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„Lautlos“

Deutschland 2004

Regie: Mennan Yapo
Starttermin:
29. April 2004

Der Auftragsmörder Viktor (Joachim Król) ist nicht nur Profi, sondern auch Künstler in seinem Beruf. Obwohl sein neuestes Opfer von der Polizei oberserviert und abgehört wird, gelingt es ihm, ungesehen und geräuschlos in das Haus einzudringen und unbemerkt den Mord zu begehen. Kurz und schmerzlos, ein Profi eben. Viktor hat sich in den langen Jahren seiner Karriere Gefühle völlig abtrainiert. Doch obwohl er seinen Job auch dieses Mal perfekt ausführt, ist irgendwie etwas schief gegangen. Die tief schlafende Geliebte des Opfers hat im Traum ein kleines Kinderlied gesummt. Dieser Vorfall bringt etwas lange Verschüttetes in Viktors Gemüt zum Klingen, das ihn aus der Ruhe bringt.

Victor mit Waffe

Der Profiler Lang (Christian Berkel) hat irgendwie Respekt vor dem Profikiller, der praktisch vor seiner Nase ungehindert den Mord begehen konnte. Er spürt, dass diesen Killer etwas ganz Besonderes ausmacht. Bei der Erstellung des Täterprofils stößt er auf einen Kriminalfall, der fast vierzig Jahre zurückliegt. Im Jahre 1965 hat ein kleiner Junge den Mord an seinen Eltern beobachten müssen und den Mörder seiner Eltern eigenhändig gerichtet, im Alter von neun Jahren! Ist der kleine Felix von damals der unbekannte Profikiller? Beweise gibt es noch keine.

Profiler Lang

Die Geliebte im Bett des Opfers heißt Nina (Nadja Uhl) und wird am nächsten Morgen von der Polizei verhört. Doch sie scheint nichts mit dem Mord zu tun zu haben. Also lässt man sie laufen. Die Polizei fragt sich aber nicht, wie die junge Frau das Erlebnis verkraftet hat und observiert sie auch nicht. Daher bekommt sie auch nicht mit, wie Nina sich von einer Brücke in einen Fluss stürzt. Der Killer Viktor aber ist der faszinierenden Schönen nachgegangen und rettet ihr das Leben. Nach fast vierzig Jahren der Einsamkeit hat Viktor sich verliebt. Doch kann er seiner Liebsten nicht offenbaren, wer er ist. Trotz allem entwickelt sich so etwas wie eine Beziehung zwischen den beiden. Nina interessiert sich für den schweigsamen Mann und geht ihm eines Tages heimlich nach. Was sie zunächst nicht einordnen kann, sie beobachtet ihn bei den Vorbereitungen zu seinem nächsten Job.

Viktor kann zwar seinen nächsten Auftrag mit der gleichen Genialität wie zuvor ausführen, doch durch seine Liebe zu Nina ist er unvorsichtig geworden. Der Profiler Lang rückt ihm immer dichter auf den Pelz. Der Jäger wird zum Gejagten - oder doch nicht?


Nina im Bett

Die Idee zu dem Sujet stammt von Mennan Yapo. Dabei ist das Thema vom Killer und seinem Profiler durchaus nicht neu und wurde aktuell brillant inszeniert in dem amerikanischen Spielfilm „Taking Lives“ mit Ethan Hawke und Angelina Jolie. Was diesen deutschen Film aber ausmacht, ist der Verzicht auf künstliche Spannungselemente. Es gibt keine wilden Verfolgungsfahrten, überzogene Pyrotechnik oder Spezialeffekte. Der Film „Lautlos“ wird allein vom durchdachten Skript und den Fähigkeiten der Schauspieler getragen. Der Schauspieler Christian Berkel (Profiler Lang) erklärt, was ihn an dem Film fasziniert hat: „... die Figurenkonstellation fand ich spannend: diese drei isolierten Menschen, die wie schwimmende Inseln auf dem Meer treiben. Und es hat mich interessiert, dass der Film ohne eine herkömmliche Form von Psychologie und Handlungsablauf auskommt und trotzdem eine spannende Geschichte erzählt.“ Der Film setzt sich also absichtlich vom üblichen Umgang mit dem Thriller-Genre ab. Mennan Yapo: „Durchaus. Zum Beispiel die Tatsache, dass wir von Anfang an strenge Regeln aufgestellt haben. Regeln, die dafür sorgen sollten, dass wir nicht in die üblichen Killer-Thriller-Klischees verfallen. So haben wir etwa beschlossen, dass es bei uns auf keinen Fall auf der Bildebene zum obligatorischen Aufeinandertreffen zwischen Jäger und Gejagtem kommen darf: Die beiden begegnen sich nur im Ton.“

Mit „Lautlos“ hat die Berliner Filmproduktion X Filme Creative Pool (bereits kurz vorgestellt in „Was nützt die Liebe in Gedanken“) wieder ihr Gespür für Drehbücher bewiesen und auch für ein neues Regietalent. Der Regisseur Mennan Yapo wurde 1966 als Sohn türkischer Eltern in München geboren. Nach mehreren Drehbüchern und Kurzfilmen ist „Lautlos“ sein erster abendfüllender Kinofilm. Er hatte sogar eine kleine Nebenrolle in dem bislang erfolgreichsten Film der X-Filme „Good-bye Lenin“. Der Mitgründer der X Filme Creative Pool Tom Tykwer („Lola rennt“) zeichnet sich für „Lautlos“ als Produzent verantwortlich.

h.f. - red / 19. April 2004
Weitere Infos siehe auch:
http://www.x-verleih.de/
http://www.lautlos-derfilm.de




 

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