Kino-Start: 24. Januar 2008
MY BLUEBERRY NIGHTS
Wong Kar Wai
Hong Kong China 2007
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© Darius Khondji / Prokino, Titelbild
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New York. Corney Island. Kleines Diner. Der junge smarte Besitzer Jeremy (Jude Law) hat ein Auge und ein Ohr für die ebenfalls gutaussehende Elizabeth (Norah Jones, ja die mit der Wahnsinnsstimme). Doch sie ist nicht interessiert.
Liebeskummer hatte fast jeder Mensch schon ein Mal und kennt die Auswirkungen.
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© Darius Khondji / Prokino, Jeremy (Jude Law)
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Man geht in das Café zurück, wo man einst zusammen gegessen und gesessen hat. Ist das Glück einem hold, arbeitet ein junger Mann hinter dem Tresen, der gut zuhören kann.
Man wartet, ob der verloren gegangene Partner noch einmal zurück kommt. Nach der Trauer kommt die Melancholie. Da liebt man es zu reisen. Koffer gepackt, rein in den Bus - und auch in ein neues Leben. Elizabeth reist mit uns durch ganz Amerika, um nach langer Zeit in das kuschelige Café wieder zukommen, wo – Gott sei Dank – der nette Typ immer noch da ist und sozusagen auf sie gewartet hat. Riesen-Kuß, Traummusik. Abspann.
Diese Geschichte erzählt der Hong Konger Kultregisseur Wong Kar Wai in seinem neuen Film, den er in Amerika in englischer Sprache gedreht hat. Sein Aufbruchsversuch. Neu ist auch der Kameramann Dariuz Khondij.
Einsame, amerikanische Menschen vermantschen den ungeliebten Blaubeerkuchen mit Vanilleeis. „Alles hat einen Grund“, und ähnlich bestechende Dialogfetzen bestimmen die Gespräche, die musikalische Unterhaltung ist wesentlich anspruchsvoller. Norah Jones (28) gibt als Schauspielerin in der Hauptrolle ihr mäßiges Debüt. Doch musikalisch bietet 5-fache Grammy-Gewinnerin ihr Bestes. Ihr neues Lied „The Story“ ist Titelsong.
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© Darius Khondji / Prokino, Elizabeth (Norah Jones) schreibt an Jeremy (Jude Law).
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Sobald sie unterwegs ist, und all die schrägen Typen trifft, die man in Amerika auf dem Land so treffen kann, folgen Erlebnisberichte auf Postkarten. Sie trifft Spielerinnen, Nachtclubbetreiber, Alkoholiker und einsame Cops, oft in Personalunion. Sie werden gut gespielt von Natalie Portman, Rachel Weisz, David Strathairn, Chan Marshall aka Cat Power.
Nach der Rückkehr in das Blaubeerkuchen-Land alias Jeremys Café - und er immer noch da ist - darf der "Zauberkuß" nicht fehlen. Und da Jude Law auch einen schönen Mund hat gibt es keinen Grund mehr, sie sich in Zeitlupe, auf dem Tresen, aus allen Perspektiven, küssen zu lassen.
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© Darius Khondji / Prokino, Leslie (re., Natalie Portman), Elizabeth (li., Norah Jones)
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So häufen sich poetische Momente. Doch rührt oder berührt mich etwas? Leider „nein“.
In Cannes, auf dem 60. Jubiläumsfestival feierte MY BLUEBERRY NIGHTS seine Weltpremiere als Eröffnungsfilm.
Nach Filmen wie IN THE MOOD FOR LOVE (2000) und 2046 gelang dem 50-jährigen Wong Kar Wai mit dem Roadmovie MY BLUEBERRY NIGHTS kein weiteres Meisterstück, sondern eher dahin plätscherndes Unterhaltungskino mit schöner musikalischer Untermalung.
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Hilde Meier - red. / 26. Januar 2008 ID 00000003663
Am 11. Januar 2008 erschien der empfehlenswerter Soundtrack bei EMI. Eine Mischung aus Soul, Blues und Jazz.
My Blueberry Nights
Album/ Compact Disc/Pop International
VÖ: 11. 01.2008
MY BLUEBERRY NIGHTS
Wong Kar Wai
Kamera: Darius Khondji
Nora Jones (Elizabeth)
Jude Law (Jeremy)
Natalie Portman
Rachel Weisz
David Strathairn
95 Minuten
Format 1:1:85, Dolby SRD
Hong Kong China 2007
Verleih Prokino
Weitere Infos siehe auch: http://www.prokino.medianetworx.de
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