)

New York Memories von Rosa von Praunheim, Deutschland (WP)

Red, White & The Green von Nader Davoodi, Iran

Rock Hudson - Dark And Handsome Stranger von Andrew Davies, André Schäfer, Deutschland (WP)

Shtikat Haarchion (A Film Unfinished) von Yael Hersonski, Israel


PANORAMA VORFILME

Covered von John Greyson, Kanada

Herbert White von James Franco, USA
mit Michael Shannon

Last Address von Ira Sachs, USA

The Feast Of Stephen von James Franco, USA
mit Remy Germinario, Ty Anania, Louis Anania, Phil Naess, Theo Saluan

Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 22. Januar 2010

60. Internationale Filmfestspiele Berlin (11. - 21. Februar 2010) Happy Birthday, Berlinale!
Mit einer Kunstinstallation und öffentlichen Filmvorführung am Brandenburger Tor, einer Ausstellung von Star-Porträts im Stadtbild und einem vielseitigen Internetangebot feiert die Berlinale das 60. Jubiläum

Am 6. Juni 1951 wurden die ersten Internationalen Filmfestspiele Berlin eröffnet. Sie haben sich in den vergangenen – mitunter turbulenten und immer spannenden – Jahrzehnten zu einem der bedeutendsten Filmfestivals entwickelt. Vom 11. bis 21. Februar 2010 feiert die Berlinale ihr 60. Jubiläum mit einigen besonderen Veranstaltungen.

„Mit großartiger Unterstützung haben wir zum 60. Geburtstag der Berlinale Projekte vorbereitet, bei denen das Kino und die Zuschauer im Mittelpunkt stehen. Wir blicken nicht nur auf die ereignisreiche Geschichte des Festivals zurück, sondern möchten auch einen Blick nach vorne wagen in die Zukunft des Kinos“, kündigt Festivaldirektor Dieter Kosslick an.


Zum 60. Jubiläum präsentieren die Internationalen Filmfestspiele Berlin:
„Vorhang auf – The Curtain!“

Vom 12. bis 15. Februar 2010 wird die einzigartige Kunstinstallation „Vorhang auf - The Curtain!“ am Brandenburger Tor von der Magie und der Macht des Kinos erzählen: Die international renommierte koreanisch-amerikanische Designerin („dosa“) und Künstlerin Christina Kim kreiert einen 300 qm großen symbolischen Kinovorhang aus recycelten Film- und Berlinale-Billboards, DVDs und anderen Materialien aus der Filmwelt.

„Der Vorhang wird eine Auswahl expressiver Möglichkeiten für Materialien darstellen, die üblicherweise nicht im Design-Kontext genutzt werden. Ich werde eine dynamische Oberfläche von 300 Quadratmetern schaffen, die sich im Wind bewegt und das Sonnenlicht während des Tages auffängt. Nachts wird die reflektierende Oberfläche einen gänzlich anderen Effekt haben. Die Umfunktionierung der Materialien wird einen neuen ästhetischen, und sozialen Nutzen schaffen“, kommentiert Christina Kim. Die Installation wird in Berlin produziert.

Am 12. Februar wird die durch den Hauptstadtkulturfonds geförderte Installation in Anwesenheit der Künstlerin Christina Kim feierlich für die Live-Übertragung der Welturaufführung von Metropolis eröffnet.

Live-Übertragung von Metropolis ans Brandenburger Tor

Nach der Öffnung des Vorhangs am 12. Februar wird auf einer Leinwand die Welturaufführung der restaurierten Originalfassung von Fritz Langs Metropolis live aus dem Friedrichstadtpalast zum Brandenburger Tor öffentlich übertragen. Das Publikum ist eingeladen, dieses filmhistorische Ereignis – gratis – vor dieser ganz besonderen Kulisse zu erleben.

Starporträts im Berliner Stadtbild

Ab Ende Januar wird mit der „Starparade“ eine umfangreiche Foto-Ausstellung in Berlin zu sehen sein: Seit 2003 entstehen jedes Jahr großformatige Starporträts, die während des Festivals im Berlinale Palast präsentiert werden. Eine Auswahl – darunter Cate Blanchett, Sir Mick Jagger, Nina Hoss, George Clooney, Gong Li, Kate Winslet – dieser beeindruckenden Portraits des Fotografen Gerhard Kassner wird in zahlreichen Wall-Lichtkästen in Berlin ausgestellt.


Berlinale Keynotes

Im Jubiläumsjahr wird sich eine hochkarätig besetzte Diskussionsveranstaltung der Zukunft des Kinos widmen. Gemeinsam mit Architekten, Urbanisten, Soziologen und Filmemachern werden folgende Fragen gestellt: Wie soll in Zukunft das Kino in den Städten aussehen? Wie kann das Kino die innerstädtische Kommunikation beleben und zu wirtschaftlicher Attraktivität beitragen? Wie sehen in Zukunft medialisierte Räume aus? Welche Architektur befördert Kultur, Kommunikation und Entertainment im städtischen Raum?

Weitere Informationen zu der Veranstaltung am Sonntag, den 14. Februar 2010 finden Sie in Kürze auf unserer Website.


Jubiläum Online

Die Festivalwebsite www.berlinale.de steht ab sofort im Zeichen des 60. Geburtstags und präsentiert zahlreiche Jubiläumsinhalte.

Prominente Gäste und Freunde des Festivals übermitteln in Videoclips ihre Berlinale-Anekdoten, Glückwünsche und Grüße aus aller Welt; die Festivalerlebnisse des Publikums werden unter der Rubrik „Berlinale Flashback“ veröffentlicht. Eine chronologische Zusammenstellung von Festivalfotos aus sechs Jahrzehnten lädt zu einer Bilderreise durch die bewegte Geschichte der Berlinale ein; alle 812 Starportraits von Gerhard Kassner werden ebenfalls in einer Bildergalerie präsentiert. Bewegende und kuriose, informative und vergnügliche Filmausschnitte – aus Wochenschauen, Interviews, Starauftritten, Politikerreden und Pressekonferenzen – lassen die Festivalgeschichte noch einmal Revue passieren. Diese Clips werden auch vor den Filmvorführungen in den Berlinale-Kinos gezeigt und zeitgleich auf der Website zu sehen sein.


Darüber hinaus sind auf der Website weitere Informationen rund um die 60. Berlinale zu finden – u.a. die bereits angekündigte Aktion „Berlinale goes Kiez“, die Retrospektive „PLAY IT AGAIN…!“ und die besonderen Jubiläumspublikationen.





Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 15. Januar 2010

60. Internationale Filmfestspiele Berlin (11. - 21. Februar 2010) Narben und blutige Nasen:
Das Programm der Perspektive Deutsches Kino mit 14 Filmen komplett

Mit insgesamt 14 Filmen ist das Programm der Perspektive Deutsches Kino nun vollständig. Zu den sechs bereits gemeldeten Filmen kommen acht weitere Arbeiten dazu, die erneut den Themen- und Formenreichtum des jüngsten deutschen Films präsentieren.

Da denkt man, man tut einem Kumpel aus dem Knast einen einfachen, familiären Gefallen – und holt sich prompt eine blutige Nase. Der Film Lebendkontrolle von Florian Schewe (Hochschule für Film und Fernsehen, Potsdam-Babelsberg) setzt das Thema für ein Programm mit mittellangen Arbeiten aus drei deutschen Filmhochschulen, die sich im weiteren und doch eigentlichen engen Sinne mit gesellschaftlicher und persönlicher Verantwortung beschäftigen. Und damit, wie diese manchmal gar nicht mehr zu bewältigen ist. Die Narben im Beton werden in dem Film von Juliane Engelmann (Kunsthochschule für Medien, Köln) auf schmerzliche Weise sichtbar gemacht. Es geht um eine junge Mutter in der Mitte des immer größer werdenden Randes, die ihre Kinder mit Liebe allein nicht mehr schützen zu können scheint. Jessi ist schon alt genug, sich selbst zu schützen, obwohl sie noch viel zu jung dazu ist. Ihre familiäre Situation lässt ihr aber keine andere Wahl. Der gleichnamige Film von Mariejosephin Schneider (Deutsche Film- und Fernsehakademie, Berlin) schließt ein Programm ab, dessen Beiträge Schmerzgrenzen überschreiten.


In der Boulevardpresse und der privatrechtlichen Fußballberichterstattung sind die Spielerfrauen mittlerweile unverzichtbar. Im inoffiziellen Sportlerjargon heißen sie nüchtern WAGs (Wives and Girlfriends). In dem Film gleichen Titels von Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf (HFF, Potsdam-Babelsberg) bekommen sie zu ihren üblicherweise gerne gezeigten Gesichtern auch noch Geschichten. Geschichten, von denen ihre Altersgenossinnen nicht einmal etwas ahnen, z.B. wenn sie als Haushaltshilfe aus Polen in einer ziemlich schwäbischen Gastfamilie arbeiten. Anna Hoffmann (Filmakademie Baden-Württemberg) erzählt in Die Haushaltshifle vom Alltag, den Problemen und Sehnsüchten einer jungen Frau weit weg von ihren Wurzeln und ihrer Familie.

Bei diesem Film ist nur der Titel nüchtern: Die Kölner Filmemacherin Carolin Schmitz nennt ihren Dokumentarfilm Porträts deutscher Alkoholiker und liefert genau das. Aber auf eine überraschende, diskrete und dabei sehr spannende Weise.

Hannah Schweier hat vor drei Jahren mit ihrem mittellangen Spielfilm Aufrecht stehen im Programm der Perspektive Deutsches Kino ihr Talent für konsequentes Erzählen offenbart. Mit ihrer ersten abendfüllenden Arbeit Cindy liebt mich nicht unterstreicht sie ihre erzählerische Kondition. Weil zwei Männer nicht nur dieselbe Frau lieben, sondern beide sie auch nicht wirklich kennen, müssen sie sich zusammentun, um sie zu suchen, als sie beiden zu entschwinden droht. Ein Roadmovie der Gefühle mit Clemens Schick und Peter Weiss.

Zum Abschluss des Programms begrüßt die Perspektive Deutsches Kino übrigens einen Gast, der bereits am ersten Abend der ersten Ausgabe der Sektion mit seiner Produktion 99 Euro Films dabei war. Am Publikumstag läuft der neue Spielfilm des Berliner Regisseurs RP Kahl: Bedways erzählt nicht nur vom Filmemachen in Berlin. Der Film erzählt auch davon, wie Filmemacher in Berlin sein können.

„Die Perspektive Deutsches Kino scheint sich in diesem Jahr besonders gut an ihren eigenen Ansprüchen messen zu können. Das Programm blickt mit seiner thematischen und formalen Vielfalt mitten in die Zukunft des deutschen Films. Und das nicht nur, weil – wie mittlerweile bei uns schon selbstverständlich – die Hälfte der Filmemacher Frauen sind“, beschreibt Sektionsleiter Alfred Holighaus die diesjährige Auswahl.

Filme Perspektive Deutsches Kino 2010:
Alle meine Väter von Jan Raiber (Dokumentarfilm)
The Boy who wouldn’t kill von Linus de Paoli
Cindy liebt mich nicht von Hannah Schweier
Frauenzimmer von Saara Aila Waasner (Dokumentarfilm)
Glebs Film von Christian Hornung (Dokumentarfilm)
Die Haushaltshilfe von Anna Hoffmann (Dokumentarfilm)
Hollywood Drama von Sergej Moya
Jessi von Mariejosephin Schneider
Lebendkontrolle von Florian Schewe
Narben im Beton von Juliane Engelmann
Portraits deutscher Alkoholiker von Carolin Schmitz (Dokumentarfilm)
Renn, wenn du kannst von Dietrich Brüggemann
WAGs von Joachim Dollhopf und Evi Goldbrunner
Bedways von RP Kahl






Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 14. Januar 2010

24. TEDDY AWARD – Der queere Filmpreis der Berlinale, 19. Februar 2010
MEIN NAME IST MENSCH - Motto des TEDDY AWARD 2010 | Special TEDDY für Werner Schroeter | Hommage an Rio Reiser

Am 19. Februar 2010 ist es wieder soweit: Im Rahmen der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin vom 11. bis 21. Februar 2010 wird der weltweit bedeutendste Queer Film Award im Rahmen eines A-Filmfestivals (Internationale Filmfestspiele Berlin | Berlinale) auf einer festlichen Galaveranstaltung mit anschließender Party verliehen. Der deutsch-französische TV Sender ARTE überträgt die Aufzeichnung der Gala des 24. TEDDY AWARD – bereits zum 5. Mal in Folge – europaweit am 20. Februar 2010.
Der RBB wiederholt die Sendung am 21. Februar 2010.


Erstmalig finden die Gala und die anschließende Party nur einen Steinwurf entfernt vom Potsdamer Platz in der STATION BERLIN - dem ehemaligen Paketpostbahnhof am Berliner Gleisdreieck - statt.


Der SPECIAL TEDDY geht 2010 an den Filmemacher WERNER SCHROETER, dem radikalen Experimentierer und großen Außenseiter des Neuen Deutschen Films. Seit Mitte der Sechzigerjahre arbeitet Schroeter an seinem Werk und verteidigt seitdem eine singuläre Position in der internationalen Filmlandschaft. Er wurde neben Fassbinder, Herzog oder Wenders zu einem der wichtigsten Exponenten des aufstrebenden jungen deutschen Kinos. Als Kosmopolit ohne festen Wohnsitz dreht Schroeter in jenen Jahren in Mexiko, Frankreich, Libanon, Tschechien, Österreich, USA und Italien. Gleichzeitig beginnt er verstärkt und mit großem internationalem Erfolg, für das Theater und die Oper zu inszenieren. Sein Werk umfasst bislang an die 20 Langfilme und ebenso viele kurze bis mittellange Kinoarbeiten sowie mehr als 70 Opern- und Theaterinszenierungen. Die französische Zeitung Libération schrieb über ihn: "Schroeter ist der Cocteau unserer Zeit. Das Kino von Werner Schroeter ist reinste Magie, es erfindet eine neue Welt, eine neue Zeit, voller Künstlichkeit und Schönheit. Bilder aus einem Reich des Imaginären, in dem alles erlaubt ist. Magic Werner, Magic Cinema."


Eine besondere HOMMAGE widmet der 24. TEDDY AWARD dem 1996 verstorbenen Sänger, Komponisten, Texter und Schauspieler RIO REISER, zu dessen 60. Geburtstag. Rio Reiser war der erste deutsche Sänger, der sich öffentlich als schwul geoutet hat. Zusammen mit seiner Band „Ton Steine Scherben“ schuf er nicht nur den Soundtrack der 68er- Generation sondern auch den Soundtrack der beginnenden deutschen Schwulenbewegung, als er gemeinsam mit den Theatergruppen „Brühwarm“ und „Transplantis“ und den „Ton Steine Scherben“ in den 1970er Jahren die ersten schwulen Musicals produzierte und auf die deutschen Bühnen brachte. 1977 bekam Rio Reiser für seine erste Filmrolle in dem Film „Johnny West“ den Bundesfilmpreis in Gold.

Herbert Groenemeyer sagt über Rio Reiser: „Er ist der einzige deutsche Sänger, den ich je bewundert habe, seinen leidenschaftlichen Hang zum Aufruhr, zum Diventum, zum Kitsch und zum anarchischen Patriotismus. Er hat die schönsten deutschen Kampf- und Liebeslieder geschrieben, er war ein wahrer Romantiker und er hat aus der deutschen Sprache gesungen, was rauszuholen ist “.


Anlässlich der Hommage an Rio Reiser wird die Band „TON STEINE SCHERBEN“ bei der TEDDY AWARD Gala erstmals seit dem Tod ihres Frontmanns wieder in Originalbesetzung auf der Bühne stehen. Zudem greift das Motto des 24. TEDDY AWARD einen Song von Rio Reiser/Ton Steine Scherben auf: MEIN NAME IST MENSCH


Schirmherr der Veranstaltung ist der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit.

UNAIDS, das gemeinsame Programm der Vereinten Nationen zu HIV/AIDS, ist auch 2010 wieder institutioneller Partner des TEDDY AWARD.

Der TEDDY AWARD wird in den Kategorien Bester Spielfilm, Bester Dokumentarfilm und Bester Kurzfilm, sowie als Special Teddy für die künstlerische Lebensleistung an herausragende Persönlichkeiten vergeben. Die Reihe der Preisträger reicht von internationalen Star-Regisseuren wie Pedro Almodóvar, Gus Van Sant und Derek Jarman bis hin zu internationalen Leinwandstars wie Helmut Berger, Joe Dallesandro, John Hurt und Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton.

Der TEDDY AWARD ist eine gesellschaftlich engagierte politische Auszeichnung, die Filmen und Personen zugute kommt, die queere Themen auf einer breiten gesellschaftlichen Ebene kommunizieren und somit einen Beitrag für mehr Toleranz, Akzeptanz, Solidarität und Gleichstellung in der Gesellschaft leisten.



24. TEDDY AWARD 2010

19.02.2010
in der Station Berlin
Luckenwalderstr. 4 – 6, 10963 Berlin

Einlass ab 19.30h
Award Ceremony ab 21.00h

Party & Midnight Special ab 23.00h

Anfahrt mit U1 und U2 bis U-Bahnhof Gleisdreieck

Genügend Parkmöglichkeiten im Parkhaus am
Gleisdreieck/PotsdamerPlatz

Tickets an allen bekannten Vorverkaufsstellen
Website: http://www.www.teddyaward.tv

Pressemitteilung, 12. Januar 2010

60. Internationale Filmfestspiele Berlin (11. - 21. Februar 2010) Berlinale Shorts:
26 Filme loten die Grenzen des Kinos aus und eine Kurzfilm-Retrospektive anlässlich der 60. Berlinale


Aus über 2600 Kurzfilm-Einreichungen werden in fünf Programmen 25 Filme aus 15 Ländern im Wettbewerb präsentiert, die um den Goldenen Bären, die Nominierung für den European Film Academy Kurzfilm 2010 und das DAAD Stipendium konkurrieren. Darüber hinaus wird Akai Mori no Uta (The Song of Red Forest) von Akihito Izuhara aus Japan außer Konkurrenz gezeigt: eine Animation, in der zwei mystische Wesen über den Zustand der Welt singen.

Neben Filmen aus u.a. Peru, Südafrika, Italien und Korea ist die Spannbreite von Produktionen aus Rumänien beeindruckend, erstmals ist aus Osteuropa auch Kroatien vertreten, mit Zvonimir Jurićs Žuti mjesec (Yellow Moon).


Berlinale Shorts hat sich etabliert als Ort für Künstler und Filmemacher, wo das Experiment und der Mut einen Raum haben. Nicolas Provost aus Belgien ist mit Long Live the New Flesh vertreten und wird parallel in der Galerie Haunch of Venison in Berlin seine Arbeiten präsentieren. Shelly Silver zeigt den experimentellen Film 5 Lessons and 9 Questions about Chinatown.

Daniel Nocke, Drehbuchautor und Filmemacher, erforscht mit 12 Jahre den Kern einer Beziehung. In dem Dokumentarfilm Geliebt widmet sich Jan Soldat der Frage, welche Rolle Tiere spielen können, wenn der Mensch unfähig ist, einen anderen Menschen zu lieben.

2010 bietet Berlinale Shorts zum ersten Mal die Möglichkeit, sich über die herausfordernden Filme des Programms auseinander zu setzen: Mit „Berlinale Shorts goes Arsenal“ gibt es an drei Tagen Filmgespräche im Kino Arsenal.


Anlässlich des 60. Jubiläums der Berlinale präsentiert Berlinale Shorts im Rahmen der Retrospektive PLAY IT AGAIN …! zwei Kurzfilm-Programme: PLAY IT … SHORT! |1 & PLAY IT … SHORT! |2. Als der Neue Deutsche Film mit Regisseuren wie Fassbinder, Herzog und Kluge in den 1970er Jahren weltweit für Furore sorgte, gab es in der BRD „anteilsmäßig mehr weibliche Filmemacher als in irgendeinem anderen filmproduzierenden Land“ wie der Filmwissenschaftler Thomas Elsässer 1985 schrieb. Dies spiegelte sich auch im Festival wider. Den Anfang macht Geschichten vom Kübelkind, Episode 17: „Niedrig gilt das Geld auf dieser Erde“ aus dem Jahr 1971 von Ula Stöckl mit dem diesjährigen Jurypräsidenten Werner Herzog in der Hauptrolle. Weiter im Programm ist u.a.: Pia Frankenberg, die mit Der Anschlag 1983 einen Publikumserfolg feierte. Eine Entdeckung sind die Filmperlen von Hedda Rinneberg und Hans Sachs, die als Kollektiv über die Jahre mit Filmen im Festival vertreten waren. 1977 gewannen sie mit Ortsfremd den Goldenen Bären. Helke Sander erhielt 1985 für Aus Berichten der Wach- und Patrouillendienste – Nr.1 den Goldenen Bären. Birgit Durban, Archivleiterin von bildwechsel, wird in die Programme einführen.


Jury

Die diesjährige internationale Kurzfilmjury besteht aus der brasilianischen Festivalleiterin und Produzentin Zita Carvalhosa, dem Autor und Spex-Chefredakteur Max Dax sowie dem polnischen Regisseur Xavery Żuławksi. Die Preisverleihung von Berlinale Shorts wird am 16. Februar im CinemaxX 3 stattfinden.


Zita Carvalhosa / Brasilien

Die Gründerin und Leiterin des São Paulo International Short Film Festivals ist auch als Produzentin erfolgreich. Die Geschäftsführerin der brasilianischen Superfilmes brachte unter anderem das Drama A Casa de Alice (Alice's House, Panorama 2007) in die Kinos. 2009 produzierte und inszenierte sie das Tela Digital Video Festival, einen Kurzfilmwettbewerb für Film, TV und neue Medien. Zita Carvalhosa ist auch als Filmkuratorin und Herausgeberin tätig.


Max Dax / Deutschland

Als Chefredakteur des Popkulturmagazins Spex ist Max Dax ein Kenner der Jugend- und Popkulturen. Er war mehrere Jahre lang Chefredakteur der Interview-Zeitschrift Alert und ist Autor mehrerer Bücher. Zu seinen Veröffentlichungen zählen eine Biographie über Nick Cave und eine Geschichte der Band Einstürzende Neubauten. Max Dax hat außerdem die CD-Compilation „Il Canto di Malavita - La Musica della Mafia“ produziert.


Xavery Żuławksi / Polen

Der Absolvent der Filmhochschule in Lodz erhielt 2006 für seinen Erstlingsfilm Chaos den Preis als Best Debut Director beim Polnischen Film Festival in Gdynia. Sein nächster Film Wojna polsko-ruska (Schneeweiß & Russenrot) wurde zu einem großen Kassenerfolg in Polen. Żuławski, Sohn des polnischen Meisterregisseurs Andrej Żuławski, gilt bereits als wichtige Stimme des jungen polnischen Kinos.


Berlinale Shorts Programm:

I/ ca. 82' + Einführungen


Aramaki, Isamu Hirabayashi, Japan, 26' (WP)

Akai Mori no Uta, Akihito Izuhara, Japan, 6' (außer Konkurrenz)

Žuti mjesec, Zvonimir Jurić, Kroatien, 16'

In the Air, Liza Johnson, USA, 22'

Giardini di Luce, Davide Pepe & Lucia Pepe, Italien, 12'


II/ ca. 74' + Einführungen

Paradise Later, Ascan Breuer, Österreich, 13'

Derby, Paul Negoescu, Rumänien, 15' (WP)

A Perm, Lee Ran-hee, Republik Korea, 19'

Suhaksihum, Jung Yumi, Republik Korea, 2' (WP)

El segundo Amanecer de la Ceguera, Mauricio Franco Tosso, Peru, 10'

Long Live the New Flesh, Nicolas Provost, Belgien, 15' (WP)


III/ ca. 79' + Einführungen

5 Lessons and 9 Questions about Chinatown, Shelly Silver, USA, 10'

Wo ich bin ist oben, Bettina Schöller, BRD, 18' (WP)

Out in that Deep Blue Sea, Kazik Radwanski, Kanada, 16'

Hayerida, Shai Miedzinsi, Israel, 20'

Geliebt, Jan Soldat, BRD, 15' (WP)


IV/ ca. 84' + Einführungen

Nachalnik, Yuriy Bykov, Russische Föderation, 20'

Händelse Vid Bank, Ruben Östlund, Schweden, 12' (WP)

Photos of God, Paul Wright, Großbritannien, 28' (WP)

Ich muss mich künstlerisch gesehen regenerieren, Ute Schall & Christine Groß, BRD, 20' (WP)

12 Jahre, Daniel Nocke, BRD, 4' (WP)


V/ ca. 89' + Einführungen

The Tunnel, Jenna Bass, Südafrika, 25'

Tussilago, Jonas Odell, Schweden, 15'

Venus vs Me, Nathalie Teirlinck, Belgien, 26'

Colivia, Adrian Sitaru, Rumänien/Niederlande, 17' (WP)

Unplay, Joanna Rytel, Schweden, 6' (WP)



PLAY IT … SHORT! |1 / ca. 66’

Geschichten vom Kübelkind, Episode 17: „Niedrig gilt das Geld auf dieser Erde“, Ula Stöckl, 1971, 17'

Zum Glück gibt's kein Patent, Monika Funke-Stern, 1985, 15'

SSZZZTTT, Wilma Kottusch, 1986, 10'

Soldaten, Soldaten, Elfi Mikesch, 1994,14'

Annie, Monika Treut, 1990, 10'


PLAY IT … SHORT! |2 / ca. 74’

Die Lösung, Sieglinde Hamacher, 1989, 4'

Der Anschlag, Pia Frankenberg, 1983, 11'

Aus Berichten der Wach- und Patrouillendienste – Nr.1, Helke Sander, 1985, 10'

Ortsfremd … wohnhaft vormals Mainzerlandstraße, Hedda Rinneberg and Hans Sachs, 1971, 12'

Parachute, Sabine Eckhardt, 1986,13'

Chloé, Angie Welz-Rommel,1985, 8'

Camilla Horn sieht sich als Gretchen in Murnaus Stummfilm FAUST, Hedda Rinneberg and Hans Sachs, 1982, 16'



Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 12. Januar 2010

60. Berlinale: Weltpremieren von Martin Scorsese und Roman Polanski im Wettbewerbsprogramm
Die ersten sieben Titel für den Wettbewerb der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin stehen fest. Die bislang eingeladenen Filme kommen aus Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Iran, Kroatien, Österreich, Türkei und USA.

Eine junge Filmemachergeneration, Stars und Regie-Meister wie Martin Scorsese und Roman Polanski prägen die ersten Filme im Wettbewerb.

„Der Wettbewerb zum 60. Geburtstag wird von einem Mix der Stile und Genres geprägt, von aufregenden Newcomern und renommierten Regisseuren“, sagt Festivaldirektor Dieter Kosslick.


Folgende Filme sind für das Wettbewerbsprogramm bislang bestätigt:
Bal (Honey) Türkei / Deutschland
Von Semih Kaplanoglu (Süt/Milk, Yumurta/Egg, Melegin Düsüsü/Angel’s Fall)
Mit Bora Altas, Erdal Besikcioglu, Tülin Özen, Alev Ucarer, Ayse Altay
Weltpremiere

Der Räuber Österreich / Deutschland
Von Benjamin Heisenberg (Schläfer, Max-Ophüls-Preis 2006)
Mit Andreas Lust, Franziska Weisz
Weltpremiere

My Name Is Khan Indien
Von Karan Johar
Mit Shah Rukh Khan, Kajol
Außer Konkurrenz

Na Putu (On the Path) Bosnien und Herzegowina / Österreich / Deutschland / Kroatien
Von Jasmila Žbaniæ (Grbavica - Esmas Geheimnis, Goldener Bär 2006)
Mit Zrinka Cvitešiæ (Shooting Star 2010), Leon Lucev, Ermin Bravo, Mirjana Karanoviæ
Weltpremiere

Shekarchi (The Hunter) Deutschland / Iran
Von Rafi Pitts (Zemestan - Es ist Winter)
Mit Rafi Pitts, Mitra Hajjar, Ali Nicksaulat, Hassan Ghalenoi
Weltpremiere

Shutter Island USA
Von Martin Scorsese (The Departed, Aviator, Kap der Angst)
Mit Leonardo DiCaprio, Mark Ruffalo, Sir Ben Kingsley, Michelle Williams, Patricia Clarkson, Max von Sydow
Weltpremiere / Außer Konkurrenz

The Ghost Writer (Der Ghostwriter) Frankreich / Deutschland / Großbritannien
Von Roman Polanski (Der Pianist, Oscar 2002, China Town, Wenn Katelbach kommt..., Goldener Bär 1966)
Mit Ewan McGregor, Pierce Brosnan, Kim Cattrall, Olivia Williams
Weltpremiere

26 Filme werden ins Wettbewerbsprogramm der 60. Internationalen Filmfestspiele Berlin eingeladen. Weitere Programmentscheidungen für den Wettbewerb werden im Januar 2010 bekanntgegeben.





Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 05.01.2010

60. Berlinale: Kino der Wendepunkte und Alternativrouten – Jury und erste Filme von Berlinale Generation
Im Jubiläumsjahr der Berlinale lädt Generation fünf preisgekrönte und renommierte Persönlichkeiten in die Internationale Jury der Sektion: Die 21-jährige iranische Filmemacherin Hana Makhmalbaf gewann mit ihrem Debütfilm Buda Az Sharm Foru Rikht im Festival 2008 einen Gläsernen Bären. Mit dem kanadischen Regisseur Philippe Falardeau kehrt ein weiterer Preisträger nach Berlin zurück. Falardeaus C’est pas moi, je le jure! überzeugte 2009 im Wettbewerb Generation Kplus sowohl die Kinderjury als auch die Internationale Jury, der er nun selbst angehört. Ferner eingeladen wurde die australische Kinderfilmproduzentin Kylie Du Fresne, deren Produktion The Djarn Djarns 2005 ebenfalls mit einem Gläsernen Bären für den besten Kurzfilm ausgezeichnet wurde. Die Leiterin des Deutschen Kinder-Medien-Festivals GOLDENER SPATZ Margret Albers zählt zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Kindermedienlandschaft. Der mehrfach preisgekrönte irisch-stämmige Drehbuchautor und Produzent Rowan O’Neill (The Race) vervollständigt die Internationale Jury, die traditionell die mit insgesamt 10.000 Euro dotierten Preise des Deutschen Kinderhilfswerks vergibt.




Dass bereits 19 Langfilme für die Wettbewerbe Generation Kplus und Generation 14plus eingeladen werden konnten, geht unter anderem auch auf die spannenden Entdeckungen aus dem lateinamerikanischen Raum zurück: Die aufstrebenden Filmindustrien in Argentinien, Brasilien, Mexiko und Kolumbien bedienen sich seit einigen Jahren sehr erfolgreich der unerschöpflichen Quelle des Coming-of-Age, um gesellschaftlich allgemein relevante Themen zu reflektieren. Die jungen Protagonisten fühlen sich an Wendepunkten ihres Lebens veranlasst, selbstbestimmt Alternativrouten einzuschlagen. Und sie laden Zuschauer ein, sie im Kino dabei zu begleiten.




Kinokultur australischer und neuseeländischer Ureinwohner prägen mehrere Filme in der bisherigen Auswahl. Der Neuseeländer Taika Waititi (Two Cars One Night und Eagle vs. Shark) wird seinen lang erwarteten Film Boy präsentieren, eine tragikomische Begegnung zwischen Vater und Sohn in der Maori-Gesellschaft. Mit Bran Nue Dae nimmt sich erstmals ein Musicalfilm höchst unterhaltsam der Lebenssituation junger Aborigines in Australien an (mit Geoffrey Rush).




Für ein gewohnt vielschichtiges Dokumentarfilmerlebnis bei Generation stehen starke Familienporträts aus Mexiko und Neuseeland. Eine gehörige Portion Lokalbezug bietet der Berliner Dokumentarfilm Neukölln Unlimited: die brisante Geschichte einer libanesisch-stämmigen Familie mit tiefer Verwurzelung in der Neuköllner Kultur, der die Gefahr der kurzfristigen Abschiebung droht.




„Dass Generation auf dem internationalen Filmmarkt seinen Platz findet, ist höchst erfreulich“, sagt Sektionsleiterin Maryanne Redpath mit Blick auf die beiden US-amerikanischen Filme Gentlemen Broncos und Youth in Revolt bei 14plus.




Die Filmauswahl für Generation wird Anfang Januar 2010 abgeschlossen. Bislang sind folgende Filme eingeladen:







Generation Kplus

Alamar (To The Sea) von Pedro González Rubio, Mexiko 2009



Boy von Taika Waititi, Neuseeland 2009



Iep! (Eep!) von Ellen Smit, Niederlande/Belgien 2009 / Weltpremiere



Knerten von Åsleik Engmark, Norwegen 2009 / Internationale Premiere



La Pivellina von Tizza Covi und Rainer Frimmel, Österreich/Italien 2009



Superbror (Superbrother) von Birger Larsen, Dänemark 2009 / Internationale Premiere



This Way of Life von Thomas Burstyn, Neuseeland/Kanada 2009



Yeo-haeng-ja (A Brand New Life) von Ounie Lecomte, Republik Korea/Frankreich 2009



Yuki & Nina von Nobuhiro Suwa und Hippolyte Girardot, Frankreich/Japan 2009







Generation 14plus







Bran Nue Dae von Rachel Perkins, Australien 2009



Gentlemen Broncos von Jared Hess, USA 2009



Neukölln Unlimited von Agostino Imondi und Dietmar Ratsch



Deutschland 2010 / Weltpremiere



Os famosos e os duendes da morte (The Famous And The Dead)



von Esmir Filho, Brasilien/Frankreich 2009



Retratos en un mar de mentiras (Portraits In A Sea Of Lies)



von Carlos Gaviria, Kolumbien 2009 / Weltpremiere



Road, Movie von Dev Benegal, Indien/USA 2009



SUMMER WARS von Mamoru Hosoda, Japan 2009



Te extraño (I Miss You) von Fabián Hofman, Mexiko/Argentinien 2010 / Weltpremiere



Vihir (The Well) von Umesh Vinayak Kulkarni, Indien 2009



Youth in Revolt von Miguel Arteta, USA 2009



Website: http://www.berlinale.de

Pressemitteilung, 17. Dezember 2009

Filmakademie-Produktion „Am anderen Ende“ erhält Prädikat „besonders wertvoll“: Qualitätssiegel für gute Filme

Die studentische Produktion „Am anderen Ende“ von Phillipp Döring, Student der Regie/Szenischer Film an der Filmakademie Baden-Württemberg, ist von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden mit dem Prädikat „besonders wertvoll“ ausgezeichnet worden. Die Fördereinrichtung vergab das Gütesiegel als staatliche Anerkennung für die besondere Qualität des Films.

„Am Anderen Ende“ erzählt in atmosphärischer Dichte die Geschichte der Telefonseelsorgerin Marianne, die einfühlsam einsamen Menschen am anderen Ende der Leitung beisteht. Doch eines Nachts wird sie von ihren eigenen Problemen eingeholt und kann sich nicht länger hinter dem Telefon verstecken.

„In seiner Kürze eröffnet dieser düstere Film die Tragödie einer Frau mit gewaltigem Schicksal. Konsequent folgt die Kamera der Telefonseelsorgerin in langen Einstellungen bei ihrem Dienstantritt zur Nachtschicht, beobachtet sie bei den aufreibenden Telefongesprächen, in den einsamen Pausen beim Blumengießen und beim verzweifelten Ringen mit der drogensüchtigen Tochter, die sie immer wieder in dieser Nacht bedrängt. Die grandiose Hauptdarstellerin Ursula Werner (WOLKE 9) füllt ihre schwere Rolle mit so viel Intensität, stillem Leiden und Konsequenz, dass die Geschichte bis zuletzt fesselt und noch lange nachklingt. Ein bemerkenswertes Kammerspiel, das von Lebenserfahrung und gutem Gespür für den sparsamen Einsatz der technischen Mittel zeugt. Ohne Einschränkungen besonders wertvoll!“ – so das Urteil der Jury zu „Am anderen Ende“. Hervorgehoben wurde neben der darstellerischen Leistung von Ursula Werner auch die hervorragend geführte Kamera: Diese konzentriere sich weitgehend auf das Gesicht der Protagonistin, vergesse es aber nicht „mit sparsamen Bildmitteln schöne kleine Details wie Blicke auf das Leben Draußen (Fenster des Hauses gegenüber) oder im Innern (Blumen gießen) zu zeigen.“

Als älteste gemeinsame Fördereinrichtung der Länder hat die Filmbewertungsstelle in Wiesbaden vor allem die Aufgabe, durch die Vergabe von Prädikaten Filme von maßgeblicher Qualität zu fördern, die von öffentlicher Bedeutung und für die Gesellschaft von Wert sind. Die Prädikate sollen Verleihern wie Kinobesuchern als Orientierungshilfen dienen.

Neben der „Ehre“, mit einem Prädikat ausgezeichnet worden zu sein, erhalten die Filme zudem Steuervergünstigungen und werden aufgrund des Gesetzes über Maßnahmen zur Förderung des deutschen Films (FFG) finanziell unterstützt.

Weitere Informationen: www.fbw-filmbewertung.com sowie
www.fbw-filmbewertung.com/film/am_anderen_ende und
www.amanderenende.de


Am anderen Ende

Regie: Philipp Döring
Drehbuch: Katharina Kress
Kamera: Leonard Lehmann
Schnitt: Sven Kulik
Producer: Teymour Tehrani
Szenenbild: Mari-Liis Tigasson
Ton: Simon Wolf
Sounddesign: Miriam Voth

Eine Produktion der Filmakademie Baden-Württemberg 2009
in Koproduktion mit SWR, arte, br

Musik: J.S.Bach: Siciliana einer Sonate, BWV 1031. Dinu Lipatti, Klavier

Darsteller: Ursula Werner, Dorothea Arnold u.a.


Filmakademie Baden-Württemberg
Akademiehof 10
71638 Ludwigsburg
www.filmakademie.de
Website: http://www.filmakademie.de

Pressemitteilung vom 18. Dezember 2009

 



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